Das Trauerspiel von Afganistan von Theodor Fontane
http://www.internetloge.de/arst/afghan.htm
Der Schriftsteller Theodor Fontane (1819 - 1898) leitete in London als Auslandskorrespondent 1855 - 1859 die im Auftrag des preussischen Ministerpräsidenten Otto Freiherr von Manteufel erscheinende deutsch-englische Korrespondenz. Mit dieser Ballade beschreibt er 1857 den katastrophalen Ausgang des ersten der drei anglo-afghanischen Kriege (1839 - 1842). In diesem Konflikt versuchten Briten und Russen die koloniale Vorherrschaft in Zentralasien zu erringen.
Die Ballade ist kaum bekannt, aber auf Grund der Ereignisse in Afghanistan immer noch aktuell. Es ist daher vielleicht ganz interessant, sie einmal näher zu betrachten und hintergründig zu analysieren, den geschichtlichen Hintergrund zu durchstöbern und damit die Ballade lebendig werden zu lassen. Sie mit zeitgenössischen Bildern zu illustrieren und Texte heranzuziehen, die auch Fontane kannte. Denn man sieht nur, was man weiß, sagte er einmal.
Das Trauerspiel von Afghanistan von Theodor Fontane
Interessant ist, das gerade die Afghanistankonferenz in London stattfindet. Ausgerechnet in London, obwohl die Briten drei Kriege in Afghanistan verloren haben. London setzt auf Gedächtnisschwund.
Die Deutschen sollen 50 Mill. Euro an Steuergeldern für Schmiergelder an korrupte Taliban abdrücken, damit sie die Fronten wechseln, obwohl schon die Hälfte der ausgebildeten Soldaten und Polizisten samt Waffen zu den Taliban übergelaufen sind. Das nur am Rande.
Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.
Das Trauerspiel von Afghanistan von Theodor Fontane
So bedauerlich es ist, Rosi, Klassiker werden in deutschen Schulen seit ca. 40 Jahren nicht mehr vermittelt. Ein Scholl- Latour ist bestenfalls gut zur Lächerlichmachung durch eine jüdische Lobbyistin und in deutschen Schulbüchern tobt sich die politisch korrekte Schwuchtel aus.