Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Arte

Nikos, Thursday, 24.03.2005, 20:07 (vor 7621 Tagen) @ Sam

Als Antwort auf: Arte von Sam am 24. März 2005 14:32:55:

In der einleitenden Moderation verkündet Simone von Stosch: "Jede 5. Frau in Deutschland hat von ihrem Partner Gewalt erfahren."

Auch jede 5. Lesbe?

Off-Sprecher: "Gerade in der Phase der Trennung werden die schwersten Gewalttaten verübt. Das heißt, dass die Frauen und ihre Kinder gerade in dieser Zeit den Schutz vor Übergriffen des Mannes am dringendsten brauchen."

Gibt es also ein Überfall-Kommando aus Männer? Etwa die "RoteMännerFraktion"? .. RMF kann man aber schlecht aussprechen..

Off-Sprecher: "Es ist seit Jahrzehnten erwiesen,

..Ich würde sagen, seit Jahrmilliarden..

wie wichtig die sorgende Beziehung der Mutter zu den Kindern gerade in den ersten Jahren ist. Wie wichtig die Vermittlung von Geborgenheit und Stabilität ist, um wachsen zu können, sich zu interessieren, sich zu entwickeln<

Also haben wir wegen den Müttern die ganzen kriegerischen Männer, oder sind sie gar nicht kriegerisch?

In Frankreich wird die Bedeutung mütterlicher Kompetenz verleugnet<

Oh Schreck ! :-O

Mit der Etablierung der garde alternée wird so getan, als ob Vater und Mutter für die Kinder das Gleiche sind."<

Die Schwein-Französen, die tun so als ob.. ts ts ts .. Nur, warum gibts in Fr Kinder, in D aber kaum noch?

Off-Sprecher: "Das gemeinsame Sorgerecht in Deutschland und seine französische Variante, die Halbe-Halbe-Regel, die garde alternée, sind Ursache all dieser Dramen."<

Endlich, Klarheit! Diese Dummen Französen! Hut ab!

Am Schluss erzählt die Rechtsanwältin Adelaide Stronk von einem Fall, in dem ein Mann sein Kind umgebracht hat.<

Also..! Wenn es solche Fälle gibt, dann werde ich auch Feminist!

Simone von Stosch stellt abwechselnd Fragen an Susanne Heynen (Psychologin, Leiterin des Kinderbüros in Karlsruhe, "hat sich lange mit dem Thema häusliche Gewalt beschäftigt")<

..hat mal in das Gelbe Blatt "EMMA" gelesen..

und Ives Lambert (Leiter von "SOS Femmes Accueil" für misshandelte Frauen)<

So kann man natürlich alle betroffene Seiten einbeziehen.. Ich frage Sokrates ob er Grieche ist, und, was ein Wunder ! Wir sind uns einig, daß er das ist !

Simone von Stosch an Ives Lambert: "Von wem geht Ihrer Erfahrung nach die Gewalt aus?"<

Das ist wohl nur die erste, die 100 Euro-Frage.

Ives Lambert sagt, natürlich könne es auch Täterinnen geben, aber in der großen Mehrheit sei Gewalt männlich. "Sexuelle Gewalt ist zu 100% männlich."<

Sie haben 100 Euro!

Ives Lambert: "Das Kind braucht vor allem einen symbolischen Vater."<

Frage: Symbolisch auch beim zeugen und zahlen oder nur bei der Erziehung? Nee, klar, ich weiss es, ich tue nur so als ob..

Simone von Stosch fragt, ob "männliche Gewalt ein blinder Fleck" in der öffentlichen Wahrnehmung sei<

Männergewalt ist ein Fleck. Und Frauengewalt ist der Weisse Riese.

