Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Sunday, 13.03.2005, 21:15 (vor 7632 Tagen)

Ich als ehemaliger Zwangsarbeiter frage mich ständig (vor allem letztens zum Weltfrauentag) wieso ich, nur weil ich männlich bin, einbezogen werde und dem Stadt zwangsweise unter gefängnisstrafe dienen muss, während Frauen keinen Finger krum machen müssen. Die ganze Zeit frage ich mich desweiteren, ob sowas Verfassungskonform sein kann. Mein Menschenverstand würde hier ein klares nein herrausschreien, aber anscheinend irre ich mich.

Es müßte doch schon lengst jemand auf die Idee gekommen sein, mal vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen und diese Frage zu klären oder? Gibt es diesbezüglich ein Urteil was mir klar werden läßt unter welcher Begründung Frauen nicht "gut genug" für den Staat sind? Ich sehe das mehr als eine Diskriminierung der Frauen an (Ironie), dass sie nicht MÜSSEN. Ich meine ein geschwisterpaar gleichen Alters ist mit der Schule fertig, nun darf der Bruder zum Bund und muss ein Jahr warten bis er ins berufleben einsteigen kann, während die Frau ein Jahr eher Geld verdient (vor allem bei später höherbezahlten Berufen kann das durchaus relevant sein). Wenn nun jemand z.B. sein Diplom macht hätte er ohne Wehrpflicht ein Jahr eher Geld verdienen können.

Nun, hat jemand evtl detaillierte Informationen zum Thema? Es kann doch nicht sein das frauen derartig bevorteilt werden, meiner Meinung nach schulden uns die Frauen 50 Jahre Zwangsarbeit! Das kann teuer werden!

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Advocatus feminae, Sunday, 13.03.2005, 21:57 (vor 7632 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 13. März 2005 19:15:38:

Ist schon entschieden, zu unseren Ungunsten:

http://mainz-online.de/on/02/04/11/topnews/maenner.html?a

Auch der europäische Gerichtshof hatte nichts dagegen.

Die Begründungen waren interessanterweise in beiden Fällen Sekundärargumente, d.h. die Benachteiligung kam nicht zur Sprache, bzw. wurde nicht widerlegt. Beim BVerfG: Die männliche Wehrpflicht hat denselben Verfassungsrang wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, d.h. der Gesetzgeber darf gegen die Gleichberechtigung verstoßen, sofern das im Grundgesetz steht und der EuGH hat erklärt, er mischt sich nicht in die Wehrgesetzgebung der einzelnen Staaten ein (hat er natürlich trotzdem getan, als Frauen benachteiligt wurden)


Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Sunday, 13.03.2005, 22:18 (vor 7632 Tagen) @ Advocatus feminae

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Advocatus feminae am 13. März 2005 19:57:01:

Ist schon entschieden, zu unseren Ungunsten:
http://mainz-online.de/on/02/04/11/topnews/maenner.html?a
Auch der europäische Gerichtshof hatte nichts dagegen.
Die Begründungen waren interessanterweise in beiden Fällen Sekundärargumente, d.h. die Benachteiligung kam nicht zur Sprache, bzw. wurde nicht widerlegt. Beim BVerfG: Die männliche Wehrpflicht hat denselben Verfassungsrang wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, d.h. der Gesetzgeber darf gegen die Gleichberechtigung verstoßen, sofern das im Grundgesetz steht und der EuGH hat erklärt, er mischt sich nicht in die Wehrgesetzgebung der einzelnen Staaten ein (hat er natürlich trotzdem getan, als Frauen benachteiligt wurden)

hm mir scheint eher das irgendwo paar Ehefrauen sitzen die rumheulen das klein Töchterchen für nen Jahr bzw. 9 Monate zur Bundeswehr muss, weil das ja gefährlich ist und so. Klein Töchterchen soll lieber was anständiges machen statt dem Land zu dienen. Nech? So Uraltdenken glaub ich, Richter = Mann = Vater = Vater von Tochter. Vater will nicht das Tochter zart und feind nen 30km Marsch machen muss, nicht bis zum erbrechen durch die Pampa rennt und sich evtl irgendwelchen Anstrengungen aussetzen muss. Der Sohnemann hingegen kann das vertragen, da er ja zum "Mann gemacht werden soll" nech?

Ich glaub eher Frauen SIND NICHT GUT GENUG unserem Staat zu dienen! Frauen! Merkt euch das, ihr seit es nicht wert! *g* Mal ehrlich, die würden eh nichts taugen oder?

PS: hoffe das nun so eine Feministin ankommt und das endlich mal einklagt das es die Wehrpflicht für Frauen gibt. Nutzloses Gesindel *lol*

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Doink, Sunday, 13.03.2005, 22:36 (vor 7632 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 13. März 2005 19:15:38:

Ich als ehemaliger Zwangsarbeiter frage mich ständig (vor allem letztens zum Weltfrauentag) wieso ich, nur weil ich männlich bin, einbezogen werde und dem Stadt zwangsweise unter gefängnisstrafe dienen muss, während Frauen keinen Finger krum machen müssen. Die ganze Zeit frage ich mich desweiteren, ob sowas Verfassungskonform sein kann. Mein Menschenverstand würde hier ein klares nein herrausschreien, aber anscheinend irre ich mich.
Es müßte doch schon lengst jemand auf die Idee gekommen sein, mal vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen und diese Frage zu klären oder? Gibt es diesbezüglich ein Urteil was mir klar werden läßt unter welcher Begründung Frauen nicht "gut genug" für den Staat sind? Ich sehe das mehr als eine Diskriminierung der Frauen an (Ironie), dass sie nicht MÜSSEN. Ich meine ein geschwisterpaar gleichen Alters ist mit der Schule fertig, nun darf der Bruder zum Bund und muss ein Jahr warten bis er ins berufleben einsteigen kann, während die Frau ein Jahr eher Geld verdient (vor allem bei später höherbezahlten Berufen kann das durchaus relevant sein). Wenn nun jemand z.B. sein Diplom macht hätte er ohne Wehrpflicht ein Jahr eher Geld verdienen können.
Nun, hat jemand evtl detaillierte Informationen zum Thema? Es kann doch nicht sein das frauen derartig bevorteilt werden, meiner Meinung nach schulden uns die Frauen 50 Jahre Zwangsarbeit! Das kann teuer werden!

Werter Lord!

Du irrst Dich nicht! Die Betonköpfe sitzen woanders!
Kleine Frage am Rande:
Bist Du der Lord von der bekannten Lord Inc.? Für alle Nichtsahnenden: Die Lords sind in der Parsi-Forenlandschaft mehr als nur ein Begriff.

Doink

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Leser, Sunday, 13.03.2005, 23:23 (vor 7632 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 13. März 2005 19:15:38:

Man brauch nur den entsprechenden Paragraphen so abändern, dass eine andere ethische Minderheit "diskriminiert" wird. Wie schnell würde sich das wohl ändern?
Das dämliche Argument es ist so, weil es im Grundgesetzt so steht ist nichts weiter als eine schwache Ausrede. Wenn Unrecht dadurch Recht wird, weil es auf irgendeinem Blatt Papier steht, dann wäre es ziemlich bitter für unsere Gesellschaft.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Friedwilli, Sunday, 13.03.2005, 23:41 (vor 7632 Tagen) @ Doink

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Doink am 13. März 2005 20:36:57:

Ich als ehemaliger Zwangsarbeiter frage mich ständig (vor allem letztens zum Weltfrauentag) wieso ich, nur weil ich männlich bin, einbezogen werde und dem Stadt zwangsweise unter gefängnisstrafe dienen muss, während Frauen keinen Finger krum machen müssen. Die ganze Zeit frage ich mich desweiteren, ob sowas Verfassungskonform sein kann. Mein Menschenverstand würde hier ein klares nein herrausschreien, aber anscheinend irre ich mich.
Es müßte doch schon lengst jemand auf die Idee gekommen sein, mal vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen und diese Frage zu klären oder? Gibt es diesbezüglich ein Urteil was mir klar werden läßt unter welcher Begründung Frauen nicht "gut genug" für den Staat sind? Ich sehe das mehr als eine Diskriminierung der Frauen an (Ironie), dass sie nicht MÜSSEN. Ich meine ein geschwisterpaar gleichen Alters ist mit der Schule fertig, nun darf der Bruder zum Bund und muss ein Jahr warten bis er ins berufleben einsteigen kann, während die Frau ein Jahr eher Geld verdient (vor allem bei später höherbezahlten Berufen kann das durchaus relevant sein). Wenn nun jemand z.B. sein Diplom macht hätte er ohne Wehrpflicht ein Jahr eher Geld verdienen können.
Nun, hat jemand evtl detaillierte Informationen zum Thema? Es kann doch nicht sein das frauen derartig bevorteilt werden, meiner Meinung nach schulden uns die Frauen 50 Jahre Zwangsarbeit! Das kann teuer werden!

Werter Lord!
Du irrst Dich nicht! Die Betonköpfe sitzen woanders!
Kleine Frage am Rande:
Bist Du der Lord von der bekannten Lord Inc.? Für alle Nichtsahnenden: Die Lords sind in der Parsi-Forenlandschaft mehr als nur ein Begriff.
Doink

Erzähl mal

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Ferdi, Sunday, 13.03.2005, 23:46 (vor 7632 Tagen) @ Advocatus feminae

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Advocatus feminae am 13. März 2005 19:57:01:

Beim BVerfG: Die männliche Wehrpflicht hat denselben Verfassungsrang wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, d.h. der Gesetzgeber darf gegen die Gleichberechtigung verstoßen, sofern das im Grundgesetz steht und der EuGH hat erklärt, er mischt sich nicht in die Wehrgesetzgebung der einzelnen Staaten ein (hat er natürlich trotzdem getan, als Frauen benachteiligt wurden)

Nein! Als der Gesetzesverbieger das ins Grundgesetz schrieb bzw. die Gesetzesvorlage formuliert hat, war der Grundgesetzartikel 3 längst in Kraft. Die Herrschaften haben also damals gegen das Grundgesetz verstossen, sie hätten, wenn sie die Männerzwangsdienste wollten, den Artikel 3 GG entsprechend ändern müssen. Dazu fehlte ihnen angesichts des gerade erlebten 2. Weltkriegs aber der Mut. Deswegen haben sie eine gewaltige Nebelkerze geworfen und haben mit dem Wehrpflicht-Artikel das geltende Grundgesetz gebrochen, und niemand hat es damals bemerkt.

Jahrzehnte blieb das so, erst jetzt, im Zeitalter des Internets, des einzigen Mediums, das nicht unter Kontrolle der Femokratischen Parteiallianz der BRD steht, wird das thematisiert und öffentlich diskutiert. Leider ist das Klima für die Männer aber inzwischen so feindlich geworden, dass die Abschaffung der Wehrpflicht (=Zwangsarbeit, Freiheitsberaubung, Erniedrigung) in weite Ferne gerückt scheint. Aber noch ist Polen nicht verloren. Vor 25 Jahren hätte man jeden, der den Untergang der Sowjetunion , den Fall der Schandmauer an der Zonengrenze und die Wiedervereinigung Deutschlands prophezeit hat, für verrückt erklärt. Deswegen ist zu hoffen, dass es einen zweiten Mauerfall geben wird: Der Fall der Kasernenmauern von Strucks "Colonia Dignidad", dem jedes Jahr Tausende von armen Hunden, die man auch "Rekruten" nennt, ewige Treue bis zum Tod schwören müssen"

Freiheit für die jungen Männer dieses Landes!

Gruss,
Ferdi

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Friedwilli, Sunday, 13.03.2005, 23:56 (vor 7632 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Ferdi am 13. März 2005 21:46:36:

Beim BVerfG: Die männliche Wehrpflicht hat denselben Verfassungsrang wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, d.h. der Gesetzgeber darf gegen die Gleichberechtigung verstoßen, sofern das im Grundgesetz steht und der EuGH hat erklärt, er mischt sich nicht in die Wehrgesetzgebung der einzelnen Staaten ein (hat er natürlich trotzdem getan, als Frauen benachteiligt wurden)
Nein! Als der Gesetzesverbieger das ins Grundgesetz schrieb bzw. die Gesetzesvorlage formuliert hat, war der Grundgesetzartikel 3 längst in Kraft. Die Herrschaften haben also damals gegen das Grundgesetz verstossen, sie hätten, wenn sie die Männerzwangsdienste wollten, den Artikel 3 GG entsprechend ändern müssen. Dazu fehlte ihnen angesichts des gerade erlebten 2. Weltkriegs aber der Mut. Deswegen haben sie eine gewaltige Nebelkerze geworfen und haben mit dem Wehrpflicht-Artikel das geltende Grundgesetz gebrochen, und niemand hat es damals bemerkt.
Jahrzehnte blieb das so, erst jetzt, im Zeitalter des Internets, des einzigen Mediums, das nicht unter Kontrolle der Femokratischen Parteiallianz der BRD steht, wird das thematisiert und öffentlich diskutiert. Leider ist das Klima für die Männer aber inzwischen so feindlich geworden, dass die Abschaffung der Wehrpflicht (=Zwangsarbeit, Freiheitsberaubung, Erniedrigung) in weite Ferne gerückt scheint. Aber noch ist Polen nicht verloren. Vor 25 Jahren hätte man jeden, der den Untergang der Sowjetunion , den Fall der Schandmauer an der Zonengrenze und die Wiedervereinigung Deutschlands prophezeit hat, für verrückt erklärt. Deswegen ist zu hoffen, dass es einen zweiten Mauerfall geben wird: Der Fall der Kasernenmauern von Strucks "Colonia Dignidad", dem jedes Jahr Tausende von armen Hunden, die man auch "Rekruten" nennt, ewige Treue bis zum Tod schwören müssen"
Freiheit für die jungen Männer dieses Landes!
Gruss,
Ferdi

Beim Wahlkampf werde ich es der CDU kräftig unter die Nase reiben und zwar genau so.

Gruß
Friedwilli

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

East Bay Ray, Monday, 14.03.2005, 00:26 (vor 7632 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Ferdi am 13. März 2005 21:46:36:

Jahrzehnte blieb das so, erst jetzt, im Zeitalter des Internets, des einzigen Mediums, das nicht unter Kontrolle der Femokratischen Parteiallianz der BRD steht, wird das thematisiert und öffentlich diskutiert.

Moin Ferdi,

dem muss ich leider wiedersprechen. Wer wie ich in NRW lebt durfte schon erleben daß Internetprovider von einem Herrn Büssow von der SPD-Landesregierung dazu gezwungen wurden, bestimmte Seiten nicht auszuliefern. Nicht daß ich die gesperrten Seiten vermissen würde oder jemals gelesen habe, aber dies ist doch eindeutig ein Fall von Zensur. Auf heise.de hat das seinerzeit eine heftige Diskussion ausgelöst. Was im Internet publizieren darf ist also auch nur eine Frage der augenblicklichen Regierungen, egal ob auf Landes- oder Bundesebene.

Einen schönen Gruß
Andreas

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Eugen Prinz, Monday, 14.03.2005, 01:12 (vor 7632 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Ferdi am 13. März 2005 21:46:36:

Vor 25 Jahren hätte man jeden, der den Untergang der Sowjetunion , den Fall der Schandmauer an der Zonengrenze und die Wiedervereinigung Deutschlands prophezeit hat, für verrückt erklärt. Deswegen ist zu hoffen, dass es einen zweiten Mauerfall geben wird: Der Fall der Kasernenmauern von Strucks "Colonia Dignidad", dem jedes Jahr Tausende von armen Hunden, die man auch "Rekruten" nennt, ewige Treue bis zum Tod schwören müssen"
[quote]Freiheit für die jungen Männer dieses Landes!
Gruss,
Ferdi
[/quote]

Klasse, Ferdi! Du hast das Herz auf dem rechten Fleck.
Dank und Gruß, Eugen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Monday, 14.03.2005, 01:37 (vor 7632 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Leser am 13. März 2005 21:23:44:

Man brauch nur den entsprechenden Paragraphen so abändern, dass eine andere ethische Minderheit "diskriminiert" wird. Wie schnell würde sich das wohl ändern?
Das dämliche Argument es ist so, weil es im Grundgesetzt so steht ist nichts weiter als eine schwache Ausrede. Wenn Unrecht dadurch Recht wird, weil es auf irgendeinem Blatt Papier steht, dann wäre es ziemlich bitter für unsere Gesellschaft.

Wieso VERDAMMTE SCHEISSE NOCHMAL hat sich bis jetzt noch nichts getan? Ich meine wieviele Hunderttausend junge Männer mußten dienen? Wieso gibts da keine Massenproteste? Würde es um frauen gehen gäbs rumgeheule und proteste ohne Ende. Ich WETTE das unser Land wesentlich besser aussähe wenn die Damen mal bissel härter rangenommen werden beim bund, dann gäbs bei denen nich wegen jedem Scheiss rumgeheule. Da fällt mir ein, wieso kriegen Frauen eigene Parkplätze? Nene, ich kanns mir wirklich nicht vorstellen das ich das so hinnehmen soll. Ich fühle mich in gewisser weise diskreminiert und benachteiligt. Jede Frau kann ein Jahr früher arbeiten oder sonstwas, während ich hinter Stacheldraht festgehalten werde. Das den Frauen das egal ist, ist klar, ich wünsche mir nur auch mal lachen zu können wenn nen 16 jähriges Mädel erfährt 9 Monate durch die scheisse zu kriegen und bei minusgraden draußen Wache zu haben während sich ihr Bruder in der Schule oder sonstwo ein ablacht wie blöd die doch ist.

Es sollten mal alle Zivis einen Tag nur streicken um der Forderung nach Gleichberechtigung nachdruck zu verleihen. Ich denke dann würden sich EINIGE umgucken.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Eugen Prinz, Monday, 14.03.2005, 01:42 (vor 7632 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 13. März 2005 23:37:18:

Wieso VERDAMMTE SCHEISSE NOCHMAL hat sich bis jetzt noch nichts getan?

Anstandshalber muss man sagen, dass die Mädels was dafür getan haben, dass sich ihre Situation ändert, wenn auch mit Hilfe der Männer. Es wäre also nunmehr an der Zeit, dass die Männer ebenfalls was tun.

Es gibt immerhin Ansätze.

Gruß von Eugen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Ferdi, Monday, 14.03.2005, 01:56 (vor 7632 Tagen) @ East Bay Ray

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von East Bay Ray am 13. März 2005 22:26:47:

Hallo Andreas!

Davon habe ich auch gehört, aber das Problem ist, dass es Provider auf der ganzen Welt gibt. Wer beispielsweise in den USA Webspace ordert, der kann da so ziemlich alles veröffentlichen. Das Internet ist vergleichbar mit der guten alten Kurzwelle. Da haben auch Diktatoren aller Schattierungen versucht, die Informationen zu unterbinden. Aber trotz aller Störungen haben diejenigen, die die Informationen haben wollten, sie auch bekommen. Die Staatsorgane sind ja nicht mal in der Lage, die im Netz herumschwirrende Kinderpornografie in den Griff zu bekommen und bitten verzweifelt die Internetcommunity um Hilfe, solche Seiten aufzuspüren und zu melden. Das ist in diesem Falle auch richtig so. Es ist ein Wunschtraum regulierungswütiger Politiker, das Internet, die "zweite Kurzwelle" in den Griff zu bekommen, aber was die hochgerüstete, glorreiche Sowjetunion nicht geschafft hat, das werden kleinkarierte Landespolitiker erst recht nicht schaffen. Davon bin ich überzeugt. Die rennen doch jetzt schon der technischen Fortentwicklung auf dem letzen Loch pfeifend hoffnungslos hinterher.

Schöne Grüsse,
Ferdi

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Leser, Monday, 14.03.2005, 01:58 (vor 7632 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Leser am 13. März 2005 21:23:44:

HÖR ENDLICH AUF MEINEN NICK ZU BENUTZEN !

Man brauch nur den entsprechenden Paragraphen so abändern, dass eine andere ethische Minderheit "diskriminiert" wird. Wie schnell würde sich das wohl ändern?
Das dämliche Argument es ist so, weil es im Grundgesetzt so steht ist nichts weiter als eine schwache Ausrede. Wenn Unrecht dadurch Recht wird, weil es auf irgendeinem Blatt Papier steht, dann wäre es ziemlich bitter für unsere Gesellschaft.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Karotte, Monday, 14.03.2005, 11:17 (vor 7632 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 13. März 2005 23:37:18:

Vielleicht solltest du einen Duden zur Hand nehmen, bevor du dich "diskreminiert" fühlst. Ein Jahr länger auf der Schule hätte dir sicher nicht geschadet. Vielleicht hättest du dann auch bemerkt, dass die neun Monate Bund von dem zu 98 Prozent von Frauen genommenen Erziehungsurlaub von drei Jahren längst wieder wett gemacht werden, was den Verdienst angeht. Wenn Frauen zum Bund oder Zivi sollen, dann bitte auch die Hälfte der Elternzeit für Männer.
Und jetzt reich ich dir ein Tschentuch, damit du mal so richtig hemmungslos drauf los weinen kannst, wie dreckig es dir als Mann doch geht.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Eugen Prinz, Monday, 14.03.2005, 11:32 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Wenn Frauen zum Bund oder Zivi sollen, dann bitte auch die Hälfte der Elternzeit für Männer.

Also das siehst du wirklich völlig falsch, Karotte. Die Gleichung muss anders lauten: Zum Ausgleich dafür, dass Männer Zwangsdienst beim Bund machen, müssen Frauen Zwangsdienst im Bordell ableisten. Die Hässlichen und die Karotten dürfen natürlich verweigern und müssen dann halt Zivilersatzdienst im Männerhaus leisten.

Schönen Tag noch,
Eugen

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Karotte, Monday, 14.03.2005, 11:39 (vor 7632 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Eugen Prinz am 14. März 2005 09:32:43:

Warst du wegen der Sache eigentlich schon mal beim (Männer)Arzt?

