Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

Christine ⌂, Tuesday, 16.02.2010, 18:57 (vor 5798 Tagen)

"Wenn der Anteil früh verunsicherter Männer weiter steigt, werden unseren starken Frauen die passenden Partner ausgehen", prophezeien Wissenschaftler. Prekär sei vor allem der eklatante Mangel an männlichen Erziehern in Kindergärten und Schulen. Auf einem Männerkongress diskutieren Experten erstmals über den "gefährdeten" Mann.

http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article6369471/Experten-fordern-mehr-Gerechtigkeit-fuer-Maenner.html

Auch hier sind wie so oft, etliche Kommentare besser als der Artikel.

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

Oliver, Tuesday, 16.02.2010, 19:36 (vor 5798 Tagen) @ Christine

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Liebe Grüße
Oliver


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Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

Eugen, Tuesday, 16.02.2010, 21:59 (vor 5798 Tagen) @ Christine

"Wenn der Anteil früh verunsicherter Männer weiter steigt, werden
unseren starken Frauen die passenden Partner ausgehen", prophezeien
Wissenschaftler.

Ja, das ist natürlich unsere einzige Sorge, dass den Frauen die passenden Partner ausgehen. So stelle ich mir die Vertretung von Männerinteressen vor :-(

Aber schön, dass die Wissenschaftler auch mal aufwachen. Ich frage mich nur, was die die ganze Zeit geforscht haben und mit welchem Aufwand. Die Zustandsbeschreibungen, wie es um die Situation der Männer steht, konnte man jeenfalls schon vor sechs Jahren auf der Homepage einer äußerst kostengünstig arbeitenden geschlechterpolitischen Initiative lesen.

Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

Narrowitsch, Berlin, Tuesday, 16.02.2010, 22:00 (vor 5798 Tagen) @ Christine

http://www.welt.de/wissenschaft/psychologie/article6369471/Experten-fordern-mehr-Gerechtigkeit-fuer-Maenner.html

Auch hier sind wie so oft, etliche Kommentare besser als der Artikel.

Keine Frage, ein Männerkongress, noch dazu der erste, hat schon was.
Dennoch schwant mir da nicht viel Gutes. Vielleicht sollte ich meinen Nick in Unke umbenennen. Nehmen wir uns mal ein paar Zeilen vor:

"Wenn der Anteil früh verunsicherter Männer weiter steigt, werden unseren starken Frauen die passenden Partner ausgehen", prophezeien Wissenschaftler."

Da kommt mir doch das Frühstück hoch. Darf auf dieser Welt irgendetwas stattfinden, welches originär Männer betrifft? Ganze ohne Bezug auf das, was Frauen wünschen, wollen, fordern?
Fast scheint es nichts sei katastrophaler, als wenn es Frauen an irgendwas mangelt. Da darf Mann sich sogar zu Kongressen entschließen.
Und natürlich kann es sich nur um das Problem der verunsicherten Männer handeln. Niemals um zornige, frustrierte, gedemütigte, ausgeraubte. Verunsicherte Männer- das ist Labsal vieler Frauen - sie dürfen sich unglaublich mächtig fühlen. Marschrichtungszahl des Kongresses vorgegeben? Bäh!
Nächster Satz:

" Prekär sei vor allem der eklatante Mangel an männlichen Erziehern in Kindergärten und Schulen."

Ah die Experten! Mangel an männlichen Erziehern...
Wo waren diese Experten all die Jahre, als sich Kerle in Foren die Finger wund tippten, um diesen Misstand in die Öffentlichkeit zu tragen? Wo? Wer hat damals die Kritik Roter- und anderer Männer an- geschweige denn aufgenommen ?Wen hat dieser Umstand aus dem Soziomilieu in den zurückliegenden 30 Jahren je gekümmert? Nun also:

"Experten erstmals über den "gefährdeten" Mann."

Sie können nicht anders - JournalistInnen und Experten. Wenn schon über Männer berichten, dann als Mängelwesen, schwach, verunsichert, gefährdet.

Starke Männer, die trotzdem etwas zu sagen, beizutragen hätten, die vielleicht in die Gestaltung zukünftiger Verhältnisse einbezogen werden müssen- Fehlanzeige.

