Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Ermächtigungsgesetz und die Kalaschnikov

adler, Kurpfalz, Thursday, 17.06.2010, 18:51 (vor 5685 Tagen) @ Kraftmeier

Entgegen landläufiger Meinung und gefühlter Kompetenz kann in dem Bereich nicht Jede/r machen was er will. Wer darin arbeitet, sollte schon sehr genau wissen, was er tut. Sonst geraten in die "Behandlung" sehr leicht eigene unbewältigte Konflikte mit hinein und führen zu noch mehr Chaos beim Klienten.

Sehr deutlich wurde dies bei den jahrelangen "Wormser Prozessen". Ausgelöst wurde dieser bis heute andauernde Skandal von einer "Wildwasser"-MitarbeiterIn. In einem Scheidungsverfahren beschuldigte Power-Mutti den Vater des sexuellen Missbrauchs und wandte sich an den Verein. Anhand von "anatomisch korrekten Puppen" erkannte die MitarbeiterIn, die sich zwar kompetent fühlte, es aber nicht war, wie sich nach Jahren herausstellte, daß die beiden Kinder glasklar sexuell missbraucht worden waren.

Ein Pornoring, den es nicht gab, wurde aufgedeckt, in dem massenhaft Kindesmissbrauch stattgefunden haben sollte. Es folgten drei Prozesse (1993-1997). In deren Verlauf gab es dutzende zerstörter Familien bis heute. Eine Großmutter starb in Untersuchungshaft an der Aufregung. Am Ende war alles nur heiße Luft. Viele zerstörten Familien blieben bis heute.

Um ähnliches beim Umgang mit Menschen zu verhindern wurde 1999 das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) verabschiedet. Nach jahrelanger Lobbyarbeit des Psyhologenverbandes. Bis dato durften das nur Ärzte sein, wg. massiver Beeinflussung durch deren Interessenverbände, obglich sie natürlich viel weniger Hintergrundwissen in ihrem Studium erfahren haben.

In genanntem Gesetz wird bestimmt, daß mindestens einer zusätzliche 3-jährigen Ausbildung ein abgeschlossenes Psychologiestudium vorausgehen mußte. Aber nicht nur. Die bestandene Abschlußprüfung im Studiengang Psychologie, muss auch das Fach Klinische Psychologie einschließen.

Da die feministische Wissenschaft sich ausgeschlossen fühlte, sprang sie sogleich als TrittbrettfahrerIn auf diesen lukrativen Zug (Wie weiland die FeministInnen auf die gesellschaftlichen Umwälzungen durch die Pöhzen 68iger), und begehrten ebenfalls Einlass.

In das PsychThG wurde auch das Berufsbild des "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten" gleich mit aufgenommen. Eine/r solchen/r musste zB von "Klinische Psychologie" keine Ahnung haben. Es genügte eine Abschlußprüfung in Pädagogik oder Sozialpädagogik, wie auch immer.

Jedenfalls hatte man doch irgendwie anerkannt, dass einer, der da arbeitet schon eine Ahnung haben müsste von dem, was er/sie tut. Die anschließende/n weitere/n Ausbildung/en von mindestens drei Jahren schließen meist auch eine gründliche Eigenevaluation mit ein, damit der Therapeut möglichst nicht unbewusst Eigenes in die Behandlung mit einfließen läßt.

Wieviel Ahnung werden nun solche LehrerINNEN haben, die durch einen Crash-Kurs im Schnellverfahren dazu ermächtigt werden, Jungs auf so einen "heißen Stuhl" zu setzen, mit denen sie nicht zurecht kommen? Und wer prüft die eigenen unbewältigten Konflikte solcher dazu ermächtigten LehreINNEN? Willkür ist ein weiters mal Tür und Tor geöffnet. Und das ist so gewollt. Die das Ermächtigungsgesetz unterschriebene Hamburger Schulsenatorin Christa Goetsch gehört der GAL an. Nachtigall, ick hör dir trapsen! Kompetent ist sie auch, denn sie hat Chemie und Biologie studiert, wenn auch auf Lehramt.

Was wird mit einem solchen Jungen geschehen?
Er ist also auffällig geworden, weil er, -subjektiv? Ja! In solcher Konstellation wohl auch subjektiv!- gewalttätig war.

Meine These: Viele Jungs, die gewalttätig werden schreien damit nach Anerkennung, fühlen sich oft vorher gedehmütigt. Einen solchen setzt nun irgendein/e "Ich hab zwar keine Ahnung, was ich da mach, aber ich mach's. Danach ist wenigstens Mir wohler" einer kaum noch zu überbietenden Demütigung aus. Kinder, MitschülerINNEN können grausam sein, das ist bekannt.

Der Junge nun geht aus dieser Psychofolter nicht etwa geläutert, schon gar nicht gestärkt heraus. Er ist noch mehr verunsichert, noch stärker gedehmütigt, als zuvor. Es ist gar nicht so abwägig, daß er irgendwann mal in die Schule, die ihn so wenig verstanden und so sehr gedehmütigt hat, mit einer Kalaschnikov in der Hand zurückkehren wird.

Jede Gesellschaft hat die Verbrecher, die sie verdient!

Gruß
adler

--
Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar


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