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Andreas, Monday, 14.03.2005, 11:49 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Wenn Frauen zum Bund oder Zivi sollen, dann bitte auch die Hälfte der Elternzeit für Männer.

Was hab´ ich da gestern gelesen...?

index.php?id=46027

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

JehKeh, Monday, 14.03.2005, 11:52 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 09:39:32:

Warst du wegen der Sache eigentlich schon mal beim (Männer)Arzt?

Willst Du etwa ernst genommen werden, wenn Du Erziehungsurlaub als eine eigene Entscheidung mit einer durchaus selbstbestimmten Ausgestaltung - und von vielen Eltern als Auszeit++ beschrieben - mit einem Zwangsdienst vergleichst? Daraus kann ich nur schließen, daß Du in Deinem Leben noch nie ein ähnliches Klima aus Zwang, Repression und Strafen OHNE jegliches Rückzugsgebiet (einfach nach Hause gehen) erlebt hast.

Im übrigen zeugt es von echter Klasse, sich über die Rechtscrreibung etc. anderer lustig zu machen. Das vergeht Dir spätestens, wenn Du mal einem Legastheniker begegnet bist, der Dich intellektuell in die Tasche steckt.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Karotte, Monday, 14.03.2005, 12:00 (vor 7632 Tagen) @ JehKeh

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von JehKeh am 14. März 2005 09:52:33:

Erstens heißt es Elternzeit, zweitens hast du sicher noch nie eine gehabt, sonst würdest du nicht behaupten, dass die Betreuung eines Kleinkindes Urlaub ist, drittens stand es auch dir offen zu verweigern und viertens ist unser lieber Schreiber in diesem Falle keiner, der irgendwen argumentativ oder intellektuell in die Tasche steckt. Das kann man doch deutlich lesen, wie man auch am Schriftbild einen Legastheniker von einem, der es einfach nicht besser weiß, unterscheiden kann. Unser lieber schreiber pampt gerne ein bisschen, es sei ihm unbenommen, solange er auch einstecken kann.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

reinecke54, Monday, 14.03.2005, 12:05 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Vielleicht solltest du einen Duden zur Hand nehmen, bevor du dich "diskreminiert" fühlst. Ein Jahr länger auf der Schule hätte dir sicher nicht geschadet. Vielleicht hättest du dann auch bemerkt, dass die neun Monate Bund von dem zu 98 Prozent von Frauen genommenen Erziehungsurlaub von drei Jahren längst wieder wett gemacht werden, was den Verdienst angeht. Wenn Frauen zum Bund oder Zivi sollen, dann bitte auch die Hälfte der Elternzeit für Männer.
Und jetzt reich ich dir ein Tschentuch, damit du mal so richtig hemmungslos drauf los weinen kannst, wie dreckig es dir als Mann doch geht.

Da lachen ja die hühner. Aber liebe Garotte, nimm erst mal einen
Duden zur hand, bevor Du uns ein Tschentuch anempfiehlst.

Frauen werden ja nicht gezwungen, kinder zu bekommen. Sie werden
auch nicht gezwungen, erziehungsurlaub zu nehmen. Und wieviele
frauen, die erziehungsurlaub nehmen, würden lieber den mann den
erziehungsurlaub nehmen lassen? Sind es nicht eher die frauen,
die den erziehungsurlaub dem erwerbsleben vorziehen? Ist das denn
ein opfer mit finanziellen verlusten, die allein die frau
trägt? Oder trägt die der mann, der die frau alimentiert, nicht
in gleichem masse?

Umso unhaltbarer scheint es, dass es ein Pflichtjahr für Männer gibt -
aber keines für Frauen. Frauen haben dafür ihre Pflichtjahre im Haushalt?
Aber gerade das wollen wir doch abschaffen! Und wenn wir von den Männern
ernsthaft erwarten, dass sie die Hälfte des Hauses übernehmen - ja, dann
müssen Frauen auch die Hälfte der Welt übernehmen.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

reinecke54, Monday, 14.03.2005, 12:15 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 10:00:09:

drittens stand es auch dir offen zu verweigern

Weisst Du eigentlich, dass auch der zivildienst ein
zwangsdienst ist? Und die zivildienstleistenden sind
am unteren ende der hierarchie. JehKeh scheit recht
zu haben: madame hat noch nie im Leben ein ähnliches
Klima aus Zwang, Repression und Strafen OHNE jegliches
Rückzugsgebiet (einfach nach Hause gehen) erlebt. Alle
Deine texte deuten auf eine verwöhnte göre mit einer
gehörigen portion arroganz hin. Halt das ergebnis unseres
modernen marienkults.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Friedwilli, Monday, 14.03.2005, 12:43 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 10:00:09:

Erstens heißt es Elternzeit, zweitens hast du sicher noch nie eine gehabt, sonst würdest du nicht behaupten, dass die Betreuung eines Kleinkindes Urlaub ist, drittens stand es auch dir offen zu verweigern und viertens ist unser lieber Schreiber in diesem Falle keiner, der irgendwen argumentativ oder intellektuell in die Tasche steckt. Das kann man doch deutlich lesen, wie man auch am Schriftbild einen Legastheniker von einem, der es einfach nicht besser weiß, unterscheiden kann. Unser lieber schreiber pampt gerne ein bisschen, es sei ihm unbenommen, solange er auch einstecken kann.

Es sind die Medienklischees, die du bedienst, der Verweis auf Schriftbilder hilft auch nicht weiter.
Die Betreung eines Kleinkindes hat nichts mit Urlaub zu tun, wenn man sich entsprechen einsetzt. Aber es hat auch nichts mit dem zu tun, wie ich es von Medienfrauen immer höre: Kinder machen Arbeit und kosten Geld.
Für euch wäre wichtiger zu wissen, wie Ihr solche Probleme löst und die Bereicherung diskutiert, die Kinder sein können.
Die Fehlentwicklung vieler Kinder, die mit 3 Jahren ein Verhalten zeigen, daß der Einsatz von Gewalt erwogen werden muß, wird ja gerade auf RTL gezeigt. Also da ansetzen, wo der Hebel am stäksten ist.
Den Wunsch Kinder gewaltfrei zu betreuen ist sehr edel, nur an der Umsetzung haperts gewaltig.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Nikos, Monday, 14.03.2005, 12:58 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Vielleicht solltest du einen Duden zur Hand nehmen, bevor du dich "diskreminiert" fühlst. Ein Jahr länger auf der Schule hätte dir sicher nicht geschadet. Vielleicht hättest du dann auch bemerkt, dass die neun Monate Bund von dem zu 98 Prozent von Frauen genommenen Erziehungsurlaub von drei Jahren längst wieder wett gemacht werden, was den Verdienst angeht. Wenn Frauen zum Bund oder Zivi sollen, dann bitte auch die Hälfte der Elternzeit für Männer.
Und jetzt reich ich dir ein Tschentuch, damit du mal so richtig hemmungslos drauf los weinen kannst, wie dreckig es dir als Mann doch geht<

Karotte, Du bist einfach nur ecklig, schlimmer noch, Du bist sogar stolz drauf.

nikos

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Nikos, Monday, 14.03.2005, 13:05 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 10:00:09:

Erstens heißt es Elternzeit<

Unsinn, es ist Urlaub.

zweitens hast du sicher noch nie eine gehabt<

Doch!

sonst würdest du nicht behaupten, dass die Betreuung eines Kleinkindes Urlaub ist<

Die Betreuung ist schoen und lustig, nur weil Frauen mit allem jammern muessen, was Arbeit ist, wird die Erziehung eines kleines Kindes nicht automatisch zu riesengrossem Problem!

drittens stand es auch dir offen zu verweigern<

So, Du hast auch die Wahl: Entweder gehst Du in Puff fuer ein Jahr oder gehst Du aeltere Herren und Damen die Hintern abputzen. Du hast recht, wie dumm von den Maennern, wir haben es ueberhaupt nicht erkannt...

und viertens ist unser lieber Schreiber in diesem Falle keiner, der irgendwen argumentativ oder intellektuell in die Tasche steckt. Das kann man doch deutlich lesen, wie man auch am Schriftbild einen Legastheniker von einem, der es einfach nicht besser weiß, unterscheiden kann. Unser lieber schreiber pampt gerne ein bisschen, es sei ihm unbenommen, solange er auch einstecken kann<

Und was argumentativ oder intellektuell ist, darfst allein Du entscheiden, oder? Maedel, DIE Zeiten sind leider vorbei!

Nikos

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Christian, Monday, 14.03.2005, 13:55 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Vielleicht solltest du einen Duden zur Hand nehmen, bevor du dich "diskreminiert" fühlst. Ein Jahr länger auf der Schule hätte dir sicher nicht geschadet. Vielleicht hättest du dann auch bemerkt, dass die neun Monate Bund von dem zu 98 Prozent von Frauen genommenen Erziehungsurlaub von drei Jahren längst wieder wett gemacht werden, was den Verdienst angeht. Wenn Frauen zum Bund oder Zivi sollen, dann bitte auch die Hälfte der Elternzeit für Männer.
Und jetzt reich ich dir ein Tschentuch, damit du mal so richtig hemmungslos drauf los weinen kannst, wie dreckig es dir als Mann doch geht.

Ich würde gerne Erziehungsurlaub nehmen, aber es sind doch die Frauen die Männer in die Ernährerrolle drängen und keinen Bock zum arbeiten haben. Erziehungsurlaub ist auch kein Zwangsdienst wie die Wehrpflicht oder der Zivildienst, denn keine Frau wird zum Erziehungsurlaub gezwungen! In andere Länder werden die Kinder nicht als Belastung gesehen so wie es in Deutschland der Fall ist. Wenn es um die Kinder geht, so haben die Männer sowieso kein Mitspracherecht, denn Entscheiden tut immer die Frau! In Deutschland braucht man nur viel jammern über die eigenen Kinder und sie eine Belastung sind, dann bekommt viele Privilegien und vor allem viel Geld und noch mehr wenn man obendrein den Vater des Kindes noch entsorgt!
Waren es nicht 1800 Euro die eine Alleinerziehende bekommt?
meint,
Christian

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Eugen Prinz, Monday, 14.03.2005, 14:00 (vor 7632 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von reinecke54 am 14. März 2005 10:15:54:

Weisst Du eigentlich, dass auch der zivildienst ein
zwangsdienst ist?

Ach, Reinecke, dieses Gemüse kann man doch garnicht ernst nehmen. Karotte babbelt ja nur dumm nach, was ihr die Politikerinnen noch dümmer vorquatschen:

"Die SPD-Politikerin Ulla Schmidt ist gegen ein soziales Pflichtjahr. Sie lehnte den Vorschlag des VdK-Präsidenten Hirrlinger mit der Begründung ab, das zwangsweise soziale Jahr komme ja nur auf junge Frauen zu, weil junge Männer entweder zur Bundeswehr gehen oder Zivildienst leisten. Über ein Pflichtjahr für Mädchen kann man nach Schmidts Auffassung erst dann reden, wenn Männer die Hälfte der Familienarbeit übernommen haben."

Fünf Jahre verschärften Latrinendienst im Männerhaus ... für Frauen, die den Unterschied zwischen einem Zwangsdienst beim Militär oder im Ersatzdienst und einer freiwilligen, selbstbestimmten Leistung wie Familienarbeit nicht wahrhaben wollen.

fordert Eugen

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

reinecke54, Monday, 14.03.2005, 14:15 (vor 7632 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Eugen Prinz am 14. März 2005 12:00:37:

Fünf Jahre verschärften Latrinendienst im Männerhaus ... für Frauen, die den Unterschied zwischen einem Zwangsdienst beim Militär oder im Ersatzdienst und einer freiwilligen, selbstbestimmten Leistung wie Familienarbeit nicht wahrhaben wollen.
fordert Eugen

Dann werde ich wieder zum stehpinkler :-)

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Garfield, Monday, 14.03.2005, 14:44 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Hallo Karotte!

Okay, ich vergleiche mal kurz den Grundwehrdienst mit dem Erziehungsurlaub:

1. Bezahlung:

Im Erziehungsurlaub gibt es bis zu 307 Euro monatlich pro Kind. Berücksichtigt wird dabei auch das Einkommen. Wenn der Mann beispielsweise sehr gut verdient, kann es auch mal kein Erziehungsgeld geben - allerdings kann die Familie dann in der Regel auch vom Einkommen des Mannes leben. Die Erziehungsurlauberin lebt dann also vom Einkommen ihres Partners.

Im Grundwehrdienst kriegt man 7,41 Euro pro Tag, das macht also etwas über 220 Euro monatlich (wenn auch Wochenenden eingerechnet werden - da bin ich mir jetzt nicht sicher, da ich meinen Grundwehrdienst zum großen Teil in der DDR abgeleistet habe). Dazu kommt noch für Fahrten zur Kaserne eine Pauschale von 51 Cent pro Kilometer, wenn man weiter als 30 km entfernt von der Kaserne lebt. Dieses Geld geht dann allerdings wohl auch tatsächlich für die Fahrten drauf, ist also nur eine Aufwandsentschädigung.

Fazit: Der Wehrpflichtige steht finanziell schlechter da als die Erziehungsurlauberin.

2. "Arbeitsklima":

Erziehungsurlaub kann bei manchen Kindern durchaus stressig sein, muß aber nicht. Es gibt ja auch Kinder, die wenig Aufmerksamkeit benötigen, und es gibt auch Eltern, die es gut verstehen, sich auch bei stressigen Kindern zuviel Aufwand zu ersparen. Das kann im Extremfall durchaus dazu führen, daß das Kind auf einmal tot im Bettchen liegt und daß der Notarzt dann Unterernährung als Todesursache feststellt. Solche Fälle gibt es immer wieder. Bei anspruchslosen Kindern oder bei einem gehörigen Maß an Faulheit der Erziehungsurlauberin wird so ein Erziehungsurlaub durchaus zur Erholung. Man ist weniger fremdbestimmt als im Beruf, kann sich also alles besser selbst nach den eigenen Bedürfnissen einteilen - und das ist ein großer Vorteil. Selbst wenn der Erziehungsurlaub durch ein anstrengendes Kind stressig wird, dann bleibt doch die Freude am Kind oft zumindest teilweise erhalten und bietet einen gewissen Ausgleich.

Im Grundwehrdienst ist man immer fremdbestimmt, oft noch stärker als im Berufsleben. Es wird vorgeschrieben, wann man morgens aufzustehen hat, die Vorgesetzten haben weitergehende Befugnisse als ein beruflicher Vorgesetzter im Zivilleben und wie sich vor einigen Monaten wieder gezeigt hat, nutzen manche Vorgesetzte diese Macht aus, um ihre Untergebenen zu demütigenden Handlungen zu zwingen. Es ist kein Zufall, daß es unter Grundwehrdienstleistenden immer wieder Fälle von Selbstmord gibt.

Fazit: Die Erziehungsurlauberin lebt im Durchschnitt tatsächlich wesentlich besser als der Grundwehrdienstleistende.

3. Behinderung bei der beruflichen Entwicklung:

Es soll zuweilen noch Unternehmen geben, die Frauen nur ungern einstellen, weil sie Kinder bekommen könnten. Das wird aber immer seltener, denn viele Unternehmen stellen heute ganz bewußt Frauen ein, um damit Frauenfreundlichkeit, soziale Kompetenz und ähnliches zu demonstrieren. Viele Unternehmen gehen dabei davon aus, daß viele Frauen heute erst später schwanger und so erstmal noch ein paar Jahre arbeiten werden.

Sehr viele Unternehmen stellen aber nach wie vor grundsätzlich keine jungen Männer ein, die ihren Grundwehrdienst noch nicht abgeleistet haben. Danach wird ein junger Mann bei Bewerbungen auch häufig gefragt. Und er hat laut Gesetz keine Möglichkeit, diese Frage mit einer Lüge zu beantworten, während umgekehrt eine schwangere Frau die Frage nach Schwangerschaft oder Kinderwunsch nur dann wahrheitsgemäß beantworten muß, wenn sich aus der angestrebten Tätigkeit Gefahren für das ungeborene Kind ergeben könnten, ansonsten also gesetzlich die Möglichkeit hat, solch eine Frage mit einer Lüge zu beantworten.

Fazit: Der potenzielle Grundwehrdienstleistende hat heute mehr Hindernisse für seine berufliche Entwicklung im Weg als eine junge Frau. Das ist auch einer der Gründe dafür, wieso junge Männer von Arbeitslosigkeit stärker betroffen sind als junge Frauen.

4. Wiedereingliederung in den Beruf:

Der Erziehungsurlauberin wird ihr Arbeitsplatz reserviert, sie kann also nach dem Erziehungsurlaub wieder in ihren Beruf zurückkehren. Klappt das aus irgendeinem Grunde (vielleicht, weil das Unternehmen mittlerweile nicht mehr existiert) nicht, kann sie diverse Maßnahmen des Arbeitsamtes zur beruflichen Wiedereingliederung von Frauen in Anspruch nehmen.

Der Grundwehrdienstleistende darf während des Grundwehrdienstes auch nicht entlassen werden. Das nützt ihm aber nur, wenn er vorher bereits einen Job hatte. Hatte er keinen oder kann er aus irgendwelchen Gründen nach dem Grundwehrdienst nicht mehr in den Job zurück, dann gibt es für ihn keine spezielle Unterstützung durch das Arbeitsamt.

Fazit: Der Grundwehrdienstleistende hat auch hier wieder die Arsch-Karte gezogen.

5. Freiheit der Wahl:

Die Erziehungsurlauberin kann durch die modernen Verhütungsmittel heutzutage frei wählen, wann sie schwanger wird. Sie kann sich beispielsweise erst einmal einen Job suchen, eine Weile dort arbeiten und erst, wenn sie mal wieder etwas anderes tun möchte, schwanger werden und den Erziehungsurlaub nehmen. Oder der Partner kann den Erziehungsurlaub nehmen, beispielsweise wenn er ohnehin gerade arbeitslos ist. Oder sie kann sich auch ganz gegen Kinder entscheiden.

Der Grundwehrdienstleistende hat als Alternative nur den Zivildienst. Da wird er genauso schlecht bezahlt und ist auch sonst nicht viel besser dran als beim Grundwehrdienst. In jedem Fall ist es ein Zwangsdienst, und der Zwangsdienstleistende kann nur begrenzt entscheiden, wann er diesen Dienst antritt.

Fazit: Das ist der allergrößte Vorteil, den die Erziehungsurlauberin dem Grundwehrdienstleistenden gegenüber hat. Zumal dieser Vorteil in Zusammenhang mit dem Punkt "Wiedereingliederung in den Beruf" noch stärker ins Gewicht fällt. So hat eine Frau nämlich die Möglichkeit, mit einem Kind zu warten, bis sie einen festen Job hat. Ein junger Mann dagegen bekommt seinen Einberufungsbefehl und hat dem Folge zu leisten. Ausnahmen sind nur begrenzt möglich, etwa wenn man durch den Grundwehrdienst eine Ausbildung unterbrechen müßte. Ein junger Mann kann also nicht warten, bis er einen festen Job hat und dann seinen Grundwehrdienst antreten. Der Zwangsdienst schwebt jahrelang wie ein Damokles-Schwert über ihm und behindert ihn in seiner beruflichen Entwicklung. Eine Frau dagegen kann jederzeit frei entscheiden, ob sie schwanger wird oder ob sie im Falle einer Schwangerschaft vielleicht doch abtreibt. Und wenn sie sich für ein Kind entscheidet, dann hat sie die Möglichkeit, den Zeitpunkt so zu wählen, daß ihre berufliche Entwicklung davon möglichst wenig beeinträchtigt wird. Das kann ein wehrpflichtiger junger Mann nicht. Für ihn kommt die Beeinträchtigung grundsätzlich immer dann, wenn sie am hinderlichsten ist: In jungen Jahren, die für den beruflichen Werdegang häufig entscheidend sind.

Dann hattest du noch irgendwo geschrieben, daß Männer 50 % des Erziehungsurlaubes nehmen sollten:

Generell ist es schon mal so, daß es für Mütter diverse Extra-Würste gibt, die Männer so nie bekommen. So gelten Maßnahmen des Arbeitsamtes (bzw. der Agenturen für Arbeit) zur beruflichen Wiedereingliederung von Müttern tatsächlich nur für Frauen. Väter können diese Maßnahmen nicht in Anspruch nehmen. Auch werden Erziehungszeiten, wenn sie von beiden Elternteilen gleichermaßen erbracht worden sind, üblicherweise nur der Mutter für die Rente angerechnet. Väter gehen also auch da wieder leer aus.

Dann gibt es aber einen noch viel wesentlicheren Faktor, der Väter daran hindert, sich stärker für die Kindererziehung zu engagieren: Die Mütter. Viele Frauen möchten nämlich nach einer Geburt möglichst viel Zeit mit ihren Kindern verbringen. Für diese Mütter kommt es überhaupt nicht in Frage, auf den Erziehungsurlaub zu verzichten. Da aber nun einmal jemand das Geld zum Leben verdienen muß, sind die Väter somit automatisch auf ihre alte Ernährer-Rolle festgenagelt.

Und wie viele Frauen über einen Hausmann denken, brachte eine Frau in einer Reportage auf RTL II (die übrigens gestern abend wieder gesendet wurde) auf den Punkt: "Ein Mann muß arbeiten. Richtig schwere Arbeit machen, und nicht mit den Kindern spielen."

Und nicht nur das: Auch vor seinem Chef gilt der männliche Erziehungsurlauber oft als wenig engagiert, wenn nicht gar als Drückeberger, während es bei Frauen als ganz normal angesehen wird, wenn sie in Erziehungsurlaub gehen.

Und selbst, wenn er auf all das pfeift und Erziehungsurlaub nimmt: Dann wird er keinswegs von der Wehrpflicht befreit. Den Wehrdienst hat er dann entweder bereits abgeleistet oder aber er kriegt ihn dann noch obendrauf.

