Väter vergleichbar mit Affen, oder wie soll man das verstehen?
Einserkastl Corti
Stolz gestresster Papa
20. Juni 2010, 21:55
Beim Hutschen zeigt sich, was ein echter Kerl ist - Neue Erkenntnisse aus der Primatenforschung
Dass sich Väter der Pflege des Nachwuchses heute intensiver widmen als früher, ist eine wesentliche Errungenschaft des Feminismus. Längst sieht der Vater sich nicht mehr als bloßer Paterfamilias, der in der Hauptsache durch Abwesenheit glänzt und eben damit Angst und Schrecken verbreitet: "Na warte nur, bis der Papa nach Haus' kommt ..."
Jetzt aber berichtet die Primatenforscherin Julia Fischer im Magazin Animal Behaviour von Beobachtungen an Berberaffen, wonach das Engagement der Väter ursprünglicher sein könnte - allerdings aus egoistischen Motiven: Die Berber-Männchen stellen sich regelrecht an, der Mutter ein Kleines zu entwenden, um anderen Männchen zu präsentieren, wie gut sie die Jungen umsorgen. Die Vaterrolle, so Fischer, diene dazu, im Sozialgefüge Eindruck zu schinden und den Status zu erhöhen.
Während die Forscher anfangs meinten, dass Bemuttern beruhigend (und insofern sozialisierend) auf die Männchen wirke, beweisen Hormonmessungen das Gegenteil: Männchen, die ein Junges umsorgen, stehen unter irrem Stress.
Demnach, so Fischer, ließe das Babyhutschen sich als raffiniertes Imponiergehabe interpretieren: "Schaut's her, ihr Weicheier! Beim Hutschen zeigt sich, was ein echter Kerl ist!" Vielleicht erleichtert diese Erkenntnis ja manch modernem Helden das Aufstehen, wenn demnächst wieder ein Windelwechsel ansteht - zur Geisterstunde. (Severin Corti/DER STANDARD-Printausgabe, 21.6.2010)
Quelle
Wie, "Errungenschaft"? Hat die Feminismus jemals irgendetwas geschaffen oder lediglich kaputtgemacht?!
Es konterkariert die Bestrebungen des Feminismus welche behauptet, dass Väter lediglich als Erzeuger/Samenspender vorhanden sind.
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Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...