Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Familienarbeit in gleichberechtigten Gesellschaften

Mus Lim ⌂, Sunday, 16.05.2010, 14:31 (vor 5710 Tagen)

Peter Mersch:
Familienarbeit in gleichberechtigten Gesellschaften

Interessante Gedanken zu "Gleichberechtigung", Familienpolitik, "Sozialstaat", etc. Auszug:

Stellen wir uns einen "idealen" gleichberechtigten Sozialstaat ohne soziale Benachteiligungen vor. In diesem wären beispielsweise alle Kinder gleich nach der Geburt in gemeinsame Erziehungseinrichtungen abzugeben (vergleichbar etwa den Kinderhäusern der Kibbuzim), wo sie gleichermaßen und ihren jeweiligen Fähigkeiten, Interessen und Neigungen gemäß optimal gefördert würden. Ihre Herkunft wäre den Erziehern und Erzieherinnen nicht bekannt. Dann ist aber zu erwarten, dass ein späterer sozialer Erfolg sehr häufig auf individuellen, genetisch vermittelten Kompetenzen beruht. Aufgrund des in einer solchen Gesellschaft weiterhin bestehenden Opportunitätskostendilemmas (beruflich engagierte und sozial erfolgreiche Menschen hätten höhere Opportunitätskosten für Kinder als sozial weniger erfolgreiche Menschen), würden sich Erfolgsmerkmale sukzessive eliminieren.

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