Die größten Hindernisse sehe ich da aber bei den real existierenden Frauen. Solange die ihre Einstellung nicht ändern, werden viele Väter sich gezwungenermaßen weiter vor allem auf ihren Beruf konzentrieren. Da aber selbstverständlich kaum jemand von Frauen verlangt, ihre Einstellung zu ändern, wird da auch so bald nichts passieren. Man wird weiterhin versuchen, die Männer zu ändern und dabei ignorieren, daß sie durch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Wünsche der Frauen keine Möglichkeit haben, ihr Verhalten zu ändern. Also wird sich auch weiterhin nichts wesentlich ändern.

Aber genau das ist von Feministinnen gewollt: Wenn sich nämlich etwas ändern würde, dann hätten sie ja noch weniger berufliche Existenzberechtigung als jetzt. Jetzt fällt es ihnen schon häufig schwer, die in Frauenprojekte investierten Milliarden zu rechtfertigen. Wie wäre das denn erst, wenn die Männer zuzüglich zu ihrer Wehrpflicht und ihrer beruflichen Tätigkeit auch noch die Kinderbetreuung und die Hausarbeit übernehmen würden? Wenn sie dann wirklich sämtliche Pflichten hätten, und Frauen nur noch Rechte? Wie könnte man das noch als Benachteiligung der Frauen verkaufen?

Freundliche Grüße
von Garfield


Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Doink, Monday, 14.03.2005, 14:59 (vor 7632 Tagen) @ Friedwilli

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Friedwilli am 13. März 2005 21:41:23:

Ich als ehemaliger Zwangsarbeiter frage mich ständig (vor allem letztens zum Weltfrauentag) wieso ich, nur weil ich männlich bin, einbezogen werde und dem Stadt zwangsweise unter gefängnisstrafe dienen muss, während Frauen keinen Finger krum machen müssen. Die ganze Zeit frage ich mich desweiteren, ob sowas Verfassungskonform sein kann. Mein Menschenverstand würde hier ein klares nein herrausschreien, aber anscheinend irre ich mich.
Es müßte doch schon lengst jemand auf die Idee gekommen sein, mal vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen und diese Frage zu klären oder? Gibt es diesbezüglich ein Urteil was mir klar werden läßt unter welcher Begründung Frauen nicht "gut genug" für den Staat sind? Ich sehe das mehr als eine Diskriminierung der Frauen an (Ironie), dass sie nicht MÜSSEN. Ich meine ein geschwisterpaar gleichen Alters ist mit der Schule fertig, nun darf der Bruder zum Bund und muss ein Jahr warten bis er ins berufleben einsteigen kann, während die Frau ein Jahr eher Geld verdient (vor allem bei später höherbezahlten Berufen kann das durchaus relevant sein). Wenn nun jemand z.B. sein Diplom macht hätte er ohne Wehrpflicht ein Jahr eher Geld verdienen können.
Nun, hat jemand evtl detaillierte Informationen zum Thema? Es kann doch nicht sein das frauen derartig bevorteilt werden, meiner Meinung nach schulden uns die Frauen 50 Jahre Zwangsarbeit! Das kann teuer werden!

Werter Lord!
Du irrst Dich nicht! Die Betonköpfe sitzen woanders!
Kleine Frage am Rande:
Bist Du der Lord von der bekannten Lord Inc.? Für alle Nichtsahnenden: Die Lords sind in der Parsi-Forenlandschaft mehr als nur ein Begriff.
Doink

Erzähl mal

Die Lords haben ein eigenes Forum bei Parsi und zeichnen sich nach eigenen Angaben durch große Gemächte aus. Auffallend ist aber in erster Linie ihr Größenwahn. Außerdem kann schon so mancher Forenmaster ein Lied davon singen was es heißt wenn die Lords ein Forum auf dem Kieker haben.
Unzählige Foren sind ihnen schon zum Opfer gefallen.

Doink

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Bubbles, Monday, 14.03.2005, 15:09 (vor 7632 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Christian am 14. März 2005 11:55:40:

Waren es nicht 1800 Euro die eine Alleinerziehende bekommt?
meint,
Christian

hallo Christian,
1800 für Alleinerziehende? Wo soll das denn geben?
Im Erziehungs"urlaub" bekommen Frauen & Männer 300 Euro Erziehungsgeld, dazu kommt noch 154 Euro Kindergeld, das war es.
Wie du siehst, kann man davon gerade mal die Miete für eine 2-Zimmer Wohnung zahlen.

Falls du da irgendwelche Insider-Infos hast, sag bitte Bescheid, dann beantrage ich das auch!

Viele Grüße, Bubbles

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

pumajäger, Monday, 14.03.2005, 15:23 (vor 7632 Tagen) @ Friedwilli

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Friedwilli am 14. März 2005 10:43:47:

"Den Wunsch Kinder gewaltfrei zu betreuen ist sehr edel, nur an der Umsetzung haperts gewaltig."

Persönlich bin ich über das Verhalten meiner Kinder(Söhne 6,8) immer wieder überrascht.
Situation in denen ich ihnen, etwas strikt verboten hatte und das dann auch umgesetzt hatte endeten damit das sie 2. Minuten später wieder auf der Bildfläche erschienen und fragten: "Und was können wir jetzt spielen, Papa."
Es blieb mir nicht mal die Zeit darüber nachzudenken ob ich zu weit gegangen war.
Selbst bei "Vorschriften" nach dem "Du musst..."- Schema habe ich sehr oft das gefühl das trotz "Maulerei" nur ein "Ja, Du musst..." akzeptiert wird.


Re: diese Wehrpflichtgeschichte

pit b., Monday, 14.03.2005, 15:38 (vor 7632 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 13. März 2005 19:15:38:

Es gibt schon einige Urteile des BVerG zur Männerwehrpflicht.
Jüngst Februar und März 2002, gleich zwei Stück.

20.2.02 Gegenstand der Klage war die mangelnde sicherheitspolitische
Notwendigkeit.
Seit Ende des kalten Krieges sieht sich Deutschleind keine Bedrohung
mehr gegenüber, die eine Massenarmee rechtfertigt.

Ergebniss: Die Klage wurde, auf grund von formalen Mängeln, für
unzulässig erklärt. Auch wenn es die Medien und die Politiker gerne so
wieder geben, das Verfassungsgericht hat die Wehrpflicht nicht
bestätigt! Sondern es hat es abgelehnt darüber zu entscheiden.

27.3.02 Schon interessanter war die zweite Klage. Sie handelte von der
tatsache das Männer wehrpflichtig sind und Frauen nicht. Der Kläger
sah darin einen Verstoß gegen das Gleichheitsgebot (Art.3 GG).

Ergebniss: Auch diese Klage wurde auf Grund formaler Mängel für unzulässig
erklärt. Obwohl namenhafte Politiker auch hier gerne behaupten das BVerG
hätte die Wehrpflicht bestätigt, ist das wieder nicht der Fall.
Komischerweise suchte man dieses Utrteil vergeblich in den Medien.
Es wurde absolut nichts darüber berichtet.

Beide Verhandlungen erfolgten unter dem Vorsitz von Jutta Limbach, die sich
auch in Gleichberechtigungsfragen engagiert und sich dabei auf die Seite
der Frauen stellt (Lohndiskriminierung, Führungspositionen, Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, politische Macht usw.) So Eine die Frage nach der
Männerwehrpflicht und der Gleichberechtigung beantworten zu lassen, das
halte ich ohnehin für fragwürdig.

Die Tasache das das BVerG zweimal berechtigte Kritik an der Wehrpflicht
eher lasch, mit bezug auf formale Mängel, abwürgt lässt Willkür vermuter.
Ich sehe das positiv: Das BVerG sah sich nicht in der Lage zu gunsten der
WP zu entscheiden, war aber auch nicht willens dagenen zu entscheiden.
So sind junge Männer weiterhin auf die inkompetente und willkürliche
Politik angewiesen (Nichteinberufungsrichtlinien!) und werden von den
Behörden, die für die Gerechtigkeit in diesem Land zuständig, sind im Stich gelassen.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Peter, Monday, 14.03.2005, 15:47 (vor 7632 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Garfield am 14. März 2005 12:44:06:

Hallo Karotte!
Okay, ich vergleiche mal kurz den Grundwehrdienst mit dem Erziehungsurlaub:
1. Bezahlung:
Im Erziehungsurlaub gibt es bis zu 307 Euro monatlich pro Kind. Berücksichtigt wird dabei auch das Einkommen. Wenn der Mann beispielsweise sehr gut verdient, kann es auch mal kein Erziehungsgeld geben - allerdings kann die Familie dann in der Regel auch vom Einkommen des Mannes leben. Die Erziehungsurlauberin lebt dann also vom Einkommen ihres Partners.
Im Grundwehrdienst kriegt man 7,41 Euro pro Tag, das macht also etwas über 220 Euro monatlich (wenn auch Wochenenden eingerechnet werden - da bin ich mir jetzt nicht sicher, da ich meinen Grundwehrdienst zum großen Teil in der DDR abgeleistet habe). Dazu kommt noch für Fahrten zur Kaserne eine Pauschale von 51 Cent pro Kilometer, wenn man weiter als 30 km entfernt von der Kaserne lebt. Dieses Geld geht dann allerdings wohl auch tatsächlich für die Fahrten drauf, ist also nur eine Aufwandsentschädigung.
Fazit: Der Wehrpflichtige steht finanziell schlechter da als die Erziehungsurlauberin.
2. "Arbeitsklima":
Erziehungsurlaub kann bei manchen Kindern durchaus stressig sein, muß aber nicht. Es gibt ja auch Kinder, die wenig Aufmerksamkeit benötigen, und es gibt auch Eltern, die es gut verstehen, sich auch bei stressigen Kindern zuviel Aufwand zu ersparen. Das kann im Extremfall durchaus dazu führen, daß das Kind auf einmal tot im Bettchen liegt und daß der Notarzt dann Unterernährung als Todesursache feststellt. Solche Fälle gibt es immer wieder. Bei anspruchslosen Kindern oder bei einem gehörigen Maß an Faulheit der Erziehungsurlauberin wird so ein Erziehungsurlaub durchaus zur Erholung. Man ist weniger fremdbestimmt als im Beruf, kann sich also alles besser selbst nach den eigenen Bedürfnissen einteilen - und das ist ein großer Vorteil. Selbst wenn der Erziehungsurlaub durch ein anstrengendes Kind stressig wird, dann bleibt doch die Freude am Kind oft zumindest teilweise erhalten und bietet einen gewissen Ausgleich.
Im Grundwehrdienst ist man immer fremdbestimmt, oft noch stärker als im Berufsleben. Es wird vorgeschrieben, wann man morgens aufzustehen hat, die Vorgesetzten haben weitergehende Befugnisse als ein beruflicher Vorgesetzter im Zivilleben und wie sich vor einigen Monaten wieder gezeigt hat, nutzen manche Vorgesetzte diese Macht aus, um ihre Untergebenen zu demütigenden Handlungen zu zwingen. Es ist kein Zufall, daß es unter Grundwehrdienstleistenden immer wieder Fälle von Selbstmord gibt.
Fazit: Die Erziehungsurlauberin lebt im Durchschnitt tatsächlich wesentlich besser als der Grundwehrdienstleistende.
3. Behinderung bei der beruflichen Entwicklung:
Es soll zuweilen noch Unternehmen geben, die Frauen nur ungern einstellen, weil sie Kinder bekommen könnten. Das wird aber immer seltener, denn viele Unternehmen stellen heute ganz bewußt Frauen ein, um damit Frauenfreundlichkeit, soziale Kompetenz und ähnliches zu demonstrieren. Viele Unternehmen gehen dabei davon aus, daß viele Frauen heute erst später schwanger und so erstmal noch ein paar Jahre arbeiten werden.
Sehr viele Unternehmen stellen aber nach wie vor grundsätzlich keine jungen Männer ein, die ihren Grundwehrdienst noch nicht abgeleistet haben. Danach wird ein junger Mann bei Bewerbungen auch häufig gefragt. Und er hat laut Gesetz keine Möglichkeit, diese Frage mit einer Lüge zu beantworten, während umgekehrt eine schwangere Frau die Frage nach Schwangerschaft oder Kinderwunsch nur dann wahrheitsgemäß beantworten muß, wenn sich aus der angestrebten Tätigkeit Gefahren für das ungeborene Kind ergeben könnten, ansonsten also gesetzlich die Möglichkeit hat, solch eine Frage mit einer Lüge zu beantworten.
Fazit: Der potenzielle Grundwehrdienstleistende hat heute mehr Hindernisse für seine berufliche Entwicklung im Weg als eine junge Frau. Das ist auch einer der Gründe dafür, wieso junge Männer von Arbeitslosigkeit stärker betroffen sind als junge Frauen.
4. Wiedereingliederung in den Beruf:
Der Erziehungsurlauberin wird ihr Arbeitsplatz reserviert, sie kann also nach dem Erziehungsurlaub wieder in ihren Beruf zurückkehren. Klappt das aus irgendeinem Grunde (vielleicht, weil das Unternehmen mittlerweile nicht mehr existiert) nicht, kann sie diverse Maßnahmen des Arbeitsamtes zur beruflichen Wiedereingliederung von Frauen in Anspruch nehmen.
Der Grundwehrdienstleistende darf während des Grundwehrdienstes auch nicht entlassen werden. Das nützt ihm aber nur, wenn er vorher bereits einen Job hatte. Hatte er keinen oder kann er aus irgendwelchen Gründen nach dem Grundwehrdienst nicht mehr in den Job zurück, dann gibt es für ihn keine spezielle Unterstützung durch das Arbeitsamt.
Fazit: Der Grundwehrdienstleistende hat auch hier wieder die Arsch-Karte gezogen.
5. Freiheit der Wahl:
Die Erziehungsurlauberin kann durch die modernen Verhütungsmittel heutzutage frei wählen, wann sie schwanger wird. Sie kann sich beispielsweise erst einmal einen Job suchen, eine Weile dort arbeiten und erst, wenn sie mal wieder etwas anderes tun möchte, schwanger werden und den Erziehungsurlaub nehmen. Oder der Partner kann den Erziehungsurlaub nehmen, beispielsweise wenn er ohnehin gerade arbeitslos ist. Oder sie kann sich auch ganz gegen Kinder entscheiden.
Der Grundwehrdienstleistende hat als Alternative nur den Zivildienst. Da wird er genauso schlecht bezahlt und ist auch sonst nicht viel besser dran als beim Grundwehrdienst. In jedem Fall ist es ein Zwangsdienst, und der Zwangsdienstleistende kann nur begrenzt entscheiden, wann er diesen Dienst antritt.
Fazit: Das ist der allergrößte Vorteil, den die Erziehungsurlauberin dem Grundwehrdienstleistenden gegenüber hat. Zumal dieser Vorteil in Zusammenhang mit dem Punkt "Wiedereingliederung in den Beruf" noch stärker ins Gewicht fällt. So hat eine Frau nämlich die Möglichkeit, mit einem Kind zu warten, bis sie einen festen Job hat. Ein junger Mann dagegen bekommt seinen Einberufungsbefehl und hat dem Folge zu leisten. Ausnahmen sind nur begrenzt möglich, etwa wenn man durch den Grundwehrdienst eine Ausbildung unterbrechen müßte. Ein junger Mann kann also nicht warten, bis er einen festen Job hat und dann seinen Grundwehrdienst antreten. Der Zwangsdienst schwebt jahrelang wie ein Damokles-Schwert über ihm und behindert ihn in seiner beruflichen Entwicklung. Eine Frau dagegen kann jederzeit frei entscheiden, ob sie schwanger wird oder ob sie im Falle einer Schwangerschaft vielleicht doch abtreibt. Und wenn sie sich für ein Kind entscheidet, dann hat sie die Möglichkeit, den Zeitpunkt so zu wählen, daß ihre berufliche Entwicklung davon möglichst wenig beeinträchtigt wird. Das kann ein wehrpflichtiger junger Mann nicht. Für ihn kommt die Beeinträchtigung grundsätzlich immer dann, wenn sie am hinderlichsten ist: In jungen Jahren, die für den beruflichen Werdegang häufig entscheidend sind.
Dann hattest du noch irgendwo geschrieben, daß Männer 50 % des Erziehungsurlaubes nehmen sollten:
Generell ist es schon mal so, daß es für Mütter diverse Extra-Würste gibt, die Männer so nie bekommen. So gelten Maßnahmen des Arbeitsamtes (bzw. der Agenturen für Arbeit) zur beruflichen Wiedereingliederung von Müttern tatsächlich nur für Frauen. Väter können diese Maßnahmen nicht in Anspruch nehmen. Auch werden Erziehungszeiten, wenn sie von beiden Elternteilen gleichermaßen erbracht worden sind, üblicherweise nur der Mutter für die Rente angerechnet. Väter gehen also auch da wieder leer aus.
Dann gibt es aber einen noch viel wesentlicheren Faktor, der Väter daran hindert, sich stärker für die Kindererziehung zu engagieren: Die Mütter. Viele Frauen möchten nämlich nach einer Geburt möglichst viel Zeit mit ihren Kindern verbringen. Für diese Mütter kommt es überhaupt nicht in Frage, auf den Erziehungsurlaub zu verzichten. Da aber nun einmal jemand das Geld zum Leben verdienen muß, sind die Väter somit automatisch auf ihre alte Ernährer-Rolle festgenagelt.
Und wie viele Frauen über einen Hausmann denken, brachte eine Frau in einer Reportage auf RTL II (die übrigens gestern abend wieder gesendet wurde) auf den Punkt: "Ein Mann muß arbeiten. Richtig schwere Arbeit machen, und nicht mit den Kindern spielen."
Und nicht nur das: Auch vor seinem Chef gilt der männliche Erziehungsurlauber oft als wenig engagiert, wenn nicht gar als Drückeberger, während es bei Frauen als ganz normal angesehen wird, wenn sie in Erziehungsurlaub gehen.
Und selbst, wenn er auf all das pfeift und Erziehungsurlaub nimmt: Dann wird er keinswegs von der Wehrpflicht befreit. Den Wehrdienst hat er dann entweder bereits abgeleistet oder aber er kriegt ihn dann noch obendrauf.
Die größten Hindernisse sehe ich da aber bei den real existierenden Frauen. Solange die ihre Einstellung nicht ändern, werden viele Väter sich gezwungenermaßen weiter vor allem auf ihren Beruf konzentrieren. Da aber selbstverständlich kaum jemand von Frauen verlangt, ihre Einstellung zu ändern, wird da auch so bald nichts passieren. Man wird weiterhin versuchen, die Männer zu ändern und dabei ignorieren, daß sie durch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Wünsche der Frauen keine Möglichkeit haben, ihr Verhalten zu ändern. Also wird sich auch weiterhin nichts wesentlich ändern.
Aber genau das ist von Feministinnen gewollt: Wenn sich nämlich etwas ändern würde, dann hätten sie ja noch weniger berufliche Existenzberechtigung als jetzt. Jetzt fällt es ihnen schon häufig schwer, die in Frauenprojekte investierten Milliarden zu rechtfertigen. Wie wäre das denn erst, wenn die Männer zuzüglich zu ihrer Wehrpflicht und ihrer beruflichen Tätigkeit auch noch die Kinderbetreuung und die Hausarbeit übernehmen würden? Wenn sie dann wirklich sämtliche Pflichten hätten, und Frauen nur noch Rechte? Wie könnte man das noch als Benachteiligung der Frauen verkaufen?
Freundliche Grüße
von Garfield

Randbemerkung

Peter, Monday, 14.03.2005, 15:53 (vor 7632 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Garfield am 14. März 2005 12:44:06:

Hallo Garfield,

Vielen Dank fuer deine, wie ueblich, wohldurchdachten Ueberlegungen, die ich immer wieder gerne lese. An einer Stelle fiel mir etwas auf, mehr eine Skurrilitaet, aber dennoch:

Und selbst, wenn er auf all das pfeift und Erziehungsurlaub nimmt: Dann wird er keinswegs von der Wehrpflicht befreit. Den Wehrdienst hat er dann entweder bereits abgeleistet oder aber er kriegt ihn dann noch obendrauf.

Ich stelle mir gerade vor, wie das ist, wenn ein Wehrdienstleistender Erziehungsurlaub nimmt. Den Rest seines Wehrdienstes muss er dann wahrscheinlich nachleisten, aber ich sehe die langen Gesichter der Feldwebel schon vor mir, wenn er verkuendet, dass er jetzt erstmal nach Hause geht :-)))

Gruss,

Peter

PS
Meine vorherige 'Antwort' war eine falsche Tastenberuehrung - loeschen waere gut.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Monday, 14.03.2005, 15:57 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Vielleicht solltest du einen Duden zur Hand nehmen, bevor du dich "diskreminiert" fühlst. Ein Jahr länger auf der Schule hätte dir sicher nicht geschadet. Vielleicht hättest du dann auch bemerkt, dass die neun Monate Bund von dem zu 98 Prozent von Frauen genommenen Erziehungsurlaub von drei Jahren längst wieder wett gemacht werden, was den Verdienst angeht. Wenn Frauen zum Bund oder Zivi sollen, dann bitte auch die Hälfte der Elternzeit für Männer.
Und jetzt reich ich dir ein Tschentuch, damit du mal so richtig hemmungslos drauf los weinen kannst, wie dreckig es dir als Mann doch geht.

Hey Karotte,

offensichtlich warst du noch nie beim Bund, denn dann wüßtest du, dass für Soldaten nicht das gleiche Grundgesetz gilt, dir werden einige Grundrechte wie z.B. freie Aufenhaltswahl etc beschnitten. Bei welcher Mutter ist das so?
Desweiteren wird keine Frau gezwungen schwanger zu werden!
Ich war 14 Monate beim Bund (ja ich hab FREIWILLIG verlängert, weil mein Studium später anfing und ich durch die BW zeit sonst nen halbes Jahr arbeitslos wäre, was sich ja nicht gut macht beim zukünftigen Arbeitgeber).

