Sind die Männer im Forum anders?
Wurst, Sunday, 30.05.2010, 16:35 (vor 5697 Tagen)
Das Pudeltum ist heute sehr weit verbreitet. Ich frage mich schon länger, ob wenigstens die Männer hier in dieser Oase davon gefeit sind? Ist es bei euch auch so, dass sobald eine Frau in Not ist, ihr grundsätzlich geglaubt wird und gegen den Mann losgegangen wird? So passiert es doch ständig. "Belästigt dich der Typ?" fragte mal ein Halodri am Strand eine kesse Biene, nur weil er bei ihr anbandeln wollte. O ja, darauf kriegt die Schwabbelbacke eins übergezogen. Auch die Beseitigung lästiger Ehemänner wird selten durch die Frau selbst durchgeführt. Kein Wunder, wenn Frauen in den Statistiken fein raus sind. Oft ist es ja so, dass sie den Auftrag erteilt und irgendein Pudel die Drecksarbeit macht. Beim Konzert der Spice Girls ruft einer, ihre Titten möchte er mal kneten. Er wäre beinahe verprügelt worden. Umgekehrt kräht kein Hahn danach wenn eine den Pimmel von Zac Efron lutschen möchte. Warum ist das so? Eine andere, harmosere Variante, die aber denselben Ursprung hat: in einem männerlastigen Chat dreht sich zwangsläufig alles um die einzig anwesende Frau. Wird die zu scharf kritisiert, kommt gleich der Pöbel und beleidigt den Widerling. Bei Männern ist grundsätzlich jede Beleidigung erlaubt. Es ist halt eine emanzipierte Welt. Wuwu.
Sind die Männer im Forum anders?
Kurti, Wien, Sunday, 30.05.2010, 17:12 (vor 5697 Tagen) @ Wurst
Du trittst mit diesen Aussagen hier im Forum durchaus offene Türen ein.
Gruß, Kurti
PUA?
__V__, Bavaria, Sunday, 30.05.2010, 20:14 (vor 5697 Tagen) @ Kurti
Du trittst mit diesen Aussagen hier im Forum durchaus offene Türen ein.
Ich denk mal, dass der Hintergrund für das Wurst-Posting eher aus dem Segment pick-up-artist entspringt (für die persönliche Vertiefung ;)).
Gruß, Kurti
Gruß,
-Stefan
p.s.: Wenn ich jetzt Männer wie Frauen helfe, bzw. keinem davon - was bin ich dann?
--
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Antifeminismus ![[image]](http://www.smilies-paradies.de/smileys/lachende/animierte-smilies-lachende-048.gif)
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PUA?
Flachglaser
, Sunday, 30.05.2010, 21:19 (vor 5697 Tagen) @ __V__
p.s.: Wenn ich jetzt Männer wie Frauen helfe, bzw. keinem davon - was bin
ich dann?
Konsequent!
PUA?
Kurti, Wien, Sunday, 30.05.2010, 22:14 (vor 5697 Tagen) @ Flachglaser
p.s.: Wenn ich jetzt Männer wie Frauen helfe, bzw. keinem davon - was
bin
ich dann?
Konsequent!
Immer, wenn ich bisher Frauen geholfen habe, dann geschah das auf Basis irgendeiner Pfadpfinder-Ethik. Nur weil sie eine "Hmhm" zwischen den Schenkeln haben - das war für mich kein Grund.
Gruß, Kurti
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Timothy, Sunday, 30.05.2010, 17:41 (vor 5697 Tagen) @ Wurst
Ich denke schon das die meisten Männer hier nicht so sind. Ich zumindest bin es nicht. Vor einiger Zeit z.B. kam ich an einem streitenden Pärchen vorbei, er Typ Assi und sie Typ GhettoBitch, als Sie wie bekloppt losschreite und ihn mit beiden Händen feste aussholend wegstiess gabs von ihm ne Ohrfeige. Der Pudel waere nun wahrscheinlich schlichtend eingeschritten, ich selber habe mich auch dabei erwischt fuer eine halbe Sekunde lang im Zweifel zu sein, aber dann dachte ich mir sofort "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, nicht meine Schuld wenn die auf einen steht der auch mal zuschlägt wenn man ihn aggresiv wegstösst".
