Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mutterkonflikt bei Supernanny

jens_, Saturday, 15.05.2010, 03:13 (vor 5712 Tagen)

Ich bin vorhin ueber einen schon etwas aelteren Beitrag bei der Zeit gestolpert. Darin geht es zwar vordergruendig um die Frage wieviel aus dem Privatleben im Fernsehen gezeigt werden darf, hintergruendig ist aber auch der Konflikt und die Bewertung durch den Artikel interessant:

Justin ist ein blasser Junge mit Brille, sieben Jahre alt und in der zweiten Klasse. Er hat zwei kleine Schwestern, die von ihrer Mutter zärtlich geliebt werden. Wendet sich Justin jedoch an seine Mutter, dann wird ihr Ton schrill und hart. Sie tritt und schlägt den Jungen, wenn er nicht aufräumt, den Tisch deckt oder die Spülmaschine leert. Sie verdreht die Augen, wenn er auch Nutella auf sein Brot will, so wie die kleine Schwester. Seit Jahren schon nahm die allein erziehende Mutter ihren Sohn nicht mehr in den Arm. Für sie ist er vor allem ein Problem.

Es sei völlig unverständlich, wieso nicht schon längst jemand eingeschritten sei. "Es hätte vorher etwas passieren müssen. Die Misshandlung ging offensichtlich über Jahre, alle wussten davon. [...]"

Auf Seite zwei heisst es dann:

Auch die Mutter wird nicht bloßgestellt, denn sie ist offensichtlich kein böser Mensch, sondern braucht selbst Hilfe.

Die Zeit meint also: Eine Mutter, die ihren Sohn jahrelang misshandelt ist kein boeser Mensch...

http://anonym.to/?http://www.zeit.de/online/2008/50/super-nanny-justin-2

PS: die Szene erinnert mich etwas an das Buch "Hilfe, mein Sohn wird ein Macker" von Katja Leyrer (lest euch dazu einfach mal die Amazon-Bewertungen durch).


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