Bildungssituation in Österreich
Kurti, Wien, Friday, 11.06.2010, 12:45 (vor 5690 Tagen)
Habe gestern so wie jeden Abend die „Zeit im Bild“ im ORF gesehen. Unter anderem kam ein Bericht über die Kenntnisse jüngerer Schüler in Ö-Land auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. In einem Wort zusammengefasst: schlecht. Und Bildungsexperten wollen auch herausgefunden haben, woran das liegt. Es werde zuviel frontal unterrichtet, zu sehr das sture Auswendiglernen und Nachplappern gefördert. Wenn man sich Wissen mehr selbst erarbeiten könnte, würde auch mehr davon hängen bleiben.
Hm, hm. Was haben wir hier im Forum schon Dutzende Male durchgekaut? Also mit dem Übermaß an mädchenorientiertem Lernen (Nachplappern) und jungenorientiertem Lernen, das sich auf eigenes Erforschen konzentriert?
Jetzt hat unsere Ansichten sogar eine Expertenkommission (!) bestätigt! Da können wir aber stolz auf uns sein! *schulterklopf*
Gruß, Kurti
Vorsicht
Sophie X, Friday, 11.06.2010, 13:45 (vor 5690 Tagen) @ Kurti
Hi Kurti,
Es ist Vorsicht geboten. In (fast) allen Medien, besonders in den öffentlich-rechtlichen, ist jede zu einem Thema befragte Person pauschal "Experte".
Meine Generation (50+) ist mit dem "Frontalunterricht" sehr gut klar gekommen; Männlein und Weiblein. Und sogar einige 68er 
Herumschrauberei am Bildungssystem hat es schon im Übermaß gegeben. Vielleicht sollte man mal über ein "back to the roots" nachdenken.
Gruß
Sophie X
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
pappa_in_austria, wien, Friday, 11.06.2010, 13:58 (vor 5690 Tagen) @ Sophie X
Die meisten Frontal-Vorlesungen an den UNIs kann man sich ja sparen, oder? Ist reinste Zeitverschwendung.
Auch Frontalunterricht in der Schule ist viel Zeitverschwendung.
Wenn Schüler selber ein sinnvolles Projekt erfolgreich durchziehen können, lernen sie sicherlich mehr als im klassischen Unterricht.
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Max Aram, Friday, 11.06.2010, 14:48 (vor 5690 Tagen) @ pappa_in_austria
Wenn Schüler selber ein sinnvolles Projekt erfolgreich durchziehen können,
lernen sie sicherlich mehr als im klassischen Unterricht.
"Am liebsten würde ich sie nur das lernen lassen, was sie sich - ihrem Spieltrieb folgend - freiwillig aneignen." Hat Adolf Hitler gesagt, in einer Rede über die Jugend.
Ich finde Projekte als Begleitung in der Bildung sehr gut. Aber sie sind kein Allheilmittel und schon gar nicht die alleinig gebotene Maßnahme. Ein Heranwachsender muss lernen, dass es für eine Tätigkeit mit fundierten Ergebnissen Hintergrundwissen braucht. Der Quatsch "das brauche ich später doch sowieso nicht mehr!" ignoriert völlig, in welch vielfältigem Maße im Alltag Wissen und aufgenommene Botschaften latent angewandt werden. Die Werbeindustrie lebt übrigens von dieser Tatsache, aber das nur am Rande...
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Kurti, Wien, Friday, 11.06.2010, 14:53 (vor 5690 Tagen) @ Max Aram
"Am liebsten würde ich sie nur das lernen lassen, was sie sich - ihrem
Spieltrieb folgend - freiwillig aneignen." Hat Adolf Hitler gesagt, in
einer Rede über die Jugend.
Dann müsste sich der Adolf-Zombie angesichts der Pisa-Studie ja vor Freude einen abwi.....
