Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Freche Schaffnerin reinigt Zug (mal wieder)

Garfield, Monday, 28.06.2010, 16:21 (vor 5676 Tagen) @ vt

Hallo vt!

Dabei fiel mir ein Fall aus dem letzten Jahr in einer Stadt hier in der Gegend (bei Aachen) ein:

Da kam ein Mann zum Empfang der Stadtverwaltung und wollte für seinen behinderten Nachbarn etwas abholen. Ich glaube, es waren gelbe Müllsäcke oder etwas in der Art. Die Frau am Empfang sagte ihm dann, der Nachbar müsse selbst kommen und das Zeug abholen. Der Mann versuchte, ihr zu erklären, daß sein Nachbar aber gehbehindert ist und es für ihn somit sehr schwierig ist, selbst zu kommen. Die Frau am Empfang blieb stur und verwies auf die Dienst-Vorschrift. Danach hätte der gehbehinderte Mann gefälligst selbst herzukommen, basta.

Der gehbehinderte Nachbar beschwerte sich daraufhin beim Bürgermeister der Stadt. Dieser entschuldigte sich offiziell für das Verhalten der Frau am Empfang der Stadtverwaltung und stellte klar, daß behinderte Menschen selbstverständlich solche alltäglichen Sachen wie gelbe Müllsäcke von Anderen abholen lassen können.

Solches sture Festhalten an Vorschriften und Regeln fällt mir oft bei Frauen auf, insbesondere bei jüngeren Frauen.

Meine Frau geht in unserem Wohnort manchmal zu einer Postfiliale. Die ist in einem Kiosk, wo nur Frauen arbeiten. Da. gibt es andauernd irgendwelches Theater. Z.B. wurde ihr mal die Herausgabe eines ganz normalen Pakets an mich verweigert, obwohl sie nachweisen konnte, daß sie meine Ehefrau ist und obendrein sogar noch eine unterschriebene Vollmacht von mir dabei hatte. Wenn sie da eine Minute vor offizieller Öffnungszeit des Postschalters eintrifft, dann bequemt sich auch niemand dazu, eine Minute vorher schon etwas anzunehmen. Wenn man nachfragt, kommt die Antwort, daß das System für den Postschalter noch nicht hoch gefahren wäre.

Mittlerweile geht sie deshalb lieber in einen Kiosk auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Den betreibt ein Mann, der da auch üblicherweise verkauft. Da war sie mal ganz früh morgens, lange vor offizieller Öffnungszeit des Postschalters. Sie fragte den Mann, ob er eine Rücksendung jetzt schon annehmen würde, er könne ihr die Quittung dafür ja aufheben, so daß sie sie später abholen kann. Er sagte darauf, daß er die Sendung selbstverständlich annimmt, und die Quittung könne sie sofort mitnehmen. Meine Frau war ganz erstaunt und fragte, ob das denn schon vor Öffnung des Postschalters geht. "Natürlich geht das", antwortete der Mann, nahm das Paket an, gab es ins System ein und druckte ihr die Quittung aus.

Ich bin mir nicht sicher, wieso viele Frauen sich so stur auch dann an Vorschriften und Regeln festklammern, wenn diese offensichtlich sinnlos sind. Der Hauptgrund ist wahrscheinlich eine gewisse geistige Unflexibilität. Frau mag offenbar eingespielte Handlungsabläufe und Normen, an denen sie sich festhalten kann. Dazu kommt wohl in manchen Fällen noch der Drang zur Wichtigtuerei, vor allem bei jüngeren Frauen. Bei älteren Frauen scheint das etwas nachzulassen, denn mit denen erlebe ich das nicht ganz so häufig. Das könnte aber auch an anderer Erziehung in früheren Zeiten liegen.

Freundliche Grüße
von Garfield


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