Feminismus - Was ist da bloß schiefgelaufen? SZ Heft 22/2010
vt, Saturday, 05.06.2010, 20:54 (vor 5694 Tagen)
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33912
wurde das schon gepostet? Suche findet nix.
interessanter Text (kt)
jens_, Saturday, 05.06.2010, 21:24 (vor 5694 Tagen) @ vt
Danke fuer den Link!
Das liest sich gut ....
TZone, Saturday, 05.06.2010, 22:15 (vor 5694 Tagen) @ vt
.... jetzt heißt es bloss warten, bis der Spuk vorbei ist und bei jeder Gelegenheit ein paar Kohlen ins Feuer zu werfen, damit die Lok an Fahrt gewinnt.
Das liest sich gut ....
georg, Saturday, 05.06.2010, 23:48 (vor 5694 Tagen) @ TZone
Der Spuk wird aller Wahrscheinlichkeit so schnell nicht verschwinden. Die Damen haben nur geschnallt, dass eine Karriere ihnen die Zeit zur Maniküre und zum Shoppen raubt und sich, sollten die äußerlichen Voraussetzungen stimmen, mit einer "Model-" oder Stripperinnenlaufbahn bequemer Geld machen läßt als in den faden, arbeitsintensiven Chefetagen.
Modellaufbahn
Mus Lim
, Monday, 07.06.2010, 19:43 (vor 5692 Tagen) @ georg
... mit einer "Model-" oder Stripperinnenlaufbahn bequemer Geld machen
Das ist ja auch so ein Gerücht, dass als Model bequemer Geld zu verdienen ist.
Das ist ein Ausbeuterberuf wie alle anderen auch.
Dazu kommt noch eine gnadenlose Konkurrenz, da ja so viele junge Frauen dieser Fata Morgana hinterher laufen.
Die wenigsten schaffen es, wenn sie merken, dass auch der Model-Beruf harte Schufterei ist.
--
Mach mit! http://wikimannia.org
Im Aufbau: http://en.wikimannia.org
Die Autorin
Mus Lim
, Sunday, 06.06.2010, 02:58 (vor 5694 Tagen) @ TZone
.... jetzt heißt es bloss warten, bis der Spuk vorbei ist und bei jeder
Gelegenheit ein paar Kohlen ins Feuer zu werfen, damit die Lok an Fahrt
gewinnt.
Die Autorin befürchtet nur, dass der Feminismus an Schwung verliert,
das ist der Hintergrund ihrer Kritik.
--
Mach mit! http://wikimannia.org
Im Aufbau: http://en.wikimannia.org
Zum einen haben Georg und Muslim Recht ...
Ekki, Sunday, 06.06.2010, 11:27 (vor 5694 Tagen) @ vt
... und zum anderen kann die Autorin nicht logisch denken:
... und zum anderen kann die Autorin nicht logisch denken:
Die Teenager, die Natasha Walter für Living Dolls interviewte, sagten Sachen wie: >Wir meinten neulich, dass wir mal eine Woche losziehen und so viele Liebhaber aufreißen sollten, wie nur geht, und in der größtmöglichen Bandbreite – Alter, Geschlecht, Beruf.« Sie wären wohl erschüttert festzustellen, dass diese omnipotenten Wunschvorstellungen bereits vor 18 Jahren exakt in die Tat umgesetzt wurden, und zwar auf jeder einzelnen Seite von Madonnas Buch Sex.
Viele dieser Mädchen tragen einen Schild der Unverwundbarkeit vor sich her. In ihrem Unvermögen, Risiken abzuschätzen, sehen sie keinen Grund, nicht in Unterwäsche in einer Bierschwemme aufzutauchen, für ein Pornomagazin zu posieren oder mit jedem zu schlafen, den sie haben können. Paradoxerweise ist diese Generation von Frauen angreifbarer als jede andere zuvor. Ihre Weigerung, sich irgendeine Schwäche einzugestehen, lässt sie zur leichten Beute werden.
Einem Bericht des britischen Innenministeriums zufolge hat sich in den Neunzigerjahren die Zahl der Männer verdoppelt, die für Sex bezahlen; es arbeiten nun geschätzte 80 000 Frauen in der Prostitution, allein in London gibt es 921 Bordelle. Die Bemühungen der Branche, der Prostitution den Anstrich eines ganz normalen Freizeitvergnügens zu geben, scheinen sich bezahlt zu machen. Doch hinter dem Spaßfaktor verbirgt sich immer noch Missbrauch. Eine der seelischen >Nebenwirkungen« von Prostitution sind posttraumatische Belastungsstörungen, die sich oft in einer Persönlichkeitsspaltung äußern.
Was bei Prostituierten als Krankheitssymptom auftritt, nutzen die Teenager in Living Dolls wiederum als bewusste Strategie: Sie sind stolz, einen Weg gefunden zu haben, mit dem sie es vermeiden können, einen emotionalen Preis für ihre Promiskuität zu zahlen. Doch obwohl Natasha Walter eindrucksvoll die brutale Realität der Sex-Industrie beschreibt, kann sie sich letztlich nicht dazu überwinden, den freizügigen Lebensstil junger Frauen zu verurteilen: >Zu strippen, viele Sexpartner zu haben und sich Pornos anzusehen kann auch Spaß machen.« In ihrem gerade erschienenen Buch The Equality Illusion scheut sich die junge Aktivistin Kat Banyard dagegen nicht, Frauen, denen Schlimmes wiederfährt, auch als Opfer darzustellen.