Da du nach deinen Worten zufolge niemals beim Bund warst, kannst du absolut nicht mitreden. Es mag vielleicht für einige übertrieben klingen, aber für viele ist das die härteste Zeit im Leben eines MANNES! Wer noch nie nach 30km Marsch vor erschöpfung gekotzt hat, wer sich dann nicht seine Freundin zu sehen gewünscht hat oder dessen Beziehung an Folge einer 9 Monatigen Zwangsarbeitsphase kaputt gegangen ist, dem erlaube ich es nicht zu behaupten ICH heule rum. Es soll hier auch nicht darum gehen, sondern um gerechtigkeit.

Was mich interessieren täte, welche Schule hast du besucht? Lass mich raten, Hauptschule, bist arbeitslos und kein plan von dem was du da von dir gibst? Oder bist nen Kerl der Ausgemustert wurde aufgrund eines positiven Drogentests?
Ich find es prinzipiell nicht schlimm das Männer 9 Monate dienen müssen, im Gegenteil ich bin sogar der meinung das ich was für mich und mein Leben gelernt habe, aber bitteschön sollten das dann ALLE Machen und nicht nur die dummen männer.
Ab und an sieht man Dokumentationen vom Grundwehrdienst wo auch dann Frauen mitmachen. Wie lustig es doch ist wenn die losheulen weil sie nicht mehr können. Statt Schminkspiegel und Popstarposter an der Wand sowie Polyphonklingelton wäre Flecktarn und Tarnschminke mal was anderes, das würde unserer Gestellschaft garantiert was bringen wenn diese Girlies mal bissel erzogen werden. (meine Persönliche Meinung).

Nebenbei hast du absolut keine Ahnung was es für einen 16-20 jährigen Mann bedeutet zu Dienen. Ein Kamerad von mir war Diplom-Mathematiker. Statt 8000 Euro im Monat waren es nur noch 500. Rechne mal nach wieviel verlust der gute hatte, na? Desweiteren hast du schonmal davon gehört, dass jeder Wehrpflichtige jederzeit gezwungen werden kann, zu Wehrübungen zu kommen? Das gilt EINIGE Jahre, glaube 20 oder so? (keine Ahnung mehr).
Nein ein weiteres Problem ist die Entfernung, wenn jemand in Bayern wohnt und dann an die Nordsee zum dienen muss, dann sag du mir nochmal das Frauen es schwerer haben, die müssen auch jedes Wochenende mit 15kg Gepäck in überfüllten Zügen quer durch Deutschland um mal auszuschlafen, wäsche zu Waschen und dann wieder zum Dienst? Ja?

Oder als Wachsoldat die Probelmatik die jedem Wehrpflichten gekannt ist, (kommt zwar extrem selten vor) schießen oder nicht schießen? Egal wie man sich entscheiden würde, es ist eine imens große verantwortung.
Jetzt wirst du kommen, geh doch zum Zivildienst. Nun, da gibt es bereiche mit ähnlichen Verantwortungsbereichen, Krankenwagenfahrer oder ähnliches. Tag für Tag liegt das Leben vieler in den Händen von Zwangsarbeitern.
Hm, die meisten Männer wissen wie es ist, verantwortung zu übernehmen, risiken einzugehen usw. aber hat irgendeine Frau jemanls danke gesagt das ein Zivildienstleistender sich um ihre Mutter gekümmert hat (oder gewzungen wurde dies zu tun?)? Oder hat jemals eine Frau drüber nachgedacht was es wohl bedeuten würde ein Jahr für den Staat zu dienen?

Ich habe gestern mal ein paar Frauen gefragt, mit entsetzen kam die antwort, ne ich geh doch nicht zum Bund, viel zu ansterengend. Und als ich dann sagte ok, dann gehts ab ins Altersheim für 9 Monate, da waren sie auch nicht begeistert, iee das ist ecklig ich wisch doch nicht... wir kennen das. Die sind sich schlicht zu fein und kommen dann mit dem Argument, wir kriegen ja die kinder. Ja und?

Ich bin der Meinung, Frauen sind es schlicht von Staat her nicht wert, als nützlich anerkannt zu werden. Frauen sind schlicht Zuchtvieh, in dessen Rolle sie sich ja selbst wohl fühlen. Komisch nur das noch keine Frauenrechtlerin gemerkt hat, was hier abgeht.
Da Frauen aber bekanntlich faul sind, suchen sie sich nur die besten Sachen raus, aber Dinge wie Wehrpflicht oder ähnliches, neeeeee dazu haben die keine Lust. Ich freu mich schon auf den Tag, an dem es heißt es gibt keine Zivis mehr *g* Bin gespannt wies dann weiter gehen soll. Ich denke DAS ist auch der wahre Grund, wieso der Staat dran fest hält, weil er so billige Arbeitskräfte hat, die in der Regel Jung, Leistungsfähig und einige sogar recht intelligent sind, so billig wird der Staat nie wieder an gutes Personal kommen.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Monday, 14.03.2005, 16:02 (vor 7632 Tagen) @ pit b.

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von pit b. am 14. März 2005 13:38:18:

Es gibt schon einige Urteile des BVerG zur Männerwehrpflicht.
Jüngst Februar und März 2002, gleich zwei Stück.
20.2.02 Gegenstand der Klage war die mangelnde sicherheitspolitische
Notwendigkeit.
Seit Ende des kalten Krieges sieht sich Deutschleind keine Bedrohung
mehr gegenüber, die eine Massenarmee rechtfertigt.
Ergebniss: Die Klage wurde, auf grund von formalen Mängeln, für
unzulässig erklärt. Auch wenn es die Medien und die Politiker gerne so
wieder geben, das Verfassungsgericht hat die Wehrpflicht nicht
bestätigt! Sondern es hat es abgelehnt darüber zu entscheiden.
27.3.02 Schon interessanter war die zweite Klage. Sie handelte von der
tatsache das Männer wehrpflichtig sind und Frauen nicht. Der Kläger
sah darin einen Verstoß gegen das Gleichheitsgebot (Art.3 GG).
Ergebniss: Auch diese Klage wurde auf Grund formaler Mängel für unzulässig
erklärt. Obwohl namenhafte Politiker auch hier gerne behaupten das BVerG
hätte die Wehrpflicht bestätigt, ist das wieder nicht der Fall.
Komischerweise suchte man dieses Utrteil vergeblich in den Medien.
Es wurde absolut nichts darüber berichtet.
Beide Verhandlungen erfolgten unter dem Vorsitz von Jutta Limbach, die sich
auch in Gleichberechtigungsfragen engagiert und sich dabei auf die Seite
der Frauen stellt (Lohndiskriminierung, Führungspositionen, Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, politische Macht usw.) So Eine die Frage nach der
Männerwehrpflicht und der Gleichberechtigung beantworten zu lassen, das
halte ich ohnehin für fragwürdig.
Die Tasache das das BVerG zweimal berechtigte Kritik an der Wehrpflicht
eher lasch, mit bezug auf formale Mängel, abwürgt lässt Willkür vermuter.
Ich sehe das positiv: Das BVerG sah sich nicht in der Lage zu gunsten der
WP zu entscheiden, war aber auch nicht willens dagenen zu entscheiden.
So sind junge Männer weiterhin auf die inkompetente und willkürliche
Politik angewiesen (Nichteinberufungsrichtlinien!) und werden von den
Behörden, die für die Gerechtigkeit in diesem Land zuständig, sind im Stich gelassen.

genau DAS habe ich mir fast gedacht, das es nämlich kein direktes Urteil gibt was sagt, Männer müssen hin und frauen nicht, weil die zu inkompetet, zu leistungsschwach oder zu nutzlos sind. Meines Wissens gibt es so ein Urteil nicht.
Aber eine Frage, wieso um gottes Willen, geht kein Anwalt der gezwungen wurde zu dienen mit ein paar Kollegen immer und immer wieder vor gericht? Wieso gibts da nicht sowas wie eine Sammelklage? Klar, die Jungen männer in Wherpflichtigen Alter sind nicht wirklich in der Lage eine Klage gegen den Staat zu finanzieren, aber es gibt für jeden Scheiss Fonds, wieso nicht auch dafür?

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Leser1, Monday, 14.03.2005, 16:07 (vor 7632 Tagen) @ Leser

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Leser am 13. März 2005 23:58:39:

Leser ist kein Nick sondern eine Beschreibung für einen (Mit)Leser. Wann geht das endlich rein...
Aber weil du es bist

Leser1

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Karotte, Monday, 14.03.2005, 16:14 (vor 7632 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von reinecke54 am 14. März 2005 10:15:54:

Dir als Misogyne sollte die Bundeswehr doch entgegen kommen, da gibts immer noch wohltuend wenige Frauen. Unterdrückt wirst du dort fast ausschließlich von Männern und da können Frauen auch nichts dafür (obwohl: jeder hat doch eine Mutter). Je zwanghafter du versuchst, deinen Frauenhass in Argumente zu packen, desto deutlicher tritt er zu Tage.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Leser1, Monday, 14.03.2005, 16:15 (vor 7632 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 10:00:09:

Eine einfache Methode ist es den Schreibstil seines Gegenübers angzugreifen, wenn einem selbst die Argumente ausegehen.
Wehrpflicht ist in keinster Weise mit dem Kinderkriegen aufzuwiegen. Denn dies ist keine Pflicht sondern eine freiwillige Entscheidung, im ungünstigsten Fall jedoch ein ureigener Instinkt, ein Verlangen.

Weitere Argumente wurden hier zu Hauf genannt, du scheinst denen gegenüber jedoch besonders resistent zu sein.

"Fast alle Menschen stolpern irgendwann einmal in ihrem Leben über die Wahrheit.
Die meisten springen schnell wieder auf, klopfen sich den Staub ab und eilen ihren
Geschäften nach, so, als ob nichts geschehen sei."
(Winston Churchill)

So long

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Karotte, Monday, 14.03.2005, 16:19 (vor 7632 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Nikos am 14. März 2005 10:58:21:

Nein, ich bin nur nicht deiner Meinung und ich stehe dazu.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Leser1, Monday, 14.03.2005, 16:24 (vor 7632 Tagen) @ Leser1

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Leser1 am 14. März 2005 14:15:32:

Verweigern ist doch keine Lösung, damit ändert sich nur die Arbeit. Es geht hier um wesentliche Dinge, nicht um Lapalien.
Ich will als Mann die gleichen Rechte haben wie die Frauen und mich nicht "durchschummeln" müssen um der Ungerechtigkeit zu entgehen.
Hälfte der Elternzeit.. klar gerne, Voraussetzung wäre jedoch, dass man in Deutschland auch aktiv erziehende Väter endlich anerkennt und ihnen die gleichen Sicherheiten gewährt, welche Frauen erhalten. Dass auch hier noch Optimierungsbedarf besteht, ist unbestritten.

Schafft die Wehrpflicht ab und sorgt dafür, dass Eltern sich die Erziehung teilen können, ohne wesentliche Verluste um Berufsleben akzeptieren zu müssen.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Leser1, Monday, 14.03.2005, 16:37 (vor 7632 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Eugen Prinz am 14. März 2005 12:00:37:

"Die SPD-Politikerin Ulla Schmidt ist gegen ein soziales Pflichtjahr. Sie lehnte den Vorschlag des VdK-Präsidenten Hirrlinger mit der Begründung ab, das zwangsweise soziale Jahr komme ja nur auf junge Frauen zu, weil junge Männer entweder zur Bundeswehr gehen oder Zivildienst leisten. Über ein Pflichtjahr für Mädchen kann man nach Schmidts Auffassung erst dann reden, wenn Männer die Hälfte der Familienarbeit übernommen haben."

Das ist einfach genial und jeder einigermaßen intelligente Leser wird erkenne, dass es sich hierbei offensichtlich um Argumentationsnotstand handelt.
Ein soziales Jahr wäre nur für Frauen, die Männer beträfe es nicht, da sie eh schon eine vergleichbare Pflicht haben. Eine echte Diskriminierung also!

Genauso steht es mit der Familienarbeit. - Ich wurde noch nie gefragt wieviel ich im Haushalt/in der Familie erledige, trotzdem musste ich Dienst leisten. Das ganze spielt eh nur eine Rolle wenn ein Kind unterwegs ist und dies ist eine freiwillige Entscheidung, die viele kategorisch ablehnen.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Lord, Monday, 14.03.2005, 16:44 (vor 7631 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Eugen Prinz am 14. März 2005 12:00:37:

>Weisst Du eigentlich, dass auch der zivildienst ein

zwangsdienst ist? [/i]

Ach, Reinecke, dieses Gemüse kann man doch garnicht ernst nehmen. Karotte babbelt ja nur dumm nach, was ihr die Politikerinnen noch dümmer vorquatschen:
"Die SPD-Politikerin Ulla Schmidt ist gegen ein soziales Pflichtjahr. Sie lehnte den Vorschlag des VdK-Präsidenten Hirrlinger mit der Begründung ab, das zwangsweise soziale Jahr komme ja nur auf junge Frauen zu, weil junge Männer entweder zur Bundeswehr gehen oder Zivildienst leisten. Über ein Pflichtjahr für Mädchen kann man nach Schmidts Auffassung erst dann reden, wenn Männer die Hälfte der Familienarbeit übernommen haben."

das ist ECHT GEIL. Da kommt das bockige Mädchen in der Alten hoch, nach dem Motto, ne ich bin eine Frau und wir haben halt keine Lust zu arbeiten, gibt doch genug Männer. Ich frag mich wie die Alte drauf kommt das ein 16 jähriger Junge weniger im Haushalt leistet als seine Schwester.
Ganz klar, die gute Ulla hat keine Ahnung wie sie sich rausreden soll. Mensch wieso kommt sowas nicht an die Öffentlichkeit :( Da würd ich mich am liebsten mal bei der melden, aber briefe werden ja nicht persönlich gelesen.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Garfield, Monday, 14.03.2005, 17:39 (vor 7631 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 14. März 2005 13:09:14:

Hallo Bubbles!

In den 1800 Euro ist offenbar alles reingerechnet worden, was eine alleinerziehende Mutter an Geld aus verschiedenen Quellen bekommen kann: Unterhalt vom Ex-Mann für das Kind und eventuell für sich selbst, Wohngeld, Kindergeld, Sozialhilfe, Erziehungsgeld...

Es hat schon seinen Sinn, daß es neuerdings immer mehr sehr junge Mütter gibt. Dieser Trend zeigte sich schon kurz nach der Wende im Osten. Als es da nämlich plötzlich für Jugendliche sehr schwierig war, Lehrstellen zu finden, lösten viele Mädchen dieses Problem, indem sie mit dem nächstbesten Typen ohne Verhütung schliefen und dann schnell Kinder zur Welt brachten.

Dann brauchen sie sich für die nächsten Jahre keine Gedanken mehr über Schule, Ausbildung und Job machen. Dann gibts nämlich Unterhalt für das Kind entweder vom Vater oder (falls der nicht zahlen kann) vom Jugendamt, es gibt Kindergeld, und auch das Sozialamt ist dann auf einmal spendabler. Da kann es dann beispielsweise auch Geld für eine eigene Wohnung geben, wenn die Wohnung der Eltern der jungen Mutter zu klein ist.

Und alles, ohne dafür arbeiten zu müssen. Mittlerweile ist die Situation auch in manchen Gegenden im Westen ziemlich mies, und so gibt es nun auch im Westen immer mehr sehr junge Mütter.

Was dabei dann herauskommt, kannst du neuerdings regelmäßig z.B. bei den "Super-Nannies" bestaunen.

Naürlich ist das eine Milchmädchenrechnung. Denn ewig können diese jungen Mütter sich so nicht vor dem realen Leben verstecken, und endlos viele Kinder können sie auch nicht in die Welt setzen. Erstens sind Kinder hierzulande durch die extrem langen Ausbildungszeiten sehr teuer und zweitens können Frauen ja normalerweise nicht bis ins Rentenalter Kinder zur Welt bringen.

Irgendwann kommt so eine ehemals junge Mutter also in die Situation, wo sie erkennt, daß sie ihr Leben gründlich in den Sand gesetzt hat. Aber sucht sie dann die Schuld bei sich? Keineswegs. Daran sind dann natürlich auch wieder andere schuld. Dann wird darüber gejammert, daß Erziehungszeiten nicht angemessen entlohnt werden würden.

Ältere Frauen können über die Klagen der heutigen jungen Mütter oft nur lachen. Meine Schwiegermutter beispielsweise hat immer auf Vollzeit gearbeitet und dabei zwei Kinder groß gezogen. Und die heute übliche finanzielle Alimentierung von Eltern gab es früher so auch nicht. Die heutigen Mütter dagegen fühlen sich mit allem überfordert. Die kennen es nur so, daß sie umso mehr bekommen, je mehr sie jammern und klagen.

Natürlich würden es sich nicht wenige junge Männer auch gern so leicht machen und für wenig oder gar keine Arbeit Geld (vielleicht sogar 1800 Euro monatlich) kassieren. Sie haben im Gegensatz zu jungen Frauen nur weniger Möglichkeiten dafür. Männer werden in der Rolle des Hausmannes nämlich nach wie vor nicht akzeptiert, und die Mütter klammern sich nach wie vor eisern an den Kindern fest. So bleibt einem jungen Mann eben keine Wahl, als sich um Lehrstelle und Job zu bemühen, und wer das nicht schafft oder nicht will, kann zwar auch von Sozialhilfe leben, wird dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit aber solo bleiben.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Karotte, Monday, 14.03.2005, 17:43 (vor 7631 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Peter am 14. März 2005 13:47:50:

Endlich mal jemand, der sachlich bleibt, und nicht in seiner Frauenverachtung komplett ersäuft. Ich finde auch, dass einige schief läuft und wegen mir könnte der Wehrdienst komplett abgeschafft werden. Berufsarmee und gut ist.
Nur auf einige Denkfehler will ich noch eingehen: Der Soldat oder Zivi hat weniger Kosten für Kleidung, Wohnung und Essen, da er beides gestellt bekommt.
Zweitens kann die Mutter auch nicht entscheiden, wann sie was macht, das wird vom Kind bestimmt. Die meisten Mütter vernachlässigen ihre Kinder auch nicht. Das allen Müttern pauschal zu unterstellen ist, wie wenn man jeden Mann als Vergewaltiger bezeichnet.
Drittens ist die Sache mit der Familienplanung eindeutig erst gegessen, wenn die Frau fast 50 ist, die Sache mit dem Wehrdienst ist schon ab 25 passé. Außerdem ist Kinderwunsch eine viel schwammigere Sache als ein Ja oder Nein im Falle des Wehrdienstes.
Viertens muss der Wehrdienstleistende sich oft genug in keinen Beruf wiedereinklinken, weil er meistens noch gar keinen hat.
Fünftens sind junge Männer von Arbeitslosigkeit stärker betroffen, weil sie auch vermehrt in der Gruppe derer zu finden sind, die keinen oder nur einen Hauptschulabschluss haben. Die Gründe dafür gilt es zu suchen und zwar nicht beim Wehrdienst.
Sechstens wird schon lange nicht mehr der ganze Jahrgang eingezogen. Hier wurde auch schon oft die Frage nach der Wehrgerechtigkeit gestellt. Ein grundsätzliches Müssen ist nicht mehr vorhanden.
Siebtens kommen gerade viele Zivildienstleistende an Beziehungen, Erfahrungen und Kenntnisse, die sie später brauchen können. manch einer ändert seinen Berufswunsch, andere können die so genannten "Soft Skills" beim Schreiben einer Bewerbung vorteilhaft erwähnen.
Achtens gibt es für Männer deren Frau im Erziehungsurlaub ist, meist die Extrawurst einer kostenlosen Dienstmagd, die unangenehme Arbeiten, gegebenenfalls auch Papierkram abnimmt. So kann sich Papi voll auf die Karriere konzentrieren. Umgekehrte Fälle kann man mit der Lupe suchen.
Neuntens ist es leider so, dass Frauen oft in Berufe streben, bei denen Teilzeit gut möglich ist, die aber geringen Verdienst versprechen. Ich würde gerne mehr Bäckereifachverkäufer, Grundschullehrer, Erzieher, Arzthelfer und Sekretäre sehen.
Zehntens kann ein Mann ja auch mal den Aufstand proben, in dem er die Worte "Ich kann keine Überstunden machen, ich muss mein Kind vom Kindergarten holen" spricht. Wer sich zuerst bewegen muss, ist doch die Frage nach der Henne und dem Ei.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten.

Eugen Prinz, Monday, 14.03.2005, 17:43 (vor 7631 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Lord am 14. März 2005 14:44:33:


[quote][quote]Ach, Reinecke, dieses Gemüse kann man doch garnicht ernst nehmen. Karotte babbelt ja nur dumm nach, was ihr die Politikerinnen noch dümmer vorquatschen:
"Die SPD-Politikerin Ulla Schmidt ist gegen ein soziales Pflichtjahr. Sie lehnte den Vorschlag des VdK-Präsidenten Hirrlinger mit der Begründung ab, das zwangsweise soziale Jahr komme ja nur auf junge Frauen zu, weil junge Männer entweder zur Bundeswehr gehen oder Zivildienst leisten. Über ein Pflichtjahr für Mädchen kann man nach Schmidts Auffassung erst dann reden, wenn Männer die Hälfte der Familienarbeit übernommen haben."[/quote][/quote]
[quote]das ist ECHT GEIL. Da kommt das bockige Mädchen in der Alten hoch, nach dem Motto, ne ich bin eine Frau und wir haben halt keine Lust zu arbeiten, gibt doch genug Männer. Ich frag mich wie die Alte drauf kommt das ein 16 jähriger Junge weniger im Haushalt leistet als seine Schwester.
Ganz klar, die gute Ulla hat keine Ahnung wie sie sich rausreden soll. Mensch wieso kommt sowas nicht an die Öffentlichkeit :( Da würd ich mich am liebsten mal bei der melden, aber briefe werden ja nicht persönlich gelesen.
[/quote]

Es ist auch besser, solche albernen Äußerungen von Ulla Schmidt (und anderen) möglichst weit zu verbreiten, damit die Leut wissen, wer da im Bundestag herumkaspert. Deswegen an Schmidt zu schreiben, hielte ich für Zeitverschwendung, aber man kann ihr natürlich schreiben, wem man ihre Geistesblitze schon alles mitgeteilt hat. Das zwingt sie vielleicht in die Defensive. Die Meldung stammt übrigens aus dem Jahr 1999 und ist zitiert im Handbuch für Männer in Zeiten von Aids und Feminismus, damit nicht in Vergessenheit gerät, wie wir von den PolitikerInnen verdummbeutelt werden.

