Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wie lässt sich der gesellschaftliche Wert von Arbeit messen

Diego, Wednesday, 27.01.2010, 02:15 (vor 5818 Tagen) @ Flohgast

Was ist an diesen Erkenntnissen neu? Es hat in den letzten 15 bis 20 Jahren nur eine einseitige Verschiebung des Wertefokus auf wirtschaftliche Belange gegeben. Die Generation der YUPPIES hat jetzt das Sagen, und mit der Orientierung nach Macht und Reichtum ("da oben") war gleichzeitig eine Abwertung der "da unten" verbunden.
Vor 20 Jahren ist man einer Krankenschwester noch mit Achtung begegnet und einem Banker oder Manager mit Mißtrauen. Heute haben sich letztere selbst zur Elite ernannt, und eine Krankenschwester wird als Low-Performerin verachtet - sowie unzählige andere Berufe, die nichts mit der Kapitalwirtschaft zu tun haben.

Wie es aber tatsächlich aussieht: http://www.youtube.com/watch?v=X89vwqLNPkU (Imagekampagne des Handwerks)

Das schlimme an dieser Gesellschaft sind eigentlich nicht die selbstgefälligen und selbsternannten Eliten, dass Schlimme ist die extreme Verschiebung des gesamten gesellschaftlichen Wertefokus auf Macht und Geld und damit der Verlust der Ausgeglichenheit. Die Arroganz und Verachtung der "Eliten" (und denen die sich zugehörig fühlen) den angeblichen "Minderleistern" gegenüber wird dieses System auf Dauer zerstören. Denn wenn jeder Häuptling sein will, gibts bald keine Indianer mehr.


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