Dickerchen und der Feminismus
Bin ich etwa zu fett, um mich selbst zu spielen?
Noch mal die FAZ, diesmal mit Link. Die Redakteuse beklebt die amerikanische Fernsehserie „Drop Dead Diva“ über Pummelchen-Probleme mit dem Etikett „neuer Feminismus“.
Die Hauptdarstellerin: Nein, sagt sie grinsend, vom Feminismus sei im Amerika des 21. Jahrhunderts nicht viel übrig. Der „Body-Check“, das abschätzende Erfassen einer Person von Kopf bis Fuß, sei für sie Alltagserfahrung. „Manchmal macht es mich wütend, manchmal kommen mir die Tränen. Man muss sich schon in anderen Jahrhunderten oder Ländern umschauen, um andere Wahrnehmungen des Femininen zu finden.“
Ihre Mitspielerin: „Drop Dead Diva“, findet Margaret Cho, sei eine ausgesprochen feministische Show. „Es geht hier um die Unsichtbarkeit von Frauen mit wirklichen Körpern.“
Der bislang einzige Leserkommentator Emmanuel Declerq nimmt die feministische Schwurbelei zum Anlaß für diese Bemerkung: „Recht hatte die Autorin aber mit ihrem Feminismusvergleich. Beide Geisteshaltungen entspringen einer zutiefst verstörten Selbstwahrnehmung und Minderwertigkeitskomplexen. Die Schuld wird anderen gegeben, deren Haltung es zu überwinden gilt. Der Feminismus hat die Männer verdammt und sie paradoxerweise zum Zielmuster der Frauen erhoben und verharrte geistlich seit Jahrzehnten um das gleiche „die Männer und warum sie immer schuld sind“.
Dem ist nichts hinzuzufügen.