Das Männerproblem Porno
Nachtcafe
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Eines hat sich aber nicht geändert: Jungs und Männer sehen lieber und häufiger Pornos als Mädchen und Frauen. Letztere finden vieles, was einschlägige Seiten zu bieten haben, eklig, und fühlen sich von allzu drastischen Praktiken eher abgestoßen. Das Frauenbild, das in Pornos vorgestellt wird, mobilisiert nicht nur hartgesottene Feministinnen. Brauchen wir also bessere Pornos?* Denn zurückdrehen können wir das Rad der Pornografisierung unserer Gesellschaft nicht - da sind sich Volker Panzers Gäste einig. Doch wie leben wir in der sexuell freizügigsten und doch so prüden Gesellschaft? Und wer hat Schuld an diesem Dilemma? Und wie gehen wir mit dem Männerproblem Porno um?
*Jo, wie Feministinnen sich gute Pornos vorstellen:
Sie beginnen das übliche Erniedrigungsspiel – als eine zweite Frau die Szene betritt. Scheinbar überrascht wendet sich die asiatische Schönheit ihr zu. Auch die blonde Dame trägt ihre Dessous eher im Sinne eines Kampfanzuges. „Bist du schon einmal von einer Frau genommen worden?“, fragt die in Lack glänzende Blondine. Die Asiatin vereint. „Nicht freiwillig“, sagt sie. „Wie wäre es mit Gewalt?“, fragt die Blonde. Eine rhetorische Frage. Es wird nicht widersprochen. Die drei kommen zur Sache. Kurze Zeit später sind beide Frauen ausschließlich aufeinander konzentriert, während der Mann am Andreaskreuz von den Handfesseln befreit seiner Standhaftigkeit zur Hand geht.
Der Filmausschnitt ist vorbei, die meisten Leute klatschen, die lesbische Fraktion im Saal jubiliert mit gerollten vogelähnlichen Lauten „brrrrrrrrr!“ und die Filmemacherin wird auf die Bühne gerufen.