Gruß, Kurti
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Max Aram, Friday, 11.06.2010, 14:59 (vor 5690 Tagen) @ Kurti
Dann müsste sich der Adolf-Zombie angesichts der Pisa-Studie ja vor Freude
einen abwi.....
Mit Sicherheit. Denn vor meinem zitierten Satz sagte derselbe: "Ich will keine intellektuelle Jugend. Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend. Am liebsten ..." usw.
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Borat Sagdijev, Friday, 11.06.2010, 15:39 (vor 5690 Tagen) @ Max Aram
Ich finde Projekte als Begleitung in der Bildung sehr gut. Aber sie sind
kein Allheilmittel und schon gar nicht die alleinig gebotene Maßnahme. Ein
Heranwachsender muss lernen, dass es für eine Tätigkeit mit
fundierten Ergebnissen Hintergrundwissen braucht. Der Quatsch "das brauche
ich später doch sowieso nicht mehr!" ignoriert völlig, in welch
vielfältigem Maße im Alltag Wissen und aufgenommene Botschaften latent
angewandt werden. Die Werbeindustrie lebt übrigens von dieser Tatsache,
aber das nur am Rande...
Klingt als wolltest du das aktuelle Bildungssystem in ein besseres Licht rücken. Bist du zu viel darin involviert?
Und ist es nicht erbärmlich, wenn du als Nutznießer zeitgeistiger "Wissensvermittlung" ausgerechnet die Werbeindustrie anführst?
Und was ist Hintergrundwissen?
Wenn der Lernende nicht selbst ahnt welches Hintergrundwissen ihm nützen könnte, macht Ihn das offen für jegliche Manipulation (Werbeindustrie).
Nix für ungut.
--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Max Aram, Friday, 11.06.2010, 16:29 (vor 5690 Tagen) @ Borat Sagdijev
Klingt als wolltest du das aktuelle Bildungssystem in ein besseres Licht
rücken. Bist du zu viel darin involviert?
Nein. Ich erlebe nur das Ergebnis der "das brauchen wir doch alles später gar nicht" - Mentalität bei den in jüngerer Zeit Angestellten meiner Kunden. Leute die so denken entpuppen sich in den Unternehmen als die schlimmsten Dummbeutel und kosten ein Schweinegeld.
Und ist es nicht erbärmlich, wenn du als Nutznießer zeitgeistiger
"Wissensvermittlung" ausgerechnet die Werbeindustrie anführst?
Nein. Das war übrigens nur ein Vergleich zur Verdeutlichung meiner ansonsten recht abstrakten Aussage.
Und was ist Hintergrundwissen?
Das weißt Du nicht?
Wenn der Lernende nicht selbst ahnt welches Hintergrundwissen ihm nützen
könnte
Damit machst Du den zweiten Schritt vor dem ersten. Das Urteilsvermögen darüber was nützt und was nicht, setzt ein Grundmaß an Wissen in der jeweiligen Materie voraus. Das fällt einem aber nicht in den Schoß - und ohne Orientierung ist es auch autodidaktisch nur äußerst ineffizient erlernbar. Aber woher soll die Orientierung kommen, zu Beginn eines Lernprozesses? Das ist dann reines Glücksspiel - das Einzelne durchaus schon gewonnen haben mögen. Damit ist es aber noch lange nicht der Regelfall.
Nix für ungut.
Ebenfalls.
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Robert
, München, Friday, 11.06.2010, 17:18 (vor 5690 Tagen) @ pappa_in_austria
Wenn Schüler selber ein sinnvolles Projekt erfolgreich durchziehen können,
lernen sie sicherlich mehr als im klassischen Unterricht.
Meines Wissens:
Einerseits ja, nämlich diese Schüler, die das Projekt durchgeführt haben. Alle anderen, denen das Projekt (von den durchführenden Schülern) nur in seinen Ergebnissen vorgestellt wurde, lernen weniger.
Meine Meinung:
Schule ist dafür da, ein möglichst breites Basis- und Grundlagenwissen zu bewirken.
