Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Im Land des real existierenden Gender Mainstreaming: "Mentoring für Frauen" an der Viadrina

Oliver, Tuesday, 26.01.2010, 09:41 (vor 5819 Tagen) @ Rainer

Suchbild: Wer stört?
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Suchbild: Wer stört?

http://www.mentoring-brandenburg.de/projekt

Solch männerverachtender Sexismus läuft fast an jeder Uni!

Bemerkenswerte Kommentare zu deinem Post, Reiner:

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Peter Bosshard
25.01.2010 | 16:08

Unser Programm richtet sich ausschließlich an Frauen, ein Mentoring-Programm für Männer bieten wir an unserer Universität nicht an.

Natürlich nicht.

Wir verstoßen nicht gegen die Verfassung und auch nicht gegen das AGG, da dieses Gesetz bei unserem Programm keine Anwendung findet.

Es wäre aber auch naiv zu glauben, Gleichstellungsbeauftragte seien der Gleichberechtigung verpflichtet. Gleichstellung und Gleichberechtigung schliessen sich nämlich aus.

Dies ist eines der mittlerweile unzähligen Beispiele für sogenannte "positive Diskriminierung", die, so wird uns so ziemlich jede Gleichstellungsbeauftragte versichern, in keiner Weise dem Gleichbehandlungsgebot widerspricht.

Klar, denn warum sollte Ungleichbehandlung dem Gleichbehandlungsgebot widersprechen ?

Ich nehme an, Sie sind sich unserer gesellschaftlichen Realität der verikalen und horizontalen geschlechtlichen Segregation des Arbeitsmarktes bewusst,

Durchaus. Es ist doch nicht zu übersehen, dass etwa, um nur mal ein Beispiel zu nennen, 100 % aller Müllentsorger Männer sind, jedoch 100 % aller Bundeskanzler Frauen.

Oder hat hier schon mal jemand eine Müllfrau in freier Wildbahn gesichtet ? Bis heute haben sich diese Müllmännerseilschaften, diese Profiteure patriarchaler Unterdrückung jede weibliche Konkurrenz durch ihre Kungelei vom Leibe gehalten.

Bei den Kanalreinigern ebenso. Bauarbeiten, all die schönen Arbeiten an der frischen Luft, reine Männerdomänen !

Gegen bestimmte patriachale Strukturen, die zu beruflichen Aufstiegs- und Ausschlussmechanismen führen, konnten sich bislang weder staatliche Maßnahmen (z.B. in Form von Gesetzen) noch personalpolitische Maßnahmen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (z.B. In Form von Angeboten zur Verbesserung von Vereinbarkeit von Familie/Privatleben und Beruf) nachhaltig durchsetzen.

Deshalb darf diskriminiert werden. So ist das.

Wir leisten mit unserem Programm u.a. einen Beitrag, diese Strukturen der Geschlechtersegregierung in Organisationen sichtbar zu machen und aufzubrechen.

Die Wahrnehmung scheint aber eine ziemlich selektive zu sein ( man könnte es auch borniert nennen ), wenn ausschliesslich Frauen als förderungswürdig eingestuft werden.

Gender mainstreaming - gemäss ihrem eigenen Grundsatz :

bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

Inwiefern trifft das hier zu ? Wie soll ich Leute respektieren, die nicht mal ihre eigenen Grundsätze respektieren ?

--

Liebe Grüße
Oliver


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