Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Von diesen "Fifis" begegnen mir komischerweise immer mehr ... ^ ^

Swen, Monday, 17.05.2010, 14:48 (vor 5709 Tagen)

Trend - Aussen adrett, innen Domina

Die Dominetten zicken, nörgeln und lassen den Mann nach ihrer Pfeife tanzen

Die Party verläuft perfekt. Die Gäste stehen im langen Jugendstilgang herum, trinken, reden, lachen. Man taucht in gelassener Heiterkeit langsam ins Wochenende ein, die Stimmung ist entspannt. Bis sie kommen. Nennen wir sie Marion und Tom. Ein kinderloses Paar, schon länger zusammen, attraktiv, von Kopf bis Fuss gestylt. Händchenhaltend stossen sie zu den Partygästen. Trällernd begrüsst sie ihre Freundinnen, schnell werden die Köpfe zusammengesteckt für den neuesten Klatsch. Er besorgt Drinks, und hält ihr das Glas hin. «Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass ich kein Eis will?!> Sie rollt die Augen und stöhnt. «Sorry Liebes, ich besorg dir gleich einen neuen.> Er zottelt ab. «Typisch für ihn>, sagt sie mit Engelsgesicht in die Runde, «immer zuerst machen und dann denken.> Ein überdrehtes Lachen. Man könnte ihr auf der Stelle den Drink über ihr perfekt frisiertes Haupt kippen.

Er verdient zu wenig, fährt das falsche Auto und so weiter

Das sind sie. Die Dominetten. Aussen nett und adrett, innen Domina. Sie kommandieren, zicken, nörgeln und stänkern am meisten über ihre Männer. An der Seite der Dominette hat nur einer Platz: der Hampelmann der Grund für ihre schlechte Laune. Er verdient zu wenig, fährt das falsche Auto, erzieht die Kinder nicht, trägt spiessige Kleider, verkehrt mit den falschen Leuten und so weiter und so fort.

Zusammen verkörpern sie einen neuen Paartypus, der immer öfters auftaucht: die
Königin und ihr Hofnarr. Solche wenig märchenhafte Paarkonstellationen gab es zwar schon immer, doch neu ist die öffentliche Bühne, auf denen die beiden spielen.

Frauen demonstrieren ihre Macht in der Gesellschaft. Und die Männer genieren sich nicht mehr, zuzugeben, dass sie die Hosen anhat. An der Party, bei einem Essen unter Freunden oder auf dem Fernsehschirm...

Matthias B.*, 42, Vater zweier Töchter, verheiratet, hat keine Hemmungen, wenn er an einem Apéro sagt: «Ich putze jeden Samstag die ganze Wohnung.> Obwohl seine Frau nur zu 20 Prozent berufstätig ist und die Kinder im Schulalter sind, fragt sich der Vollzeit erwerbstätige Sozialpädagoge nicht, ob bei der Rollenverteilung vielleicht etwas schief gelaufen sei. Im Gegenteil, er und seine Frau sind überzeugt, «wahnsinnig modern> zu
leben. «Er putzt einfach besser als ich>, sagt sie. Und er betont, nie «ein Huscheli> gesucht zu haben, «das zu mir aufblickt>.

Der Mann ist orientierungslos geworden. Als Macho verpönt und als Softie verschmäht, versucht er es nun in der Rolle des Angepassten, des Unterwürfigen. «Den Männern fehlen Rollenmodelle. In unserer Gesellschaft ist der Vater abhanden gekommen>, sagt Markus Fäh, Psychoanalytiker und Autor des Buches «Der perfekte Mann>. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren viele Kinder ohne Vaterfigur aufwuchsen. 2004 wurden 43 Prozent der Ehen geschieden, knapp die Hälfte der betroffenen Kinder waren jünger als
10 Jahre. Buben, die deshalb in erster Linie die Mutter als Autoritätsperson erleben, suchen sich als Erwachsene häufig wieder eine dominante Frau....

Für Olivia H.*, 35, kinderlos und in fester Beziehung lebend, ist zum Beispiel klar, dass ihr Freund «nicht mit einer anderen Frau essen gehen darf>. Weil sich Männer «immer mit Hintergedanken mit einer Frau treffen>. Obwohl er sich eingeschränkt fühlt, wie er sagt, gehorcht er dem Frieden zuliebe. In der Praxis der Psychologin reden sie vom «Fifi> ...

http://www.vev.ch/Aargau/new/deutsch/PDF/AussenAdrett_InnenDomina.pdf


gesamter Thread:

 

powered by my little forum