Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
kein name, Sunday, 09.05.2010, 23:48 (vor 5717 Tagen)
Gerade im ZDF-Livestream:
die kommende grüne Jungparlamentarierin Verena Schäffer zu der Zuschauerfrage, ob Listenplätze bei den Grünen quotiert wären:
Ja, die Hälfte der Listenplätze ist quotiert, jeweils die ungeraden Zahlen, dort dürfen nur Frauen kandidieren; deshalb ist die Spitzenkandidatin auch eine Frau. Die geraden Listenplätze sind "nicht quotiert", dort können sich Männer und Frauen bewerben, aber man sieht, dass sich auch dort - wie meistens in der Gesellschaft - "meistens die Männer durchsetzen", was wieder als Begründung für die Notwendigkeit einer Quote dient!! WTF??
Bisher dachte ich immer, bei den Grünen gäbe es eine 50/50-Quote.
Interessant finde ich, dass bei den Grünen "Frauenquote" offensichtlich "100 % Frauen" bedeutet.
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Pittiplatsch, Monday, 10.05.2010, 02:24 (vor 5717 Tagen) @ kein name
Ob dieses Geschwafel oder das grüne Männermannifest: Der geistige Dünnpfiff der Femis wird immer offener zur Schau gestellt. Vielleicht merken manche Männer jetzt endlich, wie sie von den Frauen verarscht werden.
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Müller, Monday, 10.05.2010, 02:50 (vor 5717 Tagen) @ Pittiplatsch
Wir werden aber nicht von DEN Frauen verarscht.
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Wähler, Monday, 10.05.2010, 09:40 (vor 5716 Tagen) @ Müller
Wir werden aber nicht von DEN Frauen verarscht.
Doch. Solange keine von denen aufmuckt, dass das ungerecht sei, verarschen die uns. Stillschweigend wird das doch gebilligt.
Frauen sind für Männer im Zweifel keine Konkurrenz, also müssen sie bescheißen, um gleichzuziehen.
Damit haben die doch kein Problem, das ist für die eben "ausgleichende Gerechtigkeit", den der "gerechte" Zustand der Gesellschaft ist in deren Augen doch eine "gleichgestellte" Gesellschaft.
Und da der Bevölkerung "Gleichstellung" als gleichbedeutend mit "Gleichberechtigung" verkauft wird (So wandelt sich die Rethorik ja immer klammheimlich), merkt das auch keiner.
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Müller, Monday, 10.05.2010, 11:59 (vor 5716 Tagen) @ Wähler
Quark. Den meisten Frauen ist doch gar nicht bekannt, dass es solche Quotierungen gibt.
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Wähler, Monday, 10.05.2010, 12:35 (vor 5716 Tagen) @ Müller
Quark. Den meisten Frauen ist doch gar nicht bekannt, dass es solche
Quotierungen gibt.
Nein, natürlich nicht. Steht ja nur andauernd in der Presse, wird überall von Politikern gefordert, von den omnipräsenten Medien-Feministinnen sowieso usw. usf.
Wie sollte denen das da auch auffallen? Die armen, unschuldigen, naiven und ahnungslosen Frauen merken das ja erst, wenn man es ihnen auf den Oberschenkel tätowiert.
Wenn die das nicht merken, dann merken die gar nichts.
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Robert
, München, Monday, 10.05.2010, 16:15 (vor 5716 Tagen) @ Pittiplatsch
Ob dieses Geschwafel oder das grüne Männermannifest: Der geistige Dünnpfiff
der Femis wird immer offener zur Schau gestellt. Vielleicht merken manche
Männer jetzt endlich, wie sie von den Frauen verarscht werden.
Das Ergebnis der NRW-Wahl (Grüne von knapp 6% -> über 12%) lässt mich daran zweifeln.