Geliebte = unentgeltliche Sexpartnerin
Prostituierte = entgeltliche Sexpartnerin
In der Tat kann niemand, weder Mann noch Frau, glücklich werden, wenn er seine Sexualität verhökert - wobei ich zur "Prostitution" auch diejenigen Fälle zähle, in denen eine "Nicht-Prostituierte" die Bereitschaft zum Geschlechtsverkehr an die Bereitschaft des Partners zu Gegenleistungen irgendwelcher Art (darunter auch Heirat) knüpft.
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
TZone, Sunday, 06.06.2010, 13:10 (vor 5694 Tagen) @ Ekki
.... die haben bei uns gestern einen Bischof im Regionalradio gehabt, der hat in DD ein Treffen von "langjährig Verheirateten" organisiert. Der propagierte die Ehe und forderte junge Menschen auf, dieses "Risiko" einzugehen, es lohne sich. Soweit zu dem Rundfunkbeitrag.
Nun sieht die Realität aber anders aus. Heiraten liegt nicht unbedingt im Trend, weil die Folgen fatal sind. Die Kids haben das doch bei ihren Eltern erlebt und reagieren doch nur. Die Folge einer familienfeindlichen Politik hat diese Familien und den potentiellen Wunsch danach zerschlagen. Ich habe mal letztens gelesen, dass man "neuzeitlich" von 2 bis 3 Lebensabschnittskameraden ausgeht. Also "Langzeitehen" (-beziehungen) sind offensichtlich nicht im Trend. In guten, wie in schlechten Zeiten, interessiert offensichtlich keinen mehr so richtig. Logischerweise steigt ja damit auch kausal die Anzahl der Bordelle. Dort hat Sex einen festen Preis und keine weitreichenden Folgen.
Diese Gesellschaft, ist Dank des Feminismus, auf einem sicheren Weg in den Abgrund. Die Politik wirkt als Katalysator und bestimmt nur das Tempo dieser Vernichtung. Damit die Trennung von Mann und Frau auch richtig funktioniert, haben FrauInnen wie die BERGMANN und VON DER LEYEN das Gewaltschutzgesetz initiiert. Schneller kann man Ehen und Familien nicht zerhacken. Aber das ist nur Eine der vielen effektiven Maßnahmen.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Ekki, Sunday, 06.06.2010, 13:40 (vor 5694 Tagen) @ TZone
Hallo TZone!
.... die haben bei uns gestern einen Bischof im Regionalradio gehabt, der
hat in DD ein Treffen von "langjährig Verheirateten" organisiert. Der
propagierte die Ehe und forderte junge Menschen auf, dieses "Risiko"
einzugehen, es lohne sich. Soweit zu dem Rundfunkbeitrag.
War das ein katholischer oder ein evangelischer Bischof?
Falls es ein katholischer[/u] war:
Der Vertreter eines Systems, welches von seinen hauptamtlichen Funktionären den Verzicht auf Heirat und Geschlechtsleben verlangt, kann dazu sagen, was er will - es interessiert mich nicht.
Da blüht und gedeiht der Islam ohne Zölibat, und auch das Judentum ist (wenngleich zahlenmäßig klein) höchst vital.
Und da salbadern sie in der katholischen Kirche davon, der Priester könne sich nur ohne Familie "ganz Gott widmen".
Das Zölibat ist ein verfassungsrechtliches Problem:
Das Recht jedes Menschen, über seinen Familienstand selbst zu bestimmen, gehört ins Grundgesetz aufgenommen und unter die Ewigkeitsgarantie von Art. 79 Abs. 3 GG gestellt.[/u]
Auch die anderen Bürger- und Menschenrechte, die das Grundgesetz garantiert, sind mit dem Blut vieler Märtyrer durch die Jahrtausende erkauft - und unter den Gegnern dieser Rechte hat es an Klerikalen nie gefehlt.
Der o.g. Bischof soll sich eine Frau nehmen und sich öffentlich[/u] zu ihr bekennen - dann sehen wir weiter.
Nun sieht die Realität aber anders aus. Heiraten liegt nicht unbedingt im
Trend, weil die Folgen fatal sind. Die Kids haben das doch bei ihren Eltern
erlebt und reagieren doch nur. Die Folge einer familienfeindlichen Politik
hat diese Familien und den potentiellen Wunsch danach zerschlagen. Ich habe
mal letztens gelesen, dass man "neuzeitlich" von 2 bis 3
Lebensabschnittskameraden ausgeht. Also "Langzeitehen" (-beziehungen) sind
offensichtlich nicht im Trend. In guten, wie in schlechten Zeiten,
interessiert offensichtlich keinen mehr so richtig. Logischerweise steigt
ja damit auch kausal die Anzahl der Bordelle. Dort hat Sex einen festen
Preis und keine weitreichenden Folgen.
"Logisch" ist das keineswegs, aber äußerst fatal:
Aus der Misere heraus führt einzig die Haltung, daß Sex keinen Preis hat - weder einen kurzfristigen im Bordell, noch einen langfristigen in Form einer Ehe.
Vielmehr hat er ein beiderseitig sorgloses Vergnügen[/u] zu sein.
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Guildo, Monday, 07.06.2010, 02:08 (vor 5693 Tagen) @ Ekki
Der Vertreter eines Systems, welches von seinen hauptamtlichen
Funktionären den Verzicht auf Heirat und Geschlechtsleben verlangt, kann
dazu sagen, was er will - es interessiert mich nicht.
Und da salbadern sie in der katholischen Kirche davon, der Priester könne
sich nur ohne Familie "ganz Gott widmen".
