Entfremdungsmethoden die Mütter anwenden, um den Vater schlecht zu machen....
Ich fand diesen PDF-Artikel über das Eltern-Entfremdungs-Syndrom (PAS) sehr aufschlussreich:
Walter Andritzky: Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstruktur entfremdender Eltern
http://www.kinder-nach-hause.de/deutsch/infos/andritzky.pdf
Entfremdender Elternteil --> eE
andere Elternteil --> aE
Einige Taktiken wie Mütter die Väter schlecht machen....
Zitat aus dem PDF:
"Mütter
• Manche zerstören beim Auszug des Ehemannes demonstrativ
alle möglichen Wertgegenstände und Bilder, die eine
Erinnerung darstellen.
• Mit den Kindern werden Schriftstücke der Rechtsanwälte
oder des Gerichts diskutiert, um zu beweisen, dass der
Vater sie holen will. Dem Kind wird Angst gemacht, der
aE könne es z.B. auf dem Schulweg abfangen, es solle die
Haustüre nicht aufmachen, da er es sonst holen käme.
• Schleichende Allianzen: Mit diesem Begriff lässt sich eine
schwer aufzudeckende (da mit positiver Konnotation versehene)
Technik umschreiben, welche darauf beruht, dem
Kind besondere Autonomie zuzubilligen, wenn es um die
Beantwortung von Fragen des aE geht: Fragt der aE den
eE z.B., wo nach einem Umzug im Wohnzimmer die Bilder
hängen sollten, dann wendet sich der eE demonstrativ
erst an das Kind, das darüber entscheiden solle. Dieses
fühlt sich aufgewertet und wird künftig eher dahin tendieren,
den Wünschen des eE entsprechend zu entscheiden.
• Einem Kind wird gesagt, wenn es zum Vater Kontakt aufnähme,
müsse es für immer dort bleiben und würde die
Mutter nie mehr wiedersehen. Da die Eltern des Vaters im
Ausland lebten, hieß es zusätzlich, es würde dort “einkassiert”
und zu den Großeltern entführt werden. Das Kind
entwickelte paranoide Panikzustände, verkroch sich weinend
unter Tische und in Ecken, wenn es an der Haustür
klingelte, bei gerichtlich angeordneten Umgangsterminen
entwickelte es massive psychosomatische Störungen, welche
schlagartig einen Tag vor den Terminen einsetzten und
am folgenden Tag ebenso abrupt aufhörten.
• Es wird erzählt, der Vater bezahle zu wenig Geld, den Kindern
wird auch Angst gemacht, sie hätten bald nicht mehr
genug zu essen; in einem Fall regte die Mutter an, dem
Vater Geld zu stehlen, sonst könne sie nicht einkaufen,
ein anderes Kind bestahl den Vater daraufhin von selbst.
• Es wird den Kindern vermittelt, der Vater habe uns, d.h.
nicht die Mutter, sondern die Kinder verlassen.
• Kleine Mängel werden übertrieben, aus geringem Alkoholkonsum
wird ein Süchtiger, aus einem Falschparker ein
Krimineller.
• Einzelne Begriffe werden aus ihrem Kontext genommen:
So warf eine Mutter dem Vater vor, er habe zum Sohn gesagt,
er sei geldgierig. Tatsächlich hatte der Vater mit dem
Kind auf einem Ponton im Neckar Pirat gespielt, man hatte
zusammen Muscheln gesammelt, dabei war diskutiert
worden, ob der Sohn nun „muschelgierig“ oder „geldgierig“
ist.
• Der aE erhält Horrornamen, z.B. “der Teufel”, “der Dummkopf”,
“der Blödmann”
• Bei Auseinandersetzungen mit dem Kind bemerkt der eE:
Wenn du das nicht sofort bleiben lässt, musst du bei deinem
Vater wohnen.” Der Satz vermittelt dem Kind den
Lebensraum des Vater als Straflager.
• Sucht die Mutter nach der Trennung mit der Behauptung,
der Vater schlage oder bedrohe sie, wolle das Kind entführen
etc., Zuflucht in einem Frauenhaus, dann entsteht
ein entfremdender Effekt auf das betroffene Kind dadurch,
dass es dort tatsächlich misshandelte und missbrauchte
Kinder vorfindet und die Anschuldigungen des eE an
Glaubhaftigkeit gewinnen.
• Eine der krassesten Entfremdungsmethoden besteht darin,
ein Kind, das wegen der Trennung vom aE in Verzweiflung
gerät, in kinderpsychiatrische Behandlung zu geben,
wo es dann wegen Hyperaktivität unter Umständen mit
dem umstrittenen Medikament Ritalin behandelt wird. Das
nachvollziehbare Verhalten des Kindes wird zunächst vom
eE als Ausdruck einer Krankheit definiert, die Eigendynamik
des auf Symptome fixierten medizinischen Systems
führt dann vielfach zu einer psychiatrisch-medikamentösen
Beeinflussung, mit der dem Kind letztlich sein natürlicher
Wunsch nach Kontakt zum aE wegtherapiert wird.
Es werden ärztliche Atteste verlangt, die beweisen sollen,
dass Verhaltensauffälligkeiten/Aggressionen vor bzw. nach
den Besuchen des aE auf dessen unangemessenes Verhalten
zurückzuführen seien (Andritzky, 2002, 2002a).
• Die kreativen Möglichkeiten, den Vater schlecht zu machen,
sind unerschöpflich: Ruft z.B. der aE an und will
seinen Sohn sprechen, dann wartet der eE eine Zeit lang
schweigend und sagt dann so laut, dass es das Kind hören
kann: “Es ist gut, dass Peter dich jetzt nicht hören kann”,
oder: “Wenn er das gehört hätte, würde er sicher kein Wort
mehr mit dir reden”. Noch raffinierter wird dem Kind ein
negativer Eindruck vermittelt, der Vater halte ihn für unnormal,
wenn die Mutter in den Hörer ruft: “Das ist deine
Meinung, meiner Meinung nach ist er ein völlig gesunder
Junge!” Sobald das Gespräch beendet ist, erklärt der eE
dem Kind, der aE halte es für krank oder gestört und bietet
sich selbst als Beschützer an.
• Manche Mütter empfangen den Vater bei einem Besuch
an der Haustür, stürzen dann in eine Ecke und schreien,
wenn die Tochter noch im ersten Stock auf den Vater wartet:
“Nein, schlag mich nicht schon wieder.” Der Vater soll
dem Kind als Schläger erscheinen.
• Ältere Geschwister mit ausgeprägtem PAS dienen jüngeren
als Vorbild, diese orientieren sich an deren Äußerungen
(“Ich mache dasselbe, was Monika auch sagt”)
• Weitere Standardtechniken sind: Der aE wird als unfähig
zur Betreuung des Kindes bei Krankheit gebrandmarkt
• Jede Kontaktaufnahme wird als Belästigung definiert,
welche die Routine unterbricht (“Wir essen jetzt zu
Abend!”, “Petra ist jetzt in der Badewanne!”). Andere eE
beginnen, vor den Übergaben an den aE demonstrativ zu
weinen und vermitteln dem Kind dadurch intensive
Schuldgefühle.
• Jeder Wunsch nach Erweiterung des Kontaktumfanges ist
“noch zu früh”, “es geht zu schnell”. Wenn nach erfolgreichem
Umgangsboykott ein Gerichtsbeschluss die Wie-
deraufnahme des Umgangs mit dem aE anordnet, heißt
es: “Das Kind muss sich erst langsam wieder an den Vater
gewöhnen.” Tatsächlich lässt sich beobachten, dass auch
nach längerer Kontaktunterbrechung (1/2 bis 1 Jahr) der
Umgang in kürzester Zeit ungezwungen erfolgt (sofern
beim Kind keine schwere Form des PAS vorliegt).
• Einen den aE herabwürdigenden Effekt haben sarkastische
Bemerkungen des eE wie z.B. bei Entgegennahme
eines Geschenks: “Das soll ein Geschenk sein?”, bei einer
Einladung des Kindes zum Fußball: “Ist es nicht toll,
dass er dich zum Fußball mitnimmt?”
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Zitatende
Seite 172 ff.
Psychotherapie 7. Jahrg. 2002, Bd. 7, Heft 2 © CIP-Medien, München
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- Kaspar Schmidt