Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Presse zum ARTE-Themenabend

BerndausMünster, Wednesday, 23.03.2005, 15:36 (vor 7622 Tagen)

Hallo, leider habt ihr euch ja von dem Troll weiter unten vom Thema ablenken lassen. Inzwischen läuft die Gegenkampange der Femis über alle Geschützrohre weiter. Dazu ein Beispiel aus der "Berliner Zeitung":

"Nur selten geht es um das Wohl der Kinder
Themenabend über den Kampf um das Sorgerecht

Silke Burmester

Auf dem Boden ein Kreidekreis. Darin steht ein Kind. Zur Seite zwei, die sich um das Sorgerecht streiten. Jeder hält einen Arm des Kindes, um auf Kommando des Richters das Objekt der Begierde auf seine Seite ziehen zu können. Nach kurzem Gezerre lässt die Magd das Kind los, die leibliche Mutter reißt es an sich und ist doch Verliererin in Brechts "Kaukasischem Kreidekreis" - wer sein Kind liebt, so der Schluss des Richters, will ihm keine Gewalt antun.

Von dieser Einsicht hat sich die heutige Rechtsprechung weit entfernt, wie die Beiträge dieses Themenabends eindrucksvoll schildern. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs zur Zulässigkeit von Vaterschaftstests Anfang des Jahres hatte die latente mediale Stilisierung des Mannes zum eigentlichen Trennungsopfer ihren Höhepunkt erreicht. Unter Ausblendung von Trennungsgründen wie durch den Mann ausgeübte Gewalt gegen Frau und Kinder, Alkoholismus und psychische Störungen, wurden Frauen zu Monstern aufgebaut, die den Mann in die Pflicht nehmen, zur Kasse bitten und ihm die Kinder vorenthalten.

Mit zwei Dokumentationen und einer Gesprächsrunde nimmt sich Arte dieser verzerrten Darstellung an. In ihrem Film "Trennungsdramen - Wenn der Mann zum Feind wird" lässt die Fernsehjournalistin Claudia Deja deutsche und französische Mütter zu Wort kommen, die von ihren Ehemännern geschlagen, vergewaltigt und mit dem Tode bedroht wurden, deren Kinder durch den Vater traumatisiert sind und die dennoch das Sorgerecht mit den oft polizeilich als gewalttätig registrierten Männern teilen müssen. Sie wirft einen Blick auf die Position von Ämtern und Gerichten, "für die gilt, dass ein Kind einen Vater braucht, egal wie der Vater gestrickt ist", wie es im Film heißt.

Geradezu aufklärerisch wirkt die Dokumentation "In Nomine Patris - Die Interessen der Väterbewegung" von Myriam Toneletto und Marc Hansmann. Sie verdeutlicht, dass hinter Vätergruppen wie "SOS Papa" aus Frankreich oder der britischen "Fathers for Justice" nicht der verantwortungsbewusste Vater steht. Den Forderungen solcher Vereine nach Kontrolle und Mitbestimmung über Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch, nach Aufenthalt der Ex-Partnerin, stellen die Filmemacher die Einordnungen von Psychologen und Soziologen gegenüber. Diese erkennen hierin nicht die Sorge ums Kind als vielmehr eine Bewegung, die sich gegen Frauen und die weibliche Gleichstellung richtet.

Auch wenn Claudia Deja keine Quellen für Weisheiten wie "Es ist seit Jahrzehnten erwiesen, wie wichtig die sorgende Beziehung der Mutter zu den Kindern gerade in den ersten Jahren ist" angibt und so ihren Beitrag schwächt, auch wenn das Autoren-Duo unnötige Rotkäppchen-Szenen eingearbeitet hat, so verdeutlichen beide Filme ein Dilemma: Nur selten geht es um das Wohl des Kindes. Für Zweifler halten die Autoren von "In Nomine Patris" Zahlen bereit: Alle vier Tage werden in Deutschland drei Frauen von ihrem Partner getötet. In 70 Prozent der Fälle hatte sich die Frau gerade von ihm getrennt.

