Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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gut so...

M., Monday, 15.02.2010, 04:21 (vor 5799 Tagen) @ ajk

Oh, Gott: Das ist ja immer noch so langweilig hier! (Und immer noch die ewig selben öden Typen!) Na ja, heute wird ja alles totgeredet... ("Aiki-doof" als Kampfsport szs.; "Mus Lim" terrorisiert jetzt sogar schon das Manndat-Forum, wie ich gestern gesehn hab.) Apropos: Heute einen interessanten Satz gefunden: "Eine Frau tut, was der Mann will, sobald er verlangt, was sie wünscht!" Gar nicht schlecht (könnte von mir stammen), aber vielleicht etwas zu hoch für dieses "Leierkasten"-Forum (ewig dieselbe Leier)? Wo ich ihn gefunden hab? Och, in quasi 'nem ähnl. sinnlosen "Forum":

Ich hatte mich gefragt, warum es Männern "naturgegeben" in der rechten Handfläche juckt, 'nem schönen Frauen-Po ("Arsch" zu sagen ist genauso verpönt) einen Klaps verpassen zu wollen? Und dabei, wie erwartet, einen interessanten Widerspruch aufgedeckt: Wie frau einerseits jedes Lustempfinden dabei weit von sich weist, während sie andernorts doch zugibt - das leise "Klatschen" als sex. Antörner zu genießen?

"Antörner" ... by the Way (müßte es hier auch mal geben, aber diesen undankbaren Job übernehm ich bekanntl. nicht mehr): Soeben auf 3Sat "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" v. Anno '71 gesehn. Dachte ja, der groteske Scheiß (der in vielen Teilen sogar erstaunlich wahr ist!) wäre von Fassbinder oder so. Stimmte aber nicht: Rosa v. Praunheim hatte dieses "Manifest" inszeniert.

Warum ich das zitiere? Na, ganz einfach: Vielleicht solltet ihr euch (falls ihr so nicht weiterkommt, was Mann voraussehen kann) wenigstens mal an der Schwulenbewegung ein Bsp. nehmen (die hatten ja auch unter ihren "Ängsten" zu leiden) und ebenfalls ein Skandal-Filmchen drehn (müßte doch heut schon rein techn. viel leichter zu bewerkstelligen sein)? Und dabei v. Praunheims Titel einfach zu euerm Gusto umformulieren: "Nicht der Mann ist schlecht, sondern die Situation, in der er lebt".

Und die Film-Ankündigung von damals gleich mitbenutzen: "Er richtet sich nicht an die Gesellschaft, sondern an die Männer selbst. Unsere These: Die schlechte Situation, in der wir leben, ist hausgemacht. Tenor ist, daß Männer ihre unmäßige Angst überwinden und aus ihren Verstecken kommen sollen, um solidarisch und kämpferisch miteinander für eine bessere, gleichberechtigtere Zukunft anzutreten. Dadurch werden wir zum Auslöser für die Entstehung der modernen deutschen und europäischen Männerbewegung."

Und weiter (frei nach v. Praunheim): "Der Film ist geprägt von Wut und Frust, die sich in unserem bisherigen Männer-Leben aufgestaut haben. Wir sind davon überzeugt, daß wir nicht immer nur passiv auf die Nettigkeit der Gesellschaft warten können, damit sich für uns etwas zum Vorteil verändert. Unser Film soll provozieren, Frauen und Männer aus ihrer Ruhe und ins Gespräch bringen. Wir wollen auf keinen Fall einen Film, der die Männer glorifiziert oder bemitleidet. Uns ist es wichtig, die beschissene Situation der Männer schonungslos aufzudecken."

Ich schau in zwei, drei Monaten (vielleicht) mal wieder rein...


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