Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Engel brauchen keine Väter

vt, Friday, 14.05.2010, 04:00 (vor 5713 Tagen)

http://julianewerding.de/songtexte/engel_brauchen_keine_vaeter.htm
Engel brauchen keine Väter
"Sie weiß, was sie will" (1992)
Musik: Andreas Bärtels, Dietmar Kawohl
Text: Juliane Werding, Andreas Bärtels
Zeit: 4:27

Sie sieht ihn auf der Straße, spricht ihn an
Er lächelt und sie spürt, das ist der Mann
Weiche Züge, offner Blick
Sportlich, groß, studiert Physik
Einfach ideal, genau ihr Typ

Sie gehn in das Hotel am Rand der Stadt
Wo man im voraus zahlt und keinen Namen hat
Er sagt: ich kann dich nicht verstehn
Wieso muß es so schnell geschehn
Und warum kann ich dich nicht wiedersehn

Sie sagt: Engel brauchen keine Väter
Und ich brauch keinen Mann für später
Nur diese Nacht mit dir
Nichts weiter wünsch ich mir
Denn Engel brauchen keine Väter
Du bist nicht für mich bestimmt
Wir müssen Fremde sein, laß es zu Ende sein
Ich will nur das Kind

Die Nacht geht wie ein wilder Traum vorbei
Am Morgen ist sie wieder seltsam scheu
Zusammen gehn sie aus der Tür
Sie sagt: es war sehr schön mit dir
Und dennoch warn wir beide niemals hier

Sie sagt: Engel brauchen keine Väter
Und ich brauch keinen Mann für später
Nur diese Nacht mit dir
Nichts weiter wünsch ich mir
Denn Engel brauchen keine Väter
Du bist nicht für mich bestimmt
Wir müssen Fremde sein, laß es zu Ende sein
Ich will nur das Kind

Ein Jahr danach trifft sie ihn dann noch einmal in der Stadt
Und er sieht, daß das Kind neben ihr seine Augen hat

Engel brauchen keine Väter
Du bist nicht für mich bestimmt
Wir müssen Fremde sein
Ich will nur das Kind

Engel brauchen keine Väter
Und ich brauch keinen Mann für später
Nur diese Nacht mit dir
Nichts weiter wünsch ich mir
Denn Engel brauchen keine Väter
Du bist nicht für mich bestimmt
Laß es zu Ende sein
Ich will nur das Kind

Nur mal so, damit auch die jungen Leser wissen, was in den 90ern so propaganda-technisch ablief.

Schlampenmusik

Müller, Friday, 14.05.2010, 04:46 (vor 5713 Tagen) @ vt

Schlampenmusik.

Engel brauchen keine Väter

jens_, Friday, 14.05.2010, 12:40 (vor 5712 Tagen) @ vt

Wir müssen Fremde sein
Ich will nur das Kind

...und den Zahlvater!

... nur sein Geld (kT)

Frost, Friday, 14.05.2010, 14:26 (vor 5712 Tagen) @ vt

- kein Text -

Engel brauchen keine Väter

Garfield, Friday, 14.05.2010, 15:01 (vor 5712 Tagen) @ vt

Hallo vt!

Da stellt sich mir die Frage, wie die Autoren des Textes sich die Fortsetzung dieser Geschichte vorstellten.

Etwa so, daß die Frau edelmütig auf Unterhalt verzichtet und ihr Kind allein nur mit ihrem Einkommen ernährt? Wie realistisch wäre das?

Oder etwa so, daß sie verheiratet ist und das Kind dann halt von ihrem Ehemann finanziert wird, dem sie sagt, es wäre von ihm?

Aber etwas Positives hat der Text immerhin: Er wird aus der Sicht des Mannes erzählt, und es wird nicht so dargestellt, daß der Mann sich keine Gedanken darüber macht, was nach dem Sex wird.

