Falls ich ein wenig klugscheißen darf
Dieser Müll ist wissenschaftlich mittlerweile sowas von widerlegt!!!!!!!!
Anschließend nun einige Texte, die das belegen:
Eine Studie an der Universität von Arizona
"Forscher beobachteten mit Hilfe von Mikrofonen 396 Studenten in den USA und Mexiko über einen Zeitraum von zwei bis zehn Tagen und zählten, wie viele Wörter sie im Verlauf eines Tages äußerten. Das Ergebnis: 16.215 Wörter bei den Frauen, 15.669 bei den Männern – ein Unterschied von 546 Wörtern. 'Statistisch nicht bedeutend', stellen die Wissenschaftler in der Ausgabe des Fachblatts 'Science' vom Freitag fest.
'Was ist schon ein Unterschied von 500 Wörtern im Vergleich zum 45.000-Wörter-Unterschied zwischen der gesprächigsten und der am wenigsten redseligen Person' der Studie, erklärte Matthias Mehl, Psychologiedozent an der Universität von Arizona, der die Studie leitete. Der schweigsamste Teilnehmer, ein Mann, sprach am Tag lediglich 500 Wörter, während ein anderer Mann mehr als 45.000 Wörter mehr verwendete.
Koautor James Pennebaker, Leiter der psychologischen Fakultät an der Universität Texas, sagte, viele Menschen glaubten an das Stereotyp der geschwätzigen Frau und des einsilbigen Mannes. Es gebe aber keine großangelegte Studie, in der die Unterhaltungen einer größeren Zahl Menschen über einen längeren Zeitraum systematisch festgehalten wurden. Tatsächlich gebe es eine Untersuchung, die sich auf den Arbeitsplatz bezog, wonach Männer mehr redeten. Dennoch finde sich seit Jahren in populären Büchern und Zeitschriften die Behauptung, dass Frauen im Schnitt 20.000 Wörter pro Tag von sich gäben, Männer nur 7.000. Einen Beleg für diese häufig gedruckten Zahlen fanden die Wissenschaftler nirgends."
(Quelle: www.welt.de, 6. Juli 2007)
Dieselbe Nachricht mit weiteren Fakten, veröffentlicht in einem Blog:
"Bisher wurden aber in keiner Studie die tatsächlichen Gespräche über eine längere Zeit aufgenommen. Einen neuen Ansatz haben Matthias R. Mehl und seine Kollegen. Das Team um den deutschen Psychologen hat zwischen 1998 und 2004 fast 400 Studenten aus den USA und Mexiko untersucht – mit einem selbst entwickelten Spezialrekorder, der die Gespräche aufzeichnet. Ergebnis der Studie (veröffentlicht in Science: 'Are Women Really More Talkative Than Men?', empfehlenswert der Artikel auf SPIEGEL ONLINE): Männer und Frauen sprechen im Durchschnitt ungefähr gleich viel, etwa 16.000 Wörter pro Tag. Es gibt große Unterschiede zwischen einzelnen Menschen (in beiden Geschlechtern gibt es Schweigsame und Vielredner), aber nicht zwischen den Geschlechtern."
(Quelle: http://blog.my-skills.com/2007/07/22/mythos-frauen-reden-dreimal-so-viel-wie-maenner.html, 22. Juli 2007)
Sogar die "Omma" berichtete in ihrer Ausgabe 5/2007 positiv über die hier beschriebenen Studien. Auch wurden in diesem Bericht haarsträubende Methodikfehler bei früheren Untersuchungen dieser Art aufgedeckt. Durch die es dann zu dem bewussten wissenschaftlichen Irrtum kam, dass die Anzahl der gesprochenen Wörter pro Tag bei Männern und Frauen derart verschieden wäre.
Eine Studie an der Universität von Kalifornien
"Es sind die Männer, die laut einer US-Studie mehr reden. Das zeige sich vor allem in bestimmten Gesprächssituationen. Männer reden beispielsweise mehr, wenn sie mit ihren Partnerinnen oder mit Fremden kommunizieren. Dagegen sprechen Frauen mehr mit Kindern, Freunden oder Arbeitskollegen.
'Das Vorurteil, dass das weibliche Gehirn so gebaut ist, Männer in Grund und Boden zu quatschen, passt gar nicht zu unseren Ergebnissen', so Campbell Leaper und Melanie Ayres von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz.