Ein verheirateter Priester ist unseren System der Zwangsenteignung via Unterhaltszahlung ausgesetzt. Er wird unter dem Druck seiner Frau Entscheidungen fällen und Positionen vertreten, die sich nur am Interesse der Frau orientieren. Das abschreckende Beispiel dürften die ganzen lila Pudel und feministisch angehauchten Frauenversteher sein, die rückgratslos wie eine Weichschnecke den Frauen nach dem Mund reden. Warum wettern Feministinnen wohl so sehr gegen den Zölibat? Weil zölibatär lebende Männer von Frauen nicht manipuliert und gelenkt werden können. Und weil sie als potentielle Alimentezahler uninteressant sind. Na sowas, da verbleibt doch das schöne, viele Geld einfach bei der Kirche anstatt bündelweise zu den "armen" "Alleinerziehenden aus eigener Entscheidung" hinübergeschoben zu werden.
Das Zölibat ist ein verfassungsrechtliches Problem:
Das Recht jedes Menschen, über seinen Familienstand selbst zu
bestimmen, gehört ins Grundgesetz aufgenommen und unter die
Ewigkeitsgarantie von Art. 79 Abs. 3 GG gestellt.[/u]
Niemand, aber auch wirklich niemand, zwingt einen Mann dazu, Priester oder Mönch zu werden. Ein Mann, der Priester oder Mönch wird, trifft ja mit dieser Entscheidung die freie Wahl seines Familienstandes - nämlich die freie Entscheidung, unverheiratet und unter Verzicht auf sexuelle Aktivitäten sein Leben zu verbringen.
Auch die anderen Bürger- und Menschenrechte, die das Grundgesetz
garantiert, sind mit dem Blut vieler Märtyrer durch die Jahrtausende
erkauft - und unter den Gegnern dieser Rechte hat es an
Klerikalen nie gefehlt.
Sämtliche atheistische Gesellschaften haben, egal ob Nationalsozialismus oder Kommunismus, sich einen feuchten Dreck um auch nur die grundlegendsten Menschenrechte geschert.
"Logisch" ist das keineswegs, aber äußerst fatal:
Aus der Misere heraus führt einzig die Haltung, daß Sex keinen
Preis hat - weder einen kurzfristigen im Bordell, noch
einen langfristigen in Form einer Ehe.
Hier fange ich an, an deinen Verstand zu zweifeln. Wer legt denn fest, dass Mann im Bordell zu bezahlen hat? Und warum gibt es überhaupt Bordelle? (natürlich nur für Männer!!!) Welche geheimnisvollen Kräfte haben dies bewirkt? Vielleicht eine Verschwörung der Kirche oder wer zwingt die Frauen dazu, für Sex eine Gegenleistung zu verlangen? Niemand!!!!!!!!!! Es ist einzig und allein die Entscheidung der Frau! Da eine Frau nunmal im Durchschnitt weniger Interesse an Sex hat als ein Mann, lassen sich die Frauen halt ihre Bereitschaft zum Sex entsprechend versilbern. Dann muss du halt einige zehntausend Jahre Evolution abwarten, bis sich da mal was ändert.
Niemand verbietet dir, diese Haltung einzunehmen. Nur dann wirst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter fleißig "Revolution" im stillen Kämmerlein machen müssen. Es sei denn, du siehst aus wie Brad Pitt oder hast Kohle wie Bill Gates. Und auch die zahlen letztendlich: Der eine mit seinen Prominentenstatus und seinen Körper, der andere mit seinen Vermögen.
Vielmehr hat er ein beiderseitig sorgloses Vergnügen[/u] zu
sein.
Das wünsche ich mir auch! Nur, wie so oft, scheitert der schöne Traum an der harten Realität. Du kämpfst gegen ein Phantom. Gerade unsere vermeintliche "freie" Gesellschaft hat ein sexuelles Lumpenproletariat geschaffen, das nahezu ausschließlich männlichen Geschlechts ist. Oder frei nach Charles Bukowski gesagt: Wir sind "oversexed" und "underfucked"!
Eine Änderung ist nur möglich, wenn der sexuellen Abhängigkeit des Mannes von der Frau eine vergleichbare Abhängigkeit der Frau gegenübergestellt wird. Und dagegen wehren sich die Feministinnen so verzweifelt...
Gruß
Ekki
Gruß - Guildo
--
Most places where we all come from we can have a date, pay over $100 and not even get a goodnight kiss from some broad-ass feminazi who thinks her shit doesn't stink.
(unbekannter Fan von Angeles City)
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Ekki, Monday, 07.06.2010, 10:18 (vor 5693 Tagen) @ Guildo
Hallo Guildo!
Das Zölibat ist ein verfassungsrechtliches Problem:
Das Recht jedes Menschen, über seinen Familienstand selbst zu
bestimmen, gehört ins Grundgesetz aufgenommen und unter die
Ewigkeitsgarantie von Art. 79 Abs. 3 GG gestellt.[/u]
Niemand, aber auch wirklich niemand, zwingt einen Mann dazu, Priester oder
Mönch zu werden. Ein Mann, der Priester oder Mönch wird, trifft ja mit
dieser Entscheidung die freie Wahl seines Familienstandes - nämlich die
freie Entscheidung, unverheiratet und unter Verzicht auf sexuelle
Aktivitäten sein Leben zu verbringen.
Hier verstehst Du mich bewußt falsch:
Ein Grundrecht könnte von niemandem abbedungen werden. Wäre die freie Entscheidung über den Familienstand ein grundgesetzlich garantiertes Recht, dann wäre die katholische Kirche in ihrer gegenwärtigen Form verfassungswidrig.
Auch die anderen Bürger- und Menschenrechte, die das Grundgesetz
garantiert, sind mit dem Blut vieler Märtyrer durch die Jahrtausende
erkauft - und unter den Gegnern dieser Rechte hat es an
Klerikalen nie gefehlt.
