Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Korrelation vs. Kausalität

weingeist, Monday, 14.06.2010, 16:50 (vor 5688 Tagen) @ Rainer

Gerade wir Männerrechtler sollten sowas besser können. So lange es keine nach Branchen und vor Allem Dauer der Selbständigkeit gestaffelten Zahlen gibt, sagen die 44% rein gar nichts.

Wenn ich z.B. eine Zahnarztpraxis eröffne, muss ich mir erst einen Patientenstamm erarbeiten und all die Geräte finanzieren. Übrig bleibt da wenig. Hier dürften Männer einen traditionellen Vorsprung haben.

Unter denen, die sich etabliert haben, wird dann die Branche relevant: ein gut eingeführtes Ingenieurbüro dürfte im Durchschnitt mehr Gewinn abwerfen als ein gut eingeführter Kosmetiksalon.

Hinzu kommt die Motivation, sich selbständig zu machen: Die einen sind bereits als Angestellte erfolgreich und wollen die Früchte ihrer Arbeit lieber selbst ernten. Die anderen wollen über ihre Arbeitskraft selbstbestimmter verfügen (z.B. zu Hause arbeiten oder die Zeit frei einteilen). Und wieder andere machen sich selbständig, weil sie als Angestellte schlechtere Chancen haben (z.B. beim Wiedereinstieg nach der Familienpause oder zunehmend auch als junge Leute frisch von der Uni). In jeder dieser Gruppen sind Männer wie Frauen vertreten, aber möglicherweise unterschiedlich verteilt.

Einem weiteren Interpretationsansatz stimme ich natürlich zu: Wenn im Bereich der Selbständigkeit, wo es prinzipbedingt keine "gläsernen Decken" gibt, ein so großer Unterschied herrscht, dann liegt es bei den Angestellten auch nicht an Diskriminierung.


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