Meine Theorie zur Transsexualität
sucher, Saturday, 13.03.2010, 13:47 (vor 5773 Tagen)
Dies hört sich vielleicht etwas plump an, aber ich glaube, dass die meisten männlichen Transsexuellen (das heisst, Männer die sich zu Frauen umoperieren) diesen Wunsch entwickelt haben, weil Frauen in unserer Gesellschaft bevorzugt werden.
Ich bin mir sicher, dass es bei den meisten unterbewusst geschieht, kaum einer denkt sich direkt "Frauen sind das bevorzugte Geschlecht, also werde ich eine Frau!", aber im Unterbewussten ist dies genau der Hauptgrund.
Dies erklärt, wieso es scheinbar viel mehr männliche Transsexuelle als weibliche gibt.
Gäbe es keine Frauenbevorzugung, würden alle wirklich gleich behandelt, dann gäbe es viel weniger Männer, die sich "im falschen Körper" fühlen würden.
Meine Theorie zur Transsexualität
Morotor, Saturday, 13.03.2010, 13:52 (vor 5773 Tagen) @ sucher
Dies erklärt, wieso es scheinbar viel mehr männliche Transsexuelle als
weibliche gibt.Gäbe es keine Frauenbevorzugung, würden alle wirklich gleich behandelt,
dann gäbe es viel weniger Männer, die sich "im falschen Körper" fühlen
würden.
Wie ist denn bei Transsexuellen das "Geschlechter"-Verhältnis?
Meine Theorie zur Transsexualität
sucher, Saturday, 13.03.2010, 14:31 (vor 5773 Tagen) @ Morotor
Wie ist denn bei Transsexuellen das "Geschlechter"-Verhältnis?
Mehr Männer. Absolut.
Ist ja auch verständlich. In rassistischen Gesellschaften hatten viele Schwarze den Wunsch, weiss zu sein:
Als Seelsorger hat sich Alan Boesak mit dem psychischen Zwiespalt der Farbigen beschäftigen müssen: "Viele litten weniger unter der Diskriminierung als unter der Tatsache, daß die Unterdrücker sie nicht anerkannten und sie als Buschmänner und Hottentotten beschimpften. Ihr Wunsch, weiß zu sein, war der Wunsch, menschlich behandelt zu werden."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13683456.html
So sind in Südafrika Hautaufheller immer noch beliebt:
http://www.suedwind-magazin.at/z_detail.asp?ID=3555
Noch ein Artikel über Hautaufheller:
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In Afrika, Asien, Amerika und dem Nahen Osten ist der Verkauf von Bleichcremes schon lange ein Riesengeschäft. Mehr als eine Milliarde US-Dollar setzen Hersteller wie Unilever, L'Oreal oder Avon jährlich damit um. Und der Markt wächst. Längst ist das Geschäft auch nach Europa geschwappt. Etwa hundert Euro gibt die Marie im Monat für eine hellere Haut aus. Dafür muss sie nur in einen der vielen afrikanischen Läden in Frankfurts Innenstadt gehen. Lange Regale sind gefüllt mit bunten Shampooflaschen für Afrohaare und Kakaobutterdosen. Dazwischen stehen die glänzenden Packungen der Hautaufheller. Unter Namen wie "White Perfect", also "Perfektes Weiß", oder "Whitenizer", was so viel wie "Weißmacher" heißt, soll afrikanischen Kunden die "Macht der Schönheit" verkauft werden, wie es auf einer Produktpackung heißt.
Und das auch im Fernsehen: In Ägypten laufen Werbespots von "Fair and Lovely", also "Hell und Hübsch". Eine junge dunkelhäutige Frau erklärt dort, ihr sei klar geworden, dass das größte Hindernis für ihren Traumjob ihre Hautfarbe gewesen sei. Erst durch das Bleichen der Haut sei sie eine erfolgreiche Fernsehreporterin geworden und wecke nun das Interesse ihres gutaussehenden Kollegen.