Gruß, Eugen

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Karotte, Monday, 14.03.2005, 17:47 (vor 7631 Tagen) @ Leser1

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Leser1 am 14. März 2005 14:15:32:

Jau, das hat der alte Adenauer auch gedacht und jetzt ist das Geschrei groß, dass es zu wenig Kinder gibt.

Re: ?

reinecke54, Monday, 14.03.2005, 17:52 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 14:14:40:

Dir als Misogyne sollte die Bundeswehr doch entgegen kommen, da gibts immer noch wohltuend wenige Frauen. Unterdrückt wirst du dort fast ausschließlich von Männern und da können Frauen auch nichts dafür (obwohl: jeder hat doch eine Mutter). Je zwanghafter du versuchst, deinen Frauenhass in Argumente zu packen, desto deutlicher tritt er zu Tage.

Was ist das denn für eine tirade? Ich habe nicht von der BW
gesprochen. Ich habe lediglich klar gestellt, dass der zivildienst
ebenfalls ein zwangsdienst ist, was vielen frauen offensichtlich
nicht bewusst, und wahrscheinlich als nicht betroffenen auch
egal ist. Und hier noch eine weitere klarstellung: es gibt
keine wahlfreiheit zwischen wehr- und zivildienst.

Ich habe ausserdem klargestellt, dass zivildienstleistende
auch (mit den worten von JehKeh) ein Klima aus Zwang, Repression
und Strafen OHNE jegliches Rückzugsgebiet (einfach nach Hause gehen)
erleben. Und daran sind auch vorgesetzte frauen beteiligt.

Was an diesen nüchternen feststellungen ist nun so frauenfeindlich?

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Leser1, Monday, 14.03.2005, 18:09 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 15:47:26:

Offenbar verstehst du die Intention meiner Aussage nicht.
Also nochmal etwas einfacher.
Männer und Frauen sind verschieden. Das Groß aller Menschen jedoch wünscht sich Kinder, Nachwuchs. Hier entsteht jedoch ein Interessenskonflikt.
Kinder oder Karriere? Kinder oder Spaß (bzw Freiheit).
Einige Menschen entscheiden sich für Ersteres, einige für Letzteres.
Sie tun dies aus freihen Stücken, nicht weil sie gezwungen werden. Und dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Da Männer und Frauen biologisch verschieden sind wirkt sich diese Entscheidung auch anders auf ihr Leben aus.
Die Aufgabe des Staates ist es nun, Kinder so attraktiv wie möglich zu machen. Die Aufgabe des Staates darf es aber keineswegs sein Männer zu diskriminieren, weil sie keine Kinder gebären können oder weil Frauen auf Grund dieses biologischen Unterschiedes mit Kindern in ihrer Karriere mehr Hürden nehmen müssen.
Keine Frau wird gezwungen Kinder zu gebären, es ist eine freie Entscheidung und alle Konsequenzen sind ihr bekannt. Manche nehmen sie in Kauf, manche nicht. Es gibt auch Männer die Erziehung leisten.
Wehrpflicht bzw. "Sozialdienst" sollte also höchsten individuell betrachtet werden. Kinderlose Frauen dürfen keine Vorteile gegenüber Männern genießen, nur weil sie vieleicht irgendwann einmal Kinder bekommen und dadurch im Nachteil sind - Was überhaupt nicht der Fall wäre, wenn unsere Politiker etwas mehr nachdenken würden.

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Nikos, Monday, 14.03.2005, 18:23 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Karotte am 14. März 2005 14:14:40:

Dir als Misogyne sollte die Bundeswehr doch entgegen kommen, da gibts immer noch wohltuend wenige Frauen. Unterdrückt wirst du dort fast ausschließlich von Männern und da können Frauen auch nichts dafür (obwohl: jeder hat doch eine Mutter). Je zwanghafter du versuchst, deinen Frauenhass in Argumente zu packen, desto deutlicher tritt er zu Tage<

Karrote, was beleidigst Du und beschimpfst Du? Hast Du ein Problem?

Nikos

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Leser1, Monday, 14.03.2005, 18:26 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 15:43:21:

Endlich mal jemand, der sachlich bleibt, und nicht in seiner Frauenverachtung komplett ersäuft.

Ich habe in den ganzen Antworten keine Frauenverachtung gelesen, jedoch ist das immer so eine Sache, man liest, was man lesen will...

Auf einige Punkte will ich eingehen, da ich zumindest hier aus Erfahrung sprechen kann.

Viertens muss der Wehrdienstleistende sich oft genug in keinen Beruf wiedereinklinken, weil er meistens noch gar keinen hat.

Man verliert jedoch ein Jahr im Beruf. Ich will nicht gegen ein Soziales Jahr wettern, jedoch ist die momentane Verteilung höchst ungerecht.

Fünftens sind junge Männer von Arbeitslosigkeit stärker betroffen, weil sie auch vermehrt in der Gruppe derer zu finden sind, die keinen oder nur einen Hauptschulabschluss haben. Die Gründe dafür gilt es zu suchen und zwar nicht beim Wehrdienst.

Wieso kann man sie dann nicht freiwillig in solche Berufe einbinden? Z.B. ein Soziales Jahr mit einer darauffolgenden subventionierten Ausbildung (z.B. Studienvergünstigung, Ausbildungsplatz in Unternehmen usw)einrichten?

Sechstens wird schon lange nicht mehr der ganze Jahrgang eingezogen. Hier wurde auch schon oft die Frage nach der Wehrgerechtigkeit gestellt. Ein grundsätzliches Müssen ist nicht mehr vorhanden.

Wenn also nur 50% Zwangsdienst leisten müssen ist es nur halb so schlimm, richtig? Grundsätzlich müssen nicht alle Männer, aber das Individuum, welches einen Einzugsbescheid erhält, dies muss schon. Damit trösten, dass andere nicht hin müssen wird sich wohl kaum einer.

Siebtens kommen gerade viele Zivildienstleistende an Beziehungen, Erfahrungen und Kenntnisse, die sie später brauchen können. manch einer ändert seinen Berufswunsch, andere können die so genannten "Soft Skills" beim Schreiben einer Bewerbung vorteilhaft erwähnen.

Alles schön und gut, aber findest du nicht, dass ein erwachsener Mensch diese Entscheidung über sein Leben selbst treffen sollte? Zwangsdienst damit zu rechtfertigen, dass er vorteilhaft für den Dienstleistenden ist, das finde ich ziemlich unpassend. Ähnlich wäre es einem Sklaven damit zu trösten, dass er so schöne Muskeln vom Holzschleppen bekommt.
Ich persönlich ärgere mich nicht über das Jahr Zivildienst, sondern nur darüber, dass es nicht meine Entscheidung war, die ich als eigentümlich freier Mensch treffen konnte.

Neuntens ist es leider so, dass Frauen oft in Berufe streben, bei denen Teilzeit gut möglich ist, die aber geringen Verdienst versprechen. Ich würde gerne mehr Bäckereifachverkäufer, Grundschullehrer, Erzieher, Arzthelfer und Sekretäre sehen.

Nun du kannst keinen Mann zwingen so einen Beruf zu ergreifen, auch wenn du es noch so gern sehen wolltest. Du kannst nur Berufe attraktiver machen.
Männern scheint es jedoch einprogrammiert zu sein, immer nach dem besten zu streben. Sozial höher gestellte Männer haben mehr Chancen bei Frauen, so hart das auch klingen mag, dieses Denken zu überwinden ist also nicht nur reine Männersache.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

pit b., Monday, 14.03.2005, 18:33 (vor 7631 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 14. März 2005 14:02:49:

genau DAS habe ich mir fast gedacht, das es nämlich kein direktes Urteil gibt was sagt, Männer müssen hin und frauen nicht, weil die zu inkompetet, zu leistungsschwach oder zu nutzlos sind. Meines Wissens gibt es so ein Urteil nicht.
Aber eine Frage, wieso um gottes Willen, geht kein Anwalt der gezwungen wurde zu dienen mit ein paar Kollegen immer und immer wieder vor gericht? Wieso gibts da nicht sowas wie eine Sammelklage? Klar, die Jungen männer in Wherpflichtigen Alter sind nicht wirklich in der Lage eine Klage gegen den Staat zu finanzieren, aber es gibt für jeden Scheiss Fonds, wieso nicht auch dafür?

Politische Korektheit!
Wer gegen die Wehrpflicht mit der Gleichberechtigung argumentiert sieht
sich schnell mit vermeitlichen Benachteiligungen von Frauen konfrontiert.
Obwohl das mit den eigendlichen Theman nichts zu tun hat, wird diese
schnell und gerne als Grundlage für die Ausnahme von Frauen herangezogen.
Jeder ist so erzogen dass Er Frauenbenachteiligung verteufelt. Die Wehrpflicht wird dabei als gesellschaftlicher Ausgleich angesehen und
daher von vielen Akzeptiert.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Monday, 14.03.2005, 18:37 (vor 7631 Tagen) @ pit b.

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von pit b. am 14. März 2005 16:33:49:

>genau DAS habe ich mir fast gedacht, das es nämlich kein direktes Urteil gibt was sagt, Männer müssen hin und frauen nicht, weil die zu inkompetet, zu leistungsschwach oder zu nutzlos sind. Meines Wissens gibt es so ein Urteil nicht.

Aber eine Frage, wieso um gottes Willen, geht kein Anwalt der gezwungen wurde zu dienen mit ein paar Kollegen immer und immer wieder vor gericht? Wieso gibts da nicht sowas wie eine Sammelklage? Klar, die Jungen männer in Wherpflichtigen Alter sind nicht wirklich in der Lage eine Klage gegen den Staat zu finanzieren, aber es gibt für jeden Scheiss Fonds, wieso nicht auch dafür? [/i]

Politische Korektheit!
Wer gegen die Wehrpflicht mit der Gleichberechtigung argumentiert sieht
sich schnell mit vermeitlichen Benachteiligungen von Frauen konfrontiert.
Obwohl das mit den eigendlichen Theman nichts zu tun hat, wird diese
schnell und gerne als Grundlage für die Ausnahme von Frauen herangezogen.
Jeder ist so erzogen dass Er Frauenbenachteiligung verteufelt. Die Wehrpflicht wird dabei als gesellschaftlicher Ausgleich angesehen und
daher von vielen Akzeptiert.

von wem denn akzeptiert? Von Politikern die sich damals gedrückt haben oder von Frauen denen das scheiss egal ist?
In meiner BW Zeit gabs einen Mathematik Diplomanden der ca 8000 Euro im Monat verdient hat, beim bund dann ca 500. Ich frage mich was passieren würde, wenn sich der scheiss mit der Wehrpflicht als Verfassungswiedrig herrausstellen würde und dann solche Leute klagen würden auf Schadensersatz :) (denke mal das wäre zwar so eh nicht möglich, aber schöner Traum). Da käme es dem Staat billiger Frauen zu versklaven :-)

Auf dich freu ich mich schon.

pit b., Monday, 14.03.2005, 18:38 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 09:17:29:

Ich glaube Personen wie du sind es, die den Femis den Zustoff geben um über
die Diskussionskultur hier im Forum herziehen zu können.

PS:
Tippfelher nimmt man Einem hier nicht übel.
Das zeigt nur auf welches Nievau du dich begeben muss, um Leute
anzugreifen.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Scipio Africanus, Monday, 14.03.2005, 20:13 (vor 7631 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Garfield am 14. März 2005 15:39:49:

Ältere Frauen können über die Klagen der heutigen jungen Mütter oft nur lachen. Meine Schwiegermutter beispielsweise hat immer auf Vollzeit gearbeitet und dabei zwei Kinder groß gezogen. Und die heute übliche finanzielle Alimentierung von Eltern gab es früher so auch nicht. Die heutigen Mütter dagegen fühlen sich mit allem überfordert. Die kennen es nur so, daß sie umso mehr bekommen, je mehr sie jammern und klagen.<

Eine Anmerkung zu dieser Aussage : In der Schweiz wurde die Mutterschaftsversicherung, ein altes Anliegen der Frauenbewegung, letztes Jahr per Volksentscheid angenommen. Ich glaube es war der vierte Anlauf, dreimal wurde das vorher abgelehnt.
In der deutschsprachigen Schweiz war eine Mehrheit dagegen, in der französischsprachigen Schweiz eine Mehrheit dafür. Insgesamt ergab sich eine Mehrheit für die Mutterschaftsversicherung. Nun rate mal, woher die Nein - Stimmen in der Mehrzahl kamen ? Von FRAUEN.
Was die FeministInnen nicht daran hinderte, von der pöhsen reaktionären Männerphalanx zu schwadronieren. Und es waren vor allem ältere Frauen, die die Initiative ablehnten. Erstaunlich !

scipio

Re: diese Wehrpflichtgeschichten

Karotte, Monday, 14.03.2005, 20:28 (vor 7631 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichten von Nikos am 14. März 2005 16:23:30:

Wie man in den Wald hineinruft....

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Friedwilli, Monday, 14.03.2005, 20:43 (vor 7631 Tagen) @ pit b.

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von pit b. am 14. März 2005 13:38:18:

Es gibt schon einige Urteile des BVerG zur Männerwehrpflicht.
Jüngst Februar und März 2002, gleich zwei Stück.
20.2.02 Gegenstand der Klage war die mangelnde sicherheitspolitische
Notwendigkeit.
Seit Ende des kalten Krieges sieht sich Deutschleind keine Bedrohung
mehr gegenüber, die eine Massenarmee rechtfertigt.
Ergebniss: Die Klage wurde, auf grund von formalen Mängeln, für
unzulässig erklärt. Auch wenn es die Medien und die Politiker gerne so
wieder geben, das Verfassungsgericht hat die Wehrpflicht nicht
bestätigt! Sondern es hat es abgelehnt darüber zu entscheiden.
27.3.02 Schon interessanter war die zweite Klage. Sie handelte von der
tatsache das Männer wehrpflichtig sind und Frauen nicht. Der Kläger
sah darin einen Verstoß gegen das Gleichheitsgebot (Art.3 GG).
Ergebniss: Auch diese Klage wurde auf Grund formaler Mängel für unzulässig
erklärt. Obwohl namenhafte Politiker auch hier gerne behaupten das BVerG
hätte die Wehrpflicht bestätigt, ist das wieder nicht der Fall.
Komischerweise suchte man dieses Utrteil vergeblich in den Medien.
Es wurde absolut nichts darüber berichtet.
Beide Verhandlungen erfolgten unter dem Vorsitz von Jutta Limbach, die sich
auch in Gleichberechtigungsfragen engagiert und sich dabei auf die Seite
der Frauen stellt (Lohndiskriminierung, Führungspositionen, Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, politische Macht usw.) So Eine die Frage nach der
Männerwehrpflicht und der Gleichberechtigung beantworten zu lassen, das
halte ich ohnehin für fragwürdig.
Die Tasache das das BVerG zweimal berechtigte Kritik an der Wehrpflicht
eher lasch, mit bezug auf formale Mängel, abwürgt lässt Willkür vermuter.
Ich sehe das positiv: Das BVerG sah sich nicht in der Lage zu gunsten der
WP zu entscheiden, war aber auch nicht willens dagenen zu entscheiden.
So sind junge Männer weiterhin auf die inkompetente und willkürliche
Politik angewiesen (Nichteinberufungsrichtlinien!) und werden von den
Behörden, die für die Gerechtigkeit in diesem Land zuständig, sind im Stich gelassen.

Danke, das sammel ich.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Garfield, Monday, 14.03.2005, 21:05 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 15:43:21:

Hallo Karotte!

"...wegen mir könnte der Wehrdienst komplett abgeschafft werden. Berufsarmee und gut ist."

Das sehe ich auch so. Aber dann könnte man junge Männer auch nicht mehr über den Zivildienst als billige Arbeitskräfte ausbeuten.

"Der Soldat oder Zivi hat weniger Kosten für Kleidung, Wohnung und Essen, da er beides gestellt bekommt."

Zivil-Kleidung braucht auch ein Soldat, da er ja nicht die ganze Zeit über Soldat ist, sondern auch noch ein Zivilleben hat. Und diese Zivil-Kleidung muß er sich dann selbst kaufen.

Wie das mit dem Essen ist, weiß ich nicht. Ich war zwar noch drei Wochen bei der Bundeswehr und kann mich noch dunkel daran erinnern, daß wir da auch Essenmarken bekommen haben, aber ob wir die bezahlen mußten, weiß ich jetzt nicht mehr.

Wie dem auch sei: Eine Frau, die Erziehungsurlaub nimmt, bekommt im Monat üblicherweise mehr Geld als ein Grundwehrdienstleistender. Und wenn sie nicht mehr bekommt, dann liegt das am hohen Einkommen ihres Partners. Der finanziert ihr dann also das Essen. Und aus genau diesem Grunde ist es für die Frau dann auch wichtig, daß der Partner schön brav weiter auf Vollzeit arbeitet.

Ein Wehrpflichtiger wird - wenn er Glück hat - finanziell vielleicht noch von den Eltern unterstützt. Wenn er Pech hat, muß er allein zusehen, wie er klar kommt. Es kann dann passieren, daß ein Wehrpflichtiger vor seiner Einberufung seine Wohnung aufgeben und sein Auto verkaufen muß, weil er sich beides finanziell nicht mehr leisten kann. Ich habe noch nie davon gehört, daß eine Frau ihre Wohnung aufgeben mußte, wenn sie in Erziehungsurlaub gegangen ist.

"Zweitens kann die Mutter auch nicht entscheiden, wann sie was macht, das wird vom Kind bestimmt. Die meisten Mütter vernachlässigen ihre Kinder auch nicht."

Das habe ich auch nicht behauptet. Anfangs, wenn das Kind mit seinem kleinen Magen ständig gefüttert werden muß, ist das sicher stressig. Je älter das Kind dann aber wird, umso weniger Arbeit macht es. Kinderbetreuung ist kein Vollzeitjob. Man kann natürlich einen draus machen, aber das ist dann auch nicht gut für das Kind. Aber in einer Umfrage hat sich mal herausgestellt, daß Eltern sich durchschnittlich 15 Minuten pro Tag mit ihren Kindern beschäftigen. Also kann man wohl davon ausgehen, daß die meisten Eltern nicht dazu neigen, zuviel Zeit mit den Kindern zu verbringen.

In jedem Fall ist eine Mutter im Erziehungsurlaub aber weniger fremdbestimmt als ein Soldat im Grundwehrdienst. Sie kann sich ihr Kind so erziehen, daß es weniger Arbeit macht. Ein Grundwehrdienstleistender kann seine Vorgesetzten nicht erziehen.

"Drittens ist die Sache mit der Familienplanung eindeutig erst gegessen, wenn die Frau fast 50 ist, die Sache mit dem Wehrdienst ist schon ab 25 passé."

Ist das ein Vorteil für die Männer? Sieh das mal so: Wenn jemand eine junge Frau einstellt, dann kann er davon ausgehen, daß sie nicht unbedingt sofort schwanger wird. Sie hat ja eben noch lange Zeit, um ein Kind zu bekommen. Also kann man doch mit relativ hoher Sicherheit davon ausgehen, daß sie noch mindestens 5-10 Jahre arbeiten wird, bevor sie eventuell mal für ein Kind aussetzt. Wenn man deshalb jede Frau unter 50 grundsätzlich ablehnt, schränkt man die Zahl der Bewerber zu sehr ein.

Bei einem jungen Mann dagegen weiß man sicher, daß die Einberufung zum Grundwehrdienst in den nächsten Jahren erfolgen wird, wenn sie denn erfolgt. Das ist dann viel akuter, und wenn man noch einen genauso gut geeigneten Bewerber zur Auswahl hat, der nur 2 Jahre älter ist und seinen Grundwehrdienst schon geleistet hat, dann nimmt man doch lieber den. Oder eben eine Frau...

Wenn ein junger Mann dann so immer wieder Absagen bekommt, dann wird es für ihn umso schwerer, einen Job zu finden, je länger er arbeitslos ist. Wenn er schon eine Ausbildung hat, entwertet die sich dann auch zunehmend.

"Außerdem ist Kinderwunsch eine viel schwammigere Sache als ein Ja oder Nein im Falle des Wehrdienstes."

Ja, aber eine bereits bestehende Schwangerschaft ist keine schwammige Sache! Trotzdem kann eine Bewerberin auch da lügen, sofern der angestrebte Beruf keine Risiken für das ungeborene Kind birgt. Ein junger Mann dagegen kann und darf auf die Frage nach dem Wehrdienst nicht lügen.

"Viertens muss der Wehrdienstleistende sich oft genug in keinen Beruf wiedereinklinken, weil er meistens noch gar keinen hat."

Und das soll ein Vorteil für junge Männer sein?

"Fünftens sind junge Männer von Arbeitslosigkeit stärker betroffen, weil sie auch vermehrt in der Gruppe derer zu finden sind, die keinen oder nur einen Hauptschulabschluss haben. Die Gründe dafür gilt es zu suchen und zwar nicht beim Wehrdienst."