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Prometheus, Luxemburg, Sunday, 30.05.2010, 17:44 (vor 5697 Tagen) @ Wurst
Das Pudeltum ist heute sehr weit verbreitet. Ich frage mich schon länger,
ob wenigstens die Männer hier in dieser Oase davon gefeit sind?
Die Männer hier sind sensibilisiert, aber wohl nicht vollkommen gefeit. Frauen zu beschützen ist ein biologisches Grundprogramm, und wird oft intuitiv durchgeführt. Ich denke, jeder ertappt sich ab und an mal dabei, dass er sich gegenüber einer Frau zuvorkommender verhält als er es gegenüber einem Mann getan hätte. Aber schon das sich ertappen ist ein Fortschritt.
Sind die Männer im Forum anders?
Diego, Hannover, Sunday, 30.05.2010, 20:56 (vor 5697 Tagen) @ Prometheus
Frauen zu beschützen ist ein biologisches Grundprogramm,
Kein biologisches !, sondern die Folge jahrhundertelanger, matrifokaler Sozialisation und dementsprechenden sozialen Werten. In der Biologie hingegen ist sich jeder selbst der Nächste.
--
"Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen."
Jean Paul Sartre
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Prometheus, Luxemburg, Sunday, 30.05.2010, 21:53 (vor 5697 Tagen) @ Diego
Kein biologisches !, sondern die Folge jahrhundertelanger, matrifokaler
Sozialisation und dementsprechenden sozialen Werten. In der Biologie
hingegen ist sich jeder selbst der Nächste.
Es kann aus evolutionärer Sicht durchaus sinnvoll sein, sich für Verwandte einzusetzen, da man mit diesen einen Teil seiner Gene teilt. Früher lebten die Menschen in kleinen Gruppen, und waren mit allen Gruppenmitgliedern genetisch verwandt. Indem der Erfolg der Gruppe unterstützt wurde, konnten somit auch die eigenen Gene propagiert werden. Das Schützen von (vor allem jungen) Frauen konnte den Fortpflanzungserfolg der Gruppe verbessern, und damit auch das überleben der eigenen Gene sichern. In dieser Zeit entwickelten sich dann auch die entsprechenden Mechanismen.
Der Mechanismus existiert weltweit und Kultur-übergreifend, Sozialisation kommt als alleinige Erklärung also nicht in Betracht.
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Diego, Hannover, Sunday, 30.05.2010, 23:34 (vor 5697 Tagen) @ Prometheus
Das Schützen von (vor allem
jungen) Frauen konnte den Fortpflanzungserfolg der Gruppe verbessern, und
damit auch das überleben der eigenen Gene sichern.
Das ist zu kurz gegriffen, denn genauso gut könnte man anführen, dass das Überleben der Männchen wichtig ist, da sonst andere Männchen in die Gruppe eindringen, sich fortpflanzen, oder Weibchen entführen, oder sogar deren Nachwuchs töten könnten. Damit wäre die genetische Linie und die Gruppe ebenfalls in Gefahr.
Zudem widerspricht die verhältnismäßig lange Entwicklungszeit des Menschen bis zur Geschlechtsreife dem Modell der Klein-Gruppe, da eine solche Gruppe viel zu langsam anwachsen würde und proportional viele "unnütze Fresser" versorgen müsste (von Erbkrankheiten und Behinderungen mal ganz abgesehen). Und auch die Zeiträume bis zur Reproduktion der eigenen Gene sind einfach viel zu lang, wenn man die mit Sicherheit hohe Kindersterblichkeit bedenkt, und, dass damals schon kleinere Verletzungen zum Tode führten. Verhungert sind auch viele.