Kaum dunkelhäutige Menschen in Zeitschriften
Abdul Ibrahim kennt solche Werbespots. Er besitzt seit siebzehn Jahren einen Afroshop in Frankfurt. "Afrikaner bleichen sich die Haut, weil in der heutigen Welt nur wenige dunkelhäutige Vorbilder gezeigt werden, zum Beispiel in Zeitschriften. Die meisten sind hellhäutige Afrikaner. Die Leute glauben deshalb, dass man als hellhäutiger Afrikaner mehr Chancen hat, als als dunkelhäutiger Afrikaner. Also, versucht jeder sich zu bleichen."
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http://www.deutsche-welle.de/dw/article/0,,4514963,00.html
Ich bin mir sicher, genau der selbe Mechanismus steckt hinter den meisten männlichen Transsexuellen.
Wenn Menschen etwas sein wollen, was sie nicht sind, dann ist dies ein Zeichen, dass diese Leute diskriminiert werden. Bei Schwarzen etc. sieht dass jeder, aber dass so viel mehr Männer Frauen sein wollen als umgekehrt, dass schreckt niemanden auf.
Meine Theorie zur Transsexualität
jojo, Saturday, 13.03.2010, 13:53 (vor 5773 Tagen) @ sucher
schwierig. ich würde sagen, das problem beginnt vor BEWUSSTER wahrnehmung gesamtgesellschaftlicher realität, sondern im intimbereich der - nun mal meist von der mutter geformten - familie.
dann stellt sich natürlich die gender-standard-frage: was ist angeboren, was ist gesellschaftlich bedingt?
immerhin dürfte auffällig sein, dass der wunsch, ein mann zu sein (bzw. das bedauern, "nur" eine frau zu sein), bei frauen früher häufiger verbreitet war als heute - et vice versa.
Meine Theorie zur Transsexualität
georg, Saturday, 13.03.2010, 14:02 (vor 5773 Tagen) @ jojo
Wie auch immer:Vor der Entwicklung geeigneter chirurgischer Maßnahmen waren es eben Transvestiten.Das Problem ist künstlich. Davon abgesehen sollten wir alle solche Entscheidungen tolerieren.
Ladyboys
Borat Sagdijev, Saturday, 13.03.2010, 21:32 (vor 5773 Tagen) @ sucher
Dies hört sich vielleicht etwas plump an, aber ich glaube, dass die meisten
männlichen Transsexuellen (das heisst, Männer die sich zu Frauen
umoperieren) diesen Wunsch entwickelt haben, weil Frauen in unserer
Gesellschaft bevorzugt werden.
Homosexualität also das sexuelle Begehren von Männern ist eine Vorbedingung.
Ich bin mir sicher, dass es bei den meisten unterbewusst geschieht, kaum
einer denkt sich direkt "Frauen sind das bevorzugte Geschlecht, also werde
ich eine Frau!", aber im Unterbewussten ist dies genau der Hauptgrund.
Mag ein wichtiger Grund sein.
So wie es Menschen gibt die sich körperlich Verstümmeln (Amputieren von Gliedmaßen) lassen wollen um vermeintlich hilflos in den Genuß sozialer Unterstützung zu kommen.
Auf meinen Forschungsreisen und Sozialstudien in SOA habe ich wichtige Erkenntnisse zu Ladyboys gemacht:
Stelle nicht in Frage, daß er eine Frau ist.
Wenn du sowas sagst wie: "Look, he's a beautiful Lady!" dann bist du sehr sehr sehr böse und Blicke könnten dich töten.
Ein Ladyboy will als Frau gesehen werden und ist deswegen auch bei der Kopulation sehr geschickt im Umgang mit Handtüchern um die Taille gewickelt.
Und dann war er bestimmt noch Jungfrau, so eng wie er war!
Nimmst du seine Illusion nimmst du seine Privilegien und bist böse.
Deswegen vermittelt uns feminstische Propaganda wohl den Eindruck es ist alles andere als erstrebenswert eine (unterdrückte und arme) Frau auch noch in Thailand zu werden.
Doch nirgends gibt es mehr Ladyboys als in Thailand, und dann auch noch solche die sich an die Farangs ranwerfen!