Sämtliche atheistische Gesellschaften haben, egal ob Nationalsozialismus
oder Kommunismus, sich einen feuchten Dreck um auch nur die grundlegendsten
Menschenrechte geschert.
Die Alternative zu der katholischen Kirche sind nicht Nationalsozialismus oder Kommunismus.
Sonder die liberale Demokratie[/u], die, wie bei den Evangelischen, auch innerhalb der katholischen Kirche Einzug halten soll.
"Logisch" ist das keineswegs, aber äußerst fatal:
Aus der Misere heraus führt einzig die Haltung, daß Sex keinen
Preis hat - weder einen kurzfristigen im Bordell,
noch
einen langfristigen in Form einer Ehe.[/b]
Hier fange ich an, an deinen Verstand zu zweifeln. Wer legt denn fest,
dass Mann im Bordell zu bezahlen hat? Und warum gibt es überhaupt Bordelle?
(natürlich nur für Männer!!!) Welche geheimnisvollen Kräfte haben dies
bewirkt? Vielleicht eine Verschwörung der Kirche oder wer zwingt die Frauen
dazu, für Sex eine Gegenleistung zu verlangen? Niemand!!!!!!!!!! Es
ist einzig und allein die Entscheidung der Frau! Da eine Frau nunmal im
Durchschnitt weniger Interesse an Sex hat als ein Mann, lassen sich die
Frauen halt ihre Bereitschaft zum Sex entsprechend versilbern. Dann muss du
halt einige zehntausend Jahre Evolution abwarten, bis sich da mal was
ändert.
Mein Verstand ist ganz in Ordnung:
Ich plädiere lediglich für eine Änderung der männlichen Haltung.
Wenn Du darob an meinem Verstand zweifelst, willst Du offenbar das gegenwärtige, männerfeindliche System konservieren.
Niemand verbietet dir, diese Haltung einzunehmen. Nur dann wirst du mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter fleißig "Revolution" im
stillen Kämmerlein machen müssen. Es sei denn, du siehst aus wie Brad Pitt
oder hast Kohle wie Bill Gates. Und auch die zahlen letztendlich: Der eine
mit seinen Prominentenstatus und seinen Körper, der andere mit seinen
Vermögen.
Vielmehr hat er ein beiderseitig sorgloses Vergnügen[/u] zu
sein.
Das wünsche ich mir auch! Nur, wie so oft, scheitert der schöne Traum an
der harten Realität. Du kämpfst gegen ein Phantom. Gerade unsere
vermeintliche "freie" Gesellschaft hat ein sexuelles Lumpenproletariat
geschaffen, das nahezu ausschließlich männlichen Geschlechts ist. Oder frei
nach Charles Bukowski gesagt: Wir sind "oversexed" und "underfucked"!Eine Änderung ist nur möglich, wenn der sexuellen Abhängigkeit des Mannes
von der Frau eine vergleichbare Abhängigkeit der Frau gegenübergestellt
wird. Und dagegen wehren sich die Feministinnen so verzweifelt...
Nö, es geht einfacher:
Es gibt halt keine Gegenleistung für Sex mehr - weder die kurzfristige im Bordell, noch die langfristige in Form einer Ehe.
Männer haben eben nicht das Problem, ein überwältigendes Fortpflanzungsbedürfnis zu haben.
Sie müssen sich dessen bewußt werden, dass sie damit eine ungeheure Macht in Händen halten.
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Roslin, Monday, 07.06.2010, 10:45 (vor 5693 Tagen) @ Ekki
bearbeitet von Roslin, Monday, 07.06.2010, 10:56
Sie müssen sich dessen bewußt werden, dass sie damit eine ungeheure Macht
in Händen halten.[/b]Gruß
Ekki
Welche Macht soll das denn um Himmels willen sein?
Das Gewähren und Entziehen von Sex ist DAS Steuerungsmittel der Frau gegenüber dem Mann.
Das ist IHRE legitime Macht.
Gerade Kinder führen doch unter den Bedingungen eines femizentrischen Rechtes, eines Mutterrechtes zur gesteigerten Ohnmacht des Mannes.
Hat er seine Rolle als Befruchter erfüllt, fällt es leicht, ihn zur Versorgungsdrohne zu degradieren, ihn zu entsorgen, zum Zahldiener weiblicher Selbstverwirklichungsvorstellungen.
Sie kann ihn, ohne Risiko, vor die Tür setzen, sicher sein, die Kinder zu behalten, sie als Erpressungsmittel nutzen zu können.
Ist ein Kind einmal gezeugt, gehört es de facto ALLEINE der Mutter.
Der Kinderbesitz ermächtigt Frauen, ausschließlich Frauen, nicht Männer, im Gegenteil, Kinder machen Väter noch ohnmächtiger.
All das hängt ganz allein NUR von ihrem Charakter ab.
Wenn ihr danach ist, wenn sie skrupellos genug ist, KANN SIE alles tun und der Mann hat keine rechtliche Handhabe, das zu verhindern, denn der femizentrische Staat ist Partei, nicht die des Mannes.
Da hilft nur eines: die Frau, mit der mann Vaterschaft wagt, doppelt, dreifach, zehnfach sorgfältig zu wählen und selbst dann ist das Risiko heute sehr, sehr hoch, denn allzuviele haben ja geglaubt, sorgfältig gewählt zu haben, haben das vielleicht wirklich getan und trotzdem alles verloren ohne eigenes Verschulden, sind heute psychisch, finanziell ruiniert, schuften für die Ex, die sie ausgenommen hat wie eine Weihnachtsgans und für Kinder, die sie nicht einmal sehen dürfen, die, wenn sie sie sehen, nur vermitteln, wie weit der Entfremdungsprozess, den die Mutter betreibt, schon fortgeschritten ist, Kinder, die nur gelernt haben, den Vater zu hassen und zu verachten, weil sie nur das Bild vom Vater haben können, das die Mutter ihnen vermittelt, tag für Tag für Tag.
