Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wenn Kinder ein Segen sind

Holger, Wednesday, 17.02.2010, 20:02 (vor 5796 Tagen) @ DS unplugged

Der Autor kann es dennoch nicht lassen, an der Religion zu mäkeln. Damit könnte man leben. Er ist aber einfach nicht auf die Idee gekommen, daß der Kinderreichtum Religöser vielleicht auch etwas mit Lebenslust und -Sinn zu tun hat!
Gut kann ich mich erinnern an den Einheitsspruch der progressiven Schwestern und Brüder in den Siebzigern, keine Kinder zu wollen, weil man ihnen diese schreckliche Welt nicht zumuten wolle. Sozialistische Lebenslust pur. Ist dem Schreiberling irgendwie entfallen.

Natürlich muß er sich auf derselben Seite für seine Unbotmäßigkeit, überhaupt Religiöses ins Spiel gebracht zu haben, schurigeln lassen von einer der Zeit- Emanzen: hat natürlich mit Religion gar nichts zu tun, die Demographie.
http://www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2010-02/geburtenrate-religion
Statt dessen wieder die übliche Leier: sind nicht genug Säuglingsdeponien da und die Geldgießkanne für das Pack spuckt zu wenig aus. Und Skandinavien beweist es doch! Geburten in Schweden allerdings derzeit bei 1,66. Nötig wären 2,1. Frankreich: stramme Katholen. Nix 'wenig konfessionell gebunden'. Lügen, tarnen, täuschen. Pc- Business as usual.

Eine kleine Anmerkung zu Rom sei mir noch erlaubt:
In der unfrommen römischen Oberschicht waren Orgien à la Swingerclub überaus Mode. Lästig wären da dauernde Schwangerschaften gekommen. Eine grobe Art der Empfängnisverhütung grassierte deshalb in diesen Kreisen: die Herren warfen eine herzhafte Menge Opium ein und ließen sich die Hoden zerquetschen, um weiterhin als gefragter Galan reüssieren zu können (Überprüfung per Fingerspiel locker möglich). Und so ein Narbenklumpen läßt sich auch durch härteste Auflagen des Kaisers nicht mehr zur Spermienproduktion bewegen.
Daneben gab es aber auch massenhaft ernsthafte Ständerprobleme, deren Ursache längst geklärt ist: Wein wurde gerne in Bleigefäßen vergoren und gelagert, weil er dann süßer war, Tongefäße mußten lasiert sein (sonst wird's nichts mit der Gärung) und die Lasur war stark bleihaltig. Der Grund: die Fruchtsäuren bildeten mit dem Blei ein süßlich schmeckendes Salz und Wein mußte süß sein, Zucker gab es nicht. Die daraus folgende, schleichende Bleivergiftung machte den Nervi pudendi der Schwänze in der viel Wein saufenden Oberschicht dann nach einiger Zeit den Garaus, 'Hängen im Schacht' war angesagt. Das Phänomen kennt jeder Diabetiker.So kann's kommen. Vielleicht entsprangen einige Werke der römischen Literatur der so erzwungenen Triebsublimation...

Schade, daß links- intellektuelle Journaillisten von derart profanen, aber kampfentscheidenden Fakten unbeleckt sind...


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