Ich bezweifle daher sehr stark, dass Männchen biologisch auf den Erhalt einer einzelnen genetischen Linie gepolt sind. Denn bei fast allen anderen Säugetieren hat die Durchmischung und Verbreitung der eigenen Gene Vorrang - aber keinesfalls der Erhalt nur einer einzelnen, nämlich der mütterlichen ! Erblinie. Die Streuung hingegen erhöht die Wahrscheinlichkeit des Fortbestandes väterlichen Erbguts. Und es spielt biologisch deshalb einfach keine Rolle, ob das väterliche Erbgut mit Weibchen X oder Weibchen Y reproduziert wird. Je mehr, je besser! Denn wenn man(n) gleichzeitig hunderte Nachkommen hat, wird sich mindestens eines davon mit Sicherheit selbst reproduzieren und das Erbgut weitergeben können. Da ist es dann auch nicht relevant, ob eines der Weibchen stirbt.
Familiäre Strukturen und monogame Lebensweisen - also "soziale" Strukturen - dienen, wenn man es biologisch betrachtet, also ausschließlich dem Schutz und Erhalt der weiblichen Erblinie (Mutter + Nachkommen). Und das Männer sich dieser Struktur (dem wahren Matriarchat !) beugen, kann nur daran liegen, dass sie von ihren Müttern entsprechend sozialisiert wurden. Wer erzieht, hat Macht! Und gleichzeitig Macht über den Versorger des eigenen Nachwuchses, der das Muttertier zwangsweise mitversorgen muss, wenn er sein Kind versorgt wissen will. Aber warum läßt er sich erpressen, wo er doch mit dem nächstbesten Weibchen erneut Nachwuchs zeugen könnte? Ich glaube, wir nennen das Zivilisation, einschließlich der matrifokalen "Rechtsstaatlichkeit", die aus einem Vater einen Zahlesel macht.
Alles natürlich nur rein biologisch betrachtet ... 
--
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Jean Paul Sartre
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Borat Sagdijev, Monday, 31.05.2010, 01:14 (vor 5697 Tagen) @ Diego
Hasst du auch deine Mutter?
Aber jetzt mal im Ernst, wäre es nicht hochinteressant Jungs die vom Vater erzogen wurden mit "normalen" Jungs statistisch zu vergleichen?
--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Sind die Männer im Forum anders?
Flachglaser
, Monday, 31.05.2010, 05:56 (vor 5696 Tagen) @ Borat Sagdijev
Aber jetzt mal im Ernst, wäre es nicht hochinteressant Jungs die vom Vater
erzogen wurden mit "normalen" Jungs statistisch zu vergleichen?
Jetzt wo du es sagst, denke ich, es wäre mehr als hoch interessant. Ich ahne schon, welch Ergebniss zu erwarten ist.
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Prometheus, Luxemburg, Monday, 31.05.2010, 13:53 (vor 5696 Tagen) @ Diego
Das ist zu kurz gegriffen, denn genauso gut könnte man anführen, dass das
Überleben der Männchen wichtig ist, da sonst andere Männchen in die Gruppe
eindringen, sich fortpflanzen, oder Weibchen entführen, oder sogar deren
Nachwuchs töten könnten. Damit wäre die genetische Linie und die Gruppe
ebenfalls in Gefahr.
Aber genau im Verhindern dieser Vorfälle besteht ja unter anderem das Schützen. Es ist genau hier, wo ab und an Männchen sterben.
Zudem widerspricht die verhältnismäßig lange Entwicklungszeit des Menschen
bis zur Geschlechtsreife dem Modell der Klein-Gruppe, da eine solche Gruppe
viel zu langsam anwachsen würde und proportional viele "unnütze Fresser"
versorgen müsste (von Erbkrankheiten und Behinderungen mal ganz abgesehen).
In großen Gruppen werden die Menschen ja aber doch nicht schneller erwachsen. In der Zeit, als sich das menschliche Verhalten herausgebildet hat, waren die Menschen Großwildjäger. Und wie bei allen Tieren, die an der Spitze der Nahrungskette stehen, lässt das jeweils nur eine kleine Bevölkerung in einem großen Revier zu. Die verfügbare Nahrung setzt der Gruppengröße einfach Grenzen. Erst seit der Neolithischen Revolution lassen sich große Gruppen mit Nahrung versorgen, können Städte und komplexe soziale Strukturen entstehen. Das ist aber erst in etwa 11000 bis 12000 Jahre her, in evolutionären Zeitdimensionen ist das also so, als wäre es Gestern gewesen.
