Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauen und der Umgang mit Gefühlen

Sensibler, Friday, 30.04.2010, 21:19 (vor 5726 Tagen) @ vt

Wehe einer
Erzieherin, die blond, hübsch und schlank ist. Da raufen sich die
Majonese-Vernichtungsmaschinen zusammen, da werden die ChickenWings liegen
gelassen, die Prinzenrolle zurückgeschoben. Da werden Debatten im
Unterricht geführt nur um die Hübsche abzuschießen. Stundenlang.

Das habe ich vor 10 Jahren auch mal erlebt, da war Mobbing noch nicht so das Thema. War ekelhaft, allerübelst.

Die Kleine war wirklich ein Blickfang. Ganz im Gegensatz zum Rest des (ausschließlich weiblichen, immer ein Fehler) Teams, das in einer eigenen Abteilung arbeitete. Und sie erhielt von der männlichen Belegschaft auch entsprechende Blicke - der Rest des Teams nicht. Das war ihr Todesurteil.

Erst wurde sie allein in ein anderes Zimmer verbannt, während die anderen alle zusammen in einem Zimmer arbeiteten.

Dann wurde ihr keine oder nur unsinnige Arbeit zugeteilt. Wenn man in der Berufsausbildung ist, nicht gerade sehr günstig.

Dann wurde hintenrum schlecht über sie gesprochen, "Flittchen" und solche Nettigkeiten, sie sei zu blöde für den Job, liefe wie 'ne Nutte angezogen durch die Gegend (was sie nicht tat - sie wäre aber die einzige gewesen, die es sich erlauben hätte können) und so weiter. Tatsächlich hatte sie gute Noten und leistete auch gute Arbeit.

Irgendwann tauchte sie bei mir im Büro auf, weil sie was für mich erledigen sollte. Sie arbeitete schnell und gut - aber irgendwas fiel mir an ihrem Verhalten auf.

Ich war damals Berufsanfänger und das Thema "Mobbing" war mir völlig unbekannt. Auch hatte ich mit der Abteilung nichts zu schaffen, ich erfuhr die Vorgänge auch erst hinterher. Ich dachte, das wären die dicksten Freundinnen und dass Frauen zu so einem miesen Verhalten gar nicht fähig wären. Da gab es dieses Forum hier eben noch nicht. Und Arne Hoffmanns "SFbM" erst recht nicht.

Heute meine ich, dass sie versuchte, mich irgendwie um Hilfe zu bitten, da ich in der Hierarchie eine Stufe höher stand, wenn mich die Abteilung letztlich auch nichts anging. Vergebe ich mir bis heute nicht, dass ich das nicht gemerkt habe. Sie wechselte dann die Firma, wobei es für sie beruflich vorteilhafter gewesen wäre, zu bleiben.

Darum sind gemischte Teams tatsächlich manchmal vorteilhaft - um reine Frauenteams zu verhindern.

Auch Frauen verüben Gewalt, allerdings auf eine sehr bedeckte, hinterhältige, vorsichtige und schwer aufzuklärende Weise, die damit auch am Arbeitsplatz stattfinden kann. Würde ich so was mitkriegen, mich würde das ohnehin sofort nerven und dann hätte sich das ganz schnell erledigt oder das Opfer hätte zumindest jemanden auf seiner Seite, der dann demonstrativ Anti-Mobbing-Broschüren auf jeden Schreibtisch legt und in einigen Fälle auch mit einer Machete fixiert. Dann werden Mobberinnen nämlich schlagartig handzahm.


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