Aber ich höre es schon - besser spät, als nie? Ich schau mal weiter inder onlineWelt:

"Männer in Deutschland sterben fünf Jahre jünger als Frauen, begehen dreimal so häufig Selbstmord, und Jungen sind die eindeutig schlechteren Schüler. Vielfach fehlten den Söhnen in den Familien „emotional präsente Väter“ und in Kindergärten und Schulen verständnisvolle männliche Erzieher, kritisierte der Düsseldorfer Psychoanalytiker Prof. Matthias Franz."

Fault JuornalistInnen eigenlich die Pfote ab, wenn sie gelegentlich die ganze Wahrheit schrieben? Obiger Satz ist ja wahrheitsgemäß; die ganze Wahrheit bedürfte allerdings eines vorgestellten oder nachgestellten Satzes, etwa so: Seit Jahrzehnten weisen Kritiker deutscher frauenzentrierten Politik auf bislang kaum beachte Folgen.

Ich erlaube mir diesen Hinweis, weil die seit langem Fakten sammeln, analysierenden, kritisierenden Männer offenbar nicht zu den Experten zählen.
Um was für ein Experte es sich bei Prof. Matthias Franz handelt habe ich ein wenig ergoogelt, hier ein Blick auf seine Denke: Link

"Die Delegation elterlicher Funktionen an konstant vorhandene, bestens ausgebildete und bezahlte Bezugspersonen beiderlei Geschlechts in Krippen, KiTas und Schulen, welche in der Lage sind kindgerechte Bindungsangebote in kleinen Gruppen oder Klassen besonders für die ganz Kleinen über einen langen Zeitraum zur Verfügung zu stellen, ist wegen unzureichender Ausstattung und Qualifikation immer noch mehr Wunsch als Wirklichkeit...
...Wir müssen den elementaren Zusammenhang von Bindung und Bildung von Beziehung und Erziehung endlich als strategisches gesellschaftliches Projekt begreifen, formulieren und zumindest die vorhandenen Programme auf breiter politischer Basis umsetzen."

Kinderklau? Elternentmündigung im Namen "Unterstützung" ?

Das geht wohl nicht ganz ohne Männer, sie müssen - schwach und verunsichert wie sie nun mal sind- in das strategische gesellschaftlich Projekt "Femistaat und Erziehung" eingebunden werden. Wozu- das überlasse ich der Phantasie des Lesers.

"Es ist höchste Zeit, die kollektive Verleugnung dieser Problemzusammenhänge aufzubrechen-, forderte der Experte vom Institut für Psychosomatische Medizin der Universität Düsseldorf. Rund 350 Wissenschaftler diskutieren hier am 19. und 20. Februar über den "gefährdeten" Mann." So die Welt.

Es ist schon lange Zeit. Nicht um irgendetwas aufzubrechen, was Medien und Experten kollektiv verleugneten und nicht recht zur Kenntnis nahmen: Feministisch unterwanderte Institutionen bis hin zum Staat haben sich ein Scheißdreck um Männer gekümmert. Kollektive werden immer gern bemüht, wenn es eigenes Versagen zu ummänteln gilt. Ich vernehme schon einige Jahrzehnte das Volk grummeln , das dies oder jenes nicht richtig sei...
Freilich nicht so exakt, wie es die Leute bei Manndat in den Väter - und Männerforen formulieren. Nicht das Kollektiv leugnet, es sind andere, die Missstände vertuschen. Hier im Forum sind einige der Ignoranten längst mit Namen genannt.

Ich spiele mal Wahrsager und sage das Ergebnis des Kongresses vorher:

Patriarchalische Rudimente müssen beseitigt, alte Männerrollen verändert werden und zwar so, dass sie den Frauenforderungen gerecht werden. In Bezug und Familie sowieso. Kinder gehören mehr als bisher in professionelle Hände, weil Eltern teils zu doof sind, teils in der Arbeitswelt gebraucht werden. Und nicht zu vergessen: Männer müssen von Frauen lernen, wegen deren besserer - anpassungsfähigeren - Sozialisation, einhergehend mit größeren Sozialkompetenzen. Noch im Nebel liegt die Frage nach der Umerziehung des gewaltätigen Mannes. Mag sein, dem geht es diesmal nicht an den Kragen.

