Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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OT: Hirnforschung

Krankenschwester, Saturday, 30.01.2010, 15:35 (vor 5815 Tagen)

Neurowissenschaft: Vom Kopf her schlecht
Ergebnisse der Hirnforschung sind zuweilen äußerst fragwürdig. Das beweist ein toter Fisch

Die Neurologen hielten sich peinlich genau an die Vorschriften eines wissenschaftlichen Experiments. Zunächst wurde, wie in solchen Fällen gefordert, dem Probanden der Ablauf des Experiments erklärt. Danach lag er für gut fünf Minuten im Kernspintomografen. Alle zwölf Sekunden wurde ihm ein anderes Bild eines Menschen mit verschiedenen Gemütsregungen gezeigt, 15 Bilder insgesamt. Die unterschiedlichen Reaktionen im Hirn des Probanden waren deutlich zu erkennen. Ein Allerweltsexperiment also.


Aber was hat damit ein toter Fisch zu tun?

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Unmenschlichkeit - eine bemerkenswerte charakteristische Eigenschaft des Menschen.
(Ambrose Gwinnet Bierce)

OT: Hirnforschung

Krankenschwester, Saturday, 30.01.2010, 15:37 (vor 5815 Tagen) @ Krankenschwester

Allerdings war der Proband ein ausgewachsener Atlantik-Lachs, 46 Zentimeter lang, 1,7 Kilogramm schwer. Und der Fisch war unbestreitbar tot, gekauft im Supermarkt nebenan. Ein Jux?

Das Forscherteam um Craig Bennett von der University of California in Santa Barbara verfolgte mit dem absurden Lachsexperiment eine durchaus ernsthafte Frage: Wenn ein toter Fisch im Tomografen Signale wie ein lebendes menschliches Gehirn aussendet - wie verlässlich und glaubwürdig sind dann die Ergebnisse der Hirnforschung mit Menschen?

Seine Befunde erklärt Bennett mit statistischen Effekten. Werden Zehntausende von Volumen- Einheiten, "Voxels", des Hirns mit dem Tomografen gescannt, besteht immer die Möglichkeit falsch positiver Ergebnisse. "Es ist, als ob ein Anfänger ins Zentrum einer Dartscheibe zielt: Je mehr Pfeile er hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er trifft - obwohl er das Spiel eigentlich gar nicht beherrscht."

Bei den Aufnahmen des Fischhirns wurden rund 8000 Voxels gescannt, bei echten Untersuchungen am Menschen sind es meist 60 000 - was die Wahrscheinlichkeit merkwürdiger, sogenannter Voodoo-Korrelationen noch weiter erhöht.

Die gute Nachricht: Wer sich des Problems bewusst ist, kann die fehlerhaften Daten mithilfe statistischer Korrekturmethoden ausschließen. Leider lassen viele Forscher diese Sorgfalt nicht walten. Bennett: "Wir wollen, dass diese Form der Berichtigung zum Standard in der Neuro-Bildgebung erhoben wird."

Geo

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(Ambrose Gwinnet Bierce)

OT: Forschungsmarketing

Borat Sagdijev, Saturday, 30.01.2010, 21:10 (vor 5814 Tagen) @ Krankenschwester

Der Masse kann Forschung halt besser kommuniziert werden wenn "Hirnforscher" durch das Anschauen von MRT Bildern Gedanken Lesen.
Ist aber auch nicht mehr so neu, da muss man schon die Gedanken toter Fische lesen um wieder etwas Aufmerksamkeit zu bekommen.

Geo ist wohl ein prekäres Forschungsmagazin:

Seine Befunde erklärt Bennett mit statistischen Effekten. Werden Zehntausende von Volumen- Einheiten, "Voxels", des Hirns mit dem Tomografen gescannt, besteht immer die Möglichkeit falsch positiver Ergebnisse.
...
Die gute Nachricht: Wer sich des Problems bewusst ist, kann die fehlerhaften Daten mithilfe statistischer Korrekturmethoden ausschließen. Leider lassen viele Forscher diese Sorgfalt nicht walten. Bennett: "Wir wollen, dass diese Form der Berichtigung zum Standard in der Neuro-Bildgebung erhoben wird."

Was sind eigentlich "falsch positive" Ergebnisse?

Es hat wohl einer eine Methode des Gedankenlesens aus MRT Bildern erfunden die er für besser hält und scheut nicht prekäre Forschungsmagazine um dafür zu Werben.

Oder evtl. ist es "nur" Werbung für einen neuen Algorithmus der MRT Bildberechnung aus den Rohdaten der Messung.
Denn diese Rohdaten sind vom angezeigten Bild ungefähr soweit entfernt wie eine (auch hörbare) Raumakustik von einem Foto des Raums.

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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

OT: Forschungsmarketing

Roslin, Sunday, 31.01.2010, 01:33 (vor 5814 Tagen) @ Borat Sagdijev
bearbeitet von Roslin, Sunday, 31.01.2010, 01:36

Was sind eigentlich "falsch positive" Ergebnisse?

Es werden Raumkompartimente des Gehirns als aktiviert angezeigt, die nicht aktiv sein können, weil der Fisch ja mausetot ist.
Ja, ich denke auch, es geht um einen neuen, verbesserten Algorithmus, nichts Sensationelles eigentlich.

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