Mach den Abflug, Feministin!
Sie war eine Abenteurerin, ein weiblicher Hasardeur der Luftfahrt! Doch was macht Regisseurin Mira Nairs Film aus der US-Flugpionierin Amelia Earhart? Eine Romantikerin mit schlechtem Gewissen. Fliegen, lieben, Partys besuchen - so kann man einem Mythos flugs die Flügel stutzen.
[..]Wenn die Metaphorik zu offensichtlich ist, muss man ihr misstrauen. Dass zum Beispiel eine Frau sich von Rollenklischees ihrer Zeit losmacht und abhebt in jene Sphären, wo die soziale Zurichtung nicht mehr greifen kann, das ist einfach nur trivial. Es ist aber auch die Prämisse für Mira Nairs Nacherzählung von Amelia Earharts Leben.
[..]Die Stationen dieses Lebens übersetzt Nair in folgende Dramaturgie: Fliegen, staunen, Party besuchen. Ein bisschen mit dem Ehemann (Richard Gere) streiten, wieder fliegen, noch mehr staunen. Eine kurze Affäre haben mit dem Flieger und Unternehmer Gene Vidal (Ewan McGregor). Weiter fliegen. Staunen, bis sich die Augäpfel biegen. Am Ende: zähes Finale mit Flug über die bleierne Weite des Pazifik, während an den Rundfunkgeräten die Welt zittert. Wird sie es schaffen? Wird sie nach Hause kommen?
Wird sie nicht, man weiß das von Anfang an, und man findet's auch nicht wirklich schlimm. Weil das, was diese Film-Earhart (Hilary Swank) an drögen Gesellschaften und prätentiösen Konversationen über sich ergehen lassen muss, schon von der ersten Filmminute an unerträglich.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,701013,00.html
Eine Frau macht einen Film über eine Frau und schert sich einen Dreck um die Glorifizierung derselben. Das ist natürlich politisch nicht korrekt und deshalb wird der Film als unerträglich dargestellt - im übrigen von einem Mann 
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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein