Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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In den Medien? Natürlich!

Narrowitsch, Berlin, Thursday, 28.01.2010, 15:44 (vor 5816 Tagen) @ Eugen

Nein, sie sind clever. Interessanter als die ewig gleiche Mär vom
Minderverdienst der Frauen ist nämlich die Tatsache, wie sie zustande
kommt.

Genau so ist dem.

Da gibt es jede Menge Journalistinnen, wie hier etwa Theresa Münch
oder Britta Schultejans. Meist sind sie Freiberuflerinnen. Und sie wissen
was der Markt will. Der Markt - das ist der Frauenmarkt. Die schreiben
etwas, nicht zufällig über sog. Frauenthemen, zumindest weil sie wissen,
dass sie in jedem großen Medium ein Ressort finden, dass ihnen ihren Käse
abkauft.

Auch das ist wohl so. Dagegen wäre auch nur wenig einzuwenden, kämen die Öffentlich-Rechtlichen Medien ihren Aufträgen nach. Schwerer wiegt allerdings das Problem, wie dieser Markt funktioniert. Die Frontberichterstattung vom Geschlechterkrieg interessiert das Gros Männer noch immer nicht, sie bevorzugen Politik, Sport, Wirtschaft, Technik bei der Zeitungslektüre. Wo keine nennenswerte Nachfrage, dort gibt es auch kein nennenswertes Angebot. Warum das so ist, bleibt mir ein unerklärliches Phänomen. Begreifen die Millionen Opfer feministischen Meinungsterrors nicht, warum ihnen das Messer ihrer PeinigerInnen an der Kehle sitzt? Wollen sie es nicht wissen?

Natürlich hat die Zeit ein Frauenressort, NTV eine Frauenspalte,
usw. Sie brauchen nicht mal die Redaktionen selbst abzuklappern. Das macht
dann die DPA für sie. Das haben sie sich fein eingerichtet, die Mädels.
Ein richtiger Selbstläufer. Und so verbreitet sich selbst die Lüge über die
Lande, mit einer Geschwindigkeit, dass die Wahrheit sie auf den schnellsten
Pferden nicht einholen kann.

Wie ich diesen Sinnspruch liebe!

Öffentlich Artikel absondernde Damen brauchen allerdings nicht nur nicht Redaktionen abklappern, sie brauchen nicht einmal ihren Hintern zwecks Recherche der Kälte aussetzen. Es genügt, Presseverlautbarungen diverser NGO´s und Regierungsstellen aus dem www zusammen zu klauben und mit Vanillesoße nach Art des Hauses zu übergießen.

Interssanterweise machen die meisten
männlichen Chefs in den Redaktionen das mit. Das ist eine wichtige Frage:
Warum machen die das mit?

Eine rhetorische Frage?
Der Bund der Journalistinnen und die hauseigenen Frauenbeauftragtinnen haben ein waches Auge auf Chefentscheidungen; natürlich zögern sie nicht, mit Acht und Bann zu drohen, sobald ein Chef dem Ruf der Frauenfreundlich nicht (mehr) folgt. Die Folgen lassen sich bei Herles, Struwe und Konsorten besichtigen.
Übrigens ein schönes Indiz für die argumentative Unredlichkeit des prozentualen Quotenterrors. Nicht das Geschlecht sagt etwas über die Handlungen von Entscheidungsträger aus, sondern die Weltanschauung.

In den Medien liegt - so gesehen - die Frauenquote vermutlich zwischen 90 und 99%. Eine Person, die sich ehren- und dauerhaft für geschlechtsbezogene faire Berichterstattung öffentlich einsetzt, ist mir bislang jedenfalls nicht begegnet.

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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