Bild der Frau Forum: Neues Unterhaltsrecht
Schon etwas älter, aber trotzdem lesenswert, teilweise
http://www.bildderfrau.de/forum/f3/__f13_f3--Das-neue-Unterhalts-Gesetz.html
Besonders der erste Beitrag:
Alles hat zwei Seiten.
Den 1. Geburtstag seiner Tochter hat schon nicht mehr miterlebt, seine Frau hat ihn kurz nach der Entbindung vor die Tür gesetzt, die Scheidung eingereicht. Der Grund war, dass sie nicht mit seinen Eltern klar gekommen ist, er nicht mit seinen Eltern brechen wollte. Bestimmt waren da auch noch andere Beweggründe, über die wurde nicht gesprochen.
Dass er für beide Unterhalt zahlen muss, war ihm klar, hat er auch gemacht. Als er eine ganze Weile sehr viel weniger verdient hat, hat sie sein Gehalt sofort pfänden lassen.
Den Kontakt zu seiner Tochter hat sie sofort unterbunden, hat sogar vor Gericht behauptet, dass er den Säugling unsittlich berührt hätte. Die Treffen unter Aufsicht beim Jugendamt hat sie nicht eingehalten, alles ohne Konsequenzen. Er ist mit den Nerven am Ende, kommt in eine Klinik.
Um ihren Arbeitsplatz zu behalten, fängt sie später wieder an zu arbeiten, trotzdem muss er weiterhin den vollen Satz Unterhalt zahlen. Der Richter sagt, sie muss ja nicht arbeiten, sie macht es freiwillig. Er hat für ein eigenes Leben oft zu wenig Geld.
16 lange Jahre zahlt er für die Exfrau und natürlich für die Tochter den Unterhalt, dann klagt er auf Abänderung, muss danach nur noch für die Tochter zahlen.
Nach der Schule bekommt die Tochter keine Lehrstelle, macht BGJ, will ins Hotelfach. Als sie dann eine Lehrstelle hat, bricht sie die Lehre nach 6 Wochen ab, es ist ihr zu stressig.
Zwischenzeitlich hat die Tochter Kontakt zu ihrem Vater und der neuen Familie gesucht.
Jetzt will sie Friseurin werden, die neue Frau des Vaters hat gute Kontakte, vermittelt ihr ein Praktikum mit Aussicht auf eine Lehrstelle. Das schmeißt die Tochter nach 4 Wochen hin, gefällt ihr auch nicht, sind alle so doof.
Nach langem hin und her und untätigem Herumsitzen zu Hause und nach Beratung beim Amt, macht sie ein paar Kurse mit, sie ist inzwischen 18 Jahre alt. Sie fordert einen höheren Unterhalt vom Vater, zusätzlich Sachleistungen, wie sündhaft teure Designerturnschuhe.
Der Vater lehnt ab, schließlich hat er eine neue Familie, das Geld reicht nicht.
Es kommt zum Streit, in Anlehnung an einen Fall im Umfeld, droht sie ihrem Vater und dessen 2. Frau schriftlich, ihnen das Haus über den Kopf anzuzünden, den kleinen Halbbruder zu verletzen. Zuerst arbeitet sie nicht, später will sie Erzieherin werden, braucht dazu den Realschulabschluss, klagt auf weiteren Unterhalt. Sie verliert, sie hat 2 Ausbildungen abgebrochen, die Familie mehrfach bedroht, obwohl sie dort über Monate zusätzliche Geldzuwendungen und Sachleistungen bekommen hat. Das war nur möglich, weil die 2. Frau trotz Kleinkind arbeiten geht.
Auch im 2.Termin verliert sie vor dem Familiengericht. Ihre Anwältin geht zum OLG, obwohl der Antrag auf Prozesskostenhilfe abgelehnt wurde, weil keine Aussicht auf Erfolg besteht. Sie klagt trotzdem weiter.
Vor dem OLG bekommt sie, die Tochter, Recht. Die Richter sagen, dass ihr weiterhin Unterhalt zusteht und die Drohungen darf man nicht so Ernst nehmen, so sind Kinder ( sie ist volljährig) heute eben. Der Vater bekommt sogar zu hören, dass er sich eben mehr um seine Tochter hätte kümmern müssen. Haben sie die Akte nicht gelesen? Haben sie nicht gelesen, was für Beschuldigungen die Exfrau und Mutter gemacht hat.
Das sind die gleichen Richter, die 6 Wochen vorher den Prozesskostenantrag abgelehnt haben, was ist da passiert?
Ach ja, die Exfrau arbeitet im öffentlichen Dienst, bei einem Gericht in der gleichen Stadt.
So, wie es jetzt aussieht, darf er mindestens noch 5 Jahre für die Tochter zahlen, die Zeit für den Realschulabschluss und für die Zeit der Ausbildung zur Erzieherin.
Dass er, der Vater, seit einem Jahr Kurzarbeit machen muss und viel weniger Einkommen hat, interessiert die Richter auch nicht, hätte mich auch sehr gewundert.
Ach ja, ich bin die neue Schwiegermutter und habe diesen jungen Mann als verantwortungsvollen und liebenswerten Menschen kennen gelernt.
Er ist fleissig, strebsam, kümmert sich liebevoll um Frau und Sohn. Dass er oft ein wenig schwermütig ist, wundert mich nicht, lebenslänglich wäre wohl einfacher gewesen.
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