Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Französisch-deutsche Kriegskinder fordern ihre Rechte ein

Ekki, Friday, 11.06.2010, 20:47 (vor 5690 Tagen)

Hallo allerseits!

Folgende Sendung kam heute im Rahmen der Reihe "Europa heute" im DLF:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1201708/

Insgesamt ein interessantes Thema mit vielen Facetten.

Aber wirklich die Schuhe ausgezogen hat mir der Schluß des Beitrags:

"Die Kinder sind oft ausgegrenzt, fühlen sich als Feind, werden als Feind in der Gemeinschaft wahrgenommen. Erfahren teilweise erstaunlicherweise auch oft über dritte Wege von ihrer richtigen biologischen Herkunft. Das heißt, das ist alles sehr tabuisiert, es wird nicht darüber geredet. Und oft erfährt man in der Schule oder von irgendjemand in der Nachbarschaft, der dann was weiß, auf mehr oder weniger sanfte Art von der tatsächlichen Herkunft."

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kinder aus einer Vergewaltigung entstanden oder aus einer Liebesbeziehung der Mutter mit dem "Feind". Selbst das hat traumatische Auswirkungen. Norwegen untersuchte als erstes Land den Lebensweg der "Kinder des Zweiten Weltkriegs": in dieser Gruppe ist die Selbstmordrate höher als im Rest der Bevölkerung, der Bildungsstand niedriger, sind eine schlechte Gesundheit und die Armut präsenter. Um solchen Folgen vorzubeugen, untersagen die Vereinten Nationen seit 2007 per Resolution UN-Soldaten und ihrem sonstigen Personal jeglichen sexuellen Kontakt zu Frauen in den Ländern, in denen sie während der Konfliktregelung stationiert sind. Bieten Frauen, die von einem UN-Vertreter geschwängert wurden, konkrete Hilfe bei der Identifikation des Vaters. Ziehen ihm die Alimente vom Lohn ab. Vorbildhafte Maßnahmen, meint Ingvill Mochmann und fordert: Solche Regelungen sollten überall für alle Staaten gelten, zum Schutz der Kinder.

"Es wäre natürlich sicherlich sehr schön, wenn man die Gelegenheit ergreifen könnte, nachdem Europa durch den Zweiten Weltkrieg viele Kinder des Krieges hat, dass man auf europäischer Ebene vielleicht in erster Linie dafür ein Interesse zeigen könnte. Und auch dafür Lösungen und tatsächlich das dann auf die internationale Agenda weiterentwickeln könnte."

Der eine Aspekt dieses Fragments ist natürlich die Tatsache, daß Kinder, die ihren Vater nicht erleben durften, damit oft nicht fertig werden.

Der andere aber ist die Tatsache, daß hier wieder einmal der Mann alleine zum Schuldigen gemacht[/u] wird.

Ich kann jetzt aus Zeitgründen keine vollständige Rezension des Artikels aus meiner Sicht schreiben, würde mich aber freuen, wenn Ihr sowohl auf das von mit oben zitierte Fragment als auch auf alle anderen Dinge, die Euch dazu einfallen, eingehen würdet, und werde micht dann auch meinerseits sicher lebhaft an der Diskussion beteiligen.

Viele Grüße von

Ekki

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Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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