Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Welt: Trotz "Girls' Day" – Mädchen wollen Sekretärin sein

Goofos @, Wednesday, 21.04.2010, 21:38 (vor 5735 Tagen)

... oder "Trotz 10 Jahre Girls' Day, gezielter Jungenbenachteiligung und Unsummen von verschendetem Geld für Mädchenförderung - Mädchen wollen immernoch Sekretärin sein und wollen sich einfach nicht von ihrem verkrustetem Rollenbild lösen" wäre wohl die ausführliche Überschrift.

Geschlechterrollen
Trotz "Girls' Day" – Mädchen wollen Sekretärin sein

Die Regierung will mit Aktionen wie dem "Girls' Day" traditionelle Geschlechterrollen aufbrechen. Doch bislang scheitert sie an den Vorlieben von Mädchen und Jungen. Die einen wollen Sekretärin, Verkäuferin oder Friseurin sein, die anderen etwas "mit Computern" machen – und das mit großer Konstanz.

Der Artikel ist natürlich hauptsächlich auf Mädchen bezogen. Obwohl man auch das Jahresgutachten 2009 des Bildungsrats erwähnt und darauf Bezug nimmt, vergisst man auch hier zu oft die Jungenbenachteiligung in dem Artikel. Aber ist ja von einer Frau geschrieben.

Interessante Äußerung der Gleichstellungs"expertin" Bessing (von der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft):

"Denn die Männer sind noch viel größerer Diskriminierung ausgesetzt, wenn sie das tradierte Rollenmodell nicht übernehmen."

wenn zuvor nicht auf die Erweiterung der Vätermonate Bezug genommen wäre. Was dann eigentlich soviel bedeutet wie, dass durch die Vätermonate und einem "erweitertem Rollenmodell" der Männer endlich mehr Platz für die Frauen in den klassischen Männerjobs geboten wäre. Die Umschulung arbeitsloser Männer zu Erziehern ist damit dann auch schon mal ins richtige Licht gerückt. Schließlich hat man auch damit den Frauen mehr Platz für die klassischen Männerjobs geschaffen.

Es fragt sich nur für was man soviel Platz für die Frauen schafft, wenn die zehn beliebtesten Lehrberufe weiterhin die Verkäuferinnen, Sekretärinnen, Friseurinnen oder Arzthelferinnen sind?

Link vergessen.

Goofos @, Wednesday, 21.04.2010, 21:39 (vor 5735 Tagen) @ Goofos

Welt: Trotz "Girls' Day" – Mädchen wollen Sekretärin sein

Roslin, Wednesday, 21.04.2010, 22:24 (vor 5735 Tagen) @ Goofos
bearbeitet von Roslin, Wednesday, 21.04.2010, 22:31

Was diese kulturalistischen Ideologen einfach nicht begreifen wollen: Die männlich/weiblichen Rollenmuster/Präferenzen sind eben nicht rein ansozialisiert, sondern "naturbegünstigt" durch unsere Instinktdispositionen.

Der Mensch verfügt über all die Hirnbestandteile, über die "niedrigere" Säugetiere auch verfügen, deren Instinktsteuerung nicht zu leugnen ist.

Und die sind nicht stumm geschaltet.
Sie unterlegen nicht nur anatomisch unsere Großhirnrinde.
Die kann sich zwar willentlich gegen das "Instinktgefälle" stemmen, aber das ist mühsam, kostet Kraft, macht im Schnitt weniger Spass, bei Durchschnittsmännern und -frauen, als bergab zu rodeln.

Auch das Geschwätz vom Unterschied, der innerhalb eines Geschlechtes größer sei als der Unterschied im Durchschnitt zwischen den Geschlechtern, ist zwar formal korrekt, dient aber nur dazu, die Auswirkungen selbst kleiner geschlechtstypischer Unterschiede zu verschleiern.

Frauen wurden von der Evolution auf Kinderaustragen, -gebären, -säugen, - aufziehen hin optimiert, Männer auf Ressourcenbeschaffung, Schutz und Versorgung von Mutter und Kind hin.

Das heißt nicht, dass JEDER MANN ein Schützer und Versorger werden muss, er hat ja auch Anteil an der Fürsorgequalität, das heißt nicht, dass JEDE FRAU Kinderaufziehen muss, sie hat ja auch Anteil am Schützen und Ressourcenbeschaffen, aber das macht es doch hochwahrscheinlich, dass Männer und Frauen, lässt man sie denn nur in Ruhe wählen, genau so ihre Schwerpunkte setzen werden, denn die Natur begabt ihre Geschöpfe genau mit den Fähigkeiten/Fertigkeiten/Instinkten bzw. lässt sie die Qualitäten leichter lernen, die notwendig sind, das ihnen jeweils Aufgegebene zu meistern.

Und grosso modo waren die Aufgaben zwischen Männern und Frauen genauso verteilt über Jahrhunderttausende hinweg.

