Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Zweitgrösste Schweizer Tageszeitung und Lohndiskriminierung!

Manhood, Thursday, 27.05.2010, 19:03 (vor 5700 Tagen)

„Lohngleichheit: Warum tut sich die Schweiz so schwer?“

Gemäss Schweizer Presse ist bei der Lohndiskriminierung die Situation in der Schweiz ganz besonders schlimm. Gemäss deutscher Presse ist bei der Lohndiskriminierung die Situation in Deutschland ganz besonders schlimm. Gemäss britischer Presse ist bei der Lohndiskriminierung die Situation in Grossbritannien ganz besonders schlimm. Jedes Land ist also schlimmer als die andern? Arme Frauen! Leben immer ausgerechnet in dem Land, was Frauen am schlimmsten diskriminiert - egal, wo sie leben...... ;-)

„Frauen verdienen im Schnitt noch immer zwanzig Prozent weniger als Männer. Rund vierzig Prozent dieser Differenz basieren auf Diskriminierung; der Unterschied lässt sich also nicht mit der Ausbildung, dem Dienstalter oder der Arbeitsfunktion erklären.“

Kann man ja einfach mal behaupten……

„Hierzulande ist trotz konstatierter und kritisierter Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau kein Name eines grösseren Konzerns bekannt, der wegen ungerechtfertigter Salärdifferenzen eingeklagt worden wäre.“

Und das, obwohl man beweisen kann, dass Frauen aufgrund des Geschlechts diskriminiert werden……? Und das, obwohl die Beweislastumkehr gilt....? Ein Mysterium......

„Die zirka 220 Lohnklagen der total rund 450 Gleichstellungsverfahren, die bisher in der Deutschschweiz von Schlichtungsstellen und Gerichten behandelt wurden, betreffen kleine sowie öffentlich-rechtliche Unternehmen. Fast scheint es, dass nur Krankenschwestern, Lehrerinnen oder Kindergärtnerinnen sich gegen Lohnungleichheit zur Wehr setzen.“

Logisch! Beim Staat sind auch politisch motivierte Lohnänderungen denkbar. So haben Krankenschwestern unter Berufung auf Polizistenlöhne geklagt. Und Kindergärtnerinnen unter Berufung auf Lehrerlöhne. Kein Witz!!!

„Klägerinnen riskieren viel. Sie stolpern nicht nur über fehlende Beweise.“

Ein Mysterium sondergleichen! Man kann also eindeutig Beweisen, dass Frauen bei den Löhnen diskriminiert werden, nur ausgerechnet bei den entsprechenden Prozessen gelingt der Nachweis nicht. Gläserne Beweisnotlage……?

„Im öffentlichen Dienst bleiben immerhin über die Hälfte am Arbeitsplatz. Allerdings ist es dort auch einfacher, sich zusammenzutun und als Berufsgruppe zu klagen. Beim Staat gibt es transparente Lohnklassen. Man weiss gemeinhin, wie viel ein Lehrer oder eine Kantonsangestellte verdient.“

Und weil dort die Lohnklassen völlig transparent sind, also der Nachweis dem Staat sehr einfach fällt, dass er nicht diskriminiert bei gleicher Arbeit, muss ja auch unter Berufung auf andere Arbeit (erfolglos) geklagt werden… ;-)

Der ganze Unsinn mit Kommentarfunktion:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Das-Schweigen-der-Frauen/story/28775388

Grüsse

Manhood


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