Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Geht´s um Väter-/Männerrechte winden Parteien sich wie Aale!

TMerten, Tuesday, 29.06.2010, 11:21 (vor 5675 Tagen)

Lest selbst:

http://www.kraftfelder.net/VatersachenGera/FDP.pdf

Väterberatung Gera
Kontaktstelle des KbbE e.V.
c/o Tristan Rosenkranz
Arminiusstraße 42
07548 Gera

FDP Thüringen
Tschaikowskistraße 35
99096 Erfurt

Gera, der 13. 10. 2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit Anfang des Jahres 2007 engagiere ich mich neben vielen anderen Initiativen für eine Verbesserung der Kinder- und Väterrechte sowie für eine Gleichstellung von Vätern in der familienrechtlichen Praxis sowie öffentlichen Wahrnehmung. Was zunächst mit dem Aufund Ausbau eines umfangreichen Webfundus begann, mündete Anfang diesen Jahres in den Beitritt in den Bundesverein "Kinder brauchen beide Eltern e.V." und damit der Aufnahme der Arbeit als "Väterberatung Gera".

Eins wurde und wird mir bei meiner Arbeit immer wieder bewusst: dass staatlich gestützte bzw. forcierte Väterarbeit sowie eine damit einhergehende Öffentlichkeits- und also tatsächlich Gleichstellungsarbeit kaum stattfindet und auch die stark einseitige Förderung von Frauen(Gleichstellungs-)Arbeit sowie Notwendigkeit ausgeprägter Väter-/Männerarbeit einer Vielzahl von Multiplikatoren sowie familienrechtlich eingebundenen Fachleuten als Problemlage bekannt ist.

Niemandem unter der Vielzahl von Gesprächspartnern ist die Tatsache unbekannt, dass es eine Ungerechtigkeit darstellt, dass Frauen das natürliche Recht innehaben, über Sorge und Aufenthaltsort des Kindes bzw. Mitspracherecht des Vaters alleine zu entscheiden, dass das Gros derer, die Umgang verweigern, Mütter sind und das Jugendamt einerseits Unterhalt beitreibt, jedoch rechtlich wirksame Umgangsvermittlungshilfestellungen ausschließt, dass im häuslichen Kontext Frauen ebenso oft Gewalt anwenden wie Männer, jedoch als Faktum tabuisiert sowie meist ungesühnt, dass Jungen bildungsbenachteiligt sind ohne Chancen auf baldige Förderung seitens des Staates, dass eine Aufrechnung von Teilzeit- mit Ganzstagslöhnen sowie zwischen verschiedensten Branchen eine Verzerrung des weitestgehend gleichgestellten Lohngefüges darstellt und und und.

Dennoch herrscht weitestgehend Stillstand. Während (um nur ein Beispiel zu nennen) kostenintensiv zulasten von Steuergeldern jährlich Wanderausstellungen, die allein der bildlichen wie textlichen Darstellung des Mannes als Gewalttäter und Mißbrauchender dienen, organisiert werden, andererseits seitens des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugendliche Studien zu den Akten gelegt werden, die belegen, dass Jungen bildungsbenachteiligt sind und dass häusliche Gewalt in erschreckend hoher Zahl durch Frauen ausgeübt wird, findet eine Kommunikation oder gar Unterstützung, die das Verantwortungs- und Handlungsbewusstsein deutscher Väter / Männer zum Ausdruck bringt, schlicht und ergreifend nicht statt.
Ebenso unterblieb bisher die Hinterfragung der Notwendigkeit von Männerbeauftragten, sei es auch nur - im Gegensatz zu in jeder Kommune über 20.000 Einwohner vorgesehenen / eingestallten Gleichstellungs-/ Frauenbeauftragten - je eine derartige Position pro Bundesland.

Gestatten Sie mir aus diesem Grunde die Frage, wie Sie als Partei auf Thüringen-Ebene diesem Themenkomplex gegenübertreten, auf eine Unterstützung von Väter-/ Männer- Arbeit hinzuarbeiten, auf eine Sensibilisierung der öffentlichen Wahrnehmung hinsichtlich Gleichstellung von Vätern / Männern einwirken, kurz, was Sie konkret tun, um daran im Rahmen Ihrer Möglichkeiten etwas zu ändern / mitzugestalten.

Ebenso sei mit die Frage gestattet, ob es im Rahmen Ihrer Partei einen sozialpolitischen bzw. Familiensprecher gibt, mit dem ein eingehenderer Austausch möglich ist. Gern setze ich mich mit ihm umgehend in Verbindung.
Sie erreichen mich telefonisch unter folgender Nummer: 0176 / 218 90 769.

Letztlich kann Ihre Antwort und können Ihre Taten an einer Wahlentscheidung nicht zuletzt aus dem Grund Anteil nehmen, da ich Ihre sicher baldige Antwort im Rahmen der mir möglichen Öffentlichkeitsarbeit einbinden werde.

Bereits im Voraus vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Tristan Rosenkranz
Väterberatung Gera

Die FDP nicht!

Gutmensch, Tuesday, 29.06.2010, 12:25 (vor 5675 Tagen) @ TMerten

Wenn ich das richtig interpretiere, hat die Bürotussi der FDP den Brief in den Mülleimer geworfen, Dir dann aber doch ein kompetenter Mann geantwortet. Und zwar Ende 2008.

