Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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OT: Hirnforschung

Krankenschwester, Saturday, 30.01.2010, 15:37 (vor 5815 Tagen) @ Krankenschwester

Allerdings war der Proband ein ausgewachsener Atlantik-Lachs, 46 Zentimeter lang, 1,7 Kilogramm schwer. Und der Fisch war unbestreitbar tot, gekauft im Supermarkt nebenan. Ein Jux?

Das Forscherteam um Craig Bennett von der University of California in Santa Barbara verfolgte mit dem absurden Lachsexperiment eine durchaus ernsthafte Frage: Wenn ein toter Fisch im Tomografen Signale wie ein lebendes menschliches Gehirn aussendet - wie verlässlich und glaubwürdig sind dann die Ergebnisse der Hirnforschung mit Menschen?

Seine Befunde erklärt Bennett mit statistischen Effekten. Werden Zehntausende von Volumen- Einheiten, "Voxels", des Hirns mit dem Tomografen gescannt, besteht immer die Möglichkeit falsch positiver Ergebnisse. "Es ist, als ob ein Anfänger ins Zentrum einer Dartscheibe zielt: Je mehr Pfeile er hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er trifft - obwohl er das Spiel eigentlich gar nicht beherrscht."

Bei den Aufnahmen des Fischhirns wurden rund 8000 Voxels gescannt, bei echten Untersuchungen am Menschen sind es meist 60 000 - was die Wahrscheinlichkeit merkwürdiger, sogenannter Voodoo-Korrelationen noch weiter erhöht.

Die gute Nachricht: Wer sich des Problems bewusst ist, kann die fehlerhaften Daten mithilfe statistischer Korrekturmethoden ausschließen. Leider lassen viele Forscher diese Sorgfalt nicht walten. Bennett: "Wir wollen, dass diese Form der Berichtigung zum Standard in der Neuro-Bildgebung erhoben wird."

Geo

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Unmenschlichkeit - eine bemerkenswerte charakteristische Eigenschaft des Menschen.
(Ambrose Gwinnet Bierce)


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