Und auch die Zeiträume bis zur Reproduktion der eigenen Gene sind einfach
viel zu lang, wenn man die mit Sicherheit hohe Kindersterblichkeit bedenkt,
und, dass damals schon kleinere Verletzungen zum Tode führten. Verhungert
sind auch viele.
Es gab Zeiten, wo die bevölkerungserhaltende Reproduktionsrate bei sechs Kindern pro Frau lag. Das machte die Frauen aber eigentlich nur schützenswerter. Bei den heute notwendigen 2,1 Kinder pro Frau könnte man hingegen die Hälfte der weiblichen Bevölkerung killen, und die andere Hälfte wäre immer noch in der Lage, ausreichend Kinder zu gebären, um die ursprüngliche Bevölkerungszahl wiederherzustellen. Die moderne Medizin hat die Frauen also eines Teils ihrer Wichtigkeit beraubt.
Ich bezweifle daher sehr stark, dass Männchen biologisch auf den Erhalt
einer einzelnen genetischen Linie gepolt sind. Denn bei fast allen anderen
Säugetieren hat die Durchmischung und Verbreitung der eigenen Gene Vorrang
- aber keinesfalls der Erhalt nur einer einzelnen, nämlich der
mütterlichen ! Erblinie. Die Streuung hingegen erhöht die
Wahrscheinlichkeit des Fortbestandes väterlichen Erbguts. Und es
spielt biologisch deshalb einfach keine Rolle, ob das väterliche Erbgut mit
Weibchen X oder Weibchen Y reproduziert wird. Je mehr, je besser! Denn wenn
man(n) gleichzeitig hunderte Nachkommen hat, wird sich mindestens eines
davon mit Sicherheit selbst reproduzieren und das Erbgut weitergeben
können. Da ist es dann auch nicht relevant, ob eines der Weibchen stirbt.
Was du beschreibst, ist die Reproduktionsstrategie des Alpha-Männchens. Aber wie viele Männer sind Alpha-Männchen? Zwar springt jeder Mann auf eine Fortpflanzungschance an, wenn sich ihm eine anbietet, aber da die Frauen hypergam sind, bietet sich den Wenigsten regelmäßig eine entsprechende Chance.
Familiäre Strukturen und monogame Lebensweisen - also "soziale" Strukturen
- dienen, wenn man es biologisch betrachtet, also ausschließlich dem
Schutz und Erhalt der weiblichen Erblinie (Mutter + Nachkommen).
Nein, die Monogamie schränkt auch die Frauen in ihrem natürlichen Sexualverhalten ein. Erstens sind sie, wie schon erwähnt hypergam, wollen sich also nur mit einem besonders Ranghohem Mann fortpflanzen. In einer monogamem Gesellschaft sind die ranghöchsten Männer aber schnell vergeben; alle anderen Frauen müssen sich mit Männern begnügen, die sie normalerweise nicht einmal eines Blickes gewürdigt hätten. Monogamie verschafft also einer breiten Gruppe von Männern den Zugang zu einer Fortpflanzungschance.
Die zweite, oft verkannte Besonderheit des weiblichen Sexualverhaltens besteht darin, den Partner nach vier bis sieben Jahren zu wechseln. Im Naturzustand hat die Frau also mit jedem Mann nur ein Kind, und zieht, sobald die Kleinkindphase überwunden ist zum nächsten Partner weiter (der selbstverständlich aber auch aus der Gruppe der Alphas stammt). So kann sie ihre Gene streuen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter ihrem Nachwuchs genetisch fitte Konfigurationen befinden. Das ist auch der Hauptgrund, warum viele Frauen sich heutzutage scheiden lassen (und nicht etwa die teilweise absurden Rationalisierungen ihrer Triebe), und weshalb viele Ehemänner ab einem gewissen Zeitpunkt sexuell auf dem Trockenen sitzen.
Monogamie ist keine weibliche Erfindung; sobald man den Frauen die Möglichkeit ließ, ihren Trieben nachzugehen, begannen sie, die Monogamie zu zerstören. Das drückt sich in der Jugend vor allem durch die jagt nach dem Alpha aus, und später dann in der mutwilligen Zerstörung von Familien.
