Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ein Schluck aus der Ideologiepulle, das Manifest der grünen Männchen

sonnenlilie, Tuesday, 25.05.2010, 19:08 (vor 5702 Tagen)

Heute gabs im Deutschlandradio dieses politisches Feuilleton von Gerhard Amendt

Die grünen Männer aus NRW verkünden in ihrem Manifest, dass sie nicht länger mehr Machos sein wollen, als die sie sich offenbar schuldgeplagt fühlen. Das hört sich rebellisch an, stellt sich aber als halbherzig heraus. Sie fordern Veränderungen, die Männern das Leben leichter machen, das ist eher neu, fast schon überraschend, allerdings wagen sie nicht auszusprechen, dass das weitreichende Folgen für Frauen nach sich ziehen wird.

So lugt Ängstlichkeit im Manifest der grünen Männer an entscheidenden Stellen hervor. Sie verkneifen sich allzu offene Worte gegenüber Frauenpolitik. Nur, so lange sie demutsvoll das Etikett des Machos wie ein Alltagskleid tragen und der Schluck aus der feministischen Ideologiepulle ihnen die männlichen Tugenden des Widerstandes, der Selbstreflexion und Beharrlichkeit raubt, so lange wird aus den neuen Perspektiven nichts werden und zumindest für junge Männer, wenn nicht sogar junge Frauen, wird die Partei dadurch nicht interessanter. Denn nichts von der kämpferischen Geschichte der Grünen schimmert in diesem Manifest noch durch. Sie kämpften - buchstäblich - gegen Atomkraftwerke, gegen Naturzerstörung, gegen gesellschaftlichen Größenwahn, aber wenn Frauen sagen, ein Mann ist ein Macho, dann schweigen sie artig wie kleine Jungen, die der Mama nicht zu widersprechen wagen.


Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1188498/

kann man auch hören, wer lesefaul ist!


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