Pauer-Alpha-Göööörlis in ihrer Freizeit
Mädchen nutzen ihre Freizeit sinnvoller und kreativer als Jungen, lesen wir immer wieder in Berichten zur Bildungssituation.
Über drei besonders kreative 13-jährige Mädchen berichtete die Tageszeitung "Österreich" in ihrer gestrigen Ausgabe. Ich zitiere auszugsweise:
"Just an ihrem 72. Geburtstag wurde eine Steirerin Opfer einer gemeinen Attacke von drei 13-jährigen gelangweilten Mädchen aus Liezen.
Steiermark. Diesen Geburtstag wird Gertrude H. wohl nie vergessen. (…) Denn dann wäre sie nicht das Opfer von drei 13-jährigen Mädchen geworden, die aus Langeweile eine gemeine Attacke auf die Frau starteten.
(…) Gertrude H. steigt gerade aus dem Zug und will auf ihren Anschluss-Bus nach Admont warten. Plötzlich reißt jemand an ihrer Handtasche, jemand anderer versucht, den Reißverschluss an ihrer Jacke aufzumachen. "Ich hab mich geschreckt und aus Reflex mit dem Ellbogen nach hinten geschlagen", berichtete die Frau. Doch davon ließen sich die drei Schülerinnen nicht abschrecken. "He, du wüde Oide, was hast da in der Tasche?" pöbelten sie – während sie an der Frau herumrissen. Und weiter: "Schau net so bled, Oide!"
Zufällig erkannt. Gertrude H. war starr vor Angst: "Ich hab mich nicht mehr getraut, aufzustehen. Ich dachte, die tun mir was, aber Gott sei Dank sind dann zwei Männer aus dem Bahnhof gekommen (Anmerkung Kurti: Iiiiiiiiii, zwei Y-Chromosom-Gewalttäter!), da sind die Mädchen weggelaufen. (Anmerkung Kurti: Kein Wunder, wenn zwei potenzielle Vergewaltiger auftauchen.) Das Trio hatte allerdings nicht mit dem guten Gedächtnis der Frau gerechnet. "Ein paar Tage später hat eine Bekannte gesagt, dass sie erst einen Artikel in der Zeitung gesehen hätte mit jungen Mädchen aus Liezen. Und tatsächlich: Die drei waren dabei. Der Artikel drehte sich um ganz was anderes, aber ich war mir ganz sicher", schildert H. ihr Aha-Erlebnis, das sie auch der Polizei mitteilte. Dort allerdings war man nicht weiter verwundert. "Die drei sind stadtbekannte Fratzen", erzählte ihr ein Polizist.
Motiv Langeweile. Zur Rede gestellt, meinten die Mädchen bloß, dass sie das Ganze "aus Gaudi und Langeweile" gemacht hätten: "Weil Sonntagnachmittag war." (…)
Meine Theorien, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte:
1.) Die Mädchen haben in ihrem Leben oft schon selbst strukturell-männliche Gewalt erlebt. Möglicherweise etwa, dass sie, als sie noch Kinder waren, größere Jungen sie in der Sandkiste oder beim Mensch-ärgere-dich-nicht nicht mitspielen ließen.
2.) Die Mädchen sind technikbegeistert wie viele Mädchen ihres Alters und versuchten verzweifelt, auf diese Weise ihr zukünftiges IngenieurInnInnInnen-Studium zu finanzieren. Deshalb: Mehr Gender-Budgeting!
Gruß, Kurti