Nein, da hilft eigentlich nur der konsequente Verzicht auf Vaterschaft, aber auch das ist eine schrechkliche Entscheidung.
Das muss jeder mit sich selbst abmachen, was er in diesen Zeiten wagt oder nicht wagt.
Da kann man kaum raten, nur auf die möglichen, gravierenden Risiken JEDER Entscheidungsmöglichkeit hinweisen.
Daran wird sich für Männer nur etwas ändern, wenn ihre Elternrechte denen der Mütter gleichgestellt werden einschließlich ihrer reproduktiven Rechte und selbst dann wären die nur für Frauen nutzbaren Mittel des Gewaltschutzgesetzes immer noch vorhanden, sowie die Pflicht zum nachehelichen Unterhalt ad infinitum.
Nein, vernünftig für Männer wäre allein das konsequente Zölibat.
Aber Männer sind ja in Sachen Frauen und Sex alles andere als vernünftig, seit jeher.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Ekki, Monday, 07.06.2010, 11:53 (vor 5693 Tagen) @ Roslin
Hallo Roslin!
Sie müssen sich dessen bewußt werden, dass sie damit eine ungeheure
Macht
in Händen halten.[/b]
Nein, da hilft eigentlich nur der konsequente Verzicht auf Vaterschaft,
Genau das sagte ich doch.
aber auch das ist eine schrechkliche Entscheidung.
Je nun - dann möge, wer sich nach Kindern sehnt, ein Kind adoptieren und dieses großziehen.
Oder sich in entsprechenden Berufen oder auch privat um die Kinder Anderer kümmern.
Der Zeugungsakt alleine kann ja nicht das Argument sein - wenn alles, was danach kommt, wie von Dir richtig beschrieben, total unberechenbar ist - für den Mann.
Nein, vernünftig für Männer wäre allein das konsequente Zölibat.
Ist für Dich "Zölibat" etwas anderes als individuell gelebte Ehelosigkeit?
Aber Männer sind ja in Sachen Frauen und Sex alles andere als vernünftig,
seit jeher.
Sehr richtig - und traurig.
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Robert
, München, Monday, 07.06.2010, 15:52 (vor 5693 Tagen) @ Ekki
Nö, es geht einfacher:
Es gibt halt keine Gegenleistung für Sex mehr - weder die
kurzfristige im Bordell, noch die langfristige in Form einer Ehe.
Das krankt an dem "wenn nur jeder sich an die Regeln halten würde, dann käme das Paradies auf Erden". Funktioniert leider nicht. Mit jeder Regel kommen die, die aus dem Durchbrechen dieser Regel irgendeinen Vorteil ziehen. ;)
Männer haben eben nicht das Problem, ein überwältigendes
Fortpflanzungsbedürfnis zu haben.
Aber wir haben ein überwältigendes "Popp-Bedürfnis".
Und die Frauen merken ihr "Fortpflanzungsbedürfnis" erst mit der "Torschlusspanik", also so ab 30 bis 35 ....
Sie müssen sich dessen bewußt werden, dass sie damit eine ungeheure Macht
in Händen halten.[/b]
Und genau daran und dem "Popp-Trieb" krankt deine Idee.
Robert
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Ekki, Monday, 07.06.2010, 17:52 (vor 5693 Tagen) @ Robert
Hallo Robert!
Sie müssen sich dessen bewußt werden, dass sie damit eine ungeheure
Macht
in Händen halten.[/b]
Und genau daran und dem "Popp-Trieb" krankt deine Idee.Robert
Muß ich meine Signatur eventuell doch um den Satz "Onanie ist Revolution" ergänzen?
Wem das nicht genug ist, der mag ja zu Prostituierten gehen.
Wer aber meint, daß der Sinn des Lebens in der Fortpflanzung läge, der muß dann auch sämtliche Konsequenzen vorher bedenken und gegebenenfalls einkalkulieren.
Tut er das nicht, dann habe ich zumindest kein Mitleid mit ihm.
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Guildo, Tuesday, 08.06.2010, 02:13 (vor 5692 Tagen) @ Ekki
Hallo Guildo!
Hallo Ekki!
Niemand, aber auch wirklich niemand, zwingt einen Mann dazu, Priester
oder
Mönch zu werden. Ein Mann, der Priester oder Mönch wird, trifft ja mit
dieser Entscheidung die freie Wahl seines Familienstandes - nämlich die
freie Entscheidung, unverheiratet und unter Verzicht auf sexuelle
Aktivitäten sein Leben zu verbringen.
Hier verstehst Du mich bewußt falsch:Ein Grundrecht könnte von niemandem abbedungen werden. Wäre die
freie Entscheidung über den Familienstand ein grundgesetzlich garantiertes
Recht, dann wäre die katholische Kirche in ihrer gegenwärtigen Form
verfassungswidrig.
Jede Berufstätigkeit oder auch bloße Vereinsmitgliedschaft bringt eine Einschränkung des Rechtes auf freie Entfaltung der Persönlichkeit mit sich. Ein Kundenberater bei der Bank muss stets freundlich dem Kunden gegenüber sein, auch wenn dies gegen sein Naturell wäre. Ein Soldat muss seine Uniform tragen, auch wenn er viel lieber eine Jeans tragen würde. Nach deiner Logik wäre so ziemlich alles verfassungswidrig. Vor allem ist der Beruf des Priesters freiwillig! Niemand wird vom Arbeitsamt zum Priesterseminar geschickt - wer Priester werden will, macht dies aus Berufung und weiß vorher was auf ihm zukommmt.