Aber halt! Nicht alle Männer müssen alles lernen. Soziologen und Psychoanalytiker sind als starke Männer und Oberlehrer der Nation davon befreit- sie wissen sowieso alles besser und richten deshalb den 1. Männerkongress aus. In Düsseldorf, der Stadt die einer gewissen Tabelle den Namen gibt.

Die kommt auf dem Kongress nicht vor - sagt mir meine Kristallkugel. Scheidungsprobleme bestenfalls in einem Beitrag zu männlicher Bindungsunfähigkeit, vielleicht mit ein wenig Individualproblematik angereichert.Kuckuckskinder auch nicht. Missbrauch mit Missbrauch schon gar nicht.Ihr wisst schon - die ganze Palette tatsächlicherMännerprobleme.

Genug geschaut, ich wende mich schaudernd von meiner Glaskugel und schau auf die Ankündigung, auf das was da kommen wird:

"Die von der Politik derzeit stark protegierten "Neuen Väter" zeigen aber auch, dass bestimmte "Qualitäten" von Männern nach (behauptetem) gesellschaftlichem Bedarf aktualisiert werden" ((Prof. Martin Dinges : Hoffnungen für den neuen Mann?)

"Konzepte zur Bedeutung des Vaters werden Ursachen und Folgen der heutigen,
trennungsbedingten Vaterlosigkeit u.a. auf der Datengrundlage der Düsseldorfer
Alleinerziehendenstudie dargestellt. Auch hier zeigt sich, wie in anderen epidemiologischen
Studien, eine erhöhte psychosoziale Belastung alleinerziehender Mütter..."

(Prof. Matthias Franz)

"Mein Vortrag behandelt die Entstehung der Sexualität in der Evolution und die Konsequenzen die sich daraus im Laufe der Evolution für die Geschlechter ergeben haben."(Prof. Karl Grammer)

Der entwertete Mann (Prof. Walter Hollstein) Zu diesem Mann habe ich genug getippt

"Die verhängnisvolle Fixierung auf die tradierte Männerrolle
Diese Differenz der Geschlechter, auch und gerade ihre gesundheitlichen Unterschiede,sind nicht - wie häufig angenommen wird - genetisch programmiert und festgeschrieben."
Klaus Hurrelmann

Ein wenig Hoffnung auf sachlich wichtige Aspekte heutigen Mannseins hege ich noch bei dem wackeren Amendt, aber langsam trau ich nicht mal mehr ihm, auch verschleißt - wie mir scheint- im Kampf der Windmühlen. Sein Thema:

"Der verlassene Mann

...Es werden Perspektiven zukünftiger entideologisierter Bearbeitungsformen für Scheidung und
Partnerschaftsabbruch dargestellt, die sowohl deren schweren Auswirkungen für die im Konflikt
sprachlos verbundenen Erwachsenen mildern. Die aber ebenso die sequentiellen
Traumatisierungen der Kinder wie die intergenerationellen Weitergaben äußerst
problematischer Erfahrungen unterbinden, die zugleich Elemente einer gesellschaftlich
wirksamen Blockierung der Kinderwunschentstehung sind."


Bin gespannt, was die Experten für uns vorsehen. Die 1. Düsseldorfer Vorhersehung sozusagen. Eugen Maus oder so ist nicht dabei, oder?

Wozu auch.Experten unter sich....
Deshalb erwarte ich nüscht

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Grüße!

© Unke Narrowitsch

--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

Holger, Wednesday, 17.02.2010, 01:02 (vor 5798 Tagen) @ Narrowitsch

Tja, Unke, so ähnlich sehe ich das auch.

Ich hatte lange genug mit der Psychobranche zu tun um zu wissen, wie die drauf sind.
Der natürliche Feind des Psychos sind so Handfeste wie z.B. Chirurgen und Internisten, die der Schulmedizin anhängen. Für die unterscheiden sich die Psychos von ihren Kunden nämlich nur durch den Kittel. Nicht ganz abwegig. Besonders sog. 'Analytikern' gegenüber ist äußerste Vorsicht angezeigt, denn das naturwissenschaftlich besetzte Wort 'Analyse' wird von ihnen schamlos mißbraucht für ihre mitunter esoterisch anmutenden Ergüsse, die dem Wahrsagen ziemlich nahe kommen. Trotz zahlloser Validierungsversuche über nahezu ein Jahrhundert ist es bislang nicht gelungen, den Nutzen solcher 'tiefenpsychoanalytischen Therapien' auch nur annähernd nachzuweisen. Ihr Metier ist der 'Glaube' und ihr Fach deshalb längst Pseudoreligion, vielleicht erinnerst Du Dich an die Inbrunst der 68er, mit der sie den Klassenfeind als psychisch defekt zu brandmarken suchten.