Robert
Die werden immer dämlicher (kT)
mee, Monday, 10.05.2010, 11:39 (vor 5716 Tagen) @ kein name
- kein Text -
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Ein Leser, Monday, 10.05.2010, 11:46 (vor 5716 Tagen) @ kein name
Interessant finde ich, dass bei den Grünen "Frauenquote" offensichtlich
"100 % Frauen" bedeutet.
Das gilt nur für gut bezahlte Berufe in Kaffeemaschinennähe.
Dreckige und gefährliche Jobs werden von Feministinnen nicht quotiert.
Dort gilt, wie zB für die Gefallenen in Afghanistan die 100%-Männerquote.
Sie wird selbstverständlich dort auch nicht in Frage gestellt.
Listenplätze bei Grünen NRW: "Es setzen sich doch meistens Männer durch..."
Wähler, Monday, 10.05.2010, 12:07 (vor 5716 Tagen) @ kein name
aber man sieht,
dass sich auch dort - wie meistens in der Gesellschaft - "meistens die
Männer durchsetzen",
Das sagt doch alles. Männer setzen sich meistens durch, das ist alles. Keine Diskriminierung, keine Old-Boys-Networks, keine gläsernen Decken, keine Frauenfeindlichkeit, einfach nur freier Wettbewerb, fertig. Und weil Frauen dem nicht gewachsen sind, braucht es eine Quote.
Ein Armutszeugnis, das die sich da selbst ausstellen, eine totale Bankrotterklärung. Denn da wird ja zugegeben, dass sowohl in der Gesellschaft als auch in der definitiv nicht frauenfeindlichen Partei der Grünen Männer sich meistens (im Wettbewerb) durchsetzen. Sie setzen sich also schon durch, wenn es keine Diskriminierung gibt (bei den Grünen mal einfach vorausgesetzt) und sie setzen sich durch, wenn es eine (unterstellte) Diskriminierung gibt (in der Gesellschaft), was aber wurscht ist, weil sie sich so oder so durchsetzen. Frauen setzen sich nur durch, wenn es eine nicht nur unterstellte, sondern gesetzlich vorgeschriebene und damit tatsächliche Diskriminierung (Frauenquoten) gibt.
Frauen können oder wollen es eben nicht, möchten aber an den Früchten, die der Wettbewerb dem Wettbewerbsstärksten bietet (Geld, Macht, Ansehen usw.) gleichermaßen partizipieren. Und das geht nur, indem Männer eben durch eine Frauenquote benachteiligt werden.
Aber das geben die natürlich nicht offen zu, weil man eben weder wettbewerbsfähig noch ehrlich ist.
Logik der Grünen
kein name, Tuesday, 11.05.2010, 00:15 (vor 5716 Tagen) @ Wähler
ich fürchte, die Aussage war aber gar nicht in dem Sinn gemeint, dass Männer sich aufgrund ihrer Leistung durchsetzen würden, sondern, dass auch die Grünen "patriarchalisch dominiert" seien. Die Aussage ist, auf "nicht-quotierten" Plätzen setzen sich fast 100 % Männer durch (durch Old-Boys-Seilschaften). De facto bedeutet die Regelung eine Frauenquote von mindestens 50% für alle Listenplätze, aber in der grünen Sprachregelung heisst es, nur 50 % der Plätze seien quotiert (mit einer 100 %- "Quote").
Ein Indiz von Chancengleichheit innerhalb der Grünen wäre nach der Logik der guten Frau Schäffer, wenn auch die "nicht-quotierten" Plätze zur Hälfte mit Frauen besetzt wären, also wenn der Frauenanteil auf den Listenplätzen 75 % betrüge. Aber selbst dann bliebe ja noch das Argument, dass im NRW-Parlament "nur 23 %" (oder was sie da als Zahl genannt hatte) Frauen sitzen würden (und es kommt noch schlimmer, Frau Schäffer: die meisten ParlamentarierInnen gehören noch nicht mal der grünen Fraktion an ;))