Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Na dann konkret....:

Narrowitsch, Berlin, Thursday, 15.04.2010, 18:08 (vor 5741 Tagen) @ Puffbesucher

Die hören nicht auf bloße Diskussionsbeiträge.

Das sehe zunächst ich auch so.

Also hinein in die Parteien! Und zwar übergreifend. Nichts aufgrund
persönlicher Animositäten auslassen. Und wenn es bei den Grünen ist.
Hochkommen, Posten besetzen, heimlichen Freunden, die mitmachen, zuzwinkern
und am Ende gibt's da ein paar interessante Überraschungen.

Diesen Vorschlag in die Tat umsetzen wäre zweifelsfrei ein gewaltiger Schritt. Allerdings bezweifle ich den Zeitpunkt. Wenn ich mich nicht irre, sind es bestenfalls ein paar hundert Menschen, die potentiell zum Sprung in die Institutionen bereit und geeignet wären.

Warum?

Schau auf dieses Forum und Du wirst meine Zweifel womöglich verstehen. Die Marktleitung der "Gelben" rief- wie Du ganz sicher zur Kenntnis nahmst - nicht grundlos zu einer Spende für den Unterhalt ihrer Rednertribüne auf. Allein zur Existenzsicherung des "Gelben" braucht es etliche Euronen, der benötigte Betrag wächst mit dem Umfang unseres Forums; er wird demnächst auf etliche Hundert zu beziffern sein. Bislang flossen die Gelder aus den privaten Tasche der Betreiber.

Ich vermute etwas, will nicht vorgreifen und die hiesige Heimleitung wird ja irgendwann Bilanz ziehen: Womöglich fallen die Reaktionen auf besagten Aufruf sehr begrenzt aus. Nicht das nicht einige "Foristen" eine größere Summe - also mehr als 10 Eus- spenden und einige, denen das Wasser finanziell bis zum Halse steht, ein paar Euros für den Bestand sich abknappen. Nein, das nicht. Aber gerade diejenigen, die mit stolz geschwellter Brust auf ihr Vermögen, auf teure Automobile und gut bezahlte Jobs verwiesen, halten sich, oft und erfahrungsgemäß, äh, vornehm zurück. Natürlich werden auch diesmal - auch erfahrungsgemäß - Spenden fließen aus unvermuteten Quellen.
Wir werden sehen, ob sich mein verdacht bestätigt: zwischen den potentiell Engagierten und tatsächlichen klafft viel zu oft eine beachtliche Lücke. Und wie hier im Forum, geht es wohl auch anderswo in männerbewegten Kreisen zu. Ein Teil unternimmt etwas , auch unter Hinnahme persönlicher Opfer, andere riskieren nichts, außer einer großen Fresse. Die Zahl ersterer muss m.E. noch ein wenig wachsen, soll Deine Vision von Erfolg gekrönt sein:

Wir müssen nach oben. Ganz nach oben. Und keine moralischen Hemmungen
haben. Das nützt nur dem Gegner. Sich verbiegen, heucheln, buckeln. Der
Gegner heißt Feminismus und dieser Gegner ist verschlagen. Da müssen
entsprechend harte Bandagen her.

Eine wunderbare Vision, derzeit - mangels engagierter Masse- aus dem Land Utopia. Nein ich träume nicht von 10 000en, die - wie in den Nachachtundsechzigern -- wichtige Institutionen besetzen könnten. Bundesweit ein paar tausend könnten sicher Achtungserfolge verzeichnen. Bedauerlicherweise sehe ich aber nur ein paar wenige Einzelkämpfer, die eben dort sich ganz schnell neutralisiert wieder finden könnten.ich besitze da ein paar winzige Erfahrungen dazu. Trotzdem, Dein Vorschlag ist gut, der Zeitpunkt noch nicht gekommen, meine ich.

Ritterlichkeit war vorgestern. Das muss
man sich nämlich leisten können.
Und das können wir uns denen gegenüber
nicht leisten. Wir müssen genauso fies und hintenherum und aalglatt sein wie
die.

Sehr richtig. Deshalb komme ich noch einmal auf die Spendensache zurück.

"Ohne Moos nichts los" - weiß der Volksmund. Solange die "Männerbewegten" nicht über eine "Kriegskasse" verfügen, sind den dort Tätigen die Hände gebunden. Das beginnt mit der finanziellen Impotenz sich gegen windige Juristen zu wehren, also klapperte der innere Zensor mit der Schere. Und es endet damit, dass wir staatlich geförderten Großplakataktionen für den feministischen Zeitgeist, nichts, aber auch gar nichts entgegen zu setzen haben. Stell Dir einmal die Plakatierung einiger Hauptbahnhöfe, die Millionen Menschen täglich frequentieren, vor. Was meinst Du, geschähe, tauchten - sagen wir - auf dem Berliner, Kölner, Münchener Hauptbahnhof große Plakate auf, die verkündeten: Familiäre Gewalt ist auch weiblich - deshalb: Agens, Manndat... Oder: Vergewaltigung ist schlimm - dafür zu Unrecht im Knast- auch. Deshalb:...

Einfache Rechnung: Wie viele Registrierte "Männerechtler" existieren? Gäbe jeder pro Halbjahr - sagen wir - 5 Eus, hätten wir wann wie viele tausend Mücken in der Kriegskasse? Selbst wenn wir die Hartzler heraus rechnen?

Für mich eine Nagelprobe vor Versuchen besagter Märsche.
Solange die Spreu der Großfressen nicht vom Weizen der Engagierten getrennt ist, muss jede taktisch - strategische Überlegung reine Spekulationen bleiben. Wie mein Getippe hier auch.

Was ich meine ist: Solange wir das Geld nicht einmal für eine ähnlich angelegte Flyer -Aktion - sagen wir 10 000 Stück - zusammen bekommen, fehlt den "Guerilleros" jegliche Basis. Sie werden überall teils tödlich umarmt, teils eingeatmet.
Freilich bedürfte es für erste wirksame Aktionen des Zusammenschlusses vieler Gruppen über eigene weltanschauliche Interessen hinweg. Von konservativ bis links. Sorry ..nun komm ich selbst ins Träumen. Gut geteilt ist bis auf den heutigen Tag die beste Strategie Machthungriger.

Es ist Krieg und wir Männer gehen hin.

Es wird Zeit, ja. Getrennt marschieren, gemeinsam siegen, wäre nicht die schlechteste Option für die Zukunft.

Als Polit-Guerilla.

Ich hoffe, die Zeit ist dafür bald reif. Erleben würde ich es schon noch gern.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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