Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Hurrelmann in der Zeit ueber Kinder- und Jungenbenachteiligungen

jens_, Tuesday, 01.06.2010, 23:16 (vor 5700 Tagen)

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-06/world-vision-kinderstudie

Ein kurzer (oder etwas laengerer) Auszug:

Jedes fünfte Kind in Deutschland fühlt sich laut einer Studie benachteiligt. Nach wie vor laufen vor allem Jungs Gefahr, den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren.

"Große Sorgen" machen sich die Forscher daher auch um Kinder von Alleinerziehenden: "Sie werden in unserer Gesellschaft nach wie vor massiv benachteiligt."

Die World Vision Studie bestätigt offenbar außerdem ein weiteres oft diskutiertes Phänomen: Jungs laufen zunehmend Gefahr, von ihren weiblichen Altersgenossinnen abgehängt zu werden. "Vor allem Jungen aus der Unterschicht sind stark konzentriert auf elektronische Medien. Sie investieren viel Geld und Zeit in ihre Spielkonsolen. Ihre ganze Freizeitwelt kreist um dieses Thema", weiß Hurrelmann zu berichten. Entsprechend schlechter seien beispielsweise die Leistungen in der Schule.

Warum Jungs immer weniger lesen und immer mehr Onlinespiele spielen, "da tappt die Forschung noch im Dunkeln", berichtet Bildungswissenschaftler Hurrelmann.

Lesen hingegen sei eher etwas, was die Mädchen in allen sozialen Schichten als Zeitvertreib betrieben. Sowieso sind die Mädchen offenbar vielseitiger in ihrem Freizeitverhalten. Oftmals sind sie Mitglied in mehreren Musik- und Sportvereinen und sie haben zudem ein positiveres Verhältnis zur Schule.

Die "Forscher" haben nun herausgefunden, dass Jungs benachteiligt werden, wissen aber nicht warum. Und auch die armen Alleinerziehenden (Frauen) haben es ganz schwer...

Ausgelesen

IM Rosenbaum, Wednesday, 02.06.2010, 00:16 (vor 5700 Tagen) @ jens_

Lesen hingegen sei eher etwas, was die Mädchen in allen sozialen Schichten
als Zeitvertreib betrieben. Sowieso sind die Mädchen offenbar vielseitiger
in ihrem Freizeitverhalten. Oftmals sind sie Mitglied in mehreren Musik-
und Sportvereinen und sie haben zudem ein positiveres Verhältnis zur
Schule.[/i]


Das Lesen der Mädchen würde ich nicht überbewerten. Davon bleibt für gewöhnlich kaum das Berufsverwertbare übrig. Die meisten Mädchen lesen, nicht anders als die meisten Jungen die lesen, Mangas, Harry Potter, Groschenromane oder ähnlichen Kleinkram. Die Kulturtechnik des Lesens wird damit zwar gestärkt und verfestigt, aber mit dem gleichen Anspruch wie an die konsumierten Texte bleibt später nur eine effektheischende Lesefähigkeit übrig. Das könnte auch der Grund sein, warum in den jüngeren Generationen an den Universitäten der Typus Powerpoint überwiegt. Schlagworte müssen genügen. Alle weiteren Informationen werden copy and paste angefügt und gelten als nebensächlich.

Ich kann das sagen .....

TZone, Wednesday, 02.06.2010, 00:24 (vor 5700 Tagen) @ jens_

... mein Kind wurde mir entzogen. Es ist die Beute der KM! Wenn er aus dem Schulhort kommt, dann "hängt er ab", bis die Mutter kommt und in den 3 Stunden sieht er fern oder spielt Nintendo. So einfach ist das. Obwohl ich mich um unser Kind kümmern könnte, sitze ich 600 m weiter alleine und geniese meine "Freizeit" vom Vatersein. Das ist so gewollt vom Familiengericht und Jugendamt, alles ganz streng rechtens: IM NAMEN DES VOLKES!

Also erforschen müssen die da nix mehr, die müssen einfach mal an 5-6 Türen klingeln, dann erleben die das Glück unserer Kinder hautnah. Das ist deutsche Familienpolitik a la Ursula von der Leyen. Kinderschutz pur!

[image]

powered by my little forum