Der Religionsstifter Freud immerhin wurde aufs Alter hin verträglicher indem er gestand, nach dreißig Jahren leider nicht begriffen zu haben, was Frauen eigentlich wollen- der berühmte Fall 'Dora' mag dazu einiges beigetragen haben.
Wie sich Psychogehabe auch als Machtinstrument einsetzen läßt, hat als erster sein vom reinen Glauben abgefallener Schüler C.G.Jung bewiesen, indem er keck eine 'Menage à droit' mit zwei Weibern in seinem Hause installierte- über den Ausgang der Chose sind allerdings recht differente Ansichten überliefert.
Ich jedenfalls bin vor Jahren damit gescheitert, was ich heute nachvollziehen kann:
"Du bist um die Fünfzig und nach einem langen Marsch durch die Wüste,den Du in fremden Diensten machtest, entdeckst Du eine feuchte Oase, in der Du Dich ein bißchen erquicken willst. Deine Alte gerät in Panik, denn sie weiß, was die Neue will...."

Der Mann als Mangelwesen ist das Thema dieses Kongresses, wie bei sämtlichen der genannten 'Forscher'auch und es hat mich mit Ingrimm erfüllt, einen klugen Kopf wie A.H. sich deren Mainstream unterwerfen zu sehen.

Als Mann sage ich einfach: arschlecken, ihr Wichser und halte es mit den Bremer Stadtmusikanten, daß man etwas Besseres als den Tod allemal findet. Ich WILL nicht als Präparatl herhalten für die pathologischen Pathologen, sondern sie für völlig überflüssig erklären.
Dazu gehört auch Amend: 'Der verlassene Mann'. Beschämend. Das ist doch kein Drama! Jeder wurde irgendwann von irgend jemand verlassen. Gerade heute in den progressiven Zeiten. Wegen Mundgeruch oder Fußpilz oder ähnlich Dramatischem. Da eine Männerkrise draus zu machen gebürt einem Platz auf der Bühne und nicht in unserer Lebenswirklichkeit.

Natürlich muß auch die 'tradierte Männerrolle' auf den Sektionstisch, ganz entsprechend den in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der feministischen Definitionshoheit vollzogenen Kotau's.

Die ist allerdings passée.
Wir spielen nämlich kein Affentheater mehr mit.
Sollen unsere progressiven Konferenzler jemanden einladen, der über Jungfrauenzeugung bei Haifischen referiert. Gerne. Aber ohne uns. Und das ist das gefühlte, irgendwie geschwante, so wenig verbaliesierbares Problem unserer 'Helfer'.
Warum sollten wir uns unablässig äußern zu Scheißdreck?
Welche Bedeutung hat für uns das exquisite Warenangebot im Alsterhaus?
Ist der Fick mit der Friseuse es wert, auch noch stundenlang ihr dämliches Geschwätz uns anhören zu müssen oder- noch schlimmer-das der grünen Pädagogin?

Der Fall des Pädagogen 'Leo Brux' sei Lehrbeispiel: wie soll man dessen fortgesetzte Destruktion anders stoppen als mit 'Rübe ab'?
Fragen über Fragen...

Grammer ist eingeladen. Das lila Arschloch, das den Untergang des Männlichen seit 20 Jahren propagiert.

Wir sollten das Kongresslein der Unsäglichen einfach ignorieren und für uns überlegen, was gut für uns ist. Sicher nicht die 'Erkenntnisse' der 'modernen Männerforschung'. Das ist gewiß.


Holger, nächsten Monat unterwegs in Norwegen, um Tiere zu töten.

