Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Stockschläge für Kaufsucht

Kurti, Wien, Tuesday, 08.06.2010, 13:54 (vor 5692 Tagen)

Ich bin mal ein wenig ketzerisch ...

Schläge für kaufsüchtige Frauen sind o.k.Ein Richter in Saudi-Arabien erregt den Zorn von Frauenrechtlerinnen. Er hatte erklärt, ein Mann dürfe seine Frau schlagen, wenn diese beim Einkaufen zu viel Geld ausgibt.

Richter Hamad Al-Razine machte seine Äusserungen gemäss der englischsprachigen Zeitung «Arab News> an einem Seminar über häusliche Gewalt: «Wenn ein Mann seiner Frau 1200 Rial (rund 400 Franken) gibt, und sie verwendet 900 Rial für den Kauf einer Abaya (die schwarze Kopfbedeckung, die Frauen in Saudi-Arabien tragen müssen), und wenn ihr Mann deswegen ins Gesicht schlägt, dann hat sie diese Strafe verdient.>

Die Frauen im Publikum hätten lautstark protestiert und seien schockiert gewesen, dass die Bemerkung von einem Richter stammte, so die Zeitung weiter. Al-Razine habe damit begründet, warum Fälle von häuslicher Gewalt in Saudi-Arabien in letzter Zeit zugenommen haben. «Unanständiges Benehmen> von Frauen und «beleidigende Worte> gegenüber ihren Männern seien weitere Gründe für häusliche Gewalt.

http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Schlaege-fuer-kaufsuechtige-Frauen-sind-o-k--10120340


Gruß, Kurti

Stockschläge für Kaufsucht

Garfield, Tuesday, 08.06.2010, 14:46 (vor 5692 Tagen) @ Kurti

Hallo Kurti!

Schläge für kaufsüchtige Frauen sind o.k.Ein Richter in Saudi-Arabien erregt den Zorn von Frauenrechtlerinnen. Er hatte erklärt, ein Mann dürfe seine Frau schlagen, wenn diese beim Einkaufen zu viel Geld ausgibt.

Das paßt natürlich überhaupt nicht in die westliche Konsumgesellschaft, und das ist auch einer der Gründe, wieso der Feminismus hierzulande so sehr angeschoben wurde.

Es ist nun einmal so, daß diejenigen, die das Geld hauptsächlich erarbeiten, genau wissen, wieviel Arbeit dafür nötig war. Und daß sie allein deshalb das Geld auch nicht leichtfertig wieder ausgeben.

Das tun vor allem diejenigen, die es nicht hauptsächlich erarbeiten müssen. Denen deshalb weitgehend egal ist, wieviel Arbeit dahinter steckt.

Wenn man also den Konsum maximieren will, dann muß man dafür sorgen, daß diejenigen, die das Geld hauptsächlich erarbeiten, möglichst weitgehend entrechtet werden. Diejenigen, die es nicht hauptsächlich erarbeiten, müssen dagegen privilegiert werden und vor allem möglichst viel Verfügungsgewalt über das von anderen erarbeitete Geld bekommen.

Feminismus ist eine der Möglichkeiten, um dies zu erreichen.

Freundliche Grüße
von Garfield

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