Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauen und Zivilcourage

Heckenschere, Thursday, 28.01.2010, 11:56 (vor 5817 Tagen)

Der gestrige ARD-Primetime-Film "Zivilcourage" mit Götz George beschäftigt die Tagespresse und Kommentatoren. Losgelöst von der eigentlichen Thematik des Films, spezifischen Äußerungsformen der Gewalt in ausgewählten sozialen Millieus, greift die Welt in Ihrer Vorab-Rezension einen feinen Teilaspekt der Handlung heraus:

"Auch Jordans Tochter (Maria Simon) hat lange in der Gegend gewohnt. Nun ist sie an den Stadtrand gezogen. Ihre Kinder sollen dort lernen, wo Lehrer nicht von Schülern bedroht werden. Über das Problem-Klientel sagt sie: „Du kannst diese Leute nicht durch deine Brille sehen. Die denken anders als wir, die fühlen anders als wir, die haben ganz andere Wertvorstellungen.“ Ihr Vater: „Aber die leben in unserem Land. Hier gibt es Gesetze und die Polizei. Wir leben nicht in irgendeinem Kriegsgebiet.“"

Ein Paradebeispiel für familazentristische weibliche Moral. Das ist diejenige, die Carol Gilligan nach wie vor in Lehrbüchern folgendermaßen skizziert:

"Frauen orientieren sich nach Gilligan bei moralischen Urteilen mehr am Beziehungs-, Interaktions- und Verantwortungsgefüge der in eine Problem- oder Dilemmasituation beteiligten Person, Männer dagegen eher an abstrakten Rechten und Pflichten. Gilligan sieht beide Moralen, die weibliche und die männliche, strukturell als gleichwertig an.

Man lasse sich das Rätsel auf der Zunge zergehen: "...strukturell als gleichwertig". Die Realität nötigt uns die große Last ab: Wir müssen unglaublich viel investieren, um die Frauen vor Ihrer eigenen Moral zu beschützen, siehe auch hier.


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