Arbeit
„Ich bin nicht arbeitslos.“ Aktivierung? Nein danke! ALG
II-beziehende Ehefrauen mit Kinderbetreuungsverpflichtungen im Widerstand?
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Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre auch angesichts der
strukturell bedingten Erwerbslosigkeit eine sinnvolle Alternative zur
derzeitigen Aktivierungspolitik.[/i]
http://www.feministisches-institut.de/aktivierung/#more-887
Das sollte man sich auf die Zunge zergehen lassen:
"Damit greift das SGB II die zentrale feministische Forderung nach einer gleichberechtigten Erwerbsintegration von Frauen auf."
Richtig erkannt, Kathrin!
AAAber?? Ist das nicht eine "Falle"?
"... Aber auch die Abkehr vom Ernährermodell im SGB II erscheint aus feministischer Perspektive problematisch, weil die Verteilung und Anerkennung von Sorgearbeit sowie das Anliegen von „guter Erwerbsarbeit“ (Kurz-Scherf u.a. 2005) ausgeblendet werden. Der Aktivierungsansatz richtet sich am „männlichen“ Modell einer Vollzeitverfügbarkeit aller erwerbsfähigen Erwachsenen aus."
Also, im Klartext, nur Männer arbeiten Vollzeit, was dann zu den 23% mehr Gehalt führt - im Mittel.
"Sorgearbeit erscheint in der Logik des SGB II lediglich als lebensweltliches Vermittlungshemmnis, gilt als privates Problem hinsichtlich der Beschäftigungsfähigkeit und wird nicht als gesellschaftlich notwendige Arbeit anerkannt."
Im Klartext: Diese Aufgabe bleibt weiterhin der Mutter vorbehalten, weil sie nicht an der Vollzeitverfügbarkeit teilnehmen möchte! Diese Tatsache wird aber unter dem Stichwort "nicht gesellschaftlich anerkannte, notwendige Arbeit" geführt. Was lernen wir daraus? Wenn ein Mann diese Aufgabe übernehmen würde, dann wäre all das keine Diskriminierung!
"Frauen haben schlechtere berufliche Positionen, werden niedriger entlohnt und sind durchschnittlich länger erwerbslos."
Das ist alles eine Folge der fehlenden Vollzeitverfügbarkeit, die von dieser Feministin ja befürwortet wird!!!
"..zumal sie aufgrund der neuen Zumutbarkeitsregelungen gezwungen sind, eine wie auch immer geartete Erwerbsarbeit anzunehmen, und ihre Arbeitsmarktposition nicht mit qualifizierenden Maßnahmen verbessert wird."
Nun, ich weiss nicht wie es heutzutage aussieht, wer aber sehen möchte wie Frauen von hinten und von vorne gefördert wurden, möge sich bitte hier, auf Seite 13 ein Bild davon machen, wie es zumindest im Jahre 2003 lief.
Summa summarum: Nun wird die feministische Forderung nach einer "gleichberechtigten Erwerbsintegration", nach der "Abkehr vom patriarchalischen Ernährermodell" angeboten, um endlich von den "überkommenen und tradierten männlichen hegemonialen Machthalluzinationen" wegzukommen! Aber selbst dann sträubt man sich dagegen: Man will das Ernährermodell wieder haben!
Selbst wenn die Erkenntnis richtig ist, dass das "Ernährremodell" bei den besser Verdienenden erhalten bleibt, während die wenig verdienenden sich davon verabschieden müssen, so fehlt der Schluss, dass es sowohl den kleinen Mann als auch die kleine Frau trifft.
Daraus eine erneute Diskriminierung oder Benachteiligung allein der Frau abzuleiten, gehört zum modernen "wissenschaftlichen Diskurs", den Rainer Paris unter Bescheuertheit sehr plastisch beschrieben hatte.
Um der Dame die wirtschaftlichen Zusammenhänge klarzumachen, wäre es nicht verkehrt, wenn alle Männer mal in einen Generalstreik treten würden, mit dem Zweck, die Förderung solcher "Forschungs-"projekte zu stoppen: Wir müssen sowieso sparen!
Gruß
Michael