Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Rechte

Garfield, Tuesday, 02.02.2010, 16:55 (vor 5811 Tagen) @ ajki

Hallo ajk!

Gibt es in der Deutschen Politik und Kultur nicht mehr.

Doch, aber sie stören die Pläne der oberen 10.000 heute eher und werden deshalb gern totgeschwiegen oder diffamiert.

Linke gibt es übrigens de facto gar nicht mehr, dafür aber jede Menge Pseudo-Linke die entweder niemals Ideale hatten oder aber sie dem schnöden Mammon geopfert haben. Also Typen wie Schröder oder Fischer.

Die NSDAP war eine Linke (nationalistische) Arbeiterpartei...

Die NSDAP war definitiv rechts, mußte aber aufgrund der Konkurrenz durch die KPD einige linke Forderungen übernehmen. Deshalb propagierte sie z.B. den "Kampf gegen die Hochfinanz". Das war nach Hochinflation und Wirtschaftskrise vielen Menschen in Deutschland eben wichtig. Als Hitler dann aber an der Macht war, war davon keine Rede mehr. Nun mußten nur einige jüdische Geschäftsleute als Sündenböcke herhalten. Hitler hat den deutschen Großkonzernen gut zugearbeitet, u.a. durch Verbot der Gewerkschaften und Einfrieren der Löhne. Die NSDAP ist deshalb auch nie eine Arbeiterpartei gewesen. Sie nannte sich nur so, um Anhänger zu gewinnen.

Das Urchaos entstand aber 1918 als die "Revolution" im Deutschen Reich losging.

Die Probleme begannen schon 1914. Das Deutsche Reich gehörte zu der Zeit zu den Ländern, denen so ein Krieg mehr schaden als nutzen konnte. Man hat sich da leichtfertig hinein ziehen lassen, und das hätte nicht passieren dürfen.

Selbst wenn das Deutsche Reich diesen Krieg gewonnen hätte, dann hätte das auch nur Probleme erzeugt. Zu Beginn des Krieges, als es im Westen gut voran ging und die Front im Osten mit den dortigen schwachen Kräften gegen die russische Übermacht stabilisiert und gehalten werden konnte, stellten ja einige deutsche Länder wie z.B. Bayern schon Forderungen nach Gebietsausdehnungen. Wahrscheinlich wäre das Deutsche Reich nach einem siegreichen Ersten Weltkrieg durch Streitigkeiten zwischen den Ländern um die Beute wieder in Einzelstaaten zerfallen, womöglich noch mit einem Bürgerkrieg.

Der Erste Weltkrieg hat dann viel Leid und Elend erzeugt, was wiederum zu Unruhen und teilweise zu Revolutionen führte. In Deutschland schaffte man es aber wieder einmal mit Hilfe der zu dieser Zeit längst ins System integrierten SPD, die Revolution von unten abzublocken und sie durch eine Revolution von oben zu ersetzen. Dabei mußte der Kaiser und weitgehend überhaupt der Adel geopfert werden, aber ansonsten blieben die etablierten Eliten erhalten.

Ab dann war das Deutsche Reich (ein High Tech Land das sehr erfolgreich in Konkurrenz zog..) ohne Steuerung und ein Spielball der Grossmächte.

Nach dem Ersten Weltkrieg war das Deutsche Reich zwar geschwächt, aber noch ein souveräner Staat. Der Einfluß der USA war noch nicht so übermächtig, Großbritannien war damit beschäftigt, seine Schulden bei den USA abzustottern und sein Empire gegen die Pläne der US-Regierung zu erhalten, Frankreich wollte keinen Alleingang riskieren und die Sowjetunion war noch keine Supermacht, sondern damit beschäftigt, das durch den Ersten Weltkrieg sowie durch Interventions- und Bürgerkriege verheerte Land wieder aufzubauen.

Erst nachdem Hitler sein Drittes Reich versiebt hat, kam Deutschland vollends unter Kontrolle fremder Mächte.

Freundliche Grüße
von Garfield


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