Sämtliche atheistische Gesellschaften haben, egal ob
Nationalsozialismus
oder Kommunismus, sich einen feuchten Dreck um auch nur die
grundlegendsten
Menschenrechte geschert.
Die Alternative zu der katholischen Kirche sind nicht
Nationalsozialismus oder Kommunismus.Sonder die liberale Demokratie[/u], die, wie bei den
Evangelischen, auch innerhalb der katholischen Kirche Einzug halten soll.
Dir ist aber hoffentlich klar, dass diejeniegen, die die Kirche am härtesten und gnadenlosesten verfolgten eben der Nationalsozialismus und der Kommunismus waren. Und genau diese beiden haben nur Hohn und Spott für Menschenrechte übrig.
Und was die evangelische Kirche betrifft: Das hatten wir doch noch bis vor kürzen eine lesbische Ehebrecherin als Bischöfin, die gerne im Suff Auto fährt. Und im Gottesdienst gibts dann schwul-lesbischen Ringelpiez mit Anfassen...
Hier fange ich an, an deinen Verstand zu zweifeln. Wer legt denn fest,
dass Mann im Bordell zu bezahlen hat? Und warum gibt es überhaupt
Bordelle?
(natürlich nur für Männer!!!) Welche geheimnisvollen Kräfte haben dies
bewirkt? Vielleicht eine Verschwörung der Kirche oder wer zwingt die
Frauen
dazu, für Sex eine Gegenleistung zu verlangen? Niemand!!!!!!!!!!
Es
ist einzig und allein die Entscheidung der Frau! Da eine Frau nunmal im
Durchschnitt weniger Interesse an Sex hat als ein Mann, lassen sich die
Frauen halt ihre Bereitschaft zum Sex entsprechend versilbern. Dann muss
du
halt einige zehntausend Jahre Evolution abwarten, bis sich da mal was
ändert.
Mein Verstand ist ganz in Ordnung:Ich plädiere lediglich für eine Änderung der männlichen Haltung.
Wenn Du darob an meinem Verstand zweifelst, willst Du offenbar das
gegenwärtige, männerfeindliche System konservieren.
Nun, die Haltung der Männer kann sich ändern, wie sie will - ohne Gegenleistung rückt die Frau nicht mit Sex raus. Die würden lieber die Menschheit aussterben lassen als auch nur einen Fußbreit von ihrer Haltung abzuzweichen.
Niemand verbietet dir, diese Haltung einzunehmen. Nur dann wirst du mit
an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter fleißig "Revolution" im
stillen Kämmerlein machen müssen. Es sei denn, du siehst aus wie Brad
Pitt
oder hast Kohle wie Bill Gates. Und auch die zahlen letztendlich: Der
eine
mit seinen Prominentenstatus und seinen Körper, der andere mit seinen
Vermögen.
Genau hier habe ich die Wirkung dieser Verhaltensänderung beschrieben. Man kann sich zwar so vor Abzocke durch Frauen schützen - nur Sex gibts dann nur noch im Einhand-Betrieb.
Das wünsche ich mir auch! Nur, wie so oft, scheitert der schöne Traum
an
der harten Realität. Du kämpfst gegen ein Phantom. Gerade unsere
vermeintliche "freie" Gesellschaft hat ein sexuelles Lumpenproletariat
geschaffen, das nahezu ausschließlich männlichen Geschlechts ist. Oder
frei
nach Charles Bukowski gesagt: Wir sind "oversexed" und "underfucked"!
Eine Änderung ist nur möglich, wenn der sexuellen Abhängigkeit des
Mannes
von der Frau eine vergleichbare Abhängigkeit der Frau gegenübergestellt
wird. Und dagegen wehren sich die Feministinnen so verzweifelt...
Nö, es geht einfacher:Es gibt halt keine Gegenleistung für Sex mehr - weder die
kurzfristige im Bordell, noch die langfristige in Form einer Ehe.
Was dann geschieht, habe ich dir ja bereits geschildert.
Männer haben eben nicht das Problem, ein überwältigendes
Fortpflanzungsbedürfnis zu haben.Sie müssen sich dessen bewußt werden, dass sie damit eine ungeheure Macht
in Händen halten.
Du hast zwar das Problem richtig erkannt, ziehst aber die falschen Schlußfolgerungen daraus. Das Fortpflanzungsbedürfnis der Frau ist in dem Moment gestillt, wo das Kind da ist. Die Frau wird - wie bisher - nur solange sexuell aktiv sein, bis sie ihr Ziel erreicht hat. Und danach steht der Mann genau so ratlos wie zuvor da! Das überwältigende Fortpflanzungsbedürfnis der Frau lässt sich nur dann ausnutzen, wenn die Frau - nachdem sie ihr Fortpflanzungsbedürfnis gestillt hat - das Bedürfnis des Mannes nach Sex auch weiterhin befriedigen muss, wenn sie nicht Gefahr laufen will, das er ihr wegläuft. Und dies ist in allen nichtfemistischen Ländern die Regel und nicht die Ausnahme. Wenn du die pervertierte Form der Ehe, wie man sie hier in Deutschland und anderen Femistaaten praktiziert, verurteilst - dann hast du wohl recht.
--
Most places where we all come from we can have a date, pay over $100 and not even get a goodnight kiss from some broad-ass feminazi who thinks her shit doesn't stink.
(unbekannter Fan von Angeles City)
Ich denke schon, - Nachtrag
Ekki, Monday, 07.06.2010, 12:04 (vor 5693 Tagen) @ Guildo
Hallo Guildo!
