Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Hirnforscher Hüther über Jungs

Christine ⌂, Friday, 29.01.2010, 11:34 (vor 5816 Tagen)

Anfang Januar fragte "Der_Dezentrale" in diesem Forum nach Gerald Hüthers Buch "Männer - das schwache Geschlecht und sein Gehirn" hier
Nun habe ich ein Interview mit ihm in der FAZ gefunden, welches hinreichend Aufklärung über den Hirnforscher gibt.

"Das Wichtigste wäre ein richtig guter Vater"

02. November 2009 Der Hirnforscher Gerald Hüther fordert im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bessere Vorbilder für Jungs. Dafür aber müssten Männer umdenken.

http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~E074B1FC9362847B88B38FEB8A954655B~ATpl~Ecommon~Scontent....

Interessant sind in diesem Fall - wie sooft - die Antworten auf diesen Artikel. Einen Beitrag stelle ich stellvertretend ein.

Henning Veitgen (Parzival_v_d_Draeuen)

Ich kann an keiner Stelle des Interviews erkennen, dass Hüther für etwas anderes steht, als die Erwartungshaltung von Frauen an Männer zu zementieren. Neben den längst widerlegten Vorurteilen über männlich-emotionale oder männlich-genetische Unzulänglichkeit schafft Hüther es noch nebenher, den Männern die Schuld an scheiternden Buben aufzuhalsen, nachgerade so, als sprächen nicht unzählige Kohorten der Statistik davon, dass Kinder, die in dysfunktionalen Rumpf- und Restfamilien aufwachsen, erhebliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Da werden Männer in den Seligkeiten eines Alleinerziehenden-Mainstreams entsorgt und das Männliche sollen auch noch dafür büßen, sich neu erschaffen, wo aufgrund des Männer-Bashings pädagogische Wüste ist. Man kann Hüther nur raten, sich in eine Schwitzhütte oder ein Bootcamp zur Meditation zurückzuziehen, damit ihm bewußt wird, dass er in seinen Ansichten zu einer Generation gehört, die das existierende Elend erst möglich gemacht hat. Realistisch und im Nachhinein betrachtet wird es Zeit, dass die Frauenflüsterer endlich abtreten, zumal sie nur eine marginale Schicht der Gesellschaft vertreten, die die mediale Präsenz mit Wirkmächtigkeit verwechselt.

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein


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