Ich habe den Wehrdienst ja auch nur als einen der Gründe für die erhöhte Arbeitslosenrate unter jungen Männern bezeichnet. Problematisch ist dabei weiterhin, daß es auch nicht so einfach ist, sofort eine Zivildienststelle zu bekommen. Ab und zu gibt es da auch mal Einstellungsstopps, und dann finden sich viele junge Männer in der Warteschleife wieder, mit entsprechend schlechten beruflichen Chancen.

"Sechstens wird schon lange nicht mehr der ganze Jahrgang eingezogen. Hier wurde auch schon oft die Frage nach der Wehrgerechtigkeit gestellt. Ein grundsätzliches Müssen ist nicht mehr vorhanden."

Eben doch. Grundsätzlich muß jeder junge Mann damit rechnen, zum Wehrdienst eingezogen zu werden, wenn er sich nicht explizit für Zivildienst entscheidet. Und auch die Unternehmen, bei denen er sich bewirbt, müssen damit rechnen, daß er eingezogen wird. Wenn er nicht eingezogen wird, schwebt dieses Damokles-Schwert solange über ihm, bis er das Grenzalter überschritten hat. Es kann ihm dann also passieren, daß er so lange arbeitslos bleibt. Und danach ist es dann entsprechend schwierig, eine Stelle zu finden, da man ja keine Berufserfahrung hat und eine eventuelle Ausbildung schon Jahre zurück liegt.

"Siebtens kommen gerade viele Zivildienstleistende an Beziehungen, Erfahrungen und Kenntnisse, die sie später brauchen können. manch einer ändert seinen Berufswunsch, andere können die so genannten "Soft Skills" beim Schreiben einer Bewerbung vorteilhaft erwähnen."

Na, wenn das so toll ist - wieso absolvieren dann nicht massenweise Frauen ein freiwilliges soziales Jahr?

"Achtens gibt es für Männer deren Frau im Erziehungsurlaub ist, meist die Extrawurst einer kostenlosen Dienstmagd, die unangenehme Arbeiten, gegebenenfalls auch Papierkram abnimmt. So kann sich Papi voll auf die Karriere konzentrieren."

? Ich habe schon davon gehört, daß kinderreiche Familien eine Haushaltshilfe vom Sozialamt gestellt bekommen. Die hilft dann aber eher den Müttern als den Vätern! Welchen Papierkram sollte so eine "kostenlose Dienstmagd" einem Mann denn abnehmen? Macht sie für ihn etwa die Steuererklärung? Oder kommt sie mit zu seiner Arbeitsstelle und hilft ihm da?

"Umgekehrte Fälle kann man mit der Lupe suchen."

Und woran liegt das wohl?

"Neuntens ist es leider so, dass Frauen oft in Berufe streben, bei denen Teilzeit gut möglich ist, die aber geringen Verdienst versprechen. Ich würde gerne mehr Bäckereifachverkäufer, Grundschullehrer, Erzieher, Arzthelfer und Sekretäre sehen."

Das gibts nur ein Problem: Solche Berufe - vor allem die Halbtagsstellen - sind praktisch für Frauen reserviert. In Arztpraxen beispielsweise werden junge Männer als Arzthelfer gar nicht eingestellt. Aber viel hinderlich ist, daß man als Mann immer noch die Ernährerrolle übergehängt bekommt, vor allem von den Frauen. Wie soll ein Mann einen Beruf mit niedriger Qualifikation und entsprechend niedriger Bezahlung ausüben, wenn er genau weiß, daß er so Schwierigkeiten haben wird, eine Partnerin zu finden und später eine Familie zu ernähren, wenn seine Partnerin mit den Kindern zu Hause bleibt? Viele Frauen wollen das nämlich. Und selbst wenn sie keine Lust auf Kinder haben, dann möchten sie sich diese Alternative doch nicht ganz verbauen. Sie möchten also immer die Freiheit der Wahl zwischen verschiedenen Lebensalternativen haben, aber die haben sie nur, solange ihre Partner brav die Ernährerrolle übernehmen.

Die Männer, denen eine gute Qualifikation nicht möglich ist, müssen dann auch schlecht bezahlte oder sonstwie unangenehme Jobs annehmen. Die bequemen, ruhigen Bürojobs auf Teilzeitbasis jedenfalls sind und bleiben für Frauen reserviert. Ein Mann, der sich dafür bewirbt, gilt sofort als Faulenzer und Drückeberger.

"Zehntens kann ein Mann ja auch mal den Aufstand proben, in dem er die Worte "Ich kann keine Überstunden machen, ich muss mein Kind vom Kindergarten holen" spricht."

Es gibt genügend Männer, die abends die Kinder aus dem Kindergarten holen. Das hat nichts mit Teilzeitarbeit zu tun. Das tun sie nach ihrem Vollzeit-Job.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Christian, Monday, 14.03.2005, 21:11 (vor 7631 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 14. März 2005 13:09:14:

Ausschnitt aus dem Artikel unten im Link:

Dabei haben allein Erziehende mit Kindern - von denen 91 Prozent Frauen sind, noch immer drastisch weniger Geld zur Verfügung als durchschnittliche Haushalte. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben verblieben demnach Haushalten allein Erziehender monatlich 1.810 Euro zur Lebensführung und damit weniger als die Hälfte der Summe, die Paare mit Kindern (3.820 Euro) zur Verfügung haben.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/888123

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Nikos, Monday, 14.03.2005, 21:30 (vor 7631 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Garfield am 14. März 2005 19:05:21:

Diese ist doch eine tolle Erklaerung des Wehrpflichts. Nun habe ich eine Frage an euch:

Sagt Ihr dazu nichts, weil Ihr zu sehr feministisch verbohrt seid?

Nikos
*die gleiche Fragen stellend wie Ihr*

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Fragezeichen, Monday, 14.03.2005, 22:25 (vor 7631 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Nikos am 14. März 2005 19:30:52:

Diese ist doch eine tolle Erklaerung des Wehrpflichts. Nun habe ich eine Frage an euch:
Sagt Ihr dazu nichts, weil Ihr zu sehr feministisch verbohrt seid?
Nikos
*die gleiche Fragen stellend wie Ihr*

Ich habe dazu nun einmal keine Fragen. Ich habe mir dazu ein abschliessendes Urteil gebildet.

Die Wehrpflicht widerspricht dem Art. 3 GG. Sie gehört abgeschafft. Stattdessen sollte eine Berufsarmee eingeführt werden.

Die sozialen Aufgaben können FJSler übernehmen.

antwortet sachlich, nicht polemisch
das Fragezeichen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Krischan, Monday, 14.03.2005, 22:29 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 15:43:21:

Endlich mal jemand, der sachlich bleibt, und nicht in seiner Frauenverachtung komplett ersäuft. Ich finde auch, dass einige schief läuft und wegen mir könnte der Wehrdienst komplett abgeschafft werden.

Von mir aus auch, aber hier geht es nicht um die Frage ob Berufsarmee oder nicht, sondern darum, daß Zwangsdienste für Männer diskriminierend sind.

Berufsarmee und gut ist.

Nur auf einige Denkfehler will ich noch eingehen: Der Soldat oder Zivi hat weniger Kosten für Kleidung, Wohnung und Essen, da er beides gestellt bekommt.

Wenn er die auch noch zahlen müsste, würde er sich verschulden. Ich hätte als Zivi gerne eine Frau gehabt, die malochen geht, um mir Kleidung, wohnung und Essen zu finanzieren.

Zweitens kann die Mutter auch nicht entscheiden, wann sie was macht, das wird vom Kind bestimmt. Die meisten Mütter vernachlässigen ihre Kinder auch nicht. Das allen Müttern pauschal zu unterstellen ist, wie wenn man jeden Mann als Vergewaltiger bezeichnet.

Zustimmung.

Drittens ist die Sache mit der Familienplanung eindeutig erst gegessen, wenn die Frau fast 50 ist, die Sache mit dem Wehrdienst ist schon ab 25 passé.

Eine Frau hat jederzeit die Möglichkeit, sich sterilisieren zu lassen. Es gibt keinen Grund, bis 50 zu warten. Meine Mutter hat dies vor etlichen Jahren schon getan.

Außerdem ist Kinderwunsch eine viel schwammigere Sache als ein Ja oder Nein im Falle des Wehrdienstes.

Ich hatte auch Bedenken, ob ich jeder Belastung durch den Zivildienst gewachsen bin und nehme niemandem ab, der behauptet, bei ihm sei es anders.

Viertens muss der Wehrdienstleistende sich oft genug in keinen Beruf wiedereinklinken, weil er meistens noch gar keinen hat.

Ein Zeitverlust ist es sowieso. Ein Zeitverlust, durch den ich durch ein sexistisches Gesetz gezwungen werde. Nicht durch ein undichtes Kondom.

Fünftens sind junge Männer von Arbeitslosigkeit stärker betroffen, weil sie auch vermehrt in der Gruppe derer zu finden sind, die keinen oder nur einen Hauptschulabschluss haben. Die Gründe dafür gilt es zu suchen und zwar nicht beim Wehrdienst.

Arbeitslosigkeit gibt es in jeder Bildungsschicht, selbst bei vielen Akademikern.

Sechstens wird schon lange nicht mehr der ganze Jahrgang eingezogen. Hier wurde auch schon oft die Frage nach der Wehrgerechtigkeit gestellt. Ein grundsätzliches Müssen ist nicht mehr vorhanden.

Übersetzt heißt das: "Stell dich nicht so an." Trotzdem ist die einseitige Wehrpflicht selbst dann sexistisch, wenn sie nur noch einen einzigen trifft.

Siebtens kommen gerade viele Zivildienstleistende an Beziehungen, Erfahrungen und Kenntnisse, die sie später brauchen können. manch einer ändert seinen Berufswunsch, andere können die so genannten "Soft Skills" beim Schreiben einer Bewerbung vorteilhaft erwähnen.

Zivildienst als Karrieresprungbrett. Wer möchte, kann ja freiwillig ein soziales Jahr absolvieren. Zwang ist Zwang. Mit verlaub, bei diesem und dem vorigen Punkt fühle ich mich leicht verarscht.

Achtens gibt es für Männer deren Frau im Erziehungsurlaub ist, meist die Extrawurst einer kostenlosen Dienstmagd, die unangenehme Arbeiten, gegebenenfalls auch Papierkram abnimmt. So kann sich Papi voll auf die Karriere konzentrieren. Umgekehrte Fälle kann man mit der Lupe suchen.

Das nennt sich Arbeitsteilung, Karotte. Papi schafft die Kohle ran, Mami kümmert sich um den Haushalt. Wenn du möchtest, kannst du ja beides machen. Deine Frau hat sicher nichts dagegen.

Neuntens ist es leider so, dass Frauen oft in Berufe streben, bei denen Teilzeit gut möglich ist, die aber geringen Verdienst versprechen. Ich würde gerne mehr Bäckereifachverkäufer, Grundschullehrer, Erzieher, Arzthelfer und Sekretäre sehen.

Volle Zustimmung. Leider hier ist die falsche Adresse, wenn du Frauen zum Karriere machen animieren willst. Bei mir und (sicherlich) Peaceful Warrior findest du bestimmt keinen Widerspruch bei diesem Punkt. Im Gegenteil, ich wünsche mir, daß Frauen endlich mal den A*** heben und anfangen, ihr Glück selbst zu beschaffen. Dann nämlich können Männer sich endlich erlauben, niedriges Einkommen zu haben, ohne die Familienkasse aufs Spiel zu setzen. Aber eine Frau, die sich auf so was einläßt ist mutig oder dumm.

Zehntens kann ein Mann ja auch mal den Aufstand proben, in dem er die Worte "Ich kann keine Überstunden machen, ich muss mein Kind vom Kindergarten holen" spricht. Wer sich zuerst bewegen muss, ist doch die Frage nach der Henne und dem Ei.

Ich fürchte mal, er will die Familienkasse nicht durch eine baldige Arbeitslosigkeit gefährden. Denn wir wissen ja, wenn der Mann arbeitslos ist, leidet vor allem die Frau. Liest du etwa keine Emma *g*

Krischan

Ich schließe mich dem an (n/t)

Xenia, Monday, 14.03.2005, 22:33 (vor 7631 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Fragezeichen am 14. März 2005 20:25:26:

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Krischan, Monday, 14.03.2005, 22:42 (vor 7631 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Fragezeichen am 14. März 2005 20:25:26:

Diese ist doch eine tolle Erklaerung des Wehrpflichts. Nun habe ich eine Frage an euch:
Sagt Ihr dazu nichts, weil Ihr zu sehr feministisch verbohrt seid?
Nikos
*die gleiche Fragen stellend wie Ihr*

Ich habe dazu nun einmal keine Fragen. Ich habe mir dazu ein abschliessendes Urteil gebildet.

Heißt das, du stimmst zu? Oder hast du Angst davor, zu widersprechen?

Die Wehrpflicht widerspricht dem Art. 3 GG. Sie gehört abgeschafft. Stattdessen sollte eine Berufsarmee eingeführt werden.
Die sozialen Aufgaben können FJSler übernehmen.
antwortet sachlich, nicht polemisch
das Fragezeichen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Lord, Monday, 14.03.2005, 22:50 (vor 7631 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Fragezeichen am 14. März 2005 20:25:26:

Diese ist doch eine tolle Erklaerung des Wehrpflichts. Nun habe ich eine Frage an euch:
Sagt Ihr dazu nichts, weil Ihr zu sehr feministisch verbohrt seid?
Nikos
*die gleiche Fragen stellend wie Ihr*

Ich habe dazu nun einmal keine Fragen. Ich habe mir dazu ein abschliessendes Urteil gebildet.
Die Wehrpflicht widerspricht dem Art. 3 GG. Sie gehört abgeschafft. Stattdessen sollte eine Berufsarmee eingeführt werden.
Die sozialen Aufgaben können FJSler übernehmen.
antwortet sachlich, nicht polemisch
das Fragezeichen

anderer Vorschlag, ab sofort sind Männer freigestellt und die nächsten 50 Jahre übernehmen die Frauen den Job. Dann können die Männer mal abläßtern wie sich die Frauen doch nur anstellen beim Bund oder im Zivi.

Das Bundesverfassungsgericht...

Mikael, Tuesday, 15.03.2005, 01:24 (vor 7631 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 13. März 2005 19:15:38:

interpretiert das Grundgesetz so, wie es der (vermeintliche) gesellschaftliche Konsens will.
Irgendwann wird die Zeit kommen, zu der die Wehrpflicht als nicht verfassungsgemäß erkannt wird.
Vorher zu klagen ist sinnlos.

Gruß !

Re: Dred Scott Case

reinecke54, Tuesday, 15.03.2005, 11:34 (vor 7631 Tagen) @ Mikael

Als Antwort auf: Das Bundesverfassungsgericht... von Mikael am 14. März 2005 23:24:08:

interpretiert das Grundgesetz so, wie es der (vermeintliche) gesellschaftliche Konsens will.
Irgendwann wird die Zeit kommen, zu der die Wehrpflicht als nicht verfassungsgemäß erkannt wird.
Vorher zu klagen ist sinnlos.
Gruß !

Der zeitgeist spielt sicher eine grosse rolle.
Mich erinnert das an den Dred Scott case von 1857
http://www.pbs.org/wgbh/aia/part4/4h2933.html.
Ein rassistischer Chief Justice des Supreme Court
fällt ein rassistisches urteil, das 10 jahre später
völlig undenkbar gewesen wäre. Bei uns war es eine
feministische präsidentin, die eine geschlechter-
rassistische entscheidung gefällt hat, die hoffentlich
in ein paar jahren völlig undenkbar sein wird.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Garfield, Tuesday, 15.03.2005, 12:23 (vor 7631 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Christian am 14. März 2005 19:11:35:

Hallo Christian!

Von 1810 Euro nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben kann ich nur träumen. Kein Wunder, daß sich Mütter heute so sehr an den Kindern festklammern.

In früheren Zeiten war das nicht ganz so. Da hatten mehr Mütter als heute kein Problem damit, ihr Kind einfach vor die nächste Kirchentür zu setzen oder es (falls es ein uneheliches Kind war) ein Jahr nach der Geburt einfach beim Vater abzugeben, was sie ganz legal tun konnten. Damals gab es für ein Kind nämlich kein Geld.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Garfield, Tuesday, 15.03.2005, 14:38 (vor 7631 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 14. März 2005 13:57:35:

Hallo Lord!

Noch als Ergänzung zu deinen Ausführungen zur Wehrpflicht:

Obendrein ist die Ausbildung beim Bund auch noch mit gesundheitlichen Risiken verbunden, die Kinderbetreuung so nicht mit sich bringt.

Ein paar Beispiele aus meiner Grundwehrdienstzeit:

Ein Kamerad aus meinem Zimmer ist auf der Sturmbahn zu kurz gesprungen. Leider war der Graben aus Beton. Er schlug mit einem Knie voll gegen die Betonkante und das Knie war danach irreparabel beschädigt. Dann bekam er zwar für den Rest der Dienstzeit einen gemütlichen Job in der Poststelle, aber es hieß auch, daß er eventuell seinen Beruf nicht mehr ausüben kann...

Ein Kradmelder aus einer anderen Einheit stellte sich während der Ausfahrt zu einem Manöver etwas ungünstig an einer Kreuzung auf. Der Fahrer des folgenden Schützenpanzerwagens konnte ihn durch das kleine Fenster nicht sehen, so daß er samt Motorrad vom SPW überrollt wurde. Die großen Reifen des tonnenschweren SPW's rollten über seinen Kopf. Der Helm nützte dagegen auch nicht mehr viel. Ich weiß nicht, ob er dann im Krankenhaus gestorben ist oder mit schweren Verletzungen überlebt hat.

Ein anderer Soldat aus einer anderen Einheit hatte das Pech, daß jemand bei einem Manöver zufällig eine Platzpatrone dicht neben seinem Gesicht abfeuerte. Eigentlich ist das nicht schlimm - nur leider hatten die Platzpatronen Plastikkappen, die beim Abfeuern in kleine Teile zerbrachen und nach Verlassen des Laufes auf sehr kurze Distanz durchaus noch eine ansehnliche Geschwindigkeit erreichen konnten, etwa wie das Geschoß eines Luftgewehrs. Ein Plastiksplitter durchschlug jedenfalls eines seiner Augen und bohrte sich in sein Gehirn. Der Mann starb daran.

Ein Soldat aus noch einer anderen Einheit machte den Fehler, ein Diesel-Stromaggregat nachzufüllen, ohne es vorher abzuschalten und abkühlen zu lassen. Das war zwar gegen die Vorschrift, aber in der Praxis wurde es häufig so gemacht. Wenn man keinen Diesel verschüttete, klappte das auch problemlos. Er verschüttete jedoch etwas, der Dieseltreibstoff entzündete sich an den heißen Bauteilen des Aggregats, er stand auf einmal in Flammen und trug schwerste Verbrennungen davon. Soweit ich mich erinnere, hat er es überlebt, dürfte aber für den Rest seines Leben gezeichnet sein.

Zusätzlich habe ich während meiner Armeezeit auch noch von mehreren Selbstmordfällen gehört. Meist waren es Grundwehrdienstleistende, die durch Schikanen von Vorgesetzten und anderen Soldaten in den Tod getrieben wurden.

Nun mag so manche Frau einwenden, daß eine Geburt auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Aber erstens sind die heute bei weitem nicht mehr so groß wie in früheren Zeiten und zweitens gibt es eben keine Gebährpflicht, jede Frau kann also frei entscheiden, ob sie dieses heute vergleichsweise geringe Risiko eingehen möchte oder nicht.

Deiner Aussage, daß alle Frauen faul seien, kann ich so allerdings nicht zustimmen. Obwohl sie eigentlich stimmt - aber Männer sind genauso faul.

Ich denke, daß Faulheit ein ganz natürlicher menschlicher Instinkt ist. Das ist nur logisch, denn in der freien Natur ist es wichtig, mit der verfügbaren Energie gut zu haushalten. Ein Raubtier, daß aus reinem Jagdtrieb heraus auch ohne Hunger immer wieder auf die Jagd geht, vergeudet nicht nur unnütz Energie, sondern wird das Jagdrevier bald leer gejagt haben. Faulheit reguliert das und sorgt dafür, daß der Jagdtrieb nicht ständig ausgelebt wird. Bei Pflanzenfressern ist das im Prinzip genauso, denn auch sie können nicht aus purer Langeweile ihre Umgebung komplett kahl fressen. So sind eben auch Menschen bestrebt, möglichst immer nur soviel zu tun, wie sie unbedingt tun müssen.

Viele Männer hätten auch kein Problem damit, eine reiche Frau zu heiraten und dann nicht mehr arbeiten zu müssen. Leider ist es aber so, daß die meisten Frauen ein Problem damit haben, für den Partner mit zu arbeiten. Deshalb ist Männern dieser Weg oft versperrt, und sie sind gezwungen, sich nicht nur ihren Lebensunterhalt selbst zu erarbeiten, sondern auch die Familien gegebenenfalls allein oder hauptsächlich zu ernähren.

Dazu werden sie erzogen und dazu fühlen sie sich oft auch instinktiv berufen. Weil es eben immer schon so war und früher oft auch gar nicht anders laufen konnte.

Frauen dagegen werden dazu auch heute nicht erzogen, und sie sehen auch meist instinktiv die Ernährerrolle nicht als ihre Aufgabe an.

So erscheint es so, als wären Frauen fauler als Männer. Tatsächlich ist das aber nicht so. Männer haben nur mehr Gründe, um ihre natürlich Faulheit zu überwinden, während Frauen diese Gründe oft weniger haben.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

HanJüChuan, Tuesday, 15.03.2005, 14:46 (vor 7631 Tagen) @ Karotte

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Karotte am 14. März 2005 15:43:21:

Nach zwei Jahren als nur Leser hier mal eine Wortmeldung.