Im Film wechseln Interview-Ausschnitte sowie Aufnahmen von Väterdemonstrationen mit einer etwas billig wirkenden Rotkäppchengeschichte: Eine junge Frau mit roter Jacke und kurzem Rock wird auf dem Weg zu ihrer Großmutter an einer Bushaltestelle von einem jungen BMW-Fahrer mitgenommen, steigt jedoch kurze Zeit später wieder aus. Der Mann frisst im folgenden analog zum Märchen zunächst die Großmutter, dann das eintreffende Rotkäppchen (Kannibalismus). Letzteres wird von einem Jäger durch eine Art Kaiserschnitt befreit, und beide legen dem Mann stattdessen einen großen Stein in den Bauch<

First, they ignore you.
Then, they lough at you.
Then, they fight you (hier sind wir nun angekommen).
Then you winn.
*Gandhi*

In den Interviewsequenzen ist meist zunächst ein Fürsprecher der Väter zu hören, dagegen geschnitten dann ein Feminist. Etwa: Matussek weist auf das hohe Selbstmordrisiko von Scheidungsvätern hin, unmittelbar danach sagt Dufresne, es werde "auf die Tränendrüse gedrückt" usw<

"Wir kennen sie doch, diese schlimme Väter, die drücken immer auf die Tränendrüse!" Also, für mich eigentlich ein Hohn. Kann ich den Penner anzeigen?

Martin Dufresne (Soziologe, Vereinigung "Männer gegen Sexismus", Montreal; in einigen Ausschnitten sitzt auf seinem Schoß eine Siamkatze): "Der Maskulismus ist eine Bewegung des Widerstands gegen die Gleichberechtigung, einer Verteidigung der traditionellen männlichen Privilegien und ihrer Ausweitung auf neue männliche Privilegien. Es ist eine rechtsgerichtete Bewegung - wie es ja auch in den Rassenkonflikten rechtsgerichtete Bewegungen gegeben hat. Der Ku Klux Klan zum Beispiel sollte die Rechte der Weißen gegen die neu erworbenen Rechte der Schwarzen verteidigen. Heutzutage werden die Rechte der Frauen und Kinder in der Gesellschaft anerkannt, und die Privilegierten von gestern, und leider auch von morgen, schließen sich dagegen zusammen."<

Kann ich ihn wegen Verleumdung anzeigen? Weisst das jemand?

Jean-Yvves Hayez (Kinderpsychiater, Brüssel): "Unter anderem wollen Maskulisten die Macht über ihre Kinder zurück. Aber ich glaube, im Grunde sind Maskulisten Männer, die ihre Kinder gar nicht so sehr lieben, sondern denen es vor allem darum geht, dass ihre Frau, oder vielmehr ihre Ex-Frau, nicht mehr Rechte hat als sie selbst."<

Männer können niamls niemals niemals ihre Kinder lieben! Wo kämen wir sonst hin?

Martin Dufresne: "[Männer] zischen in ihrem BMW an einer Bushaltestelle vorbei, an der eine mit Tüten und Taschen beladene Frau mit ihren Kindern wartet."<

Also eine Frau mit mindestens zwei Tüten, zwei Taschen und zwei Kinder habe ich weiss Gott wie lange nicht mehr an eine Haltestelle gesehen.

Yannick Demers ("Männer gegen das Patriarchat", Quebec): "Diese Männer tun so, als wären sie die Retter der Witwen und Waisen, als wären die Frauen der böse Wolf und sie selbst das Rotkäppchen."<

Ich bin nicht das Rotkäppchen. Ich bin nur der jeniger, der den Feminismus beenden wird. Ist doch auch was.

Off-Sprecherin: "In Europa ist die Gewalt innerhalb einer Beziehung die Haupttodesursache für Frauen zwischen 16 und 44 Jahren. Jeden Tag sterben mindestens 2 Frauen unter den Schlägen ihrer Partner. In Deutschland werden alle 4 Tage 3 Frauen von ihrem Mann oder Partner getötet, in Frankreich stirbt alle 5 Tage eine Frau durch die Hand ihres Partners."<

Jetzt wenn die sagen: Alle gestorbene Frauen die ich kenne, sind von ihre Männern zu Tode geprügelt worden. Alle! Ausnahmslos alle! Keine einzige Frau ist anders gestorben, als durch Prügel von ihr Mann. Keine Einzige!

Bilder einer Väterdemonstration in Großbritannien. Off-Sprecherin: "Die Aggression der maskulistischen Gruppen verlässt inzwischen die Privatsphäre<

Stimmt, Da kann man nicht mehr so viel schlagen. Außerdem braucht der Schläger Abwechselung.