Robert
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Gelegenheitsleser, Friday, 11.06.2010, 22:16 (vor 5689 Tagen) @ Robert
..... Alle anderen, denen das Projekt (von den durchführenden Schülern)
nur in seinen Ergebnissen vorgestellt wurde, lernen weniger.
Klar, die kriegen dann ja auch Frontalunterricht. Übrigens: Ich weiß nicht mehr, wer den folgenden Lehrsatz aus der französischen Pädagogik unlängst zitierte, aber der lautet so: Es ist eigentlich egal, was die Kinder lernen, Hauptsache, sie hassen es!
Industrie selber fordert: Weniger Frontalunterricht
Rainer
, Saturday, 12.06.2010, 01:10 (vor 5689 Tagen) @ Gelegenheitsleser
Klar, die kriegen dann ja auch Frontalunterricht. Übrigens: Ich weiß nicht
mehr, wer den folgenden Lehrsatz aus der französischen Pädagogik unlängst
zitierte, aber der lautet so: Es ist eigentlich egal, was die Kinder
lernen, Hauptsache, sie hassen es!
Mit dem Lernen ist es wie mit dem Geld. Ständig eine überzogenes Konto lähmt auf Dauer. Wenn man es allerdings einmal geschafft hat ein Guthaben anzusammeln geht der Rest wie von alleine. Hassen ist da eher hinderlich (eigene Erfahrung).
Rainer
--
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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo
Vorsicht
Kurti, Wien, Friday, 11.06.2010, 14:55 (vor 5690 Tagen) @ Sophie X
Ohne Dir jetzt persönlich nahe treten zu wollen: Ich glaube Dir, dass das System damals für Dich als Mädchen gut war. Aber die Frage, die wir hier Forum in diesem Zusammenhang halt diskutieren, ist die, ob es in der gleichen Form auch für Jungen gut ist. Die offiziellen Fakten und Zahlen sprechen da eine eher andere Sprache.
Gruß, Kurti
Vorsicht
Narrowitsch, Berlin, Friday, 11.06.2010, 18:03 (vor 5690 Tagen) @ Sophie X
Hi Sophie X
Es ist Vorsicht geboten. In (fast) allen Medien, besonders in den
öffentlich-rechtlichen, ist jede zu einem Thema befragte Person pauschal
"Experte".
Jow, als Experten gelten diejenigen, die sich in den Adressbüchlein der Redaktion notiert stehen, sich als unkompliziert erreichbar zeigen und sich fix ins Studio verfügen oder in die Redaktionstube zum Gespräch.
Meine Generation (50+) ist mit dem "Frontalunterricht" sehr gut klar
gekommen; Männlein und Weiblein. Und sogar einige 68er
Ja und nein. Dumpfes Pauken ohne Praxisbezug muss der Kritik unterliegen dürfen. Mich haben damals immer (vorwiegend) Mädchen genervt, die gute Noten für unschöpferische Auswendiglernerei kassierten, ohne das Gelernte dem Wesen nach verstanden zu haben. In Mathe zB: Formel ins Gedächtnis gespeichert, Zahlen eingesetzt - eins; interessante Lösungswege, Formeln selbst entwickeln und ein Flüchtigkeitsfehler - 4 oder 5, setzen. Das war damals schon graulich. Von der Lehrmethodik mal ganz abgesehen, es gab LehrerInnen, die praxisnah Wissen vermittelten, Menschen mit einer Berufung also,und etliche, die ihren Stoff runterrasselten, Leute, die halt einen Job machten.