Sehr witziger Text. (kwt)

Movemen, Wednesday, 17.02.2010, 02:14 (vor 5797 Tagen) @ Holger

- kein Text -

Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

Narrowitsch, Berlin, Wednesday, 17.02.2010, 10:56 (vor 5797 Tagen) @ Holger

Tja, Unke, so ähnlich sehe ich das auch.

Ich hatte lange genug mit der Psychobranche zu tun um zu wissen, wie die
drauf sind.

Du Armer!

Der natürliche Feind des Psychos sind so Handfeste wie z.B. Chirurgen und
Internisten, die der Schulmedizin anhängen.

Wenn ich, ähm, nicht irre, ist ihnen alles messbare, beweispflichtige greulich, oder?

Für die unterscheiden sich die
Psychos von ihren Kunden nämlich nur durch den Kittel. Nicht ganz abwegig.

[image]

Besonders sog. 'Analytikern' gegenüber ist äußerste Vorsicht angezeigt,
denn das naturwissenschaftlich besetzte Wort 'Analyse' wird von ihnen
schamlos mißbraucht für ihre mitunter esoterisch anmutenden Ergüsse, die
dem Wahrsagen ziemlich nahe kommen.

Jow, so kenne ich das auch. Wer nichts bares hat, geht borgen. Die Kaffeesatzleser der Seele - so mein Verdacht- zog es schon immer gern auf fremde Felder; Begriffe gemaust, neu definiert und schon ist (pseudo-) wissenschaftliche Terminologie gefunden, mit der Onkel Doktor hausieren geht. Der Narziss kam so zu ner neue Bedeutung, Ödipus auch, Analyse von Schiller geborgt und Symbiose, diese erstaunliche, soziale Erscheinung aus der Natur, bekam ne negative Konnotation verpasst... Abramakabra...Hokuslokus. Für mich erstaunlich - die Kreditaufnahme erfolgt gern beim Theater, zur Rollentheorie bedarf es nur noch eines Tippelschritts, Zinsen zahlt niemand, Tilgung--phhh.
Betrug liegt in der Luft. Geht mir runter, wie klare Kloßbrühe:

Trotz zahlloser Validierungsversuche
über nahezu ein Jahrhundert ist es bislang nicht gelungen, den Nutzen
solcher 'tiefenpsychoanalytischen Therapien' auch nur annähernd
nachzuweisen. Ihr Metier ist der 'Glaube' und ihr Fach deshalb längst
Pseudoreligion, vielleicht erinnerst Du Dich an die Inbrunst der 68er, mit
der sie den Klassenfeind als psychisch defekt zu brandmarken suchten.

Nicht mehr ganz, aber ich erinnere mich an viel Triebtheorie zur Rechtfertigung jeder sexuellen Ausschweifung. Ich gebe zu, ich bin u.a. auf diese Schippe gesprungen und ich schäme mich heute dafür.

Der Religionsstifter Freud immerhin wurde aufs Alter hin verträglicher
indem er gestand, nach dreißig Jahren leider nicht begriffen zu haben, was
Frauen eigentlich wollen- der berühmte Fall 'Dora' mag dazu einiges
beigetragen haben.

Ist das nicht jenes arme Opfer, welches er mit voyeuristischer Lust, zu Geständnissen sexueller Träumereien quälte? Oder verwechsle ich diesen Fall mit dem Fall der Frauenrechtlerin Pappenheim? Eigentlich Wurscht, oder? Soweit ich dunkel erinnere - mein Unterbewusstsein lässt nach- begann Vadder Freud seine psychowissentschaftliche Laufbahn mit Koks, welchem er zugetan war und mit dessen Hilfe er Rauschgiftsucht bekämpfen wollte. Erfolgtlos. Sodann widmete er sich wohl mit seinem Spießgesellen Breuer der Bekämpfung von Impotenz mittels Nasenoperationen. Auch nicht sehr erfolgreich. Etwas neues musste her, eine neue Theorie, die auf weniger als 2 Dutzend Fallbeispiele beruht - von denen wohl nicht eines der Heilung teilhaftig wurde- und den Vorteil mit sich brachte, zahlenmäßig nichts beweisen zu müssen, aber alles behaupten zu dürfen. Und das fiel bei der kunstintellektuellen Elite auf fruchtbaren Boden,sie befand sich gerade in einer Krise. Freuds Lehre von freie Assoziation ließ von nun an assoziieren, was das Zeugs hält und sie tut es noch immer, quasi- religiös, an Validierungen nicht gebunden. Ich weiß, dass Du das alles weißt. Vermutlich besser als ich. Aber vielleicht wissen unsere jüngeren Neuzugänge nichts davon, sie waren und sind dem Gefasel derart ausgesetzt, dass nachfragn schwer fällt.