Wenn also darum Frauen im Schnitt nur ein wenig fürsorglicher sind als Männer und die Eigenschaft "Fürsorglichkeit" über die Gruppe der Männer/Frauen hinweg jeweils normalverteilt ist, dann haben wir auf der X-Achse eine Männerkurve und geringfügig nach rechts versetzt eine Frauenkurve, die die Intensität der Merkmalsausprägung bei Männern und Frauen anzeigen und die sich weithin überlappen.

D.h., es wird viele Männer geben, die fürsorglicher sind als viele Frauen, das macht ja die Aussage "Der Unterschied zwischen den Geschlechtern sei geringer als der innerhalb eines Geschlechtes" richtig.
ABER:
Die Gruppe, die das Merkmal "Fürsorglichkeit" in besonders hohem Maße ausgeprägt zeigt, die wird besonders eindeutig von einem Geschlecht, also von Frauen, dominiert sein und ein Beruf, der das Merkmal "Fürsorglichkeit" erfordert, wird darum ein Frauenberuf werden.

Die Gruppe, die das Merkmal "Fürsorglichkeit" in besonders geringem Maße ausgeprägt zeigt, wird besonders eindeutig von Männern dominiert werden.

Analoges gilt für die Merkmale "mathematische Begabung", "Befähigung zu logisch-abstraktem Denken", sich daraus ableitender "technischer Begabung", bei denen eher Jungen/Männer im Vorteil sind, genau wie Mädchen/Frauen bei Sprache/Kommunikationsfähigkeit Vorteile haben.

So bilden sich entlang dieser natürlichen Vorlieben/Begabungsschwerpunkte Männer-und Frauendomänen, die nur auflösbar sind, wenn man die Wahlfreiheit der Geschlechter mehr und mehr einschränkt, was ja durch Zuckerbrot und Peitsche, positive und negative Diskriminierungen zunehmend versucht wird, um Gleichstellung zu erzwingen, anstatt sich mit Gleichberechtigung zu begnügen, zum Schaden des Wohlbefindens/Wohlergehens aller und der Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems.

Eigentlich ganz einfach

Pittiplatsch, Wednesday, 21.04.2010, 23:03 (vor 5735 Tagen) @ Goofos

Wenn man ssich die prakrische Umsetzung des Girls Day ansieht, leuchtet einem schnell ein, dass der GD nix bringen kann:

Letztens hat hier jemand ein schönes Beispiel gepostet: In einer Druckerei ist im EG die Fabrik, wo die Männer an lauten, schweren und dreckigen Maschinen stehen, außerdem eine Bollenhitze in der Halle. Die Mädchen werden da kurz duchgeführt und dann geht es in die klimatisierten Büroräume, wo überwiegend Frauen arbeiten.

Bei der Bundeswehr sieht der GD so aus: Die Mädchen besuchen ein Fernsehstudio von Bundeswehr-TV. Dort dürfen sie Moderatorin spielen und sich in der Maske mal professionell schminken lassen. Über das echte Soldatenhandwerk lernen sie an diesem Tag nichts.

Hat alles nichts mit Männerberufen zu tun. Der Grund dafür ist einfach:
Die Mädchen melden sich freiwillig an und suchen sich aus dem Angebot selbst etwas aus. Wenn die Unternehmen wollen, dass ihre GD-Plätze nicht unbesetzt bleiben, müssen sie die Interessen der Mädchen ansprechen. Mädchen interessieren sich nicht für Druckmaschinen und schon gar nicht für den schmutzigen Soldatenberuf. Sie interessieren sich für Bürojobs, Medienproduktion und Kosmetik, also wird das am GD halt angeboten. Und darum ist der Girls Day schlicht Geldverschwendung.

Eigentlich ganz einfach

Roslin, Thursday, 22.04.2010, 00:04 (vor 5735 Tagen) @ Pittiplatsch

@Pittiplatsch
"Letztens hat hier jemand ein schönes Beispiel gepostet: "

Habe ich gepostet.
So wurde mir der Ablauf eines typischen GDs von einem Bekannten geschildert, der als Drucker arbeitet und das Jahr für Jahr für Jahr beobachten konnte.

Natürlich hat sich der Frauenanteil in der Druckhalle in all den Jahren um 0,0% erhöht.
Reiner Männerverein mit viel Stress, Termindruck, Überstunden.
Darum werden die Jungs als Facharbeiter auch relativ gut bezahlt, verdienen deutlich mehr als die Frauen in der weiblich dominierten, klimatisierten Büroetage.
Aber das soll ja als diskriminierend abgeschafft werden.
Schließlich haben die Frauen in der Büroetage ja den gleichen Ausbildungsstand wie die Männer in der Werkhalle.

Dass sie auch die wesentlich angenehmeren Arbeitsbedingungen haben, das zählt ja nicht.
Die stehen dem zu pämpernden, zu schonenden, zu schützenden, auf Händen zu tragenden Geschlecht selbstverständlich zu.