Allerdings seien Männer in einer Gruppe eher ruhiger als Frauen. Sie tauen verbal erst auf, wenn sie es nur mit einem Gesprächspartner zu tun haben. (…) Die beiden Wissenschaftlerinnen hatten in einer Metastudie die Forschungsergebnisse vergangener Jahrzehnte analysiert."
(Quelle: "Mens Health", 12. 11. 2007)
Eine Studie an der Universität von Wisconsin
In einem Projekt der Universität von Wisconsin im Jahr 2007 wurden 165 Studien ausgewertet, die den Zusammenhang von Sprachintelligenz und Geschlecht untersuchten. Ergebnis: Nennenswerte Unterschiede zwischen den Geschlechtern waren nicht feststellbar.
Und allein schon die Existenz großer Schriftsteller, Philosophen, Journalisten wie …
- Homer,
- Äsop,
- Siddhartha Gautama ("Buddha"),
- Aischylos,
- Sophokles,
- Euripides,
- Herodot,
- Sokrates,
- Platon,
- Aristoteles,
- Marcus Tullius Cicero,
- die Verfasser der Bibeltexte,
- Plutarch,
- Wolfram von Eschenbach,
- Walther von der Vogelweide,
- Dschalal ad-Din Muhammad Rumi,
- Eckhart von Hochheim ("Meister Eckhart"),
- Dante Alighieri,
- Giovanni Boccaccio,
- Erasmus von Rotterdam,
- Niccolò Machiavelli,
- Ulrich von Hutten,
- der Bibelübersetzer Martin Luther, der mit diesem Schritt die Voraussetzungen für eine deutsche Standardsprache schuf,
- Hans Sachs,
- Philipp Melanchthon,
- Miguel de Cervantes,
- William Shakespeare,
- Molière,
- Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen,
- Daniel Defoe,
- Emanuel Swedenborg,
- Voltaire,
- Christian Fürchtegott Gellert,
- Immanuel Kant,
- Friedrich Gottlieb Klopstock,
- Gotthold Ephraim Lessing,
- Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais,
- Christoph Martin Wieland,
- Matthias Claudius,
- Georg Christoph Lichtenberg,
- Johann Gottfried Herder,
- Gottfried August Bürger,
- Johann Wolfgang von Goethe,
- Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge,
- William Blake,
- Friedrich Schiller,
- Jean Paul,
- Ernst Moritz Arndt,
- Friedrich Hölderlin,
- Georg Wilhelm Friedrich Hegel,
- Novalis,
- Friedrich von Schelling,
- E. T. A. Hoffmann,
- Heinrich von Kleist,
- Clemens Brentano,
- Ludwig Börne,
- Ludwig Uhland,
- Lord Byron,
- Arthur Schopenhauer,
- Josef von Eichendorff,
- James Fenimore Cooper,
- Ferdinand Raimund,
- Franz Grillparzer,
- Theodor Körner,
- Charles Sealsfield,
- Heinrich Heine,
- August Heinrich Hoffmann von Fallersleben,
- Honoré de Balzac,
- Alexander Puschkin,
- Ludwig Bechstein,
- Johann Nestroy,
- Victor Hugo,
- Alexandre Dumas,
- Wilhelm Hauff,
- Eduard Mörike,
- Hans Christian Andersen,
- Adalbert Stifter,
- Edgar Allan Poe,
- Ferdinand Freiligrath,
- Charles Dickens,
- Friedrich Hebbel,
- Søren Kierkegaard,
- Georg Büchner,
- Theodor Storm,
- Gottfried Keller,
- Herman Melville,
- Theodor Fontane,
- Charles-Pierre Baudelaire,
- Fjodor Dostojewski,
- Jules Verne,
- Leo Tolstoi,
- Max Falk,
- Lewis Carroll,
- Felix Dahn,
- Mark Twain,
- Émile Zola,
- Sir Henry Morton Stanley,
- Karl May,
- Karl Millöcker,
- Peter Roßegger,
- Friedrich Nietzsche,
- Henryk Sienkiewicz,
- Joseph Pulitzer,
- Bram Stoker,
- Robert Louis Stevenson,
- Oscar Wilde,
- Lyman Frank Baum,
- George Bernard Shaw,
- Sir Arthur Conan Doyle,
- Anton Tschechow,
- Tagore,