Wie sich Psychogehabe auch als Machtinstrument einsetzen läßt, hat als
erster sein vom reinen Glauben abgefallener Schüler C.G.Jung bewiesen...

*Ächz* *Stöhn* - da wird mir ganz archetypisch und das kollektive - quasi per Geburt ererbte - Bewusstsein beginnt in mir zu schmerzen.

Der Mann als Mangelwesen ist das Thema dieses Kongresses, wie bei
sämtlichen der genannten 'Forscher'auch und es hat mich mit Ingrimm
erfüllt, einen klugen Kopf wie A.H. sich deren Mainstream unterwerfen zu
sehen.

Jow, viel Schpass macht das nicht; eingeladen war er trotzdem nicht, obwohl er es sich verdient hat.

Ich WILL nicht als Präparatl herhalten für die pathologischen Pathologen,
sondern sie für völlig überflüssig erklären.

Aber nicht alle über einen Kamm scheren,gelle, vielleicht gibt es ja auch gute. hö hö hö...

Dazu gehört auch Amend: 'Der verlassene Mann'. Beschämend. Das ist doch
kein Drama! Jeder wurde irgendwann von irgend jemand verlassen. Gerade
heute in den progressiven Zeiten. Wegen Mundgeruch oder Fußpilz oder
ähnlich Dramatischem. Da eine Männerkrise draus zu machen gebürt einem
Platz auf der Bühne und nicht in unserer Lebenswirklichkeit.

Als Rollenmodell sozusagen, ja.

> Die ist allerdings passée.

Wir spielen nämlich kein Affentheater mehr mit.
Sollen unsere progressiven Konferenzler jemanden einladen, der über
Jungfrauenzeugung bei Haifischen referiert. Gerne. Aber ohne uns.

Jow. Im Wolkenkuckucksland ist fein parlieren, da wollen wir nicht stören, solange sie unter sich bleiben.

Der Fall des Pädagogen 'Leo Brux' sei Lehrbeispiel: wie soll man dessen
fortgesetzte Destruktion anders stoppen als mit 'Rübe ab'?

Ach was! Wozu? In ein paar Jahrzehnten zeigen Kinder mit Fingern auf solche Typen, so wie es einst dem Dorftrottel geschah. Das Erlebnis gönne ich ihm vom Herzen und hoffe auf die erbarmungslose Biologie, die ihm das Los nicht nehmen sollte.

Wir sollten das Kongresslein der Unsäglichen einfach ignorieren und für
uns überlegen, was gut für uns ist. Sicher nicht die 'Erkenntnisse' der
'modernen Männerforschung'. Das ist gewiß.

Jow. Richtig tolles Gefühl, wenn mann auch mal verstanden wird.

Holger, nächsten Monat unterwegs in Norwegen, um Tiere zu töten.

Beneidenswert und ein kräftiges "Pfui"! Lass Dich nicht von der Elchin knutschen und grüß die dortige Frauerpowertrauer!

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© Narrowitsch

--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.

Ja es nervt!

ajk, Wednesday, 17.02.2010, 12:03 (vor 5797 Tagen) @ Narrowitsch

Und zwar gewaltig!

Immer dieses "Frauen werden leiden wenn es Männern schlecht geht". Als ob es nicht negativ wäre wenn Männer leiden. Zum Kotzen!

und natürlich läuft es alles auf "Umerziehung des Mannes" hinaus.

Meiner Auffassung nach ist die "tradierte Rolle" das beste was es gab. Das Problem ist nur das die "tradierte Rolle" (Es ist keine Rolle, man spielt nicht!) absichtlich negativ intepretiert worden ist..

/ajk

--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

ajk, Wednesday, 17.02.2010, 12:06 (vor 5797 Tagen) @ Holger

Hmmm Tiere töten.. Leckere Tiere? :)

Ja wir können den Scheiss links liegen lassen. Wird Zeit das wir selber was auf die Beine stellen.