Welt: Trotz "Girls' Day" – Mädchen wollen Sekretärin sein

Puffbesucher, Thursday, 22.04.2010, 02:43 (vor 5735 Tagen) @ Goofos

Interessante Äußerung der Gleichstellungs"expertin" Bessing (von der
Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft):

"Denn die Männer sind noch viel größerer Diskriminierung ausgesetzt,
wenn sie das tradierte Rollenmodell nicht übernehmen."

Vor allem von Frauen, wenn der Mann doch tatsächlich den Hausmann spielen will. Das ist nämlich nicht gewollt.

Ich jedenfalls kenne eine Reihe von Paaren, von denen die Frau ihrem Partner nach der Geburt gesagt hat, dass jetzt die Zeit des Lotterlebens, der Minijobs und des Prekariats vorbei zu sein habe und die erste Vaterpflicht sei, Kohle ranzuschaffen." Auch berufstätige Frauen, die vorher sogar mehr als ihre Männer verdienten, verlangten als Mütter plötzlich nach einem Versorger. Habeck konstatiert kühl: "Moderne Väter erfordern offensichtlich auch moderne Frauen."

http://genderama.blogspot.com/2008/08/die-neuen-vter-sehen-alt-aus.html

Na dann ändert DAS doch mal, ihr selbstherrlichen Quotentussies.

--
...und erlöse uns von dem Bösen.

Welt: Trotz "Girls' Day" – Mädchen wollen Sekretärin sein

Roslin, Thursday, 22.04.2010, 05:10 (vor 5734 Tagen) @ Puffbesucher


Na dann ändert DAS doch mal, ihr selbstherrlichen Quotentussies.

Genau das ist ja nach feministischer Ansicht nicht nötig, weil Frauen sich ja bereits geändert hätten.
Auch wenn Männer aus ihrer Erfahrung mit Frauen heraus ganz anderes zu berichten wissen.
Aber Männererfahrungen gelten FeministInnen nichts. Die sind ja eh nur frauenfeindlich.

Es sind Frauen, die richtig fühlen,
Es sind Frauen, denen immer recht zu geben ist, weil die armen Opfa doch so lange unterdrückt wurden, 9000 oder 5000 oder 2000 Jahre lang, u.U. auch noch sehr viel länger.

Auch dass die Humanethologie wieder und wieder empirisch nachweist, dass die meisten Frauen weltweit ein hypergames Partnerwahlverhalten an den Tag legen, hierin die wahren Sozialdarwinisten sind, es interessiert feministische IdeologInnen nicht die Bohne.

Hier schützt die abgrundtiefe intellektuelle Unredlichkeit feministischer "Wissenschaft" vor weiterführender (Selbst-)Erkenntnis.

Welt: Trotz "Girls' Day" – Mädchen wollen Sekretärin sein

Oliver, Thursday, 22.04.2010, 08:21 (vor 5734 Tagen) @ Roslin

Umfrage
Finden Sie Veranstaltungen wie den "Girls Day" sinnvoll?


Ergebnis

10%
Ja, sie sind wichtig


76%
Nein, sie schaden eher


14%
Solche Veranstaltungen sind mir egal

404 abgegebene Stimmen

http://www.welt.de/politik/deutschland/article7277226/Trotz-Girls-Day-Maedchen-wollen-Sekretaerin-sein.html

--

Liebe Grüße
Oliver


[image]

Welt: Trotz "Girls' Day" – Mädchen wollen Sekretärin sein

Christine ⌂, Thursday, 22.04.2010, 11:17 (vor 5734 Tagen) @ Goofos

Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich des kommenden Girls’ Days am 22. April möchte ich mich als Mutter an die Öffentlichkeit wenden, um andere Eltern auf die wahren Hintergründe dieser Initiative aufmerksam zu machen. Wie jeder weiß, sollen Mädchen mit Hilfe des Girls’ Days dazu gebracht werden, typische Männerberufe zu lernen und sich nicht mehr auf klassische Frauenberufe wie Friseurin, Altenpflegerin oder Arzthelferin zu beschränken. Auf den ersten Blick erscheint diese Aktion durchaus eine gute Sache zu sein. Warum sollten Mädchen keine Männerberufe ausüben können, wenn es ihre Begabung und körperliche Belastbarkeit zulassen?
Anders sieht es jedoch aus, wenn man den Girls’ Day im Zusammenhang mit Gender Mainstreaming (GM) betrachtet, einen Begriff, den kaum jemand kennt, obwohl er seit 1999 von der Regierung als >Leitprinzip« und >Querschnittsaufgabe« der Politik gilt und mit reichlich Steuergeldern gefördert wird.

Dieses und mehr hat eine Frau im FemokratieBlog zum Thema "Protestplakat zum Girls’ Day" geschrieben, aber lest selbst, wenn Ihr möchtet.

http://femokratieblog.wgvdl.com/protestplakat-zum-girls-day/04-2010/comment-page-1/#comment-723

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

powered by my little forum