Selbstverständlich begreifen Kinder Mathe besser, wenn Lehrer sie ihrem Wesen nach vermitteln, sagen wir, Geometrie als Weg vermitteln, mit dessen Hilfe Land nach Überflutungen neu vermessen und an Besitzer zurück gegeben werden kann. Der Fakt, A mal B berechnet eine Fläche C, schläfert hingegen die potentiell Kreative ein und lässt die Braven, die widerspruchslos geistigen Käse in sich stopfen, punkten. Und wie in den Naturwissenschaften, so auch in den "Geisteswissenschaften". Wer den Publisten Joachim Fernau gelesen hat, weiß, wie spannend Geschichte erzählt und gelernt werden kann - auch ohne seitenlange Listen von Jahreszahlen ins Kurzzeitgedächtnis zu quälen. Trotzdem ganz ohne geht es freilich auch nicht, Eckdaten müssen ins Langzeitgedächtnis, also ist pauken angesagt. Wie sooft erweisen sich von diversen Methoden diejenigen als zielführend, die sich für goldene Mittelwege entscheiden, in lehrenden Berufen der Weg zwischen kreativem Denken und Zwang zum Fakten memorieren.
Herumschrauberei am Bildungssystem hat es schon im Übermaß gegeben.
Vielleicht sollte man mal über ein "back to the roots" nachdenken.
Ja, unbedingt. Ich sah kürzlich eine Reportage über Schulen irgendwo in einem aufstrebenden asiatischen Land: ca 60 SchülerInnen, mit Schulinform bekleidet (!!! pfui!!!), hockten dort zu Paaren auf Schulbänken und leierten im Chor unter Leitung eines frontal aufgebauten Dirigenten Sätze herunter, die sie auswendig lernten. Man mag das kritisieren, oder auch nicht; Fakt ist -Asiaten machen uns derzeit in Bildung etwas vor.
Fakt ist auch, mein Vater, stramm auf die 90 zugehend, schafft es in seinem hohen Alter noch immer, Schillers "Glocke" mit wundervoller Betonung aufzusagen und lernte erst kürzlich nochmals den "Birnbaum vom Ribbeck im Havelland" - dies sei bestes Gedächtnistraining, so sagt der alte Dozent für Statik und Stahlbeton.
Allerdings - so scheint es mir - dergleichen gilt beim Gros heutiger Pädagogen nicht viel: ein langes Gedächtnis, welches über Wahlperioden reicht und Erziehung zu "klassischer" Bildung, die immer auch unangenehme Fragen bei den lernenden provozieren kann.
Pädagogen sind heut mehr - so scheint es mir weiter - mit Firlefanz "Gleichstellung" befasst, als mit ihrer Berufung zur Vermittlung umfassenden Wissens. Dass nicht Wenige dies als Überzeugungstäter praktizieren, macht die Sache nicht besser. Aber gerade deshalb spielt die Frage Frontalunterricht eine so bedeutende Rolle: scheindemokratische Mätzchen, statt fixer Rituale, beliebige Projektwerkelei, statt Fakten lernen, Überlegungen zu gendergerechten Schulbüchern, statt über das "WIE" spannender Wissensvermittlung, Erziehung zu Gleichstellung, statt zu jungen Menschen, die aus den Tatsachen (des Lebens) eigene Schlüsse ziehen können. Wir haben es mit einer sich wandelnden Gesellschaft zu tun und Wandel ist per se fortschrittlich, nicht wahr?
Aber gelegentlich kommt mir in den Sinn: Als Deutschland so ungleich mehr Nobelpreisträger hervor brachte,profitierte es von gymnasialer und universitärer Bildung aus dem Kaiserreich...
Nun bin ich der Letze, der sich für obrigkeitsstaatliches Denken stark machte, aber sehr für Überlegungen zu dem, was Menschen seinerzeit zu kreativen Leistungen befähigte und also zum Konservieren von uns allen als wert befunden werden könnte. "Könnte" - Konjunktiv. Denn die Schwerpunkte der Bildungsdebatte liegen anderswo. Bei Finanzierungen zu Beispiel. So, als gäbe bislang der Staat nicht genug Geld für Bildung. Nach dieser Rechnung müssten die Einsteins und Habers seinerzeit bildungsmäßig verwahrlost gewesen sein.