- Arthur Schnitzler,
- Gerhart Hauptmann,
- Frank Wedekind,
- H. G. Wells,
- Ludwig Thoma,
- Gustav Meyrink,
- Maxim Gorki,
- Gaston Leroux,
- Martin Andersen Nexø,
- Heinrich Mann,
- Marcel Proust,
- Hugo von Hofmannsthal,
- Thomas Mann,
- Rainer Maria Rilke,
- Jack London,
- Hermann Hesse,
- Alfred Döblin,
- Upton Sinclair,
- Robert Musil,
- Victor Klemperer,
- Stefan Zweig,
- James Joyce,
- Nikos Kazantzakis,
- Jaroslav Hašek,
- Franz Kafka,
- Joachim Ringelnatz,
- Max Brod,
- Ehm Welk,
- Egon Erwin Kisch,
- Georg Trakl,
- Arnold Zweig,
- Friedrich Wolf,
- Carl von Ossietzky,
- Kurt Tucholsky,
- Boris Pasternak,
- Franz Werfel,
- John Ronald Reuel Tolkien,
- Josef Weinheber,
- Hans Fallada,
- Joseph Roth,
- Marcel Pagnol,
- Carl Zuckmayer,
- Bertolt Brecht,
- Erich Maria Remarque,
- Erich Kästner,
- Ernest Hemingway,
- Franz Carl Weiskopf,
- Antoine de Saint-Exupéry,
- Ödön von Horváth,
- Nâzım Hikmet,
- Georges Simenon,
- Arkadi Gaidar,
- Pablo Neruda,
- Elias Canetti,
- Samuel Beckett,
- Klaus Mann,
- Giovannino Guareschi,
- Ian Fleming,
- Friedrich Torberg,
- Mika Waltari,
- Louis Fürnberg,
- Tennessee Williams,
- Max Frisch,
- Nagib Mahfuz,
- Lew Kopelew,
- Erwin Strittmatter,
- Albert Camus,
- Orson Welles,
- Roald Dahl,
- Heinrich Böll,
- Alexander Solschenizyn,
- Friedrich Dürrenmatt,
- Erich Fried,
- Heinz G. Konsalik,
- Stanisław Lem,
- Ralph Giordano,
- Johannes Mario Simmel,
- Ephraim Kishon,
- James Krüss,
- Martin Walser,
- Günter Grass,´
- Henrik Ibsen,
- Pavel Kohout,
- Elie Wiesel,
- Tschingis Aitmatow,
- Imre Kertész,
- Hans Magnus Enzensberger,
- Michael Ende,
- John le Carré,
- Umberto Eco,
- Václav Havel,
- Amos Oz,
- John Irving,
- Hans Pretterebner,
- Dean Ray Koontz,
- Salman Rushdie,
- Tom Clancy,
- Wolfgang Hohlbein,
- Helmut Seethaler,
… und, und, und … lässt diese Behauptung als geradezu lächerlich und abstrus erscheinen. Das sind alles Frauen gewesen, die unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht haben, oder wie? Und ich habe hier nur die Bekanntesten aufgezählt.
(Bei mir bekommt der geschätzte Leser gleich noch etwas für die literaturgeschichtliche Bildung getan …)
Gruß, Kurti
gesamter Thread:
- Klischees aus dem Kaffeesatz gelesen: "Redet dein Mann auch nur 10 Minuten am Tag?" -
Müller,
26.05.2010, 18:29
- Klischees aus dem Kaffeesatz gelesen: "Redet dein Mann auch nur 10 Minuten am Tag?" -
Steuerzahler,
26.05.2010, 19:03
- Klischees aus dem Kaffeesatz gelesen: "Redet dein Mann auch nur 10 Minuten am Tag?" - Müller, 26.05.2010, 19:08
- Klischees aus dem Kaffeesatz gelesen: "Redet dein Mann auch nur 10 Minuten am Tag?" - Krischan 02, 26.05.2010, 19:36
- Falls ich ein wenig klugscheißen darf -
Kurti,
26.05.2010, 20:05
- Unsensibler Holzklotz! - Borat Sagdijev, 26.05.2010, 21:11
- Falls ich ein wenig klugscheißen darf - Robert, 27.05.2010, 16:25
- Klischees aus dem Kaffeesatz gelesen: "Redet dein Mann auch nur 10 Minuten am Tag?" - der_quixote, 27.05.2010, 00:06
- Klischees aus dem Kaffeesatz gelesen: "Redet dein Mann auch nur 10 Minuten am Tag?" - Goofos, 27.05.2010, 02:21
- Klischees aus dem Kaffeesatz gelesen: "Redet dein Mann auch nur 10 Minuten am Tag?" -
Steuerzahler,
26.05.2010, 19:03