Endlich mal jemand, der sachlich bleibt, und nicht in seiner Frauenverachtung komplett ersäuft. <<

Wo bitte war etwas zu lesen das von „Frauenverachtung komplett ersäuft“. Ich bitte um deutliche Textkritik, die den Kontext mitberücksichtig.

Ich finde auch, dass einige schief läuft und wegen mir könnte der Wehrdienst komplett abgeschafft werden. Berufsarmee und gut ist.

Nur auf einige Denkfehler will ich noch eingehen: Der Soldat oder Zivi hat weniger Kosten für Kleidung, Wohnung und Essen, da er beides gestellt bekommt. <<

Wo bekommt ein Soldat oder Zivi eine Wohnung gestellt? Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich nichts von gestellter Kleidung (außer Dienstkleidung) und eine gestellte Wohnung hatte ich auch nicht und kein anderer Zwangsdienstleistender, den ich kenne.

Zweitens kann die Mutter auch nicht entscheiden, wann sie was macht, das wird vom Kind bestimmt. Die meisten Mütter vernachlässigen ihre Kinder auch nicht. Das allen Müttern pauschal zu unterstellen ist, wie wenn man jeden Mann als Vergewaltiger bezeichnet.

Drittens ist die Sache mit der Familienplanung eindeutig erst gegessen, wenn die Frau fast 50 ist, die Sache mit dem Wehrdienst ist schon ab 25 passé. <<

Woher hast Du diese jeder Faktenlage widersprechenden Behauptungen? Wie lange dauert die Wehrpflicht? Mach dich doch bitte erst mal kundig bevor Du vollkommen abstruse Auslassungen zu widersinnigen Vergleichen anstellst.

Sechstens wird schon lange nicht mehr der ganze Jahrgang eingezogen. Hier wurde auch schon oft die Frage nach der Wehrgerechtigkeit gestellt. Ein grundsätzliches Müssen ist nicht mehr vorhanden. <<

Das grundsätzliche Müssen ist die rechtliche Norm. Diese besteht meines Wissens immer noch. Die praktische Ausführung ist zurzeit so, dass nicht alle zum Zwangsdienst gezogen werden. Die Wehrpflicht besteht für alle Männer ab 18 Jahre. Nochmals: mach Dich kundig. Du zeigst hier eine arrogante Ahnungslosigkeit, die es einem schwer fallen lässt, höflich zu bleiben.

Siebtens kommen gerade viele Zivildienstleistende an Beziehungen, Erfahrungen und Kenntnisse, die sie später brauchen können. manch einer ändert seinen Berufswunsch, andere können die so genannten "Soft Skills" beim Schreiben einer Bewerbung vorteilhaft erwähnen. <<

Das ist doch ungerecht, dass diese „Beziehungen, Erfahrungen und Kenntnisse“, diese "Soft Skills" nur Männer zur Verfügung gestellt werden.
Um mal mit dem entsprechenden Sarkasmus zu antworten.

Auf die anderen faktenresistenten, abenteuerlich gedankenfreien Äußerungen möchte ich nicht weiter eingehen.

Eine Hinweis möchte ich Dir aber noch geben. Die Wehrpflicht besteht nicht nur aus der Ableistung des Grundwehrdienstes.

Wenn Du gerne einen Vergleich zeihen möchtest zwischen dem Wehrdienst für den Mann und der Gebärfähigkeit der Frau, dann mache das bitte Konsequent.
Der dem Wehrdienst vergleichbare Dienst, wäre dann ein Gebärdienst mit allgemeiner Dienstpflicht für alle Frauen ab 18 Jahren.
Das sähe dann so aus:

----Fiktion an---
Im Alter von 16 bis 17 Jahre erhält die jugendliche ein Schreiben vom Kreisgebärersatzamt, in dem die Gebärdiensterfassung erklärt wird und die Einschränkung des Grundrecht auf Freizügigkeit verkündet wird.
Noch bevor die Frau (oder doch noch Mädchen) 18 ist wird sie zur Musterung berufen, bei der ihre Gebärdienstfähigkeit festgestellt wird. Das beinhaltet natürlich eine gynäkologische Zwangsuntersuchung.
Etwas später folgt dann die Aufforderung zum Eignungstest.
Nachdem dann die Frau 18 geworden ist, ereilt sie dann die Einberufung zum Grundgebärdienst.

--Ist es der Frau aus Gewissensgründen nicht möglich, den Beischlafdienst mit dem Manne abzuleisten, dann hat sie die Möglichkeit diesen Dienst zu verweigern. Sie muss allerdings die Gründe dafür darlegen. Auf einen Antrag auf Verweigerung des Beischlafdienst mit dem Manne muss dann eine ausführliche, schriftliche Begründung der Antragstellerin folgen. Darauf folgen die Verhandlung(en) beim Kreisgebärersatzamt und notfalls eine Klage beim Verwaltungsgericht gegen die Bundesrepublik Deutschland. –

Beim Grundgebärdienst wird die Frau kaserniert, uniformiert und muss sich eine Stube mit etwa 7 anderen Frauen teilen. In Etagenbetten (bis zu 3 Etagen, aber eigentlich verbietet sich die Bezeichnung Bett für diese Gestelle) muss sie schlafen und ihre Privatsphäre beschränkt sich auf ein kleines, immer abzuschließendes Fach in ihrem sonst peinlich genau geordneten und porentief reinen Spind.
Ihr wird dort erklärt, dass die meisten Grundrechte für sie nicht mehr gelten. Die Frauen werden in Hauswirtschaft, Geburt und Kinderaufzucht unterwiesen. Außerdem müssen sie lernen wie sie möglichst effektiv Beischlaf betreiben und für den Ernstfall, den sogenannten G-Fall werden sie gedrillt.
Der G-Fall, das steht für den Geburtenrückgangsfall, ist dann eingetreten wenn die Geburtenrate pro Frau auf unter 2,3 fällt. Dann werden Frauen zum Gebären eingezogen. Sie müssen sich schwängern lassen und die Kinder dann bis zur Grundschulreife in der Kaserne aufziehen. Danach werden ihnen die Kinder entzogen und sie können wieder ins Zivilleben zurückkehren.
Weitere Einzelheiten aus dem Kasernenalltag erspare ich mir.

Die Frauen, die es geschafft haben durch das entwürdigende Verfahren der Anerkennung
auf Verweigerung des Beischlafdienst zu kommen. Müssen dann einen zivilen Ersatzdienst ableisten, der z. B. im Bergwerk, bei der Kanalreinigung, im Tiefbau, bei der Autobahnmeisterei, in der Hochseefischerei, als Schlachter usw. Dort bekommen sie dann von männlichen Lehrlingen gesagt wie privilegiert sie doch sind (so war es jedenfalls bei meiner Zivistelle und den Pflegeschülerinnen). Nachdem die Frau dann ihre 16 Monate abgeleistet hat (soviel war es bei mir) kann sie dann noch einmal fast ein Jahr warten, weil der angestrebte Studiengang nur das Studienjahr hat und die Entlassung aus dem Dienst wegen der verlängerten Dienstzeit der Ersatzdienstleistenden sehr ungünstig liegt.
----Fiktion aus---

Ich würde mir, vor allem von Frauen, wünschen, das sie sich mal vorstellen, sie müssten 15 Monate in den Knast nur weil sie junge Frauen sind. Dann wären die Vergleiche von Wehrdienst mit dem Kinder gebären oder der angeblichen Diskriminierung der Frau im Berufsleben, sehr viel seltener und sicher auch nicht so penetrant.

HanJüChuan

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Bubbles, Tuesday, 15.03.2005, 14:48 (vor 7631 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Garfield am 14. März 2005 15:39:49:

Hallo,

das ist doch alles total unrealistisch. Ich kenne keine einzige Alleinerziehende, die soviel Geld zur Verfügung hat, ohne arbeiten zu gehen.Außerdem bekommt man doch nicht Unterhalt und Sozialhilfe.
Die meisten Frauen, die Sozialhilfer erhalten, die bekommen doch auch nur den vorgesehenen Satz und das sind ohne Miete knapp 350 Euro (incl. Alleinerziehenden-Zuschlag).
dann kommt da noch das Kindergeld (154 Euro), und gegebenenfalls Erziehungsgeld (300 Euro) dazu.
erzeihungsgeld und Unterhlat für die Kinder wird als Einkommen gerechnet, dementsprechen fällt das Wohngeld aus und einer Alleinerziehenden mit 1 Kind stehen an Wohngeld max. 174 Euro zu.
Da 70 Prozent aller zahlungspflichtigen Väter der Unterhaltspflicht ihren Kindern gegenüber nicht nachkommen, werden die meisten auch nur Unterhatsvorschuss bekommen und das sind bei Kindern bis 6 Jahren nur 121 Euro.

Viele Grüße bubbles

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Nikos, Tuesday, 15.03.2005, 15:00 (vor 7631 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 15. März 2005 12:48:28:

Hi bubbles.

Angenommen es stimmt, was Du sagst. Ich habe einige Fragen an dich, wenn ich darf:

1. Wer reicht denn die meisten Scheidungen ein, die Maenner oder die Frauen?

2. Und warum, wenn das Alleinerziehen finanziell tatsaechlich so schlimm ist?

3. War vielleicht die Ehe doch sehr viel schlimmer als dieser Zustand?

4. Warum ist frau dann nicht hoechstzufrieden, wenn der aktueller Zustand nach der selbsteingereichte Scheidung ein besserer ist?

5. Warum klagen die Alleinerziehenden?

6. Und selbst wenn die Ehe die Hoelle war, wer hat sie hineingedraengt?

7. War die ehe doch besser, warum ist die Scheidung eingereicht worden?

8. Gibt es in Deutschland Zwangsheirat oder Zwangsschwangerschaft?

Dankbar fuer eine Antwort
Nikos

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Krischan, Tuesday, 15.03.2005, 15:07 (vor 7631 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 15. März 2005 12:48:28:

Da 70 Prozent aller zahlungspflichtigen Väter der Unterhaltspflicht ihren Kindern gegenüber nicht nachkommen,

Das mit den 70% hätte ich gern belegt. Den Rest schenke ich uns.

Krischan

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

HanJüChuan, Tuesday, 15.03.2005, 15:36 (vor 7631 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 15. März 2005 12:48:28:

Salü zusammen

Da 70 Prozent aller zahlungspflichtigen Väter der Unterhaltspflicht ihren Kindern gegenüber nicht nachkommen, werden die meisten auch nur Unterhatsvorschuss bekommen und das sind bei Kindern bis 6 Jahren nur 121 Euro.

Viele Grüße bubbles <<

Hast Du den Artikel gelesen dem du nicht glaubst?

Woher hast du diese Zahlen? Diese stehen im Widerspruch zu Veröffentlichungen die mir vorliegen.

Ade HanJüChuan
NuMolLangsamNuMolNitHuddle

Zitate:

-------------------------------------------------------------------------
Pressemitteilung
Di 28.01.2003
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend legt Untersuchung zu Unterhaltszahlungen für minderjährige Kinder vor

Über zwei Drittel der Eltern eines Kindes, das von einem getrennt lebenden Elternteil Barunterhalt bezieht, haben keine Probleme mit den Unterhaltszahlungen.

------------------------------------------------------------------------

Verweigerung des Unterhalts gibt es nicht
Jo Bell
16.05.02 10:41
Das Thema Unterhalt ist ein zentrales Streitthema nach Trennungen. Dabei geht es nicht etwa in erster Linie um den Kindesunterhalt. Der ist nämlich ziemlich unstrittig geregelt und sicherlich auch ethisch einleuchtend. Knackpunkt der Auseinandersetzungen ist die verbreitete und auch gesetzgeberisch erhärtete Auffassung, dass Frauen nach Scheidungen nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen.
Was nun jedenfalls den Kindesunterhalt angeht, stellt eine Studie des Bundesfamilienministeriums fest, es gebe keine Unterhaltsverweigerung, die erwähnenswert wäre. Im folgenden die differenzierten Aussagen der genannten Studie, die aber teilweise selbst von einer fast grotesken Widersprüchlichkeit gekennzeichnet ist.
"Alleinerziehende Väter erhalten zu einem Viertel Unterhalt für ihre Kinder, bei den alleinerziehenden Müttern sind es 67 %. ... Augenfällig ist, dass darüber hinaus 39 % der alleinerziehenden Väter keinen Unterhalt wollen, alleinerziehende Mütter verzichten nur in 5 % der Fälle auf ihren Anspruch. Zudem ist ....der Aufenthaltsort unterhaltspflichtiger Väter häufiger unbekannt (27 %) als der unterhaltspflichtiger Mütter (6 %)." (S. 278)
Hier wird auch festgestellt - was andernorts in der selben Studie in Abrede gestellt wurde -, dass es einen "signifikanten Zusammenhang zwischen der Kontakthäufigkeit des Unterhaltsverpflichteten zum Kind und den Unterhaltszahlungen" gibt: Je seltener und unregelmäßiger dieser Kontakt war, "desto wahrscheinlicher ist es, dass für das Kind keine Unterhaltszahlungen erfolgen. Besteht auf der Eltern-Kind-Ebene kein Kontakt, dann erhalten 46 % der Kinder Unterhalt. Findet der Kontakt hingegen mindestens alle zwei bis vier Wochen statt, so erhalten mindestens 80 % der Kinder Unterhalt." (ebd.) Und schließlich: "Alle unterhaltspfichtigen Väter mit gemeinsamem Sorgerecht kommen ihren Unterhaltsverpflichtungen nach." (S.279)
Dort wo kein Unterhalt gezahlt wird, liegt in den seltensten Fällen eine tatsächliche "Unterhaltsflucht" vor, sondern in aller Regel eine Zahlungsunfähigkeit des Pflichtigen aufgrund von Arbeitslosigkeit und/oder Sozialhilfebedürftigkeit. Grundsätzlich sollte dies niemanden wundern, denn das Unterhaltsrecht ist strafrechtlich bewehrt, und wer beharrlich die Zahlungen verweigert, wird entweder gepfändet oder wandert sogar ins Gefängnis. Und die Vorauszahlungen leistenden Jugend- und Sozialämter achten mit Argusaugen darauf, dass sie ihr Geld wiederkriegen. Dennoch ist die Paranoia vom allgegenwärtigen Unterhaltsverweigerer fast schon ein Gemeinplatz. Nach den durch die Studie vorgelegten Zahlen darf man wohl sagen: eine männerfeindliche Ideologie. Nur glaube keiner, dass die Studie dies offen ausspräche! Das könnte dann ja den feministischen Grundkonsens gefährden.
Deutlich macht dies aber auch, dass die Motivation eines Vaters, mehr Geld zu verdienen, deutlich steigt, wenn er das Kind, für das er den Unterhalt erwirtschaften soll, regelmäßig sieht. Wen kann dies eigentlich wundern? Dass Väter, denen gerade mal der Selbstbehalt bleibt - und die auch dann keinen Pfennig mehr in der Tasche haben, wenn sie Überstunden leisten, weil alles in den Unterhalt fließt - keinen Anlass sehen, auch nur einen Handschlag mehr zu tun, wenn sie zu ihren Sprößlingen nicht mal eine Beziehung aufbauen dürfen, ja diese sogar aggressiv unterbunden wird, können wahrlich nur die borniertesten Sesselfurzer nicht verstehen.

(http://www.taz.de/taz/forum/?ulist=2298)

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Eugen Prinz, Tuesday, 15.03.2005, 15:51 (vor 7631 Tagen) @ HanJüChuan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von HanJüChuan am 15. März 2005 12:46:58:

Sehr schön, diese Erwiderung, insbesondere die Fiktion ;-)
Ich hatte ja vorgeschlagen 18 Monate "Gesellschaftsdienst" im Bordell, aber so ist es natürlich noch besser. Einen netten Nick hast du da...

Amüsiert, Eugen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

blendlampe, Tuesday, 15.03.2005, 16:22 (vor 7631 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 15. März 2005 12:48:28:

Da 70 Prozent aller zahlungspflichtigen Väter der Unterhaltspflicht ihren Kindern gegenüber nicht nachkommen

Eine zweckdienliche Lüge, bis ins Mark hinein verdorben und verrottet. Nicht anderes sind wir gewöhnt von den unzähligen Frauen, deren Selbstverständnis auf der eigenen ewigen Opferrolle basiert. Auf dieser Lüge basiert eine ganze Industrie.

Väter sind Unterhaltsdrückeberger - Beweise, Statistik, Klarheit

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

JehKeh, Tuesday, 15.03.2005, 16:28 (vor 7631 Tagen) @ HanJüChuan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von HanJüChuan am 15. März 2005 12:46:58:

Hi,

Wenn Du gerne einen Vergleich zeihen möchtest zwischen dem Wehrdienst für den Mann und der Gebärfähigkeit der Frau, dann mache das bitte Konsequent.
Der dem Wehrdienst vergleichbare Dienst, wäre dann ein Gebärdienst mit allgemeiner Dienstpflicht für alle Frauen ab 18 Jahren.
Das sähe dann so aus:
----Fiktion an---
Im Alter von 16 bis 17 Jahre erhält die jugendliche ein Schreiben vom Kreisgebärersatzamt, in dem die Gebärdiensterfassung erklärt wird und die Einschränkung des Grundrecht auf Freizügigkeit verkündet wird.
[...]

wirklich klasse Deine fiktive Geschichte, die hebe ich mir auf; wäre doch gelacht, wenn die nicht doch ein paar Vertreterinnen des Geschlechtes mit dem bannig hohen EQ zum Nachdenken/Nachfühlen bringt.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Sven74, Tuesday, 15.03.2005, 16:36 (vor 7631 Tagen) @ Krischan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Krischan am 15. März 2005 13:07:42:

Da 70 Prozent aller zahlungspflichtigen Väter der Unterhaltspflicht ihren Kindern gegenüber nicht nachkommen,

Das mit den 70% hätte ich gern belegt. Den Rest schenke ich uns.
Krischan

Sie meint wahrscheinlich 70% der Männer, die am Existenzminimum leben und daher keinen Unterhalt zahlen können.

Sven74

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

JehKeh, Tuesday, 15.03.2005, 16:45 (vor 7630 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 15. März 2005 12:48:28:

das ist doch alles total unrealistisch. Ich kenne keine einzige Alleinerziehende, die soviel Geld zur Verfügung hat, ohne arbeiten zu gehen.Außerdem bekommt man doch nicht Unterhalt und Sozialhilfe.
Die meisten Frauen, die Sozialhilfer erhalten, die bekommen doch auch nur den vorgesehenen Satz und das sind ohne Miete knapp 350 Euro (incl. Alleinerziehenden-Zuschlag).
dann kommt da noch das Kindergeld (154 Euro), und gegebenenfalls Erziehungsgeld (300 Euro) dazu.
erzeihungsgeld und Unterhlat für die Kinder wird als Einkommen gerechnet, dementsprechen fällt das Wohngeld aus und einer Alleinerziehenden mit 1 Kind stehen an Wohngeld max. 174 Euro zu.

Selbst wenn ich mich auf diese Rechnung einlasse, finde ich sie nicht redlich. Ich kann von meinem Netto-Gehalt auch nicht einfach Miete abziehen und sagen, ich verdiene nur so wenig.

Ich verstehe, daß man das der Einfachheit halber so machen kann (weil Miete++ variabel sind), aber es ist einfach nur fair, auch die vom Sozialamt gezahlte Miete und Krankenversicherung in diese Rechnung mit aufzunehmen, was ja auch im Sozialhilfebescheid geschieht.

So hatte ich beispielsweise in meiner Sozialhilfezeit Zahlungen von ca. 780 Euro pro Monat vom Sozialamt.

Das ist schon beinahe so viel bzw. mehr als einem unterhaltspflichtigen Vater zusteht.