Dabei fiel mir noch ein anderer Text ein, auch aus den 1990er Jahren, von Ace of Base:

"She leads a lonely life
She leads a lonely life

When she woke up late in the morning light
And the day had just begun
She opened up her eyes and thought
Oh what a morning
It's not a day for work
It's a day for catching tan
Just lying on the beach and having fun
She's going to get you

All that she wants is another baby
She's gone tomorrow boy
All that she wants is another baby
All that she wants is another baby
She's gone tomorrow boy
All that she wants is another baby
All that she wants - all that she wants

So if you are in sight and the day is right
She's the hunter you're the fox
The gentle voice that talks to you won't talk forever
It is a night for passion
But the morning means goodbye
Beware of what is flashing in her eyes
She's going to get you

All that she wants is another baby
She's gone tomorrow boy
All that she wants is another baby..."

Für alle, die lieber Deutsch lesen:

"Sie führt ein einsames Leben
Sie führt ein einsames Leben

Als sie aufwachte spät im Morgenlicht
und der Tag gerade begonnen hatte
öffnete sie ihre Augen und dachte
'Oh, was für ein Morgen!'
Das ist kein Tag zum Arbeiten,
es ist ein Tag, um Sonne zu tanken.
Einfach am Strand zu liegen und Spaß zu haben.
Sie wird dich kriegen.

Alles, was sie will, ist ein weiteres Kind.
Morgen ist sie weg, Junge.
Alles, was sie will, ist ein weiteres Kind.
Alles, was sie will, ist ein weiteres Kind.
Morgen ist sie weg, Junge.
Alles, was sie will, ist ein weiteres Kind.
Alles, was sie will - alles, was sie will.

Wenn sie dich sieht und die Gelegenheit günstig ist,
dann ist sie der Jäger und du bist der Fuchs.
Die sanfte Stimme, die zu dir spricht, wird nicht für immer sprechen.
Es ist eine Nacht der Leidenschaft,
aber der Morgen bedeutet Abschied.
Hüte dich vor dem, was in ihren Augen aufblitzt.
Sie wird dich kriegen.

Alles, was sie will, ist ein weiteres Kind.
Morgen ist sie weg, Junge.
Alles, was sie will, ist ein weiteres Kind..."

Freundliche Grüße
von Garfield

Hey Danke!

vt, Friday, 14.05.2010, 22:36 (vor 5712 Tagen) @ Garfield

Hab zwar zum Song früher inner Disse immer mitgewackelt und gegröhlt, aber irgendwie war der Text irgendwie Nebensache. Krass, eine Warnung versteckt in Jägermeister-Musik. Sie sind überall.

oh doppelt

vt, Friday, 14.05.2010, 22:38 (vor 5712 Tagen) @ vt

- kein Text -

Hey Danke!

Garfield, Saturday, 15.05.2010, 14:11 (vor 5711 Tagen) @ vt

Hallo vt!

Krass, eine Warnung versteckt in Jägermeister-Musik. Sie sind überall.

Ich glaube nicht, daß das in den 1990er Jahren eine irgendwoher bewußt gesteuerte Kampagnge war. Es war einfach eine Zeit, in der manche althergebrachten Klischees so aufgeweicht waren, daß man dies nun auch in Liedtexten öffentlich äußern konnte, ohne dafür schief angesehen zu werden.

Das betraf insbesondere das Klischee von der stets liebenden und für Mann und Kinder treusorgenden Frau, der alles Böse und jeglicher Egoismus völlig fremd wären. Ich erinnere mich z.B. auch an einen Liedtext, in dem es um eine Frau geht, die Beziehungen mit mehreren Männern gleichzeitig hat, wobei jeder dieser Männer eine bestimmte Aufgabe hat: Von einem will sie vor allem Geld, von einem anderen vor allem Sex usw. In früheren Zeiten wäre so ein Text auf Ablehnung gestoßen, weil solches Verhalten als unmoralisch und egoistisch betrachtet worden wäre. Nun konnte man solche Texte schreiben und hoffte dann sicher darauf, damit doch noch ein wenig zu provozieren und Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Das war und ist einfach Ausdruck des Zeitgeistes, denke ich.

