Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Mach den Abflug, Feministin!

Christine ⌂, Thursday, 17.06.2010, 13:13 (vor 5687 Tagen)

Sie war eine Abenteurerin, ein weiblicher Hasardeur der Luftfahrt! Doch was macht Regisseurin Mira Nairs Film aus der US-Flugpionierin Amelia Earhart? Eine Romantikerin mit schlechtem Gewissen. Fliegen, lieben, Partys besuchen - so kann man einem Mythos flugs die Flügel stutzen.

[..]Wenn die Metaphorik zu offensichtlich ist, muss man ihr misstrauen. Dass zum Beispiel eine Frau sich von Rollenklischees ihrer Zeit losmacht und abhebt in jene Sphären, wo die soziale Zurichtung nicht mehr greifen kann, das ist einfach nur trivial. Es ist aber auch die Prämisse für Mira Nairs Nacherzählung von Amelia Earharts Leben.

[..]Die Stationen dieses Lebens übersetzt Nair in folgende Dramaturgie: Fliegen, staunen, Party besuchen. Ein bisschen mit dem Ehemann (Richard Gere) streiten, wieder fliegen, noch mehr staunen. Eine kurze Affäre haben mit dem Flieger und Unternehmer Gene Vidal (Ewan McGregor). Weiter fliegen. Staunen, bis sich die Augäpfel biegen. Am Ende: zähes Finale mit Flug über die bleierne Weite des Pazifik, während an den Rundfunkgeräten die Welt zittert. Wird sie es schaffen? Wird sie nach Hause kommen?

Wird sie nicht, man weiß das von Anfang an, und man findet's auch nicht wirklich schlimm. Weil das, was diese Film-Earhart (Hilary Swank) an drögen Gesellschaften und prätentiösen Konversationen über sich ergehen lassen muss, schon von der ersten Filmminute an unerträglich.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,701013,00.html

Eine Frau macht einen Film über eine Frau und schert sich einen Dreck um die Glorifizierung derselben. Das ist natürlich politisch nicht korrekt und deshalb wird der Film als unerträglich dargestellt - im übrigen von einem Mann ;-)

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Das Gejammer ist immer groß, wenn Heroinen aus Fleisch und Blut gewesen sein sollen (kwT)

mee, Thursday, 17.06.2010, 15:03 (vor 5687 Tagen) @ Christine

- kein Text -

Mach den Abflug, Feministin!

adler, Kurpfalz, Thursday, 17.06.2010, 17:02 (vor 5687 Tagen) @ Christine


Eine Frau macht einen Film über eine Frau und schert sich einen Dreck um
die Glorifizierung derselben. Das ist natürlich politisch nicht korrekt und
deshalb wird der Film als unerträglich dargestellt - im übrigen von einem
Mann ;-)

Mal sehen, was die Prawda über sie herausgefunden hat:

Amelia Mary Earhart (* 24. Juli 1897 in Atchison, Kansas; verschollen im Pazifischen Ozean; †(für tot erklärt) 5. Januar 1939)
war eine US-amerikanische Flugpionierin und Frauenrechtlerin.
1919 begann sie an der Columbia University in New York Medizin zu studieren. Das Studium gefiel ihr nicht, sie brach nach einem knappen Jahr ab, weil angeblich die Professoren zu ihr sagten, dass sie mehr arbeiten müsse

Na das geht ja nun gar nicht! "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!" ist angesagt. Heute wissen das Alle.[/b]

Finanziell und moralisch wurde sie von dem New Yorker Verleger George Palmer Putnam unterstützt.
1931 erhielt Earhart den sechsten Heiratsantrag ihres langjährigen Verehrers und Mentors und heiratete ihn („widerstrebend“, wie sie betonte). Sie befürchtete, dass die Ehe sie in ihrer Fliegerei einschränken könnte, und wollte auch keine Kinder bekommen: „Es dauert zu lange, ein Baby zu machen“.

Gruß
adler

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Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar

Mach den Abflug, Feministin!

Puffbesucher, Thursday, 17.06.2010, 20:11 (vor 5687 Tagen) @ adler

Bei Wiki-Artikeln über Frauen muss man kritisch sein. Da hängen überall "Frauenrechtlerinnen" drin rum und schmieren ihre verklärende Sicht hinein. Logisch.

Das sieht man an den Versionsgeschichten. So zum Beispiel bei Maria Anna Mozart, wo in alten Versionen noch stand, dass der Vater ja nur den Sohn gefördert hätte und sie deshalb auch nicht so großartig wurde wie ihr Bruder. Oder beim Thema Geschirrspülmaschine, wo ebenfalls es jemand herauslöschen musste, dass sie angeblich als Erfinderin nicht auftreten durfte, da man sie als Frau nicht akzeptiert hätte.

Femi-Agitprop-Kacke.

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...und erlöse uns von dem Bösen.

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