Und Du scheinst bisher den angebotenen Dialog nicht angenommen zu haben. Dann mußt Du auch nicht jammern.

Die FDP nicht! ????

TMerten, Tuesday, 29.06.2010, 14:00 (vor 5675 Tagen) @ Gutmensch

Und Du scheinst bisher den angebotenen Dialog nicht angenommen zu haben.
Dann mußt Du auch nicht jammern.

Vielleicht hast du es nicht verstanden: Die FDP hat das "weiterdelegiert" und war nicht in der Lage oder Willens, auf dieses Anfrage zu antworten. Man hat sich vor einer klaren Stellungnahme gedrückt und "leitet" diese Anfrage an einen Notfallmediziner/Anästhesisten eines Klinikums weiter. Die hätten das auch an einen Augenarzt übersenden können. Die FDP muss doch eine Meinung zu solchen Vorgängen haben. Der Vorgang liegt zwar schon ein paar Tage zurück, aber ich glaube nicht, dass sich daran etwas geändert hat.

Wenn die Väterberatung Gera sich mit dem Facharzt zusammengesetzt hätte, dann wäre NICHTS bei herausgekommen. Die wollten was ändern und haben sich deshalb an eine Partei gewandt, die gewählt werden will und etwas ändern könnte. Offensichtlich aber nicht bereit ist, in diese Schlangegrube zu fassen.

Noch mal AW:

TMerten, Tuesday, 29.06.2010, 15:59 (vor 5675 Tagen) @ Gutmensch

Ich hatte in meinem Vorkommentar einen "Augenarzt" erwähnt. Besser und genauso nutzlos wäre es, wenn er zu einem Proktologen gehen würde.

Dummschwätzer

Master, Wednesday, 30.06.2010, 01:08 (vor 5675 Tagen) @ TMerten

Ich hatte in meinem Vorkommentar einen "Augenarzt" erwähnt. Besser und
genauso nutzlos wäre es, wenn er zu einem Proktologen gehen würde.

Den Proktologen brauchst Du - denn Herr Mertes von der FDP ist der Leiter des zuständigen Ausschusses. Also genau der kompetente Ansprechspartner. Wenn Du so blöd bist, selbst das Rückrufangebot zu ignorieren, bist du für das Thema der Falsche.

..es gibt eine Alternative!

aus-Österreich, Tuesday, 29.06.2010, 18:42 (vor 5675 Tagen) @ TMerten

..deshalb gibt es jetzt die Männerpartei!
In Österreich (meines Wissens nach in Deutschland und der Schweiz ebenso) gibt es jetzt Betroffene, die zeigen wollen, dass es anders auch geht.
Eine Kleinstpartei mit Fokus auf Gleichberechtigung, Familie und Bürgerrechten.
In Wien gibt es am 10.Okt. Landtagswahlen.
Gerade im August (wo alle auf Urlaub sind) müssen die Unterstützungsunterschriften beim Magistrat abgegeben werden.
Schwierig, da weiterzukommen aber die Männer geben nicht auf.
"Es geht ja um die Zukunft unserer Kinder"

Themenmäßig gibt es Überschneidungen vor allem mit den "Piraten", die aber aus unverständlichen Gründen nicht mit den Männern wollen.
Die Männer werden in eine Schublade (und zwar ganz rechts) gezwängt. Dort gehören sie aber sicher nicht hin. Das Spektrum geht klar durch alle Schichten und Lager denn überall sind Männer und zwar nicht nur als Väter von Diskriminierung betroffen.
Des weiteren sollten Menschenrechte und Bürgerrechte ebenso für alle ein Thema sein. Sie setzen sich auch gegen Mißstände unter denen Frauen zu leiden haben ein und das Logo in Österreich zeigt die Familie (den Hauptschwerpunkt ihrer Arbeit)

Statt sich aufzuregen was andere nicht machen sollten sich lieber alle engagieren. Ob Väter, Lebensgefährtinnen, Großeltern, ehemals betroffene Kinder, Tanten oder Onkeln,.. jeder ist betroffen und sei es nur, weil er im derzeitigen System für den Mist der von den anderen gebaut wird mit seinen Steuergeldern den Schaden bezahlen muß.
Mitgestalten statt sich nur aufregen ist die Einzige Möglichkeit, die in die Zukunft weist.

5%-Hürde

jens_, Tuesday, 29.06.2010, 19:35 (vor 5675 Tagen) @ aus-Österreich

Zwar eine nette Idee mit der Männerpartei, aber die hat keine realen Chancen über die 5%-Hürde zu kommen. Deshalb halte ich Engagenment für Männer in etablierten Partien, vor allem FDP/FPÖ, für sinnvoller.

5%-Hürde

georg, Tuesday, 29.06.2010, 21:43 (vor 5675 Tagen) @ jens_

Wo engagiert sich in den etablierten Parteien jemand für Männer? Nicht einmal von der FDP, zu deren Programm z.B. die Abschaffung der Wehrpflicht gehört, ist in der jetzigen Debatte über ihre Aussetzung ein Wort zu hören.

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