Ich hatte geschrieben:
Da blüht und gedeiht der Islam ohne Zölibat, und auch das Judentum
ist (wenngleich zahlenmäßig klein) höchst vital.
Und da salbadern sie in der katholischen Kirche davon, der Priester könne
sich nur ohne Familie "ganz Gott widmen".
Und darauf hattest Du u.a. geantwortet:
Sämtliche atheistische Gesellschaften haben, egal ob Nationalsozialismus
oder Kommunismus, sich einen feuchten Dreck um auch nur die grundlegendsten
Menschenrechte geschert.
Den von mir oben fett formatierten Teil meines Postings hattest Du - absichtlich, da bin ich sicher! - aus der Zitatantwort herausgelöscht.
Ansonsten hättest Du nämlich nicht mit dem Bezug auf atheistische Systeme antworten können, während ich dem katholischen Zölibatssystem die Vitalität anderer Religionen gegenübergestellt hatte.
Aber selbst mit diesem kleinen "Kniff" war Deine Argumentation, wie aus meinem vorherigen Antwort-Posting ersichtlich, nicht haltbar (s. meinen Verweis auf die liberale Demokratie).
Wobei man allerdings einräumen muß, daß nicht wenige Vertreter der katholischen Kirche die liberale Demokratie erklärtermaßen als für die Kirche nicht geeignet ansehen.
Das ist zwar kein akzeptabler Standpunkt, aber wenigstens dankenswerte Offenheit.
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Robert
, München, Monday, 07.06.2010, 15:42 (vor 5693 Tagen) @ Ekki
Aus der Misere heraus führt einzig die Haltung, daß Sex keinen
Preis hat - weder einen kurzfristigen im Bordell, noch
einen langfristigen in Form einer Ehe.Vielmehr hat er ein beiderseitig sorgloses Vergnügen[/u] zu
sein.
Einerseits stimm ich dir zu. Andererseits aber hat (sofern nicht diese Generation die letzte sein soll) Sex natürlich seinen Preis in Form der daraus entstehenden Nachkommen (der einzige Grund, warum es Sex überhaupt gibt! Anm: daraus ist natürlich nicht zu folgern, daß man deswegen Sex nur zu diesem Zweck ausüben dürfte ;) ).
Alle Regelungen, wie Ehe, aber auch Unterhalt usw., sollen im Prinzip eigentlich nur sicherstellen, daß möglichst viele der Nachkommen gut überleben. Leider führt dieser (ideologisierte) Reglementierungswahn dazu, daß alles im Durchschnitt schlechter wird, als ohne Regelung.
Robert
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Ekki, Monday, 07.06.2010, 17:56 (vor 5693 Tagen) @ Robert
Hallo Robert!
Aus der Misere heraus führt einzig die Haltung, daß Sex keinen
Preis hat - weder einen kurzfristigen im Bordell,
noch
einen langfristigen in Form einer Ehe.[/b]
Vielmehr hat er ein beiderseitig sorgloses Vergnügen[/u] zu
sein.
Einerseits stimm ich dir zu. Andererseits aber hat (sofern nicht diese
Generation die letzte sein soll) Sex natürlich seinen Preis in Form der
daraus entstehenden Nachkommen (der einzige Grund, warum es Sex überhaupt
gibt! Anm: daraus ist natürlich nicht zu folgern, daß man deswegen Sex nur
zu diesem Zweck ausüben dürfte ;) ).
Diese Schlußfolgerung finde ich nicht ganz konsistent.
Alle Regelungen, wie Ehe, aber auch Unterhalt usw., sollen im Prinzip
eigentlich nur sicherstellen, daß möglichst viele der Nachkommen gut
überleben. Leider führt dieser (ideologisierte) Reglementierungswahn dazu,
daß alles im Durchschnitt schlechter wird, als ohne Regelung.
Nur:
Sieht es da, wo es ein solches Reglementierungssystem nicht gibt, besser aus?
Um nicht zu Recht der Schlitzohrigkeit und Scheinheiligkeit geziehen zu werden:
Natürlich weiß ich, daß die Alternative nicht heißt: entweder heutiger Zustand oder gar keine Regelung.
Insofern sind bessere rechtliche Regelungen anzustreben.
Aber solange die nicht da sind, sollten Männer zwecks Triebabfuhr zu Prostituierten gehen oder sich einen runterholen - oder aber Familie dort gründen, wo die Rechtslage für sie günstiger ist.
Alles andere ist russisches Roulette.
Gruß
Ekki
Robert
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, dass dieses System "heißläuft" ....
Guildo, Tuesday, 08.06.2010, 02:30 (vor 5692 Tagen) @ Ekki
Hallo Ekki!
Insofern sind bessere rechtliche Regelungen anzustreben.
Also Schröders/KlausZ würde jetzt sagen: Da hilft nur die Sexpflicht für Frauen. Oder um es etwas vornehmer auszudrücken: Da gab es doch mal was, was man eheliche Pflichten nannte? Aber das ist ja pfui-bääh, schrecklich reaktionär und so furchtbar unromantisch. Und überhaupt nicht gender-mainstreaming-gerecht...
Aber solange die nicht da sind, sollten Männer zwecks Triebabfuhr zu
Prostituierten gehen oder sich einen runterholen
Da sind wir uns doch endlich mal einig. Und wenn einen die Hand wehtut werden halt die einschlägigen Etablissement angesteuert oder gleich der Flug nach SOA gebucht.
oder aber Familie dort
gründen, wo die Rechtslage für sie günstiger ist.