/ajk

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Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

Welt Online zum Männerkongress: Experten fordern mehr Gerechtigkeit für Männer

Holger, Wednesday, 17.02.2010, 17:25 (vor 5797 Tagen) @ Narrowitsch

Natürlich habe ich etwas übertrieben beim Niedermachen der Psychos, aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Zu bescheuert ist ein guter Teil der Vertreter dieser Zunft, vor allem die sog. Analytiker. Und mein Schnack mit dem Kittel kommt auch nicht von ungefähr: die Zahl derer, die aus eigener psychischer Bemacktheit diese Fachrichtung einschlägt in der Hoffnung, sich dann selbst heilen zu können (was natürlich schon gar nicht geht), ist nicht zu unterschätzen.

Es gab und gibt aber recht berühmte und außerordentlich fähige Gestalten auf dem Gebiet der Psychiatrie, die große alte deutsche Psychiatrie mit Männern wie Jaspers, Bleuler und Nissl brachte es zur Weltgeltung und revolutionierte Diagnostik und Therapie vor allem der Psychosen und dank dieser Kapazitäten ist ein Gutteil der psych. Erkrankungen heilbar geworden. Auch heute gibt es da noch Figuren von Format- besonders denke ich an Manfred Lütz, Chef einer Kölner Psychiatrie, auch bekannt durch Kabarettauftritte und ganz wunderbare Bücher, der ein Ausbund an Bescheidenheit, Geist, Solidität und Witz ist (Lesebefehl: "Lebenslust- wider die Diätsadisten, den Gesundheitswahn und den Fitnesskult").

Aber wo viel Licht ist, gibt es auch reichlich Schatten: Nach dem Beschluß der weisen Politik wurde vor 15 Jahren fortan die Psychotherapie ambulante Kassenleistung und jede eingebildete Psychologie- Schnepfe konnte nach kurzer Weiterbildung (heißt 2 Jahre im Tross mitlaufen bei der Visite in einer Psychiatrie) den Titel "klinischer Psychotherapeut" ersitzen und war danach am Fleischtopf der Krankenkassen. Getreu der kapitalistischen Lehre, daß Angebot auch Nachfrage schafft, wurden die sog. 'Psychotherapeuten' die gefragteste Gruppe im Gesundheitssystem überhaupt- Wartefristen von einem Jahr sind keine Seltenheit. Psychotherapie ist in, seit es keine Pfarrer mehr gibt als seelische Schuttabladeplätze, glaubwürdig ist nur noch der Therapeut, auch wenn er ein Scharlatan ist und die Grenze zum Religiösen überschreitet.
Psychotherapie ist eine erlernbare, solide Technik, die aber Grenzen hat und nicht jede Verrücktheit wegzaubern kann, das wird von den Therapeuten oft selbst nicht beachtet. Hinzu kommen fehlende Standards und ca 100 verschiedene Schulen. Sowas führt zu Wildwuchs und erinnert sei an den Großmeister in Berlin kürzlich, der mittels psychotroper Substanzen gleich mehrere seiner Kunden ins Jenseits schoß. Hoppala- war nicht so gemeint, fiel ihm dazu ein. Allerdings sind die ganzheitlich- ökologisch- empathischen auch nicht viel besser und ruinieren zumindest das Kassenbudget- keine andere Gruppe verursacht so viele unnütze Zusatzuntersuchungen rein zum Ausschluß irgendwelcher übler Krankheiten wie die Psychos.

Die heutige Psychobranche ist weiblich- auf beiden Seiten. 80% der Kundschaft ist XX - wenn das mal kein Beweis des Frauen krankmachenden Patriarchats ist! Und so manch wundersame Heilung nach jahrelanger Malaise tritt erst ein, wenn die Erwerbsunfähigkeitsrente durch ist. Die Frühverrentung von Frauen läuft fast immer auf dieser Schiene und erklärt ihr deutlich früheres Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. Müßte man mal durchrechnen, was billiger käme- horrende Therapiekosten versus Rentengewährung durch einfache Vorlage eines XX- Chromosomensatzes.

Es gäbe noch vieles vorzutragen- aber jez is bald Feieramd und ich muß lous.
Feine Sache- UMTS!

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