Mag sein, dass es ein paar Milliarden Euros zur Sanierung maroder Gebäude bedarf, das Wesentliche von Bildung ist allein mit Geld nicht zu schaffen. Seltsamerweise höre ich von "Experten" immer viel von Formen und selten von Inhalten, man lasse sich das Dahergestammel unserer zuständigen Ministerin mal auf der Zunge zergehen...
So, liebe Sophie X, nun habe ich mich geoutet: rechts und konservativ, Gertstendingens könnte schreiben: Antifeminist für Wiedereinführung rückwärts gewendetes, kaiserliches Bildungssystem.
Das womöglich Fortschrittliche am Gedanken, vermögen oder mögen die, die sich selbst zukunftsfähig bezeichnen, nicht überlegen; "Bildung" - bleibt da eine sehr sehr leere , trotzdem milliardenschwere Phrase.
Gruß
Narrowitsch
--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-
Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.
A ist eines der Länder mit dem niedrigsten Bildungsniveau!
Michi
, Friday, 11.06.2010, 13:53 (vor 5690 Tagen) @ Kurti
Ca. 25% der dortigen Schüler haben Sonderschul- oder HPT-Status mit dementsprechenden Nullinger - Abschluss. Die Akademikerrate beträgt gerademal 5%! Deswegen sind die wenigen priviligierten Öschis auch alle so titelgeil!
Alles klar?! Was will man da erwarten?
SG
Michi
Excalibur
GWG - Jäger
HTLs waren aber sehr gut
pappa_in_austria, wien, Friday, 11.06.2010, 14:09 (vor 5690 Tagen) @ Kurti
Die HTLs waren besser als die deutschen berufsbildenden Schulen.
Stellenanzeigen: HTL oder Uni-Abschluß
D.h. der Uni-Abschluß ist für die Praxis nicht so interessant.
Allgemein bildende Schulen wie Gymnasium haben hier ein niedriges Niveau.
Anekdote: Eine Mädchen kurz vor dem Abitur (Matura) hat in Erdkunde tatsächlich gesagt, dass der Rhein von oben nach unten fließt (von Nord nach Süd)
Aber als Frau hat sie trotzdem eine 1 bekommen, da sie ja sonst keine unbequeme Meinung vertrat.
Wem nutzt es, wenn 95% in A "verblöden"...?
Michi
, Friday, 11.06.2010, 14:15 (vor 5690 Tagen) @ pappa_in_austria
SG
Michi
Excalibur
GWG - Jäger
Ach ja, ...
Kurti, Wien, Friday, 11.06.2010, 14:32 (vor 5690 Tagen) @ Kurti
… was sie außerdem noch in der Meldung gesagt hatten: Dass Jungs in Mathe besser abschneiden als Mädchen.
Frau Heinisch-Hosek, übernehmen Sie!
Gruß, Kurti
beides im Extrem nicht gut
Sam, Saturday, 12.06.2010, 01:44 (vor 5689 Tagen) @ Kurti
Ich habe während meines Studiums schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings mit dem gegenteiligen Prinzip: Nämlich alles selbst erarbeiten zu müssen. Das ist auf die Dauer einfach nur noch demotivierend, wenn man von den Dozenten nie einfach mal Input und Inspiration bekommt, sondern auf alles selbst durch "Research" drauf kommen soll.
Ich weiß noch genau wie erfrischend das war, als in einem höheren Semester dann mal ein weiteres Seminar bei einem neuen Dozenten kam, der sich tatsächlich einfach stumpf nach vorne gestellt und einen mit Wissen bombadiert hat. Das haben alle im Raum spürbar genossen und gierig aufgesogen.
Die goldene Mitte ist vermutlich wie so oft der richtige Weg. Und ich vermute auch, dass die Art, wie Wissen vermittelt wird den Hauptausschlag gibt. Anschaulich oder nicht. Wie viele Sinne angesprochen werden etc...
Und zu guter letzt lernt man wohl am einfachsten immer noch das, wofür man sich auch interessiert. Egal wie es einem dargebracht wird... und umgekehrt.