Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nicht nur Frankreich nutzte Soldaten als "Versuchskaninchen"

Rainer ⌂, Wednesday, 17.02.2010, 15:46 (vor 5797 Tagen) @ Mirko

Die USA führten den ersten Nuklearwaffentest am 16. Juli 1945 in der Wüste von New Mexiko durch. Nur wenige Kilometer entfernt schauten rund 260 Personen zu. Auf einem Testgelände in Nevada liefen von 1951-58 rund 120 oberirdische Kernwaffentests ab. Unterirdisch wurden dort von 1962 bis zum Teststopp 92 mehr als 1000 Bomben getestet. Weitere Atomsprengsätze zündeten die USA im Atlantik und Pazifik. Bis 1963 waren rund 380.000 Soldaten zu den Tests abkommandiert, teils waren sie ungeschützt.

Rund 1,4 Milliarden Dollar an Entschädigungen hat die US-Regierung seit 1990 an die Betroffenen gezahlt.

Die Sowjetunion warf die erste Atombombe 1949 auf einem Testgelände im Nordosten Kasachstans ab. Bis 1990 zündete die Regierung mehr als 700 Atombomben, davon viele auf der Insel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer.

Umstritten ist, wie viele Menschen bei den Tests verstrahlt wurden. Allein 1954, als die Sowjets einen Atomkrieg simulierten, wurden 45.000 Soldaten auf das Militärgebiet Totski im Süden Russlands geschickt, wo kurz zuvor eine Atombombe explodiert war. Erst 2002 übernahm Russland für die Opfer der Tests in Kasachstan die Verantwortung - aber nur für die mit russischem Pass.

Außer Frankreich hat auch Großbritannien (unter anderem in den Vereinigten Staaten und in Australien) seine militärische Atomtechnik getestet. Hinzu kommen Staaten wie China, Indien, Pakistan, Nordkorea. Ob Israel eine Atombombe in Südafrika getestet hat, kann nicht bewiesen werden. ost/vf/isk
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2317614_Radioaktive-Strahlung-Soldaten-als-Versuchskaninchen.html

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