Es gibt aber auch Transsexuelle die noch konsequenter, noch egoistischer sind.
Sie werden geleitet von der Motivation von Frauen _und_ Männern gleichzeitig begehrt zu werden. Ihnen genügt die Begierede eines Geschlechts nicht und Sie träumen zwischen einem Alpha-Mann und einer Traumfrau der Mittelpunkt zu sein.
Dies erklärt, wieso es scheinbar viel mehr männliche Transsexuelle als
weibliche gibt.
Erklären ist ein zu großes Wort dafür, aber ein gutes Motiv für den Transsexuellen ist es allemal.
Gäbe es keine Frauenbevorzugung, würden alle wirklich gleich behandelt,
dann gäbe es viel weniger Männer, die sich "im falschen Körper" fühlen
würden.
Nunja.
Jedes Geschlecht hat seine Rolle mit eigenen Vorzügen.
Würdest du sagen daß in Ländern wie Thailand in denen das Ladyboy Phänomen sehr ausgeprägt ist die "Frauenbevorzugung" stärker als bei uns ist?
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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Ladyboys
Gismatis, Basel, Monday, 15.03.2010, 06:33 (vor 5772 Tagen) @ Borat Sagdijev
Homosexualität also das sexuelle Begehren von Männern ist eine
Vorbedingung.
Das ist ganz sicher keine Voraussetzung, da es, bezogen auf das Zielgeschlecht, auch homosexuelle Transsexuelle gibt. Wahrscheinlich ist aber der Anteil ähnlich gering wie bei Zissexuellen (Nichttranssexuellen).
Halte ich für Unfug
Isegrim, Monday, 15.03.2010, 00:18 (vor 5772 Tagen) @ sucher
Weder bewußt noch unbewußt würde jemand deswegen diese Entscheidung treffen.
Es wird im Wesentlichen genetisch-hormonelle Gründe haben, kuturell überformt.
Die freien Entscheidungen ...
Borat Sagdijev, Monday, 15.03.2010, 03:22 (vor 5772 Tagen) @ Isegrim
Weder bewußt noch unbewußt würde jemand deswegen diese Entscheidung
treffen.
Es wird im Wesentlichen genetisch-hormonelle Gründe haben, kuturell
überformt.
Hängen "Entscheidungen", vor allem die unbewußten nicht ausschließlich von unserer Genetik und damit von Hormonen/Botenstoffen ab?
Wir "entscheiden" uns zum Essen, bevor wir verhungern.
Frauen "entscheiden" sich um den Eisprung für das kurze Schwarze und die Pömps und dann den Kuckucksvater.
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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Meine Theorie zur Transsexualität
Gismatis, Basel, Monday, 15.03.2010, 06:22 (vor 5772 Tagen) @ sucher
Diese Idee hatte ich auch schon. Ich kann mir gut vorstellen, dass es besonders auf Jungen einen großen Einfluss haben kann, wenn sie den Eindruck haben müssen, dass es irgendwie besser ist, ein Mädchen zu sein. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das männliche Rollenkorsett viel enger ist als das weibliche. Vielleicht kann ein Junge, der aus dieser Rolle ausbrechen möchte, sich in den Wunsch, ein Mädchen zu sein, heineinsteigern.
Trotzdem, aus Neid oder Unsicherheit lieber das andere Geschlecht sein zu wollen, ist noch keine Transsexualität. Echte Transsexualität ist viel seltener und hat nicht nur mit der Geschlechterrolle zu tun, sondern vor allem auch mit dem Körper. Ich wollte als Kind auch unbedingt ein Mädchen sein, und bei diesem Wunsch spielte all das eine Rolle, was ich heute als Maskulist kritisiere. Ich habe die Missstände schon sehr früh wahrgenommen, wahrscheinlich weil ich mich dieser männlichen Rolle nicht unterordnen wollte und konnte. Das war wohl Veranlagung. Natürlich habe ich mich mit Transsexualität befasst, und ich merkte, dass das eben etwas anderes war. Ich glaube also nicht, dass man durch die Umstände transsexuell werden kann, denn dann wäre ich es ganz bestimmt geworden.