Texte wie diese von Ace of Base und Juliane Werding können aber immerhin als Warnung für Männer dienen. Denn es gibt wirklich Frauen, die um jeden Preis ein Kind wollen.

Ich kannte auch mal so eine. Bei ihr war es so, daß sie schon einen Sohn hatte, der aber beim Vater lebte. Das störte sie auch überhaupt nicht. Als ich sie mal fragte, wieso sie ihren Sohn denn nicht bei sich hat, antwortete sie darauf, daß sie ihm ja als Sozialhilfeempfängerin eh nichts hätte bieten können. Beim Vater wäre er doch besser aufgehoben. Ich merkte deutlich, daß sie sich gar nicht für ihren Sohn interessierte. Sie erwähnte ihn auch immer nur nebenbei oder überhaupt nicht. Bei ihrem Lebensstil wäre ein Kind für sie auch nur ein Klotz am Bein gewesen.

Trotzdem wollte sie noch ein Kind. Sie sagte mal, es wäre doch die Bestimmung einer Frau, Kinder zu bekommen. Sie hatte dann wieder einen Freund, der sich Kinder und Familie wünschte. Sie wollte nun natürlich auch ein Kind mit ihm, und weil das nicht auf Anhieb klappte, ließ sie sich sogar hormonell behandeln. Einmal fragte sie mich allen Ernstes, ob ich es verwerflich finde, daß sie zwar ein Kind möchte, nicht aber den Vater. Der Mann tat mir echt leid.

Der Kontakt ist dann auch bald abgerissen. Sie wird dann wohl noch schwanger geworden sein, und ich schätze, daß sie den Mann und das Kind dann wohl bald verlassen haben wird.

In der Schwangerschaft und auch während der Stillzeit werden ja spezielle Hormone im Körper der Frau gebildet. Die erzeugen Glücksgefühle. Es sind also quasi natürliche Drogen. Vermutlich ist es so, daß dieser Effekt bei manchen Frauen so stark ist, daß sie süchtig danach werden und deshalb immer wieder schwanger werden wollen, um das noch einmal zu erleben. Selbst wenn sie - wie in diesem Fall - überhaupt kein Interesse daran haben, das Kind großzuziehen.

In diesem Fall hatte wenigstens der Vater des ersten Kindes die Chance, das Kind selbst großzuziehen. Viel schlimmer ist ja noch, wenn das Kind von der Mutter als Geldquelle betrachtet wird und sie nur deshalb auf den "Besitz" des Kindes besteht.

Freundliche Grüße
von Garfield

Hey Danke!

vt, Saturday, 15.05.2010, 16:44 (vor 5711 Tagen) @ Garfield

Ja, die Medien haben die bösen Mädchen entdeckt/eingeführt/vermarktet. Und genau die bösen Mädchen heulen heute rum, daß das alleinerziehende Powerfrauenleben gar nicht so power ist und bekommen Unterstützung von Feministinnen, die einst die Alleinerziehung propagierten. Und das der Ex keine Kohle zahlt, das finden die bösen Mädchen von einst total unfair. Wohlgemerkt die bösen Mädchen, die ihre Böshaftigkeit einst stolz selbst besungen haben.

Engel brauchen keine Väter

stiller Mitleser ;-), Friday, 14.05.2010, 23:44 (vor 5712 Tagen) @ Garfield

Oder etwa so, daß sie verheiratet ist und das Kind dann halt von ihrem
Ehemann finanziert wird, dem sie sagt, es wäre von ihm?

Auch dafür gibt es einen Song:

Text: Heart - All I Wanna Do... und Video

Sie hat das für Geld getan! Das erklärt alles!

TZone, Friday, 14.05.2010, 23:58 (vor 5712 Tagen) @ vt

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