Viele Mitglieder der Väterlobbys<

Vielleicht alle Mitglieder des Vaterlobbys? Vielleicht alle Männer, ob sie Väter sind oder nicht? Ist die ganze Welt derart versaut? *hilfeschrei*

üben nicht nur direkte körperliche Gewalt gegen ihre Ex-Partnerinnen aus, sondern auch eine symbolische gegen die gesamte Gesellschaft."<

Erst verprügeln wir unsere Frauen und Kinder, und dann verprügeln wir uns gegenseitig. DAS macht Spaß!

Martin Dufresne: "Natürlich spiegelt diese sichtbare Gewalt die heimliche Gewalt wider, der die Partnerinnen dieser Männer, und oft auch die gemeinsamen Kinder, ausgesetzt sind."<

Sage ich doch. Alles der Reihe nach.

Martin Dufresne: "Der Vater ist das moralische Alibi des Mannes. Des Mannes, der seine Privilegien in der Paarbeziehung erhalten will. (...) Und ich glaube, das Kind wird in dieser Schlacht, die hauptsächlich gegen die Rechte der Frau geführt wird, nur instrumentalisiert."<

Ein mal "glaubte" einer, er wollte blöß furzen, er hat aber geschissen.

Off-Sprecherin: "Ihr Verständnis von Gleichberechtigung treiben die Maskulisten auf die Spitze, wenn sie behaupten, im gleichen Maße an der Geburt beteiligt zu sein<

Ich habe auch gepresst!

Im Namen des Vaters wird das Recht der Frau in Frage gestellt, über ihren Körper zu verfügen."

"Mein Hodensack gehört mir" (Krischan, 2005)

Maurice Berger (Kinderpsychiater, St Etienne): "Es gibt einen Unterschied zwischen Männern und Frauen<

Acha! Auf ein mal!

Ich habe aber das Gefühl, dass ein gewisser Teil der Väterbewegung zu behaupten versucht, dass es kaum einen bemerkenswerten Unterschied gibt<

Acha! Auf ein mal!

(...) Weil [der Mann] das Problem der unbestreitbaren Differenz nicht in den Griff bekommt, behauptet er, dass er zu 50% an der Schwangerschaft beteiligt sei."<

Ach so.. Der MAnn ist schon wieder schuld. Der schlimme, dreckige Mann.

Yves Lambert: "Diese Väterbewegten, denen geht es eigentlich immer nur um eines, nämlich um die Macht."<

Mir geht es aber nur um die Wurscht.

Susanne Heynen: "Es geht um Rechte, es ist sehr aggressiv zum Teil auch vorgetragen, und es ist wenig spürbar von so was wie wirklich Bedürfnis und Interesse am Kind."<

Nö. Ich vertrete die Rechte meines Kindes auf seinem Vater! Und nun? Bin ich trotzdem böse?

Simone von Stosch an Yves Lambert: "Die selbst ernannten Väteraktivisten sagen, sie kämpfen für das Wohl des Kindes. Wie ist Ihre Erfahrung? Kämpfen die wirklich für das Wohl des Kindes?"<

Natürlich nicht! Wo kämen wir denn sonst hin?

Yves Lambert: "Nein, die instrumentalisieren ihre Kinder, um die Ziele zu erreichen, nämlich weiterhin eine Beziehung mit der Mutter zu haben und Macht über die Mutter zu bewahren, eine Kontrolle."<

Eben, sage ich doch. Jeden Morgen verbringe ich mehrere Stunden mit Pläne, wie ich meine Frau am besten instrumentalisieren kann. Ich werde es schaffen!

Yves Lambert: "Die sind reaktionär. Die würden, glaube ich, gerne in ich weiß nicht welches Jahr zurückkehren."<

Glauben ist gut..

Susanne Heynen: "Vor allen Dingen wenden sie sich auch dagegen, dass tatsächlich das, was wir auch haben, eine Kinderrechtsbewegung, dass die Bedürfnisse des Kindes wirklich wahrgenommen werden."<

Die Bedürfnisse des Kindes: "Nimm sofort meinen Vater weg von mir!"

Simone von Stosch kündigt am Ende einen Arte-Beitrag an, der sich mit den "wesentlich erfreulicheren" "neuen Vätern" befassen soll<

Sie träumt auch davon, daß irgendjemand ihr ein Kind macht.. Kann das sein?

Wir sind bald am Ziel!

Nikos


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