Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Sehe ich ein wenig anders

Narrowitsch, Berlin, Monday, 31.05.2010, 19:44 (vor 5700 Tagen) @ chrima

Nach dem IWF darf sich nun auch die BRD freuen, daß du nicht mehr in
unserem Dienste stehst.

Dieses selbstverständlich nicht. Aber nu kann es nur noch schlimmer kommen, die Generation der Raus und Weizäckers vermag keine Kandidaten mehr ins Rennen schicken, die Generation der Wohlstandkinder tritt an. Und mit ihr die Femiinfizierten.


Hättest aber auch ruhig schon etwas früher diesen Schritt machen können.
Ein geeigneter Augenblick wäre gewesen als Du Quoten für das
Bundesverdienstkreuzes einführtest.

Nicht können - müssen. Hätten die Kettenhunde der 4. Gewalt damals aufgeheult, weil sich ein Repräsentant aller Deutschen zum willigen Helfer des Feminats selbst degradierte, so wäre es vermutlich auch dazu gekommen. Und womöglich eine längst überfällige öffentliche Debatte zu Frauenprivilegien. Allerdings - das ist hier wohl jedem klar - schweigen die Wächter im Blätterwald zu genderummantelten Verfehlungen. Retalin für böse Mädchen und Buben sozusagen. Anders geht es zu, nennt jemand Dinge beim Namen, die die Politikerkaste und die wirklich Mächtigen im Lande stören, weil sie Unruhe in halbunkle Geschäftigkeiten bringen. Ob Köhler mit seiner Einschätzung richtig liegt, die BRD müsse im Zuge wirtschaftlicher Interessen an Kriegen teilnehmen - steht dahin. Dass Deutsche in Afghanistan und anderswo für wirtschaftliche Interessen Krieg führen - und zwar nicht einmal für deutsche- dürfen wir mal als Tatsache vermuten. Somit folgten aus den Worten des 1. Mannes im Staate- sehr richtig- Zweifel am verfassungsmäßig korrekten Einsatz der Bundeswehr, nicht nur in Afghanistan. Der Einsatz in Sachen Balkan, - nebenbei gesagt - interessiert schon lange niemanden mehr.

Mit anderen Worten: Köhler hat einmal nicht den Grüßaugust der Nation gegeben, sondern vorsichtig seines Amtes gewaltet. Vorsichtig, weil im Sinne von inkonsequent. Wenn er weiß, dass Bundeswehreinsätze juristisch auf wackligen Füssen steht, hätte er klipp und klar fordern müssen: entweder Verfassungsänderung - oder Truppenabzug. Soweit reichte es nicht. Horst Köhler - ein wahrerlich weicher Riese. Und nun tritt er prompt zurück. Wegen korrekter Amtsführung.

Bei aller Freude über diese erbauliche Nachricht immer daran denken:
Schlimmer geht immer!

Ebben. Vielleicht geht Köhlers Rücktritt als Wendepunkt in die Geschichte ein. Von Bundespräsidenten, die ihr Amt ganz im Sinne der Väter und ein paar weniger Mütter des GG ausübten, hin zu willfährigen AmtsträgerInnen, die den Namen nur als Job- Bezeichnung verliehen bekommen und sodann Kasperltheater auf der politischen Bühne spielen.

Es scheint tatsächlich so, dass nach 60-70 Jahren auch der politisch beste Wille zu demokratischen Institutionen degeneriert.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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