Klar
Borat Sagdijev, Sunday, 30.05.2010, 18:47 (vor 5697 Tagen) @ Wurst
"Belästigt dich der Typ?" fragte mal ein Halodri am Strand eine kesse
Biene, nur weil er bei ihr anbandeln wollte. O ja, darauf kriegt die
Schwabbelbacke eins übergezogen.
Ich geh Sonntags immer in so Rentnercafes und beschütze die ehrenwerten reifen Damen vor den alten Lustmolchen.
Oder wenn so ein Belästiger mit Gutmenschenmaske ner Oma über die Straße hilft schreite ich ein: "Belästigt dich der Typ?"
--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Ich würde ....
TZone, Sunday, 30.05.2010, 21:50 (vor 5697 Tagen) @ Wurst
... es auf jeden Fall abwägen. Richtig ist, dass, lt. Art. 3 GG, Gleichstellung zwischen Mann und Frau herrscht. Wieso sollte ich also daran zweifeln, dass Frau sich nicht wehren kann? Das Gewaltschutzgetz zu missbrauchen oder Kinder zu entziehen, geht ja auch! Dann muss man(n) sondieren, mache ich mich durch "wegsehen" strafbar, ist es nicht besser die Kurve zu kratzen, ehe man(n) als Unbeteiligter wg. einer keifenden Schlampe noch ein Eckzahn einbüsst.
Also Frauen sind stark und kriegen jede staatliche Förderung, wenn mal eine in Not ist, dann muss sie sich an ihre Frauenbeauftragte wenden. Ich bin dafür nicht zuständig, Frauen helfen mir als Mann ja schließlich auch nicht! Und regt sich da eine(r) auf?
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Diego, Hannover, Sunday, 30.05.2010, 21:59 (vor 5697 Tagen) @ Wurst
Ist es bei
euch auch so, dass sobald eine Frau in Not ist, ihr grundsätzlich geglaubt
wird und gegen den Mann losgegangen wird?
Du meinst, wenn sie scheinbar ! in Not ist? Gegen Hilfe in echten Notlagen ist nichts einzuwenden, finde ich. Das Problem besteht in den von dir mutmaßlich gemeinten Situationen darin, dass aus einem an sich harmlosen Konflikt, sobald eine Frau betroffen ist, von ihr selbst oder dem Umfeld eine angebliche Notlage inszeniert wird - und darauf dann genau die Typen anspringen, die genau wissen, dass eine Einmischung aufgrund der Rückendeckung durch die Masse keine echte Gefahr bedeutet. Es sind dann ehrfahrungsgemäß oftmals genau diejenigen, die bei echten Notfällen, etwa Unfällen, nicht mal ansatzweise die Traute haben, zu helfen. Die werden nur aktiv, wenn sie sich gegenüber einem Weibchen gefahrlos aufspielen können (Sieh´ her: ich bin groß, ich bin stark, ich kann dich vor anderen beschützen - ich bin der beste Sexualpartner für dich ...). Diese Pseudohilfe ist also gleichzusetzen mit Balzgehabe!
Auf diese pubertären Balzrituale habe ich ohnehin noch nie gestanden. Und seitdem ich für die Geschlechterthematik sensibilisiert bin, habe ich auch das "Kavaliers-Ich" abgelegt. Denn wenn Frauen Soldatin und Bundeskanzlerin werden können, dann können sie auch eine Tür öffnen, die Rechnung im Restaurant oder fürs Tapezieren u.ä. bezahlen - ganz gleichberechtigt, versteht sich! Das bißchen geheuchelte Gunstbezeugung (psychol. = vermeintlichen Sexualkontakt in Aussicht stellen = sexuelle Anerkennung/ soziale Erhöhung) ist mir jedenfalls - seitdem ich die vorsätzliche Täuschung = Manipulation dahinter erkannt habe - nicht mehr Lohn und erst recht nicht Anreiz genug.
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"Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen."
Jean Paul Sartre
Ich schon
ajk, Monday, 31.05.2010, 12:58 (vor 5696 Tagen) @ Wurst
Und ich schaue zu wenn eine Frau scheitert und "hinfällt". Frauen glaube ich per se erstmal NICHT wenn sie herumjammern..
/ajk
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Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert