WDR Bericht aus Brüssel Mehr Druck auf säumige Väter
SendeterminMittwoch, 07. April 2010, 21.55 - 22.10 Uhr
Foto: Alleinerziehende Mutter mit Tochter im Park; Rechte: WDR
Es hätte eine Verbindung für die Ewigkeit sein sollen. Doch nach einer Scheidung oder Trennung währt meist nur der Zwist zwischen Eltern ewig, gerade wenn es um das leidige Thema Unterhalt geht. Rund zwei Millionen Eltern ziehen ihre Kinder in der Bundesrepublik alleine groß. Und das Klischee der allein erziehenden Mutter stimmt hier nach wie vor: Nur neun Prozent der Väter übernehmen die volle Sorge für ihre Kinder nach einer Trennung. Oft sind es dann die Mütter, deren Kraft und Improvisation gefragt ist – vor allem bei der Frage, wie sie Geld vom Vater eintreiben können.
Allzu oft haben die Mütter dabei keinen Erfolg – dann springt in Deutschland der Staat ein und zahlt bis zum zwölften Lebensjahr der Kinder eine Pauschale von 180 Euro monatlich. Nach Angaben des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat dieser Vorschuss Bund und Länder im Jahr 2009 rund 819 Millionen Euro gekostet – nur rund 166 Millionen konnte sich der Staat nachträglich von den säumigen Eltern zurückholen.
Keine Druckmittel in Deutschland
„Oft genug fehlt der Druck, um zahlungsunwillige Eltern zu ihrer finanziellen Pflicht zu bewegen“, bedauert Klaus-Peter Völlmecke vom Jugendamt Köln, „da sind Emotionen und Konflikte im Spiel und das ist nicht nur ein Problem beim Unterhalt, sondern auch beim Umgang.“ Gerade wenn Väter diesen regelmäßig haben, ist es besonders bitter für die Mütter, wenn sich die Väter nicht an der finanziellen Verantwortung beteiligen. Bei Birgit Seifarth, 45, ist das so. „Ein Kind zu unterhalten, dazu gehört eben nicht nur Dasein, sondern auch, finanziell da zu sein und es nicht alleine der Mutter zuzuschustern“, sagt sie. Sie kämpft seit acht Jahren vergeblich um den Unterhalt für ihre Tochter Féline. In der gesamten Zeit hat sich der Vater seiner Unterhaltspflicht entzogen.
Seit zwei Jahren bekommt Birgit Seifarth nun auch kein Geld mehr vom Jugendamt, weil Féline mittlerweile 14 ist. So ist die 45-Jährige nun völlig auf sich alleine gestellt – denn Unterstützung gibt es weder vom Vater noch vom Staat. „Alles, was jetzt kommt, ist meine Privatsache“, bedauert sie und wünscht sich, dass Väter in Deutschland härter in die Pflicht genommen werden.
Andere Staaten sind gewiefter
Der Blick auf andere Länder in Europa gibt ihr recht: Denn einige Staaten sind durchaus trickreich, um Unterhalt einzuziehen. So kann zahlungsunwilligen Eltern in Großbritannien zum Beispiel kurzerhand der Führerschein entzogen werden. In Litauen müssen auch die Eltern des Unterhaltspflichtigen finanziell einspringen, wenn dieser die Zahlungen verweigert. Und Estland setzt auf sozialen Druck: Väter und Mütter, die keinen Unterhalt zahlen, werden namentlich auf einer Internetseite des Justizministeriums genannt.
Birgit Seifarth könnte sich solche Maßnahmen auch in Deutschland vorstellen. Übte der Staat mehr Druck auf zahlungsunwillige Väter aus, wäre das für Birgit Seifahrt ein Zeichen, dass sie und andere Frauen in einer ähnlichen Situation endlich „als alleinerziehende Mutter in unserer Gesellschaft wahrgenommen werden“. Und ganz nebenbei könnte Deutschland so auch Millionen an Steuergeldern sparen.
Autorin:
Catherine Martens
Links
* WWWStatistiken auf der Internetseite des Bundesverbands "Alleinerziehende Mütter und Väter e.V." .
* WWWÜbersicht, wie Nichtzahlung des Unterhalts in den EU-Staaten geahndet wird.
* WWWInternetseite des Vereinigten Königreichs, Referat für Unterhaltsansprüche. Informationen in englischer Sprache zum Beispiel über den Maßnahmen wie den Führerscheinentzug
Stand: 01.04.2010 http://www.wdr.de/tv/bab/sendungsbeitraege/2010/0407/unterhalt.jsp
Gruß
Flohgast
WDR Bericht aus Brüssel Mehr Druck auf säumige Väter
Hat es einen Sinn darauf hin hinzuweisen das die wenigsten Väter aus Bösartigkeit den Unterhalt verweigern (laut einem Forscher 3 bis höchstens 6%, der kann sich aber auch irren), übbrigens weit weniger als zahlungspflichtige Mütter (13-42%?
Hat es einen Sinn darauf hin zu weisen, das es einer Alleinerziehenden persönlich meist völlig schuppe sein kann, ob der Vater Unterhalt zahlt oder nicht, das alleinerziehende Mütter in den meisten Fällen vom Staat leben und hier werden die Unterhaltszahlungen mit der Sozialhilfe verrechnet, nur voll Berufstätige haben dadurch überhaupt echte Nachteile. Das viele Alleinerziehende das bis heute nicht geschnallt haben, spricht nicht gerade sehr für deren Intelligenz. Hat es einen Sinn daruaf hinzuweisen, das es egal ist wie sehr sich das andere Elternteil um das Kind kümmert, er muss den vollen Unterhalt an den mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht zahlen, selbst wenn das Kind bei ihm sogar häufiger wohnt, und damit ihm mehr Kosten verursacht als dem Aufenthaltsbestimmer?
Hat es einen Sinn darauf hinzuweisen, das es sehr wohl Druckmittel gibt um die Zahlungen einzutreiben, Unterhaltsverweigerungen von Männern ist schließlich eine Straftat (von Frauen zwar offiziell auch wird hier aber wesntlich seltener geahndet)?
Hat es einen Sinn darauf hinzuweisen, das in anderen Ländern die Frauen für ihre Privilegien auch Gegenleistungen bringen müssen, in Spanien ist es völlig legitim, bei Kindesentzug den Unterhalt zu verweigern, in Frankreich haben Männer die Wahl die Kindschaft anzuerkennen? In Dt. muss ein verheirateter Mann automatisch erstmal für ein Kuckuckskind zahlen und nach 2 Jahren kann die Frau einfach behaupten, das er wußte, das es nicht seins ist, so dass die Vaterschaft nicht mehr anfechtbar ist und er die nächsten 23 Jahre auch noch zahlen kann. Komisch das solche Tatsachen fast nie in solchen Sendungen zur Sprache kommen.
Fragen bliebig fortsetzbar.
WDR Bericht aus Brüssel Mehr Druck auf säumige Väter
Seit zwei Jahren bekommt Birgit Seifarth nun auch kein Geld mehr vom
Jugendamt, weil Féline mittlerweile 14 ist. So ist die 45-Jährige nun
völlig auf sich alleine gestellt – denn Unterstützung gibt es weder vom
Vater noch vom Staat. „Alles, was jetzt kommt, ist meine Privatsache“ ...
Tja, starke Powerfrau, wie wär's denn mal mit selber arbeiten? Als 45jährige Frau völlig auf sich alleine gestellt, entsetzlich ... ein armes Opferhascherl ... ich kann die Tränen kaum zurückhalten ...
Viele Grüße
Wolfgang
Ich bin bereit zur Unterhaltszahlung, aber nur Betreuungsunterhalt!
Zitat: „Alles, was jetzt kommt, ist meine Privatsache“, bedauert sie ....."
Richtig, dann lass das Kind mal wieder seinen Vater sehen. Dann erinnert der sich vielleicht wieder mal an sein Kind und überweist den Unterhalt.
Ein Jugendamtsleiter hat mir vor ca. 4 Wochen im persönlichen Gespräch gesagt: "Wenn die Mutter den Umgang des Kindes mit dem Vater verbietet, dann geht es nur um den Unterhalt!" Ich habe diese These schon vorher berechnet und festgestellt, dass mein Unterhalt ein wichtiger Bestandteil der Miete meiner Exe ist.
Im BGB steht, dass man Unterhaltspflichtig ist, da steht nichts von Barunterhaltspflicht! Männer, bei trennungsfaq.de steht was zu Unterhalt, dass man mir beim lila-Amt für Familien(Frauen)förderung sehr geholfen: "Wenn die meinen Natural- bzw. Betreuungsunterhalt ablehnen, dann lehnen die meine Unterhaltszahlungen ab!"
Das ist nämlich das Problem der PAS-Mütter, die Kinder sind für die so eine Art "Gelderwerb". Je mehr sie haben, umso mehr Geld haben sie für Videos, Fernsehen, Knusperflocken, Parfüm, modische Kleidung! Das ist die Realität und das findige Männer das nicht finanzieren, versteht sich doch von selbst.
Ganz klare Kernaussage an alle PAS-Mütter: Nimmst du das Kind dem Vater weg, dann musst du zusehen, wie du fertig wirst! Denn Kinder haben Mutter UND VATER!
PS: Wenn euch das Amt wg. Unterhalt auf den Sack geht, dann hat das noch lange nichts mit Umgang zu tun. Dafür sind getrennte Ämter zuständig. Es ist in einer solchen Situation richtig, sich auf Art. 3 GG zu berufen und das Jugendamt bei der Durchsetzung der Sorgepflicht mit ins Boot zu holen und anzuzeigen, dass man als Mann nicht gleichberechtigt behandelt wird. Die gucken da ziemlich blöd aus der Wäsche, die sind ziemlich schokiert und erstmal handlungsunfähig, aber es ist so: Es ist keine Gleichberechtigung bei der angeblich gemeinsamen Sorge! Holt euch dann die Frauenbeauftragte mit ins Boot, die ist angeblich für Gleichstellung da. Die fällt gleich um und in eine Starre. Ich habs probiert, unglaublich was ich erlebt habe!
Ich bin bereit zur Unterhaltszahlung, aber nur Betreuungsunterhalt!
PS: Wenn euch das Amt wg. Unterhalt auf den Sack geht, dann hat das noch
lange nichts mit Umgang zu tun. Dafür sind getrennte Ämter zuständig. Es
ist in einer solchen Situation richtig, sich auf Art. 3 GG zu berufen und
das Jugendamt bei der Durchsetzung der Sorgepflicht mit ins Boot zu holen
und anzuzeigen, dass man als Mann nicht gleichberechtigt behandelt wird.
Die gucken da ziemlich blöd aus der Wäsche, die sind ziemlich schokiert und
erstmal handlungsunfähig, aber es ist so: Es ist keine Gleichberechtigung
bei der angeblich gemeinsamen Sorge! Holt euch dann die Frauenbeauftragte
mit ins Boot, die ist angeblich für Gleichstellung da. Die fällt gleich um
und in eine Starre. Ich habs probiert, unglaublich was ich erlebt habe!
Nicht aufhören, wenn es interessant wird...