Re: Das Bundesverfassungsgericht...

pit b., Tuesday, 15.03.2005, 18:42 (vor 7630 Tagen) @ Mikael

Als Antwort auf: Das Bundesverfassungsgericht... von Mikael am 14. März 2005 23:24:08:


[quote]Irgendwann wird die Zeit kommen, zu der die Wehrpflicht als nicht verfassungsgemäß erkannt wird.[/quote]

Irgendwann wird man sich fragen, wie es sowas jemals geben konnte.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Wednesday, 16.03.2005, 00:18 (vor 7630 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 15. März 2005 12:48:28:

Hallo,
das ist doch alles total unrealistisch. Ich kenne keine einzige Alleinerziehende, die soviel Geld zur Verfügung hat, ohne arbeiten zu gehen.Außerdem bekommt man doch nicht Unterhalt und Sozialhilfe.
Die meisten Frauen, die Sozialhilfer erhalten, die bekommen doch auch nur den vorgesehenen Satz und das sind ohne Miete knapp 350 Euro (incl. Alleinerziehenden-Zuschlag).
dann kommt da noch das Kindergeld (154 Euro), und gegebenenfalls Erziehungsgeld (300 Euro) dazu.
erzeihungsgeld und Unterhlat für die Kinder wird als Einkommen gerechnet, dementsprechen fällt das Wohngeld aus und einer Alleinerziehenden mit 1 Kind stehen an Wohngeld max. 174 Euro zu.
Da 70 Prozent aller zahlungspflichtigen Väter der Unterhaltspflicht ihren Kindern gegenüber nicht nachkommen, werden die meisten auch nur Unterhatsvorschuss bekommen und das sind bei Kindern bis 6 Jahren nur 121 Euro.

mal ne blöde Frage, aber wenn ich Kind und Frau habe, diese mich aber betrügt und sich dann von mir trennen würde, müßte ich trotzdem unterhalt zahlen? Wenn ja hieße das ja, eine Frau kann sich jederzeit nen Braten in die Röhre schieben lassen, kurze Zeit später mit nem anderen rummachen und der dumme Vater darf dann löhnen weil er auf sonne alte Kuh reingefallen ist und Papa Staat oder besser MAMA Staat hält noch die Hand vorm Arsch. Besuchsrecht zum eigenen Kind auch dann max alle 14 Tage. Mit der Thematik kenne ich mich aufgrund meines Alters nicht aus, aber ich lern gern dazu. Mittlerweile tendiere ich aber immer mehr dazu, dass Frauen sich viel zu viel erlauben dürfen heut zu tage.
Wir sollten mal paar türkische Fachläute für dieses "Problem" anheuern lol

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Lord, Wednesday, 16.03.2005, 00:30 (vor 7630 Tagen) @ HanJüChuan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von HanJüChuan am 15. März 2005 12:46:58:

Wenn Du gerne einen Vergleich zeihen möchtest zwischen dem Wehrdienst für den Mann und der Gebärfähigkeit der Frau, dann mache das bitte Konsequent.
Der dem Wehrdienst vergleichbare Dienst, wäre dann ein Gebärdienst mit allgemeiner Dienstpflicht für alle Frauen ab 18 Jahren.
Das sähe dann so aus:
----Fiktion an---
Im Alter von 16 bis 17 Jahre erhält die jugendliche ein Schreiben vom Kreisgebärersatzamt, in dem die Gebärdiensterfassung erklärt wird und die Einschränkung des Grundrecht auf Freizügigkeit verkündet wird.
Noch bevor die Frau (oder doch noch Mädchen) 18 ist wird sie zur Musterung berufen, bei der ihre Gebärdienstfähigkeit festgestellt wird. Das beinhaltet natürlich eine gynäkologische Zwangsuntersuchung.
Etwas später folgt dann die Aufforderung zum Eignungstest.
Nachdem dann die Frau 18 geworden ist, ereilt sie dann die Einberufung zum Grundgebärdienst.
--Ist es der Frau aus Gewissensgründen nicht möglich, den Beischlafdienst mit dem Manne abzuleisten, dann hat sie die Möglichkeit diesen Dienst zu verweigern. Sie muss allerdings die Gründe dafür darlegen. Auf einen Antrag auf Verweigerung des Beischlafdienst mit dem Manne muss dann eine ausführliche, schriftliche Begründung der Antragstellerin folgen. Darauf folgen die Verhandlung(en) beim Kreisgebärersatzamt und notfalls eine Klage beim Verwaltungsgericht gegen die Bundesrepublik Deutschland. –
Beim Grundgebärdienst wird die Frau kaserniert, uniformiert und muss sich eine Stube mit etwa 7 anderen Frauen teilen. In Etagenbetten (bis zu 3 Etagen, aber eigentlich verbietet sich die Bezeichnung Bett für diese Gestelle) muss sie schlafen und ihre Privatsphäre beschränkt sich auf ein kleines, immer abzuschließendes Fach in ihrem sonst peinlich genau geordneten und porentief reinen Spind.
Ihr wird dort erklärt, dass die meisten Grundrechte für sie nicht mehr gelten. Die Frauen werden in Hauswirtschaft, Geburt und Kinderaufzucht unterwiesen. Außerdem müssen sie lernen wie sie möglichst effektiv Beischlaf betreiben und für den Ernstfall, den sogenannten G-Fall werden sie gedrillt.
Der G-Fall, das steht für den Geburtenrückgangsfall, ist dann eingetreten wenn die Geburtenrate pro Frau auf unter 2,3 fällt. Dann werden Frauen zum Gebären eingezogen. Sie müssen sich schwängern lassen und die Kinder dann bis zur Grundschulreife in der Kaserne aufziehen. Danach werden ihnen die Kinder entzogen und sie können wieder ins Zivilleben zurückkehren.
Weitere Einzelheiten aus dem Kasernenalltag erspare ich mir.
Die Frauen, die es geschafft haben durch das entwürdigende Verfahren der Anerkennung
auf Verweigerung des Beischlafdienst zu kommen. Müssen dann einen zivilen Ersatzdienst ableisten, der z. B. im Bergwerk, bei der Kanalreinigung, im Tiefbau, bei der Autobahnmeisterei, in der Hochseefischerei, als Schlachter usw. Dort bekommen sie dann von männlichen Lehrlingen gesagt wie privilegiert sie doch sind (so war es jedenfalls bei meiner Zivistelle und den Pflegeschülerinnen). Nachdem die Frau dann ihre 16 Monate abgeleistet hat (soviel war es bei mir) kann sie dann noch einmal fast ein Jahr warten, weil der angestrebte Studiengang nur das Studienjahr hat und die Entlassung aus dem Dienst wegen der verlängerten Dienstzeit der Ersatzdienstleistenden sehr ungünstig liegt.
----Fiktion aus---

Das ist absolut GEIL! Man sollte vielleicht noch die Psyche betonen. Zumindest war für mich die Vorstellung horrer, erst Musterung (man kennt ja die ganzen Geschichten) dann die ungewissheit, muss ich nun hin oder nicht... dann der erste Tag in der Kaserne, man krieg überall die Horrorvorstellungen von Zivis oder Leuten die kein Plan haben zu hören und ist total verunsichert und dann das gebrüll der Ausbilder, man wird am laufenden Band zusammen geschissen und bekommt den ersten Tag 15h werder Essen noch Trinken. Die Verpflegungszeiten belaufen sich auf 10min pro Mahlzeit.
Man wie schön wäre die Welt wenn frauen das auch alles machen müßten, wenn man sich die Girlies so ansieht von heute fragt man sich doch, was aus denen mal werden soll, bzw. WIE was aus denen werden soll.

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Scipio Africanus, Wednesday, 16.03.2005, 00:44 (vor 7630 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 15. März 2005 22:30:28:

Ich sehe da aber einige Probleme, so müssten beispielsweise die militärischen Kommandos angepasst werden, also ...

Gebäääääääärrrrrkompaaaaaaaaaaniiiiiiiiiiiiiiiiiiie in Gefechtsstellung !
Rohr frei !
Feuer !
Steeeeeeeeeeeeellungswechsel marsch !
Nachladen !

u.s.w

scipio

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Ferdi, Wednesday, 16.03.2005, 02:18 (vor 7630 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Scipio Africanus am 15. März 2005 22:44:40:


Ich sehe da aber einige Probleme, so müssten beispielsweise die militärischen Kommandos angepasst werden, also ...
Gebäääääääärrrrrkompaaaaaaaaaaniiiiiiiiiiiiiiiiiiie in Gefechtsstellung !
Rohr frei !
Feuer !
Steeeeeeeeeeeeellungswechsel marsch !
[image]
Nachladen !

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Christian, Wednesday, 16.03.2005, 09:38 (vor 7630 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Garfield am 15. März 2005 10:23:21:

Hallo Christian!
Von 1810 Euro nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben kann ich nur träumen. Kein Wunder, daß sich Mütter heute so sehr an den Kindern festklammern.
In früheren Zeiten war das nicht ganz so. Da hatten mehr Mütter als heute kein Problem damit, ihr Kind einfach vor die nächste Kirchentür zu setzen oder es (falls es ein uneheliches Kind war) ein Jahr nach der Geburt einfach beim Vater abzugeben, was sie ganz legal tun konnten. Damals gab es für ein Kind nämlich kein Geld.
Freundliche Grüße
von Garfield

Hallo Garfield,
meiner Meinung nach haben nicht mal 80% der Erwerbstätigen ein so stattliches Einkommen von 1800 Euro Netto und viele Erwerbstätige verdienen nicht mal 1500 Euro Netto und müssen mit dem Geld eine Familie ernähren, noch dazu wenn Frau nicht arbeiten geht. Wenn man als Alleinerziehende soviel Geld bekommt und es sogar mehr ist als ein Erwerbstätiger verdient, dann will man gerne Alleinerziehend sein! Nach einer Scheidung/Trennung bekommen ja fast ausschliesslich Frauen die Rechte wie Geld, Kind und Macht zugesprochen und dagegen Männer die Pflichten als Unterhaltszahler auferlegt werden. Ein Kind ist eine Goldgrube die man nicht aus den Händen geben will und sich daran festklammert. Wenn Kinder eine Belastung sind in Deutschland, warum versuchen dann viele Mütter den Vater zu entsorgen und jammern was von ich arme Mutter die Alleinerziehende vor? Wer das Kind zugesprochen bekommt, der hat viele Vorteile:
1. Viel Geld
2. Macht über das Kind und den Vater
3. Braucht lange Zeit nicht arbeiten gehen
4. Erziehungszeiten werden zur Rente angerechnet
5. Ist sein eigener Chef
6. Privilegien allgemein
7. Durch jammern und jammern und nochmals jammern bekommt man so ziemlich alles, man braucht Kinder nur als Belastung hinstellen

meint,
Christian

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Bubbles, Wednesday, 16.03.2005, 10:10 (vor 7630 Tagen) @ Lord

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Lord am 15. März 2005 22:18:07:

ähem, was hat das mit der Diskussion um die 1800 Euro zu tun?

Bubbles, ratlos

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Bubbles, Wednesday, 16.03.2005, 10:25 (vor 7630 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Nikos am 15. März 2005 13:00:46:

Es sind doch gar nicht alle verheiratet gewesen und wozu Leute heute noch heiraten weiß ich auch nicht.
Wenn man nicht verheiratet war, muss man nur für die ersten 3 Jahre Unterhalt an den anderen zahlen und das ja auch nur, wenn man selber genug verdient und wenn der andere nicht arbeiten geht.

Bubbles

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

HanJüChuan, Wednesday, 16.03.2005, 11:09 (vor 7630 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 16. März 2005 08:10:06:

Salü zusammen!

ähem, was hat das mit der Diskussion um die 1800 Euro zu tun?
Bubbles, ratlos

Ist es Dir möglich die Fragen, die Dir gestellt wurden, zu beantworten, bevor Du selbst wieder Fragen stellst?

Ade
HanJüChuan

NuMolLangsamNuMolNitHuddle

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Nikos, Wednesday, 16.03.2005, 13:03 (vor 7630 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Bubbles am 16. März 2005 08:25:48:

Hi Bubbles.

Meine Fragen sind aber von dir so nicht beantwortet.

Nikos

Es sind doch gar nicht alle verheiratet gewesen und wozu Leute heute noch heiraten weiß ich auch nicht.
Wenn man nicht verheiratet war, muss man nur für die ersten 3 Jahre Unterhalt an den anderen zahlen und das ja auch nur, wenn man selber genug verdient und wenn der andere nicht arbeiten geht.
Bubbles<

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Fragezeichen, Wednesday, 16.03.2005, 20:33 (vor 7629 Tagen) @ Krischan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Krischan am 14. März 2005 20:42:27:

Diese ist doch eine tolle Erklaerung des Wehrpflichts. Nun habe ich eine Frage an euch:
Sagt Ihr dazu nichts, weil Ihr zu sehr feministisch verbohrt seid?
Nikos
*die gleiche Fragen stellend wie Ihr*

Ich habe dazu nun einmal keine Fragen. Ich habe mir dazu ein abschliessendes Urteil gebildet.

Heißt das, du stimmst zu? Oder hast du Angst davor, zu widersprechen?

Die Wehrpflicht widerspricht dem Art. 3 GG. Sie gehört abgeschafft. Stattdessen sollte eine Berufsarmee eingeführt werden.
Die sozialen Aufgaben können FJSler übernehmen.
antwortet sachlich, nicht polemisch
das Fragezeichen

Mein Urteil steht in diesen Zeilen. Was ist daran nicht verständlich?

fragt
das Fragezeichen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Fragezeichen, Wednesday, 16.03.2005, 20:37 (vor 7629 Tagen) @ HanJüChuan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von HanJüChuan am 16. März 2005 09:09:29:

Salü zusammen!

ähem, was hat das mit der Diskussion um die 1800 Euro zu tun?
Bubbles, ratlos

Ist es Dir möglich die Fragen, die Dir gestellt wurden, zu beantworten, bevor Du selbst wieder Fragen stellst?
Ade
HanJüChuan
NuMolLangsamNuMolNitHuddle

Ist es möglich, bei einem Thema zu bleiben, und zunächst diese Frage zu klären?

Oder soll diese Frage gar nicht geklärt werden, weil eine Klärung nicht in das ideologische Konzept passt?

fragt sich das Fragezeichen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Krischan, Wednesday, 16.03.2005, 20:57 (vor 7629 Tagen) @ Sven74

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Sven74 am 15. März 2005 14:36:38:

Da 70 Prozent aller zahlungspflichtigen Väter der Unterhaltspflicht ihren Kindern gegenüber nicht nachkommen,


Das mit den 70% hätte ich gern belegt. Den Rest schenke ich uns.
Krischan

Sie meint wahrscheinlich 70% der Männer, die am Existenzminimum leben und daher keinen Unterhalt zahlen können.
Sven74

*g* So wie ich sie im blauen Forum kennen und lieben gelernt habe, wage ich das zu bezweifeln. *gg*
Ihr tosendes Schweigen ist mir allerdings Antwort genug.

Krischan

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Krischan, Wednesday, 16.03.2005, 21:03 (vor 7629 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Fragezeichen am 16. März 2005 18:33:32:

Mein Urteil steht in diesen Zeilen. Was ist daran nicht verständlich?
fragt
das Fragezeichen

Nun, so ganz spontan: Inwiefern widerspricht die Wehrpflicht gegen Art. 3 GG? Täte sie das unter anderen Umständen vielleicht nicht, etwa wenn Zwangsdienste für beide Geschlechter gälten. uswusf. Klar, verständlich ist dieses abschließende Urteil in seiner betörenden Schlichtheit zweifellos, zumal der Satz nur aus 10 Wörtern besteht. So könnte sogar eine andere Teilnehmerin verstehen *fg* Aber er ist eben etwas.... sparsam. Du bist doch sonst auch recht eloquent, wenn ich das mal so sagen darf. Etwas ausführlicher wäre mir schon recht.

Krischan

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Fragezeichen, Wednesday, 16.03.2005, 21:42 (vor 7629 Tagen) @ Krischan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Krischan am 16. März 2005 19:03:53:

Mein Urteil steht in diesen Zeilen. Was ist daran nicht verständlich?
fragt
das Fragezeichen

Nun, so ganz spontan: Inwiefern widerspricht die Wehrpflicht gegen Art. 3 GG? Täte sie das unter anderen Umständen vielleicht nicht, etwa wenn Zwangsdienste für beide Geschlechter gälten. uswusf. Klar, verständlich ist dieses abschließende Urteil in seiner betörenden Schlichtheit zweifellos, zumal der Satz nur aus 10 Wörtern besteht. So könnte sogar eine andere Teilnehmerin verstehen *fg* Aber er ist eben etwas.... sparsam. Du bist doch sonst auch recht eloquent, wenn ich das mal so sagen darf. Etwas ausführlicher wäre mir schon recht.
Krischan

In der Kürze liegt die Würze.

Die Wehrpflicht widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz.

Natürlich könnte man jetzt auch Frauen verpflichten. Das wäre der andere Weg.

Aber wenn das Ganze jetzt als Zwang, also negativ erlebt wird - warum etwas Negatives beibehalten, ja, es ausdehnen?

Soll doch jeder selbt entscheiden, ob er oder sie zum Militär will oder nicht.

Überflüssige Worte meidet
das Fragezeichen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Nikos, Wednesday, 16.03.2005, 21:43 (vor 7629 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Fragezeichen am 16. März 2005 18:37:11:

Hi Fragezeichen!

Deine Fragen hoeren sich so an:

Ist es möglich, bei einem Thema zu bleiben, und zunächst diese Frage zu klären?<

"Ist es moeglich erst einzuatmen und dann auszuatmen?"

Natuerlich ist es moeglich, doch Du stellst eine Frage in Raum, darauf wird dir ausfuehrlich geantwortet, dir werden dazu neue Fragen gestellt, worauf du verschwindest. Was soll das?

Oder soll diese Frage gar nicht geklärt werden, weil eine Klärung nicht in das ideologische Konzept passt?<

"Seid Ihr sowioso doof, oder sehr doof?"

Was soll das? Bist du ideologisch-feministisch verbohrt oder sehr verbohrt?

Nikos

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Krischan, Wednesday, 16.03.2005, 21:49 (vor 7629 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Fragezeichen am 16. März 2005 19:42:12:

In der Kürze liegt die Würze.

Aber sie läßt Raum für Spekulationen und offene Fragen übrig.

Die Wehrpflicht widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz.

Inwiefern? Es gibt ja allerhand Leute, die das nicht so sehen.

Schon wieder fragend,
Krischan

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Bubbles, Thursday, 17.03.2005, 12:39 (vor 7629 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Nikos am 16. März 2005 11:03:45:

Hallo Nikos

ich kann dir die Fragen zum Teil nur aus meiner Sicht beantworten:

1. Wer reicht denn die meisten Scheidungen ein, die Maenner oder die Frauen?

2. Und warum, wenn das Alleinerziehen finanziell tatsaechlich so schlimm ist?

3. War vielleicht die Ehe doch sehr viel schlimmer als dieser Zustand?

4. Warum ist frau dann nicht hoechstzufrieden, wenn der aktueller Zustand nach der selbsteingereichte Scheidung ein besserer ist?

5. Warum klagen die Alleinerziehenden?

6. Und selbst wenn die Ehe die Hoelle war, wer hat sie hineingedraengt?

7. War die ehe doch besser, warum ist die Scheidung eingereicht worden?

8. Gibt es in Deutschland Zwangsheirat oder Zwangsschwangerschaft?

1. Frauen
2. ich war nie verheiratet, aber villeicht sind manche Beziehungen schlimmer als finazieller Abstieg. Das war zumindest bei mir so. Wobei ich immer selber arbeiten ging, ausser im ersten 3/4 Jahr nach der Geburt.
3. mit 2 beantwortet
4. ich bin unzufrieden, weil mein Ex sich nur nach Lust und Laune um unser Kind kümmert und er noch nicht einmal den Mindestunterhalt für ihn zahlt (ich bekomme jetzt Unterhaltsvorschuss), obwohl er Geld hat. Er bezieht einen großen Teil seiner Einkünfte schwarz.
5. gerichtlich oder was? Wenn nicht gerichtlich siehe 4.
6. War nicht verheiratet, wer heiratet ist selber schuld. die Beziehung wollten wir beide mal.
7. nein
8. in unserem Kulturkereis wohl eher seltener

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Bubbles

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Fragezeichen, Thursday, 17.03.2005, 19:49 (vor 7628 Tagen) @ Krischan

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Krischan am 16. März 2005 19:49:37:

In der Kürze liegt die Würze.

Aber sie läßt Raum für Spekulationen und offene Fragen übrig.

Die Wehrpflicht widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz.

Inwiefern? Es gibt ja allerhand Leute, die das nicht so sehen.
Schon wieder fragend,
Krischan

Artikel 3: Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

Das bedeutet, dass sie vor dem Gesetz gleich sind.

Sind sie aber nicht, was die Wehrpflicht angeht.

Das Gebären von Kindern kann man damit nicht gleich setzen. Frauen sind nicht zum Gebären von Kindern verpflichtet. Männer aber zu Wehr- oder Zivildienst. Gäbe es eine rechtliche Verpflichtung zur Schwangerschaft, ließe sich beides gleichsetzen. Die gibt es aber nicht;-).

Jetzt klarer?
fragt
das Fragezeichen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Christian, Thursday, 17.03.2005, 19:59 (vor 7628 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Fragezeichen am 17. März 2005 17:49:01:

Volle Zustimmung!
Das habe ich auch schon im SPD-Forum erklärt!

http://klartext.spd.de/list_v2.php?f=40

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Fragezeichen, Thursday, 17.03.2005, 20:16 (vor 7628 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Nikos am 16. März 2005 19:43:02:

Hi Fragezeichen!
Deine Fragen hoeren sich so an:

Ist es möglich, bei einem Thema zu bleiben, und zunächst diese Frage zu klären?<

"Ist es moeglich erst einzuatmen und dann auszuatmen?"
Natuerlich ist es moeglich, doch Du stellst eine Frage in Raum, darauf wird dir ausfuehrlich geantwortet, dir werden dazu neue Fragen gestellt, worauf du verschwindest. Was soll das?

Oder soll diese Frage gar nicht geklärt werden, weil eine Klärung nicht in das ideologische Konzept passt?<

"Seid Ihr sowioso doof, oder sehr doof?"
Was soll das? Bist du ideologisch-feministisch verbohrt oder sehr verbohrt?
Nikos

Das ist nicht richtig.

Es gibt nur einen hier, der mir eine ernsthafte Frage gestellt hat.

Die habe ich beantwortet.

Ob Du mich für verbohrt hälst, entscheidest Du selbst.

antwortet
das Fragezeichen

Re: diese Wehrpflichtgeschichte

Nikos, Thursday, 17.03.2005, 22:38 (vor 7628 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte von Fragezeichen am 17. März 2005 18:16:18:

Gut. Noch eine ernsthafte Frage: Warum bist Du Feministin?

Nikos

Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen

Krischan, Friday, 18.03.2005, 18:56 (vor 7627 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: diese Wehrpflichtgeschichte @ karrote, xenia, fragezeichen von Fragezeichen am 17. März 2005 17:49:01:

Artikel 3: Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Das bedeutet, dass sie vor dem Gesetz gleich sind.
Sind sie aber nicht, was die Wehrpflicht angeht.
Das Gebären von Kindern kann man damit nicht gleich setzen. Frauen sind nicht zum Gebären von Kindern verpflichtet. Männer aber zu Wehr- oder Zivildienst. Gäbe es eine rechtliche Verpflichtung zur Schwangerschaft, ließe sich beides gleichsetzen. Die gibt es aber nicht;-).
Jetzt klarer?
fragt
das Fragezeichen

Danke schön, ja. Wir sind uns in diesem Punkt einig.

Krischan

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