Todesberuf: Tote bei Explosion einer Weltkriegsbombe
Bei diesem Artikel merkt man ganz genau, dass das Wort Männer als Opfer
total verschwiegen wurde. Warum schreiben sie nicht, darunter befabden sich
keine Frauen?
Wie in der "Welt", so auch in den Tagesthemen: Das Wort "Männer" kommt den BerichterstatterInnen weder in positiven - noch in Opferzusammenhängen leicht über die Lippen; eine eindrucksvolle Demonstration des Erfolges feministischer Linguistik und ihrer Folgen. Das Wort "Männer" gebrauchen, das ist politisch Korrekten ein Greul; es ist wie das Wort "Scheisse" auf einem diplomatischen Empfang sagen, sowas macht man nicht. Anders verhält es sich mit dem Wort Frau. Wird es lobend oder anerkennend gebraucht, verleihen die SprecherInnen der Silbe "au" ein besonderes Timbre, ein dramatisches, welches wahlweise sich in ein leicht jubelndes hinauf schwingt. Dieses sprachliche Mittel eignet sich vortrefflich um Banalem des Alltags außerordentliche Weihen zu verleihen, wenn es denn eine Frau verbrachte. Von der Putze bis zur Direktorin, sobald jemand sie eines Berichtes für würdig befindet, darf der Gliedsatz "...,eine starke Frau" nicht fehlen.
Und so kommt es, wie es kommen muss: die Journaille schreibt und spricht von Feuerwehr- und Bergleuten, Minenräumediensten, Truppen, Wissenschaften und dergleichen mehr, solange sich dort ausschließlich Männer betätigen. Ist auch nur eine einzige Frau in besagtem Berufsfeld mit zu Gange, kommt das relativierende binnenI ins Spiel oder die Nennung beider Geschlechter; das weibliche immer an erster Stelle, was denn sonst.
Niemand sollte die Suggestivkraft solcher Art des Formulierens unterschätzen, statt einer objektiven Aussage entsteht ein den Tatsachen widersprechender Eindruck: Soldatinnen und Soldaten. Wörtlich gleichgestellt stehen sie neben einander, auch dann, wenn in der Kompanie nur eine Frau dient. Da sind also Soldatinnen und auch noch Soldaten, die die Freiheit am Hindukusch verteidigen, die Zahl der Zinksärge spricht eine Sprache. Dennoch bleibt im (Unter-)Bewußtsein einer wenig reflektierenden Leser-und Zuhörerschaft die Vorstellung von "gleich" haften. Gelingt allerdings einer Frauengruppe oder eine einzelne Frau eine Leistung, sind alle Dämme sprachlicher Korrektheit gebrochen: Frauen steigen zu Fussballweltmeistern auf oder werden zur einzigen Minenräumerin in Afghanistan. Wie hier SPON http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,175155,00.html einleuchtend am Beispiel Vera Bohle zeigt:
"Sie ist die bislang einzige Expertin für Streubomben vor Ort...Etwa sieben bis acht Teams mit jeweils etwa 30 Mann werden von der Expertin geschult"
Unbedarfte LeserInnen können, nein sollen glauben, Frau Vera Bohle sei der einzige deutsche Mensch weit und breit, der im fernen Afghanistan sich der Bekämpfung der Minenseuche verschreibt. Und darüberhinaus den unwissenden Kerlen vor Ort ein paar Kenntnisse beibringt, die sie zum Überleben brauchen.
Von deutschen minenräumenden und wissensvermittelnden Kerlen keine Rede, ihre Leistungen und ihr Ansehen schrumpfen zur Bedeutungslosigkeit - der Rede nicht wert. Kein Wunder, dass die Minenräumerin Vera für Ansichten und Erfahrungsberichte in Buchform schnell einen Verleger fand. Oder fand ein Verleger sie? Männer haben da augenscheinlich zur Sache nichts wesentliches zum Sagen. Es liegt mir fern gegen diese Frau zu polemisieren, ich tippe hier von Medienmechanik. Denn:
Wie in den Fällen Bohle und "Soldatinnen und Soldaten" senkt die berichtende Zunft absichtsvoll geschlechterdemokratisch Auffassungen in die Köpfe der Öffentlichkeit, die zwar nichts oder wenig mit der Realität zu schaffen haben, aber eben der guten Sache "Geschlechterdemokratie" dienen müssen.
Wen kann also noch die Meldung zum Tode dreier Leute aus der Kampfmittelräumung wundern? Wären die Opfer weiblich, lauteten die Schlagzeilen vermutlich etwa so: " Tragischer Unfalltod: Drei Frauen im Dienst am Leben tödlich verunglückt."
Was wir im Menschenzoo BRD besichtigen dürfen: Selbst Tod hat feminsitisch erwünscht formuliert zu sein. Männer, die für die Gemeinschaft ihr leben geben, sind nicht erwünscht. Das Bild vom unfähigen, verunsicherten, in Rollen gefangenem und verrohten Mann könnte schließlich Schaden nehmen.
Pfui Deibel.
Narrowitsch
--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-
Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.
gesamter Thread:
- Todesberuf: Tote bei Explosion einer Weltkriegsbombe -
Christian,
02.06.2010, 08:31
- Todesberuf: Tote bei Explosion einer Weltkriegsbombe - Wolfgang Biggel, 02.06.2010, 08:55
- Kann man dort folgenden Kommentar einstellen? -
Finder,
02.06.2010, 10:11
- Soll ein Terroranschlag vertuscht werden? - pappa_in_austria, 02.06.2010, 10:27
- Habs mal einfach eingestelle, vielleicht entwickelt sich ja was. -
Finder,
02.06.2010, 10:37
- Nachtrag: Gebt mir mal Positive Bewertungen, bitte. -
Finder,
02.06.2010, 11:11
- Ein "negatives" Argument zerstört alle anderen Argumente - pappa_in_austria, 02.06.2010, 13:12
- Nachtrag: Gebt mir mal Positive Bewertungen, bitte. -
Finder,
02.06.2010, 11:11
- Kann man dort folgenden Kommentar einstellen? - der_quixote, 02.06.2010, 15:14
- Todesberuf: Tote bei Explosion einer Weltkriegsbombe - der_quixote, 02.06.2010, 11:51
- Todesberuf: Tote bei Explosion einer Weltkriegsbombe - Narrowitsch, 02.06.2010, 14:08