Wenn Väter sich rächen, 20.40 Uhr, Arte"

Ich finde DAMIT sollten wir uns auseinandersetzen.

Silke Burmester

Norbert, Wednesday, 23.03.2005, 16:01 (vor 7622 Tagen) @ BerndausMünster

Als Antwort auf: Presse zum ARTE-Themenabend von BerndausMünster am 23. März 2005 13:36:55:

Hallo, leider habt ihr euch ja von dem Troll weiter unten vom Thema ablenken lassen. Inzwischen läuft die Gegenkampange der Femis über alle Geschützrohre weiter. Dazu ein Beispiel aus der "Berliner Zeitung":
"Nur selten geht es um das Wohl der Kinder
Themenabend über den Kampf um das Sorgerecht
Silke Burmester

Kurz bei goggle: Silke Burmester

Bei dieser Frau braucht man(n) sich doch nicht wundern.
Und eine echte Auseinandersetzung mit dieser hat m.E. auch keinen Sinn.

Ich finde DAMIT sollten wir uns auseinandersetzen.

Grundsätzlich richtig.

Gruß
Norbert

An der Väter-Front

Sam, Wednesday, 23.03.2005, 16:03 (vor 7622 Tagen) @ BerndausMünster

Als Antwort auf: Presse zum ARTE-Themenabend von BerndausMünster am 23. März 2005 13:36:55:

http://www.taz.de/pt/2005/03/22/a0201.nf/text.ges,1

Selbst in taz-Kreisen scheint der arte-Abend (verantwortliche Redakteurin beim NDR: Ulrike Dotzer) auf Ablehnung gestoßen zu sein. Ich selbst hab im Interesse meiner eigenen Psychohygiene bereits nach wenigen Minuten abgeschaltet. Die quellenfreie Femipropaganda im Internet zeigt, was inhaltlich von derartigen Diffamierungsaktionen zu halten ist.

Wendy McElroy kommentierte die unten erwähnten Vorgänge in Kanada:

Judging by the backlash, masculinists are having an impact. I know this personally because my Web site Ifeminists.com, which advances equal rights for men, has experienced a dramatic increase in harassment and hate mail from gender feminists in recent months. Every blast centers on men's rights.

The tension will only heighten. Men who claim the right to be an active part of their children's lives will not back down. Women who recognize the justice of those claims are not intimidated. (...)

The gender war has shifted toward direct confrontation. Men should take heart from that fact. As Gandhi once explained: "First they ignore you. Then they laugh at you. Then they fight you. Then you win." <<

Re: Presse zum ARTE-Themenabend

pit b., Wednesday, 23.03.2005, 17:02 (vor 7622 Tagen) @ BerndausMünster

Als Antwort auf: Presse zum ARTE-Themenabend von BerndausMünster am 23. März 2005 13:36:55:

Wahnsinn mit welcher Radikalität hier vorgegangen wird.
Fast schon gehetzt. Mal im Ernst, so breit haben die Medien männliche
Trennungsopfer nun wirklich nicht behandelt. Eher am Rande erwähnt.
Am meisten wundert es mich, dass diese Unterstellungen, Mutmaßungen und
Hetze so ohne Weiteres verbreitet werden können.

Herzlichen Glückwunsch Arte
Nicht nur das der Sender an einem einzigen Themanabend Das wieder wett
gemacht hat, was im ganzen letzten jahr über männliche Trennungsopfer
berichtet wurde, nein:
Arte legt auch noch genau die Befangen- und Voreingenommenheit an den Tag
die es der Medienberichterstattung bezüglich männlicher Trennungsopfer
vorwirft.

Inwiefern man so etwas anspruchsvollen Journalismus nennen kann, scheint
einem Sender, der sich mittels Rundfunkgebühren finanziert, egal sein zu
können.

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