Studie widerlegt Vorurteil über Eifersucht
Psychologie
Studie widerlegt Vorurteil über Eifersucht
28. Januar 2010 Die Ausprägung von Eifersucht hängt entgegen dem gängigen Vorurteil nicht in erster Linie vom Geschlecht ab. Stattdessen entscheidet das von einem Menschen angestrebte Beziehungsideal darüber, ob er von seinem Partner eher sexuelle oder emotionale Treue erwartet. Das Thema Eifersucht steckt voller Klischees: Männer, so heißt es, können den Gedanken nicht ertragen, dass ihre Partnerin fremdgeht. Frauen, so glauben auch viele Wissenschaftler, gehe es dagegen vorrangig um die emotionale Treue ihres Partners.
Wissenschaftlich lässt sich dieses stereotype Denken durchaus plausibel begründen: Evolutionsbiologen erklären die vermeintliche sexuelle Eifersucht des Mannes mit der Annahme, dieser wolle gewährleisten, auch wirklich Vater der Nachkommen zu sein. Frauen setzen demnach eher auf emotionale Hingabe, weil sie einen vertrauenswürdigen Mann suchen, der sich auch um den Nachwuchs kümmert.
DS