Und wer genug Geld hat und/oder bereits Rente bezieht, bucht obigen Flug als One-Way-Ticket und lässt sich dort nieder. Der Haupttrumpf der Männer wurde ja noch gar nicht erwähnt: Wir können auch noch mit 60 eine Familie gründen und Kinder zeugen. Und somit das Problem einfach aussitzen...
Alles andere ist russisches Roulette.
Zustimmung!
Gruß
Ekki
Gruß - Guildo
--
Most places where we all come from we can have a date, pay over $100 and not even get a goodnight kiss from some broad-ass feminazi who thinks her shit doesn't stink.
(unbekannter Fan von Angeles City)
Ich denke schon, - WICHTIGE Ergänzung!
Ekki, Monday, 07.06.2010, 18:21 (vor 5693 Tagen) @ Robert
Hallo noch mal!
Die ganze Diskussion krankt u.a. auch daran, daß zumindest unterschwellig suggeriert wird, die Alternative bestünde im Kinderwunsch oder im fehlenden Kinderwunsch.
Tatsache ist jedoch:
Auch Männer, die Kinder wollen und/oder bereits haben, sind unter den obwaltenden Umständen den Frauen völlig ausgeliefert bei den Fragen ...
... wann sie zum ersten Mal Kinder wollen,
... ob sie noch weitere Kinder wollen.
Dies nur, um dem Eindruck entgegenzutreten ich sei mir entweder der Gefahr eines Aussterbens der Menschheit nicht bewußt oder wolle dieses Aussterben aus irgendwelchen sinistren Gründen gar heraufbeschwören.
Mir fällt durchaus auf, daß es in einer alternden Gesellschaft wie der unsrigen den weniger werden jungen Menschen an Sexualpartnern mangelt[/u].
Außerdem:
Es ist m.E. völlig unvertretbar, daß - aller äußerlichen "Übersexualisierung" zum Trotz - junge Menschen nach wie vor (oder schon wieder?) zu "Keuschheit vor der Ehe" angehalten werden.
Ich habe hier mehrfach - und zum Unwillen Vieler - dargelegt, daß ich in dieser Hinsicht meine ganz persönlichen Traumatisierungen hinter mir habe.
Ich will das hier jetzt nicht wieder im Einzelnen ausbreiten, sondern lediglich konstatieren:
Das ständige Jammern über unsere angeblich so permissive Gesellschaft ist m.E. eine Propagandakulisse, hinter der die alt-neue Verklemmtheit die grauenhaftesten Blüten treibt.
Und die Kulisse der Kulisse ist die allgegenwärtige Erotisierung, die im realen Leben kaum jemand wirklich erlebt.
Und diejenigen, denen an einer Perpetuierung der alten Moral gelegen ist, beklagen auf das Scheinheiligste, daß hier völlig irreale Erwartungen geweckt würden, während sie in der Tiefe ihrer teuflischen[/u] Seele genau wissen:
Durch die allgegenwärtigen Sexsymbole wird ein Bedürfnis in den Menschen geweckt und wachgehalten, welches ihnen gleichzeitig eine scheinbare Befriedigung dieses Bedürfnisses suggeriert. Aufgrund dieser - im Grunde genommen irrenhausreifen - Selbsttäuschung kommen die Menschen dann nicht auf den Gedanken, sich zu fragen, wie viel an real existierender Sexualität sie denn erlebt haben, und vor allem: wer sie gegebenenfalls an solchen Erlebnissen hindert.
Vor dieser Kulisse kann man dann z.B.:
- Rendezvous verhindern,
- auf mehr oder weniger subtile Art und Weise Angst vor dem realen Ausleben der Sexualität säen
und was dergleichen Teufeleien mehr sind.
Vor diesen Moralisten kann ich nur ausspucken.
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Ich denke schon, - WICHTIGE Ergänzung!
Robert
, München, Monday, 07.06.2010, 19:28 (vor 5692 Tagen) @ Ekki
Die ganze Diskussion krankt u.a. auch daran, daß zumindest unterschwellig
suggeriert wird, die Alternative bestünde im Kinderwunsch oder im fehlenden
Kinderwunsch.
;) Die Thematik krankt daran, daß menschliche Sexualität fast immer nur binär diskutiert wird, so als ob es zwischen ungehemmten beliebigem Rumvögeln und strenger Moral mit Sex zum alleinigen Zweck des Kinderkriegens keinerlei Zwischenabstufungen gäbe (ok, ich übertreibe ;) ).
M.M.n. sind da halt mehrere Faktoren zu beachten:
1. Menschen haben quasi jederzeit Sex, insbesondere weil er ihnen Spass macht (also nicht nur zu einer speziellen Paarungszeit).
2. Aus Sex enstehen Kinder
3. Menschen können durch Kontrolle des Sexualtriebs anderer Menschen viel Macht ausüben.
4. Menschen können materielle Vorteile aus der Gewährung oder Verweigerung von Sex ziehen.
5. Männer haben das "Weisse-Ritter-Gen", d.h. sie sind bestrebt, die Frauen und Kinder ihres Clans zu schützen. Dieses "Gen" kann ausgenutzt werden (was gerade heutzutage geschieht).
uvm.
Robert
Feminismus - Was ist da bloß schiefgelaufen? SZ Heft 22/2010
Andreas082
, Monday, 07.06.2010, 12:13 (vor 5693 Tagen) @ vt
Ich weiß nicht, irgendwie sieht die Autorin die Schuld mal wieder nur bei den Anderen und am Ende eschafft sie es sogar wieder, das irgendwie die Schuld bei den Männern liegt mit den üblichen Klischeelügen über Prostitution und Lohngefälle. Auf solche Feminismuskritiker kann ich persönlich gerne verzichten.